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111. Blogbeitrag
Zum heutigen offiziellen Tag des Küssens möchte ich mit dir einige Fakten über diese wunderbare intime Art der körperlichen Zuneigung teilen. Denn Küssen ist nicht nur Leidenschaft und Liebe, Küssen macht auch glücklich und ist gesund. Und letztes weiss ich selbst seit meinem 89. Blogbeitrag. «Küsse sind die Poesie der Liebe.» (1) Küssen ist meines Erachtens die intensivste Form der körperlichen Begegnung. Beim Küssen nehmen wir alle Sinne in Anspruch: Wir fühlen, schmecken, sehen, hören und riechen den anderen. Diese einzigartige Explosion der Sinne ist einzigartig schön und lässt sich kaum mit etwas anderem vergleichen. Wenn zwei Lippenpaare liebevoll aufeinandertreffen, löst das wunderschöne Gefühle aus: Unser Körper wird von einer Welle von Hormonen durchflutet, Milliarden von Nervenzellen werden angeregt, der Puls beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, die Hände werden feucht – innerhalb von Sekunden spüren wir diese Magie, welche nur Küsse herbei zaubern können. Wann hast du das zum letzten Mal so intensiv erlebt? Küsse zu geben oder zu erhalten kann das Selbstwertgefühl einer Person um bis zu 100 Prozent erhöhen. Die Person fühlt sich geliebt und begehrt. Dies ist unheimlich wichtig für uns Menschen, egal welchen Alters und welchen Geschlechts. Und es ist eine Art Jungbrunnen. Denn beim Küssen werden 60 Muskeln in Gesicht und Hals angespannt, wodurch die Haut gut durchblutet wird. «Der Kuss ist der Vulkan des Herzens.» (2) Beim Lippenkontakt werden verstärkt Glücksgefühle auslösende Hormone und das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet – und gleichzeitig wird das Stresshormon Cortisol ausgeschaltet. Deshalb fühlen wir uns beim und nach dem Küssen so entspannt. Sogar Verspannungen können sich auf diese Weise lösen. Beim Küssen wird zudem unsere Speichelproduktion angeregt – und die im Speichel enthaltenen Mineralstoffe Calcium und Phosphor härten den Zahnschmelz. Das schützt vor Karies. Mein Zahnarzt wird’s freuen! Bei einem normalen Kuss verbrennen wir etwa 12 Kalorien pro Minute, bei einem leidenschaftlichen Zungenkuss bis zu 20. Das mag nach wenig klingen, doch mit ein paar innigen Küssen verbrennst du mal eben einen Schokoriegel – auf die denkbar süsseste Art. Wenn wir küssen, steigern wir unsere Atemzügen in der Minute von 20 auf rund 60. Dadurch wird die Sauerstoffzufuhr gesteigert und die Lunge gestärkt. Ein Zungenkuss, der zehn Sekunden dauert, überträgt 0,74 Milliliter Speichel mit 80 Millionen Bakterien. Das wirkt wie eine Impfung! Beim Eindringen der Fremdkörper wird das Immunsystem aktiviert, es bilden sich Abwehrzellen. Es gibt Menschen, die diese Form des körperlichen Austausches nicht wollen und sich davor fürchten. Die Angst vor dem Küssen nennt sich übrigens Philemaphobie. Naja, wenn man bedenkt, dass sich übers Küssen auch einige Krankheiten übertragen lassen, dann sollte man sich genau überlegen, wen man küssen mag (3). Aber auch ohne gesundheitliche Aspekte sollte man sich genau überlegen, wen man küsst. Nicht, dass es dir so ergeht wie der Prinzessin des Disneyfilms «Der Froschkönig» (4), wo sie sich nach dem Kuss eines Frosches selber in einen Frosch verwandelt. Ich wünsche dir am Tag des Kusses das bewusste Erleben eines magisch schönen Kusses oder zumindest eine schöne Erinnerung eines vergangenen magischen Kusses! (1) Honoré de Balzac (1799 – 1850), französischer Schriftsteller (2) Friedrich Hebbel (1813 - 1863), deutscher Dramatiker und Lyriker (3) Spektrum.de Beitrag zu Krankheiten, die durchs Küssen übertragen werden könnten (4) Disneytrailer zum Film «Küss den Frosch» Bildnachweis
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110. Blogartikel
Die Bedeutung einer Pause ist vielseitiger als es auf den ersten Blick erscheint. Es ist auch evident für unser Wohlbefinden, sowohl physisch als auch psychisch. Im Zusammenhang mit der Gesundheit spielt die Pause eine wichtige Rolle, um körperliche Erschöpfung zu vermeiden und Stress abzubauen. Regelmässige Pausen erhöhen die Produktivität, verbessern die Konzentration und reduzieren das Risiko von Burnout und anderen gesundheitlichen Problemen. Auch in meinem Alltag möchte ich meine liebgewonnenen Pausen nicht mehr missen. Rote Ampeln im Strassenverkehr sind zum Beispiel immer willkommene Pausen, um zu entspannen und durchzuatmen. Aber auch die Pausen während meiner Spaziergänge sind mir sehr wichtig. Natürlich ist es auch immer wieder schön, einfach mal wieder ab und dann den malerischen Himmel zu betrachten, tief ein- und auszuatmen und einfach den Moment zu geniessen. Auch in der Kultur hat die Pause eine bedeutende Rolle, insbesondere in der Musik. Sie gibt den Tönen Raum zum Atmen, schafft Spannung und stellt eine entscheidende rhythmische Struktur dar. Das berühmte Zitat des Musikers Miles Davis "It's not the notes you play, it's the notes you don’t play" verdeutlicht die Wichtigkeit von Pausen in der Musik (1) In den Wissenschaften, wie der Physik oder Philosophie, kann eine Pause dazu dienen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen oder um komplexe Zusammenhänge zu reflektieren. Einstein sagte einmal: "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." Denn Pausen ermöglichen es, aus festgefahrenen Denkmustern auszubrechen und neue Perspektiven einzunehmen (2). Urlaube sind ebenfalls eine wunderbare Art der Pause vom Alltag und von der Arbeit. Und so halte ich diesen Blogtext kurz und grüsse herzlichst aus meiner wohlverdienten Auszeit in der malerischen Berglandschaft unserer wunderbaren Schweiz. (1) Weitere tolle Beispielzitate aus der klassischen Musik: "Die Pausen sind es, die den Rhythmus machen." - Fritz Kreisler "In der Pause liegen die Kunst und der Wert des Tons." - Gustav Mahler (2) Weitere spannende Beispielzitate aus der Physik: "In der Leere steckt die Fülle des Universums." - Albert Einstein "Nichts kann existieren ohne das Nichts." - Werner Heisenberg Das wunderbare Bild stammt von Fabian Hurschler https://www.fotocommunity.de/photo/zeit-fuer-eine-pause-fhotography/33580459 109. Blogartikel
In meinem 105. Blogbeitrag, wo ich von der unabdingbaren Notwendigkeit des Wandel(n)s sprach erwähnte ich Heraklit nur kurz im Zitat «Alles ist im Flusse». Gerne möchte ich euch diesen wunderbaren Denker näherbringen. Der Spruch stammt von Heraklit, einem griechischen Philosophen, der im 6. Jahrhundert v. Chr. lebte. Jene Zeit war geprägt von sozialen Hierarchien, politischer Macht und religiösen Vorstellungen, die das Leben und die Beziehungen der Menschen untereinander bestimmten. Er hat der Welt trotz herausfordernden Zeiten das Konzept der Harmonie und des Ausgleichs vermacht, indem er betonte, dass das Gleichgewicht zwischen Gegensätzen essentiell ist, um ein erfülltes und harmonisches Leben zu führen. Mit seinem Spruch «Alles ist im Flusse» meinte er, dass alles ständig im Wandel ist und sich verändert. Nichts bleibt für immer gleich, sondern alles fliesst und entwickelt sich weiter. Der vollständige Textauszug lautet: «Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen, denn andere Wasser strömen nach.» Die Kernbotschaft sagt aus, dass wir uns dem Wandel und der Veränderung hingeben sollten, anstatt uns dagegen zu stemmen. Indem wir akzeptieren, dass Veränderung ein natürlicher Teil des Lebens ist, können wir offener und flexibler werden und besser mit den Herausforderungen des Lebens umgehen. Indem wir diese Botschaft von Heraklit verinnerlichen, können wir lernen, uns den Veränderungen anzupassen, loszulassen und im Moment zu leben. Wir können lernen, die Vergänglichkeit anzunehmen und uns auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist, anstatt uns an Vergangenem festzuhalten. Dadurch können wir mehr Gelassenheit, Zufriedenheit und Dankbarkeit in unserem Leben kultivieren. Einmal mehr sind es achtsame Gedanken, die ich auch hier wiedererkenne. Ist es nicht immer wieder erstaunlich, zu was für starke Gedanken grosse Denkende wie Heraklit schon vor 2500 Jahren fähig waren? Und er war nicht der Einzige. Sokrates lebte zur selben Zeit und auch er hat die Welt schon zu seinen Lebzeiten mit seinen wertvollen Erkenntnissen bereichert. Aber davon berichte ich euch gerne in einem anderen Blogartikel. Bildnachweis und toller weiterführender Text zu panta rhei auf Worldday.de 108. Blogbeitrag
Man muss kein Liebhabender von klassischen Klängen sein, um zu verstehen, weshalb das Zürcher Filmfestival diese Woche einen der grössten Filmkomponisten für sein Lebenswerk ehrte. Am Schluss dieses Blogs gebe ich dir die Gelegenheit dazu, selbst zu urteilen. Selbst wenn du keine klassische Musik magst, sollest du weiterlesen. Denn wenn du dir gerne Filme anschaust, hast du unbemerkt schon zahlreiche klassische Meisterwerke gehört - womöglich ohne zu realisieren, was du dir da anhörst. Ich spreche von der Filmmusik. Es ist unbestritten, dass neben der visuellen Umsetzung die Vertonung eine ebenso wichtige Rolle spielt für das Filmerlebnis. Du glaubst mir nicht? Dann hör oder schau dir mal die Titelliste dieses Youtube Video kurz an mit den bekanntesten klassischen Filmmusiken und kehre dann bitte zu mir zurück. Filmschaffende bedienen sich aber nicht nur in der Welt der Klassik: Es werden für moderne Filme eigens ganze Symphonien komponiert. Eine davon bereichert eine der weltweit bekanntesten Trilogien: «Der Herr der Ringe» ist eine Romantrilogie von J. R. R. Tolkien von 1954/55 (1). Die Trilogie basiert auf einer von Tolkien sein Leben lang entwickelten Fantasiewelt (Tolkiens Welt) und erzählt die Geschichte eines Rings, mit dessen Vernichtung die böse Macht in Gestalt des dunklen Herrschers Sauron untergeht. Er gehört zu den kommerziell erfolgreichsten Romanwerken des 20. Jahrhunderts und wurde von Peter Jackson verfilmt (2). Die Trilogie wurde mit satten 17 Oscars ausgezeichnet - unter anderen auch für die Filmmusik von Howard Shore. Nun wurde Howard Shore vor einer Woche im Rahmen vom Zürcher Filmfestival für sein Lebenswerk ausgezeichnet (3). Zu Recht! Er hat vor allem mit seinen drei Symphonien zur Filmtrilogie «Herr der Ringe» ein Meisterwerk kreiert. Shore nutzte eine Vielzahl von Instrumenten und Stilen, um die unterschiedlichen Charaktere und Szenen im Film zu untermalen. Die Komposition des Herr der Ringe ist meines Erachtens daher ein Meisterwerk der modernen klassischen Musik, da sie Emotionen, Spannung und Atmosphäre erzeugen, die perfekt zu den epischen Abenteuern und fantastischen Schauplätzen des Films passen. Dem Komponisten gelingt es, durch die Verwendung von Orchestrierungstechniken und musikalischen Motiven, eine durchgängige klangliche Welt zu schaffen, die den Zuschauer direkt in eine fantastische Welt transportiert. Darüber hinaus ist die Musik des Herr der Ringe auch in sich selbst ein komplexes und faszinierendes Werk, das auch ohne visuelle Bilder einen tiefen emotionalen und künstlerischen Wert hat - eine berauschende Kombination von traditionellen symphonischen Elementen mit ethnischen Instrumenten, Chören und elektronischen Klängen, um eine einzigartige und vielschichtige Klanglandschaft zu schaffen. Dieses Werk gilt als seine bisher meistgefeierte Komposition und brachte ihm drei Academy Awards, vier Grammy Awards, zwei Golden Globes sowie zahlreiche Kritiker- und Festivalpreise ein. Lass dich doch unabhängig vom Film in diese wunderbare und faszinierend schöne Klangwelt verführen und urteile selbst, indem du auf diese Konzertaufnahme von Arte klickst und geniesst! Herzliche Gratulation für Ihre wunderbare Musik, werter Herr Shore! Bildnachweis von der Website des 21st Centruy Orchesters, welche dieses Werk live spielt (1) Wikipediaeinträge zum Autor und zum Film (2) Wikipediaeintrag zum Regisseur (3) Wikipediaeintrag zum Komponisten und Pressemitteilung vom Zürcher Filmfestival (4) Bonusfussnote für Nichtklassikliebhabende: Das Werk Herr der Ringe hat übrigens auch die Rockmusik inspiriert. Lies hier! 107. Blogbeitrag
Stell dir einmal vor, wie du ganz gelassen durch einen Park spazieren gehst. Plötzlich wirst du von einer Person mit einem spitzen Gegenstand angegriffen. Was tust du in dieser Situation? Wenn eine Person einer stressigen oder gefährlichen Situation ausgesetzt ist, setzt der Körper Hormone wie Adrenalin und Noradrenalin frei und erhöht dadurch die Aufmerksamkeit. Die Herzfrequenz steigt, der Blutdruck schnellt in die Höhe und steigern die Muskelkraft. Diese natürliche körperliche Reaktion bereiten den Körper darauf vor, entweder zu kämpfen oder zu fliehen, um mit der Bedrohung umzugehen. Es ist ein Überbleibsel aus der evolutionären Entwicklung und half unseren Vorfahren, in gefährlichen Situationen zu überleben. Heutzutage tritt diese Reaktion immer noch auf, wenn wir mit Stress oder Bedrohungen konfrontiert sind, auch wenn sie nicht unbedingt physischer Natur sind. Stell dir nun einmal vor, wie du ganz gelassen in deiner Wohnung auf deinem Sofa entspannst. Plötzlich wirst du von einer dir nahestehenden anwesenden Person verbal angegriffen. Was tust du in dieser Situation? Die körperlichen Reaktionen können je nach individuellem Stresspegel in eine ähnliche Richtung gehen wie bei einem körperlichen Angriff. Auch hier kannst du verbal angreifen oder dich zurückziehen. Es gibt aber noch weitere Strategien, um sich vor potenziellen geistigen Verletzungen zu schützen wie beispielsweise die Schlagfertigkeit zu trainieren, sich geeignete Gesprächstechniken aneignen, sich mit Konfliktmanagementwissen befassen oder auch nur gezielte Rückfragen stellen, um herauszufinden, wo genau der Schuh drückt. Oder man kann auch einfach mal nur Zuhören und einen Tag später darauf reagieren (siehe Blog 71). Ich bin davon überzeugt, dass wir selbst für unsere eigene Sicherheit verantwortlich sind. Du kannst nicht von einer angreifenden Person erwarten, dass sie dich doch bitte nicht verletzten soll. Womöglich ist genau das deren Ziel. Womöglich steckt gar keine Absicht dahinter. Und wo gutes Zureden nicht ausreicht, um einen Angreifenden abzuhalten, ist es ratsam, sich selbst zu schützen durch angemessene Massnahmen der Selbstverteidigung. Du bist selbst dafür verantwortlich, dein «Schutzschild» aufrecht zu halten, um verletzende Pfeile abzuwenden. Natürlich benötigt jede Persönlichkeit unterschiedliche Strategien, um sich vor emotionalen Verletzungen zu schützen. Es kann hilfreich sein, sich mit professionellen Beratern oder Therapeuten auszutauschen, um individuelle Wege zu finden. Ich gehe nota bene in diesem Blogbeitrag von normalen gesellschaftlichen Konflikten aus und lehne Gewalt in jeglicher Form ab. Buddha nutzte ebenfalls das Bild eines physischen Angreifers als Beispiel für den Schutz vor emotionalen Verletzungen. Er verglich diejenigen, die ihre Gedanken und Emotionen nicht kontrollieren können, mit einem ungeschützten Mann, der direkt und gezielt von Pfeilen getroffen wird. Buddha meint, dass die Kontrolle über die eigenen Gedanken und Emotionen es ermöglicht, sich vor den "Pfeilen" des Lebens zu schützen, die in Form von negativen Erfahrungen und Handlungen anderer Menschen auftreten können. Dieses Bild soll Buddhas Lehre verdeutlichen, dass die wahre Stärke im Inneren liegt und dass man durch Selbstreflexion und Achtsamkeit in der Lage ist, sich vor emotionalen Verletzungen zu schützen. Auch Konfuzius erwähnt die Bedeutung des Loslassens von Groll und der Pflege von positiven Beziehungen, um emotionale Verletzungen zu vermeiden. Letztendlich lehren beide Gelehrten, dass die wahre Stärke darin liegt, in sich selbst ruhend und ausgeglichen zu sein, unabhängig von den Handlungen anderer Menschen. Und wenn ich solch einen Status erreichen kann - unabhängig von den Handlungen anderer Menschen - dann bestimme tatsächlich nur ich selber, wer mich verletzen darf. Und so lasse ich den einen oder anderen Pfeil halt einfach an mir vorbeischiessen. Viel interessanter als Gegenangriffe dürfte auch je nach Angreifenden die Frage sein, weshalb der Pfeil abgeschossen wurde und ob er auch wirklich mich treffen sollte. 106. Blogbeitrag Als ich am letzten Sonntagnachmittag spazieren ging, erblickte ich allerlei Wunderbares und Wundersames wie Sommerschnee und Landmeere. Mir kam es vor wie eine sinnliche Poesie und jene Stimmung trunken vor Glückseligkeit möche ich gerne mit dir teilen, wenn du magst. Die Sonne strahlte zwischen den Wolken zärtlich über die sanft bewaldeten Hügel und Felder. Der Weg führte mich vorbei an prachtvollen Wiesen, die mit bunten Blumen gesäumt waren. Der Duft von süssem Blütennektar und Gräsern erfüllte die Luft und verzaubert meine Sinne. Der Wind strich sanft über die Pusteblumen, die in der Luft tanzten, als ob es schneie im Sommer. Ein Meer aus weissen Flocken, die durch die Luft schweben und sich in den goldenen Sonnenstrahlen wogen. Die zarten Samen flogen zahlreich und frei umher; wie kleine Wünsche, die in die Welt getragen werden. Das Summen der Bienen klang wie eine liebliche Melodie, die mich umhüllte und mich zur Ruhe kommen liess. Neugierige Kühe grasten friedlich vor sich hin und schauten uns immer wieder neugierig mit sanftem Blick an. Ein zarter Schmetterling flattert durch die Luft, seine Flügel schimmerten im warmen Licht und zauberten ein Lächeln auf mein Gesicht. Das Rauschen des Baches begleitete meinen Weg, das klare Wasser plätscherte sanft vor sich hin. Die Gerstenfelder wiegten sich im Wind - Wellen aus goldenem Korn, die sich sanft bewegen und an das Meer erinnerten. Die liebevollen Wogen verzauberten mich bei jedem zarten Windstoss von Neuem und streichelten meine Seele. Ich hielt oft inne, atmete ganz bewusst und dankbar, schloss meine Augen und nahm all die Schönheit um mich herum in mich auf. Mit einem dankbaren Herzen verliess ich die Natur und kehrte heim, erfüllt von Liebe und Zufriedenheit. Mögen sich all meine Träume und Wünsche, die ich für mein Umfeld gedanklich in die Welt hinaustrug, erfüllen und glücklich machen….Und zwar genau so glücklich, wie ich mich an jenem Sonntagsspaziergang fühlte. 105. Blogartikel
Weshalb tun sich einige Menschen so schwer, Neues zu wagen, während andere Personen den Wandel gar lieben? Wir haben psychologisch betrachtet Angst vor Neuem, da Neues oft mit Ungewissheit, Unsicherheit und potenziellen Risiken verbunden ist. Diese Angst dürfte aus einem evolutionären Überlebensmechanismus resultieren, da wir uns in bekannten, vertrauten Situationen sicherer fühlt. Ich denke, dass wir alle genügend eigene Beispiele dazu erfahren haben, welche diese These bestätigen. Aber ohne Neues keine Veränderung. Diese Aussage wird übrigens oft dem Philosophen Heraklit zugeschrieben. Er hat die Idee von einem ewigen Wandel und dem Fluss der Dinge geprägt, indem er betonte, dass "alles fliesst" und dass Veränderung ein grundlegender Aspekt der Realität ist (mehr zu diesen wunderbaren Aphorismus findest du im 109. Blogbeitrag). Die Neugierde ist ein natürlicher Trieb des Menschen, der dazu führt, dass wir uns weiterentwickeln, Neues entdecken und unsere Fähigkeiten erweitern. Neugierde ist also unverzichtbar für unsere persönliche und gesellschaftliche Entwicklung. Wir sollten vielleicht öfters einfach den Wandel lieben oder zumindest akzeptieren lernen? Denn ohne Neues auch keine persönliche Veränderung. Der dazu passende Satz "Wenn man immer nur das tut, was man kann, bleibt man derjenige, der man ist" könnte von Henry Ford stammen. Er drückt aus, dass man sich nur weiterentwickeln kann, wenn man neue Wege geht, sich neuen Herausforderungen stellt und aus seiner Komfortzone heraustritt (1). Um seine Angst vor Neuem zu überwinden, macht ich mir gerne bewusst, dass Veränderungen und Neues auch Chancen und Wachstumsmöglichkeiten bedeuten. Man sollte öfters mutig sein, Risiken eingehen und sich neuen Erfahrungen zu öffnen. Es kann auch hilfreich sein, sich mit anderen auszutauschen, die ähnliche Ängste überwunden haben, und sich von deren positiven Erfahrungen inspirieren zu lassen. Letztendlich ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass Veränderung ein natürlicher Teil des Lebens ist und dass man durch das Entdecken von Neuem seine eigenen Grenzen erweitern und wachsen kann. Die schönste Art, um Neues zu entdecken steckt meines Erachtens im sich verlieben. Nun verstehst du bestimmt auch die Bedeutung meines stimmigen Blogbildes. Wenn es dich wunder nimmst, wie sich unser Grosseltern in einem Fliessbandprodukt von Henry Ford verliebt haben, dann hör dir einmal diesen Song aus dem Jahre 1916 an (2). Wie gut, dass man es online hören kann, denn wer besitzt heutzutage noch ein Grammophon? Wenn ich mir überlege, wie einfach es ist, heutzutage überall und jederzeit Musik bei Bedarf zu konsumieren, bin ich sehr froh, dass auch in dieser Hinsicht immer wieder innovative Menschen den Mut hatten, Neues zu wagen :-). (1) Henry Ford war ein berühmter amerikanischer Erfinder und Pionier der Automobilindustrie. Man mag von Henry Ford halten, was man will, aber der Mann konnte Facts rund um Neues wagen in wunderbaren Zitaten auf den Punkt bringen: Henry Ford Zitate. (2) Hier findest du die Leadsheets mit Text des abgebildeten Songcovers. Bildnachweis 104. Blogartikel für unseren Kari den Grossen
Und das wünsche ich von ganzem Herzen allen, die das gerade jetzt benötigen - frei von jeglichen religiösen oder philosophischen Deutungen. Wusstest du, dass das Wort "Frieden" vom althochdeutschen Wort "fridu" abstammt, was so viel wie Ruhe, Sicherheit oder Freiheit von Krieg bedeutet? Mir gefällt, dass der Begriff auch ursprünglich nicht nur dem Krieg gegenübergestellt wird. Zu offensichtlich scheint die Wichtigkeit der Friedensempfindung in uns – auch unabhängig von möglichen kriegerischen Kontexten. In psychologischer Hinsicht bedeutet Frieden ein Zustand innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und Harmonie. Das gefällt mir auch sehr gut. Denn es beinhaltet so auch das Fehlen von inneren Konflikten, Ängsten und stressbedingten Emotionen. Frieden kann nach meiner Erfahrung gut erreicht werden, indem man seine eigenen Emotionen und Gedanken bewusst wahrnimmt, akzeptiert und verarbeitet. Die Achtsamkeit bietet auch hier gute Ansätze, um dies zu erreichen. Die Selbstakzeptanz ist evident, um mit sich selbst im Reinen zu sein. Natürlich spielen verschiedene Faktoren wie persönliche Erfahrungen, Erziehung, Kultur und gesellschaftliche Normen ebenfalls eine grosse Rolle, wie wir Frieden mit uns selbst und anderen finden. Umso mehr bin ich davon überzeugt, dass man auch Konflikte mit anderen friedlich lösen sollte, um inneren Frieden zu finden. Auch bei Dingen, die man nicht ändern kann, finde ich es hilfreich, ein Zustand des inneren Friedens anzustreben. Indem man akzeptiert, was nicht veränderbar ist, kann man sich auf die Dinge konzentrieren, die man beeinflussen kann, und so seine Energie positiv lenken. Bei sehr herausfordernden und unveränderbaren Situationen wie Krankheit und Tod kann ich mir sogar sehr gut vorstellen, dass man dies ohne inneren Frieden gar nicht bewältigen könnte. Der Frieden ist natürlich auch in vielen philosophischen Lehren von zentraler Bedeutung, insbesondere im Buddhismus, wo er als ein Zustand innerer Ruhe, Harmonie und Ausgeglichenheit angestrebt wird. Auch in unserer westlichen Philosophie wird der Frieden als ein erstrebenswerter Zustand betrachtet, der zur persönlichen Erfüllung beiträgt. Das spüren und wissen wir alle auch. Vorallem in jene Zeiten, wo Unruhe und Unsicherheit dominieren. Der Begriff "Friede sei mit dir" kennst du bestimmt auch. Er hat seinen Ursprung in verschiedenen religiösen Traditionen, wie zum Beispiel im Christentum, wo es als Segensgruss verwendet wird. Auch das gefällt mir unabhängig vom religiösen Kontext sehr gut! Oftmals ist es auch der letzte Gruss, der Verstorbenen mit auf ihren Weg gegeben wird. In jenem Fall symbolisiert es den wunderbaren Wunsch nach Frieden und Ruhe für die Seele des Verstorbenen. Es ist auch eine Möglichkeit für die Hinterbliebenen, Abschied zu nehmen und ihre Liebe und Verbundenheit auszudrücken. Auf dass auch sie irgendwann wieder zu einem Zustand des inneren Friedens zurückfinden mögen. Friede sei mit dir, lieber Kari. Bildnachweis 103. Blogbeitrag Selbstakzeptanz und Wertschätzung sind unabdingbar für unser Selbstwertgefühl. Nun könnte ich etliche Studien und Bücher auflisten, die sich mit dem Thema befassen. Aber es gibt auch schlaue Filme, die zugleich unglaublich viel Spass machen und aufzeigen, wie vielschichtig die Thematik ist und was wir daraus lernen können. Der Disneyfilm «Encanto» tut genau das (1)! Der Blogtitel stammt aus einem Song aus dem Film, wo ein Filmcharakter Schwächen zu zeigen beginnt und sich zu fragen beginnt, was sie ist, wenn sie nicht mehr für die Familie und für die Gesellschaft «funktioniert». Wunderbar visuell umgesetzt im Youtube-Film dieses Blogbeitrages. Lust auf mehr Infos zum Film? Es lohnt sich... 2021 ist dieses Meisterwerk aus dem Hause Disney entstanden und es geht um ein Familienmusical, das vor dem Hintergrund der Kultur in Kolumbien aufzeigt, wie vielschichtig das Modell Familie ist. Das gilt insbesondere dann, wenn Familie mehr umfasst als nur Eltern und deren Kinder. Der Film mag märchenhaft sein, die Charakterisierung der einzelnen Familienmitglieder sind jedoch sehr real dargestellt und absolut liebenswert mit all ihren Stärken und Schwächen. In jeder Familie gibt es Zuwachs nicht allein durch Geburten, sondern durch Freunde und Partner aus anderen Familien. Jeder von ihnen hat unterschiedliche Fähigkeiten, aber alle zusammen bilden sie das, was den Wert von Familie ausmacht. Und der ist heute mehr denn je gefragt. Auf meiner Hawaiireise ist mir das Phänomen unter dem Begriff «Ohana» begegnet. Was ist die Moral aus dem Film? Es betont die Bedeutung von Selbstakzeptanz und der Wertschätzung individueller Stärken, unabhängig von äusseren Erwartungen oder Leistungen. Wir Menschen können rasch Probleme damit bekommen, wenn wir das Gefühl haben, keinen Beitrag zur Gesellschaft leisten zu können. Die Gefahr, dass man sich möglicherweise nutzlos oder unbedeutend fühlt, ist gross. In solchen Momenten ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass jeder Mensch wertvoll ist und auf seine eigene Weise einen Beitrag leisten kann. Um das Selbstbewusstsein in dieser Hinsicht zu stärken, ist es hilfreich, sich auf die eigenen Stärken und positiven Eigenschaften zu konzentrieren, sich selbst zu akzeptieren und sich bewusst zu machen, dass jeder Mensch einzigartig ist und einen Wert hat. Es kann auch hilfreich sein, sich mit anderen zu umgeben, die einen unterstützen und ermutigen. Und wir sollten auch mehr zu unseren Schwächen stehen (siehe 56. Blogbeitrag). Denn Schwächen sind oftmals einfach nur die andere Seite der Stärke oder sie wollen uns vor Schaden wie Überforderung schützen. Einmal mehr möchte ich mich für mehr Mitgefühl und Verständnis uns selbst und unserem Gegenüber einsetzen. Es ist nicht die Leistung, die uns definiert, sondern unsere Handlungen. Und auch etwas Nicht zu tun kann eine wichtige und notwendige Handlungsunterlassung sein. Sollte sich das Gefühl der Nutzlosigkeit etablieren, so dass es zu ernsthaften psychischen Problemen führt, dann kann man auch mal professionelle Gesprächspartner konsultieren, sofern man selber, die Familie oder Freunde keine Hilfe leisten sollten. Hauptsache, man entkommt der Versuchung, sich nur über die gesellschaftlichen Leistungsparameter definieren zu wollen. Denn gottlob sind wir sind weitaus mehr als die Leistung, die wir erbringen (sollen). Würde diese Tatsache erkannt und akzeptiert, wäre es nicht mehr so belastend, wenn man mal nicht mehr so funktionierte, wie das von anderen (oder von einem selber!) erwartet würde. (1) Trailer zum Film 102. Blogartikel
Bäume sind seit Jahrhunderten Symbole der Stärke, Beständigkeit und Erneuerung. Ihre tiefen Wurzeln, die sich fest in die Erde klammern, und ihre weit ausladenden Äste, die zum Himmel streben, bieten ein eindrückliches Bild von Verbindung, Wachstum und Beständigkeit. Sie können in Zeiten von Sturm und Drang eine gute Metapher bieten, wie man selber in stürmischen Zeiten festen Halt und Ruhe bewahren kann. Der Achtsamkeitsmönch Thich Nhat Hanh erklärt in diesem Zusammenhang, dass Achtsamkeit wie die Wurzeln eines Baumes ist. Wenn ein Sturm kommt und der Baum von starken Winden durchgerüttelt wird, bleiben die Wurzeln fest im Boden verankert und geben dem Baum Stabilität. Auf ähnliche Weise hilft uns Achtsamkeit, auch in schwierigen und stürmischen Zeiten fest verwurzelt zu bleiben und inneren Frieden und Ruhe zu bewahren (1). Die Idee, dass ein Baum – trotz der Widrigkeiten der Jahreszeiten, Stürme und Dürren – immer noch steht, wächst und gedeiht, kann uns daran erinnern, dass auch wir solche Widerstandsfähigkeit in uns tragen. Ein Baum steht nicht nur fest in der Erde, sondern interagiert auch mit seiner Umgebung. Er bietet Schutz und Nahrung für Tiere, spendet Schatten und produziert Sauerstoff – ein ständiger Kreislauf des Gebens und Nehmens. Indem wir uns auf den gegenwärtigen Moment konzentrieren und unsere Gedanken und Emotionen beobachten, können wir lernen, nicht von äusseren Einflüssen mitgerissen zu werden, sondern einen inneren Rückhalt zu finden. Auf diese Weise können wir auch in schwierigen Situationen Ruhe bewahren und gelassener reagieren. Die Metapher des Baumes im Sturm gefällt mir äusserst gut und sie erinnert mich in Zeiten von Sturm und Drang daran, dass wir durch Achtsamkeit die Fähigkeit entwickeln können, auch in turbulenten Zeiten ruhig und unerschütterlich zu bleiben. Es funktioniert! (1) Die Metapher mit dem Baum im Sturm stammt aus dem Buch "Achtsamkeit im täglichen Leben" von Thich Nhat Hanh. Bildnachweis 101. Blogartikel
Das Titelzitat stammt vom deutschen Lyriker Otto Julius Bierbaum, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts lebte. Ein Ausspruch, der vor allem in Krisenzeiten mehr Gültigkeit denn je hat. Und es verkörpert meines Erachtens ganz wunderbar, was der Humor für einen Stellenwert hat in unserem Leben. Selbstverständlich spreche ich nur über denjenigen Humor, den niemanden verletzt oder diskriminiert, sondern mir geht es um den positiven Effekt des Humors. Denn Humor ist einfach eine erstaunliche Fähigkeit. Sie befähigt uns, jedwelche Situationen auf eine lustige Weise zu betrachten und zu interpretieren, so dass man darüber lachen kann. Und Lachen ist bekanntlich gesund und trägt dazu bei, Stress abzubauen, die Stimmung zu heben und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Humor ist meines Erachtens auch eine bewährte Methode, um soziale Spannungen zu lösen oder schwierige Themen auf eine leichtere Art und Weise anzusprechen: Man kann beispielsweise unangenehme Wahrheiten aussprechen, ohne dass es zu Konflikten kommt. Humor kann auch dazu dienen, die Stimmung aufzulockern und den Umgang miteinander zu erleichtern. Humor kann auch in beängstigenden aber nicht bedrohlichen Situationen hilfreich sein. So unterstützt uns der Humor, indem wir auf eine spielerische Weise ihre Gefühle und Gedanken ausdrücken, die wir sonst vielleicht nicht so offen kommunizieren würden. Aber was mich am meisten am Humor fasziniert, ist deren Anwendbarkeit als Bewältigungsmechanismus in schwierigen Situationen. Oftmals kann ich durch Humor schwierige Situationen entschärfen, Spannungen lösen und meine eigene innere Gelassenheit bewahren. Humor hilft mir dabei, mich selbst und andere nicht zu ernst nehmen (sofern es angemessen erscheint, nicht alles immer so ernst nehmen zu müssen). Insofern ist Humor für mich eine effektive Möglichkeit, stressige und unangenehme Situationen aufzulockern und ein Gefühl der Verbundenheit zu schaffen. Humor ist natürlich etwas sehr Individuelles und bestimmt ist es dir auch schon einmal passiert, dass das Gegenüber deinen Sinn für Humor nicht teilt. Wenn das Gegenüber keinen Sinn für Humor hat, ist es nach meiner Erfahrung am besten, sich zurückzuhalten und nicht weiter Witze zu machen, um die Atmosphäre nicht weiter zu belasten. Aber vielleicht sollte man die Situation auch dann nicht zu ernst nehmen und gemeinsam darüber zu lachen, wie sehr man sich in dieser Hinsicht grad nicht versteht. Denn ich bin davon überzeugt, dass auch dein Gegenüber Humorvolles zu bieten hat, was du auch nicht lustig findest. In solchen, manchmal durchaus peinlichen Situationen greife ich zu meiner bewährten Bewältigungsstrategie und lache einfach darüber. Und nun testen wir mal deinen Sinn für Humor: Wie findest du das untere Comics? Bringt es dich angesichts der Ernsthaftigkeit und Unberechenbarkeit der ganzen KI-Thematik trotzdem - oder gerade deswegen zum Schmunzeln oder nicht? 100. Blogbeitrag
Anlässlich meines 100. Blogbeitrages möchte ich mit dir zusammen das wohl vielseitigste und wunderbarste Gefühl feiern, welches wir erfahren dürfen: Die Liebe! Aber sie gewinnt nicht immer. Weshalb eigentlich nicht? Denn meines Erachtens ist diese einzigartige Emotion ein verlässlicher Erfolgsgarant für so ziemlich alles. Und dennoch: Immer wieder sehe ich Menschen, deren Handlungen nicht von Liebe, sondern von Hass geprägt sind. Gefolgt von einer scheinbar nie endenden Spirale voller negativer Emotionen, welche in erster Linie den Hassenden selbst physisch und psychisch schaden und das Umfeld negativ prägen. Mich macht das sehr traurig und auch äusserst nachdenklich! Ich habe immer geglaubt, dass wir alle intuitiv spüren oder gar wissen müssten, dass Hass zu nichts anderem führen kann als Hass. Diese Aussage stammt von hier abgebildeten Martin Luther King Junior - Er war ein bekannter Bürgerrechtler, der sich in Zeiten der rassistischen Unruhen in den Staaten von 1964 - 1967 für Gewaltlosigkeit und Gleichberechtigung einsetzte, bis er ermordet wurde. Und seine Aussage bringt das Ganze auf den Punkt. Ich höre oft sagen, dass Hass und Liebe dasselbe sei, einfach in unterschiedlicher Ausprägung. Dies als Legitimation, um Hass als Mittel zum Zweck einzusetzen. Aber wenn man sich das genauer überlegt, dann merkt man rasch, dass sie in ihrer Natur und Auswirkung sehr unterschiedlich sind. Hass ist von negativen Emotionen geprägt, während Liebe mit positiven Emotionen verbunden ist. Hass und Liebe sind zwar beide komplexe Emotionen, die aber absolut unterschiedliche Auswirkungen auf das Verhalten und das Wohlbefinden eines Menschen haben können. Bestimmt kennst du auch genügend Beispiele für die Auswirkungen beider Phänomene. Wir spüren nicht nur, dass Liebe uns gut tut, es ist auch empirisch belegt: Diverse Studien (1) haben gezeigt, dass Menschen, die von Hass geprägt sind, oft negative Emotionen wie Wut, Feindseligkeit und Stress erleben, was sich erwiesenermassen negativ auf ihre psychische Gesundheit auswirken kann. Im Gegensatz dazu können Menschen, die von Liebe und Mitgefühl geleitet werden, positive Emotionen wie Glück, Zufriedenheit und Verbundenheit erfahren, was sich positiv auf ihre psychische Gesundheit auswirken kann. Wie kann es da sein, dass so viele wunderbare Persönlichkeiten trotzdem dem Hass verfallen? Wieder einmal mehr liefert eine fiktive Filmfigur eine gute Antwort: Der Jedimeister Yoda aus den Star Wars – Filmreihe weiss es! In diesen Filmen wird die Moral vermittelt, dass die positive Macht in uns stark ist und jeder die Fähigkeit hat, Gutes zu vollbringen, wenn er nur seinen inneren Werten und Überzeugungen treu bleibt und daraus Gutes tut. Man muss lernen, seine Macht verantwortungsbewusst und zum Wohl anderer einzusetzen, um nicht der Dunklen Seite zu verfallen (lies mehr dazu in einem 84. Blogbeitrag). Im Film spricht der Jedimeister Yoda über die Stärken der dunklen Seite und erklärt die Neigung zum Hass sinngemäss folgendermassen:" Die dunkle Seite ist nie stärker. Sie ist nur schneller und verführerischer". Letztendlich zeigt die Filmserie, dass die wahre Stärke darin liegt, in sich selbst zu vertrauen und den Mut aufzubringen, für das zu kämpfen, woran man glaubt. Dabei ist entscheidend, dass die dunkle Seite wegen ihrer destruktiven Natur immer verliert. Hass kann nur zerstören. Vielen Menschen neigen dazu, Hass zu empfinden, weil sie sich bedroht oder verletzt fühlen, oder weil sie Vorurteile oder negative Erfahrungen haben. Oder weil es ihnen angeblich die nötige Stärke vermittelt. Aber genau da wäre es wichtig zu verstehen, dass Hass eben gerade keine konstruktive Emotion ist und oft zu destruktivem Verhalten führen kann. Es kann keine guten Lösungen geben, die von Hass geprägt sind. Niemals! Punkt! Wenn trotz allem Hassgefühle auftauchen ist es meines Erachtens wichtig, dieses Gefühl zu akzeptieren und dem auf den Grund zu gehen. Der Achtsamkeitsmönch Thich Nhat Hanh würde noch ergänzen, dass man auch einfach genügend positive Samen sähen könnte, welche den Hass mit der Zeit verdrängen kann. Was für ein schöner Gedanke. So gelangt mehr Licht in die dunklen Gedanken, Handlungen und Gefühle (2). Es gibt genügend weitere nützliche Ansätze, um Hass in Beziehungen zu überwinden, wie zum Beispiel Empathie, Vergebung, Kommunikation oder Konfliktlösung. Indem man versuchte, die Perspektive anderer zu verstehen, Vergebung praktiziert und konstruktive Wege zur Lösung von Konflikten fände, könnte man dazu beitragen, Hass zu überwinden und positive Beziehungen aufzubauen. Ein Leben ohne Hass ist auch immer ein ein bewusster Entscheid, der jeder Mensch für sich selber fällen muss. Es ist letztendlich auch ein Akt der (Selbst)Liebe und diese wunderbare Erkenntnis wünschte ich jeder hassgebeutelten Seele von ganzem Herzen. Ich möchte diesen Beitrag zusammenfassend mit einem weiteren stimmigen Zitat von Martin Luther King beenden: „Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben, das kann nur die Liebe.“ (1) Hier sind einige Studien, die die Auswirkungen von Hass und Liebe auf die psychische Gesundheit untersuchen: - Eine Studie von Fredrickson et al. (2008) fand heraus, dass Menschen, die regelmäßig positive Emotionen wie Liebe, Dankbarkeit und Mitgefühl erleben, eine bessere psychische Gesundheit und ein höheres Wohlbefinden haben. - Forschung von Lutz et al. (2008) zeigte, dass regelmäßige Praktiken wie Meditation und Achtsamkeit, die darauf abzielen, Liebe und Mitgefühl zu kultivieren, positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben können. - Eine Studie von King et al. (2010) untersuchte die Auswirkungen von Hass und Feindseligkeit auf die psychische Gesundheit und fand heraus, dass Menschen, die diese negativen Emotionen häufig erleben, ein höheres Risiko für psychische Störungen wie Depressionen und Angst haben. - Eine Meta-Analyse von Siedlecki et al. (2016) untersuchte verschiedene Studien zu den Auswirkungen von Liebe und Mitgefühl auf die psychische Gesundheit und fand heraus, dass diese positiven Emotionen mit einem besseren psychischen Wohlbefinden und einer geringeren Wahrscheinlichkeit für psychische Störungen verbunden sind. (2) Das Buch "Ärger" von Thich Nhat Hanh mit Tipps, wie man Ärger dauerhaft überwinden kann, kann ich wärmstens empfehlen. Bildnachweis 99. Blogbeitrag
Immanuel Kant hat weltweit das Denken verändert. Die Werke des deutschen Philosophen sind auch zu seinem heutigen 300. Geburtstag noch aktuell. Er hat auch meine Vorstellung von Moral verändert. Er war ein deutscher Philosoph, der im 18. Jahrhundert lebte. Er gilt bis heute als einer der bedeutendsten Philosophen, da seine Ideen einen grossen Einfluss auf die moderne Philosophie und Ethik hatten. Seine "Kritik der reinen Vernunft" (1) revolutionierte das Verständnis der menschlichen Erkenntnisfähigkeiten und legte den Grundstein für die moderne Wissenschaftstheorie. Er war ein Vorreiter des Konstruktivismus in der Philosophie, was bedeutet, dass er die Idee vertrat, dass unsere Wahrnehmung der Welt konstruiert ist und nicht direkt mit der Realität übereinstimmt (2). Diese anspruchsvolle und tiefgreifende Sichtweise hat bis heute einen grossen Einfluss auf die Diskussion über Erkenntnistheorie und Ethik. Darüber hinaus formulierte er die Grundlagen der Ethik in seinem kategorischen Imperativ, der bis heute ein wichtiger Bezugspunkt in der moralischen Diskussion ist. Ich habe den kategorischen Imperativ bereits in meinem 11. Blogbeitrag erwähnen dürfen, der besagt, dass man nur nach Maximen handeln soll, die sich als allgemeingültige Gesetze aufstellen lassen. Es bildet die Grundlage meines moralischen Kompasses und ist auch heute noch ein wichtiger Bestandteil der ethischen Diskussionen. Kant stellte zudem vier zentrale Fragen auf, um die Natur der menschlichen Erkenntnis zu erforschen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch? Kant wollte damit herausfinden, wie wir Wissen erlangen können, was moralisch richtig ist, was wir von der Zukunft erwarten dürfen und was die Essenz des Menschen ausmacht. Sein Fazit dazu lässt sich wie folgt zusammenfassen: - Was kann ich wissen? Er betont die Möglichkeiten und Grenzen des menschlichen Erkenntnisvermögens. - Was soll ich tun? Er argumentiert für die Bedeutung moralischer Pflichten und die Verpflichtung, nach moralischen Prinzipien zu handeln. - Was darf ich hoffen? Er weist auf die Bedeutung von Glauben und Hoffnung im menschlichen Leben hin. - Was ist der Mensch? Er vertrat die Meinung, dass der Mensch sowohl rational als auch sinnlich ist und dass die menschliche Natur eine enge Verbindung zur Moral besitzt. Kants Ideen sind sogar mit dem Buddhismus dahingehend verbunden, da beide Philosophien sich mit der Frage nach der Natur der Realität, der menschlichen Moralität und dem Streben nach persönlicher Weiterentwicklung beschäftigen. Beide betonen die Bedeutung von Selbstbestimmung und persönlicher Verantwortung sowie die Notwendigkeit, über dogmatische Annahmen hinaus zu denken, um ein tieferes Verständnis der Welt zu erreichen. Heute wäre Immanuel Kant 300 Jahre alt geworden. Ob ihm wohl gefiele, wie sich der Mensch seither entwickelt hat? Denn viel scheint sich seither nicht verändert zu haben. (1) Nein, ganz gewiss habe ich dieses Meisterwerk nicht gelesen und ich steh dazu: Die Kombination aus akademischem Schreibstil, seiner komplexen Terminologie und seinen abstrakten Konzepten seine Bücher machen es zu einer eeeeeeenorm anspruchsvollen Lektüre, die eine immense Anstrengung erfordert, um sie lesen und verstehen zu können. Ich beziehe mein Wissen aus Zusammenfassungen und diversen Kommentaren seiner Werke. (2) In meinem 57. Blogbeitrag kannst du kannst du das Thema Wahrnehmung im Zusammenhang mit Platons Höhlengleichnis nachlesen, wenn du magst. Bildnachweis. Kant ist meines Erachtens noch immer hochmodern. Du glaubst mir nicht? Dann lies hier wieso Kant sogar auch noch partytauglich ist :-)! 98. Blogbeitrag
Der Achtsamkeitsmönch Thich Nhat Hanh meint mit seinem Zitat, dass Verständnis und Liebe über starre Glaubenssätze und Regeln hinausgehen und die Fähigkeit haben, Menschen zu verbinden und Konflikte zu lösen. Er glaubte fest daran, dass dies auch auf politischer Ebene möglich sein sollte. Kann das sein? Die weltpolitische Lage stellt sich derzeit äusserst komplex und unsicher dar. Es gibt eine Vielzahl von globalen Herausforderungen, darunter geopolitische Spannungen, Handelskonflikte, Klimawandel, Flüchtlingskrise, Terrorismus und Pandemien. Darüber hinaus gibt es eine Zunahme autoritärer Regierungen und demokratischer Rückschläge auf der ganzen Welt. Diese Entwicklungen haben zu einer zunehmenden Polarisierung und Unsicherheit in der internationalen Politik geführt. Es gibt natürlich zahlreiche Gründe, warum Verständnis und Liebe in der Praxis oft nicht ausreichen, um Kriege zu verhindern. Einige der Hauptursachen für bewaffnete Konflikte sind gewiss historische Feindschaften, territoriale Streitigkeiten, wirtschaftliche Interessen, Machtansprüche und ideologische Differenzen. Oftmals stehen politische Faktoren im Vordergrund, die es schwierig machen, auf Verständnis und Liebe als Lösung zu setzen. Zudem spielen auch individuelle Egos, Angst vor Verlust und mangelnde Kommunikation eine Rolle. In vielen Fällen überwiegen die negativen Emotionen und Interessen, die zu Konflikten führen, anstatt die positiven Werte von Verständnis und Liebe. Es ist eine komplexe Herausforderung, diese Dynamiken zu überwinden und eine friedlichere Welt zu schaffen. Als unverbesserliche Optimistin wünschte ich mir, dass durch Verständnis und Liebe zwischen verschiedenen Nationen oder politischen Gruppierungen Konflikte auf friedliche Weise gelöst werden könnten. Zum Beispiel könnte eine Regierung, die Verständnis und Liebe als Leitprinzipien hat, eher bereit sein, auf die Bedürfnisse und Anliegen anderer Länder einzugehen und gemeinsame Lösungen zu finden, anstatt sich stur an Dogmen festzuhalten und Konfrontationen zu schüren. Letztendlich könnte dies zu harmonischeren und kooperativeren internationalen Beziehungen führen. Weshalb scheitern wir? Was können wir dazu beitragen, dass die Welt eine bessere wird? Nun, ich bin davon überzeugt, dass man nur durch seine eigenen Taten etwas bewirken kann. Man könnte sich politisch engagieren sich für sinnvolle soziale Initiativen einsetzen oder einfach etwas toleranter durchs Leben gehen. Man könne auch einfach im eigenen Alltag mehr Verständnis und Liebe entwickeln und vorleben, wie es sein könnte, wenn man ausnahmlos alle zumindest respektvoll behandelte. Und jetzt schau mal in den Spiegel, schau dich in deinem Umfeld um und dann kennst du die Antwort, weshalb wir oftmals in, um uns und weltweit scheitern :-/. Wir sollten alle schlichtweg mehr lifere und weniger lafere! Wir sollten endlich etwas in Bewegung setzen, indem wir uns selber in Bewegung setzen. PS. Hier gibts übrigens ein guter Nachruf über das Wirken vom verstorbenen Thich Nhat Hanh, der wahrlich viel bewegte in seinem Leben. Bildnachweis 97. Blogbeitrag
In der Botschaft des Disney-Filmklassikers «Ratatouille» versteckt sich mehr als bloss eine Aufforderung, kreativer zu kochen (1). Im Film wird mit dem Satz "Jeder kann kochen" ausgedrückt, dass Kochen keine Frage von Talent oder sozialer Herkunft ist, sondern vielmehr von Leidenschaft, Experimentierfreude und Hingabe. Es bedeutet, dass jeder in der Lage ist, kreativ zu werden und köstliche Gerichte zuzubereiten, solange er bereit ist, sich dafür zu engagieren. Gusteau, der verstorbene Spitzenkoch im Film vertrat zu seinen Lebzeiten das Motto „Jeder kann kochen“ und veröffentlichte einen Kochbuch-Bestseller unter diesem Titel. Während des ganzen Films führt Rémy, der Hauptdarsteller und begnadete Koch des Films (er ist nota bene als süsse und schlaue Ratte dargestellt) teils tiefsinnige Zwiegespräche mit dem Geist dieses Mannes, welcher ihm immer wieder erscheint und ihm hilft, Entscheidungen zu treffen. Was den Protagonisten Rémy von den meisten im Film unterscheidet, ist seine Gabe, neue Gerichte zu komponieren. Er komponiert Geschmäcker wie Mozart die Klänge. Er ist kreativ und erinnert mich immer wieder daran, auch meine Kreativität und Verspieltheit mehr in meine Gerichte zu integrieren. Das Kreativitätspotential des Kochens liegt für meinen Geschmack auch darin, dass man verschiedene Zutaten und Aromen immer wieder neu kombinieren kann, um neue Geschmackserlebnisse zu schaffen. Man kann experimentieren, improvisieren und eigene Rezepte entwickeln, die ganz individuell auf die eigenen Vorlieben und Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mir gefällt, wieviel Verspieltheit sich dadurch in den Alltag einbinden lässt :-). Ich würde sogar behaupten, dass man durch das Kochen auch seine Persönlichkeit weiterentwickeln kann, indem man lernt, geduldig zu sein, sich zu organisieren, Probleme zu lösen, flexibel zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Man kann Selbstvertrauen aufbauen, sich selbst besser kennenlernen und seine kreativen Fähigkeiten entfalten. Und es macht nebenbei auch unglaublich viel Spass. Genau so viel Spass wie das Gucken dieses wunderbaren Disney-Filmklassikers! (1) Hier findest du eine gelungene Filmkritik zum Nachlesen. Bildnachweis 96. Blogbeitrag
Sind wir Menschen nicht unglaubliche Gewohnheitstiere? Wir alle pflegen unsere liebgewonnenen Gewohnheiten und hegen Zweifel, wenn uns Gewohnheiten nicht mehr guttun. Oder unsere Glaubenssätze hindern uns daran, loszulassen oder Neues zu wagen. Dann versuchen wir diese zu ändern. Einfacher gesagt als getan. Weil unser Gehirn dazu neigt, Routinen zu entwickeln, um Energie zu sparen und Entscheidungen zu vereinfachen. Und das macht durchaus Sinn. Denn Gewohnheiten ermöglichen es uns, effizienter zu handeln und uns auf andere wichtige Aufgaben zu konzentrieren. Sie bieten uns auch mentale Sicherheit und Schutz. Es erfordert Geduld und Durchhaltevermögen, aber mit der richtigen Strategie können Gewohnheiten erfolgreich geändert werden Es gibt unzählige Studien zu Gewohnheiten und wie man sie am besten ändern kann. Eine bewährte Methode ist es, neue Gewohnheiten langsam und schrittweise zu etablieren, indem man kleine Veränderungen vornimmt und diese konsequent beibehält. Wenn die nötige Motivation fehlt, um Gewohnheiten zu ändern, gibt es hilfreiche Strategien. Du fragst dich, welche Strategien das sein könnten? Gute Frage! Es gibt verschiedene Strategien, die je nach Situation und Ziel angewendet werden können. Dazu gehört beispielsweise die SWOT-Analyse (Stärken/Schwächen/Chancen/Risiken identifizieren und als Entscheidungsgrundlage nutzen). Diese Strategie lässt sich nicht nur im geschäftlichem Kontext, sondern auch privat einsetzen. Du glaubst mir nicht. Dann lass uns folgendes miteinander durchspielen: Nehmen wir mal an, zwei glückliche Singles verlieben sich ineinander und müssen sich wieder an die gemeinsamen Gepflogenheiten einer Partnerschaft gewöhnen und eingeschlichenen Gewohnheiten des Singledaseins loslassen. Da spielen je nach dem auch Zweifel und Ängste mit. Man könnte gemeinsam darüber philosophieren, wie man sich aneinander anpasst, ohne die eigene Identität zu verlieren und offen über Zweifel zu sprechen. Aber auch als Reflexionsübung ist es interessant, sich Gedanken zu machen, welche stärkenden, aber auch schwächenden Gedanken auftauchen dank der neugewonnenen Zweisamkeit und wo man selbst die Chancen und Risiken der Zweisamkeit sieht. Das Gute an dieser Übung ist die zusätzliche Chance auf die Erkenntnis, ob du mit deinen vergangenen Beziehungen abgeschlossen hast oder nicht. Insbesondere dann, wenn schwächende, zweifelnde Gedanken die Überhand gewinnen. Diese Zweifel und Ängste verraten etwas über dich und über deine Glaubenssätze. Und sie hindern dich womöglich daran, neue Gewohnheiten und Bindungen einzugehen. Daher liebe ich die SWOT-Analyse. Denn stärkende Gedanken und Chancen beflügeln – insbesondere kombiniert - und das kann die nötige Motivation liefern, um festgefahrene Gewohnheiten zu überwinden und auch überholte Glaubenssätze zu überdenken. Du könntest den Wandel per se aber auch zur Gewohnheit machen. Eine kluge Strategie! Denn wer immer nur das tut, was er kann, bleibt, wer er ist. Wenn du Lust auf Veränderungen hast, dann kannst du auch einfach Neues wagen und mehr Entscheidungen fällen. Denn erst wenn man Entscheidungen gefällt hat, weiss man, ob der Entscheid richtig oder falsch war. Darum ermutige ich dich heute, etwas mehr loszulassen, dich nicht von Ängsten und Zweifel bestimmen zu lassen, alte Gewohnheiten einmal mehr als üblich loszulassen und mehr Entscheidungsfreude zu entwickeln. Wer weiss, was da draussen noch alles auf dich wartet, wenn du den Mut hast, Neues zu entdecken. Bildquelle: Das Bild stammt von Christian Moser. Seit 2001 führt er erfolgreich seine Forschungen an den sogenannten "Monstern" durch, die das Handeln der Menschen wirklich bestimmen. Seine bahnbrechenden Erkenntnisse hat er mittlerweile in drei Bänden zusammengetragen, die die Monster des Alltags zeigen und beschreiben. Unten ist das Monster der Gewohnheit abgebildet. Die Werke sind wirklich lesenswert und äusserst amüsant beschrieben! 95. Blogartikel
Das Prinzip der kopernikanischen Wende kann als Inspirationsquelle dienen, um neue Perspektiven zu gewinnen und unser Verständnis der Welt zu erweitern. Thats all folks. Hinter dem Begriff steckt jedoch noch viel mehr und es würde mich freuen, wenn du Lust darauf hast, weiterzulesen. Dann verstündest du auch, weshalb mein Blog diesen Titel trägt. Nikolaus Kopernikus (1473 – 1543, Polen) hat (nicht als erster) erkannt, dass die Sonne und nicht die Erde im Mittelpunkt stehen. Er hat sich quasi das Sonnensystem von aussen betrachtet vorgestellt. Man nennt diesen Übergang zu dem neuen Weltbild daher auch "Kopernikanische Wende". Viele gelehrte Zeitgenossen glaubten nicht, dass Kopernikus Recht haben könnte. Schliesslich müsste der Mensch doch einen "Fahrtwind" spüren, wenn sich die Erde drehen würde. Und man sähe ja mit eigenen Augen, wie die Sonne über uns Stehende «wandert». Damals war der Bildungsstand ein anderer. Insofern war die Erkenntnis von Kopernikus revolutionär. Man sagt, dass der grosse Denker Immanuel Kant (1724 – 1804, Königsberg) ebenso eine kopernikanische Wende vollbrachte, weil er die Philosophie auf ähnliche Weise revolutionierte wie Nikolaus Kopernikus die Astronomie (1). Kant argumentierte, dass unser Verstand nicht einfach die Welt so wahrnimmt, wie sie ist, sondern dass unsere Wahrnehmung von der Struktur unseres Verstandes geprägt ist. Ein Beispiel dafür wäre ein Prisma, das Licht in verschiedene Farben bricht und somit unsere Wahrnehmung beeinflusst. Ich hatte im 65. Blogbeitrag von einer ähnlichen Erfahrung berichtet. Ob Kant mit seiner "kopernikanischen Wende" recht hatte, ist bis heute Gegenstand intensiver Diskussionen in der Philosophie. Einige Philosophen stimmen Kants Ansichten zu und betrachten sie als wegweisend für die moderne Philosophie, während andere Kritik an seinen Ideen üben und alternative Ansätze favorisieren. Letztendlich ist es eine Frage der persönlichen Überzeugung und Interpretation, ob Kant mit seiner Theorie recht hatte oder nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass was wir sehen und erleben abhängig von unseren Anschauungen und Glaubenssätzen ist. Eingangs erwähnte ich, dass wir die kopernikanische Wende als Inspiration nutzen können, um unsere Denkweise zu hinterfragen und zu erkennen, dass unsere Sicht auf die Welt nicht unbedingt objektiv ist. Jeder hat seine eigene Wahrheit, an die er glaubt. Mit allen positiven und negativen Aspekten: Denn nichts verbindet UND trennt uns Menschen mehr als unsere subjektiven Wahrnehmung und Wahrheiten. Indem wir nicht immer die anderen, sondern auch unsere eigenen Denkmuster und Annahmen kritisch reflektieren, könnten wir neue Perspektiven gewinnen und unser Verständnis der Welt erweitern. Wäre das nicht ein interessantes Gedankenspiel für reflektierende Stunden mit sich selbst? Nicht auszudenken, wie inspirierend es gar sein könnte, wenn zwei Diskutierende gleichermassen Lust hätten, eigene Glaubenssätze zu hinterfragen und sich gegenseitig zu neuen Perspektiven zu inspirieren. Vielleicht bestätigte es die eigene gewohnte Wahrnehmung, vielleicht veränderte es sich und führte zu neuen inspirierenden Gedanken. Probiere es doch einmal selbst aus. Ich verspreche dir, du wirst den verborgenen Entdecker und Abenteurer in dir lieben und womöglich veränderst du sogar die Welt. Vielleicht nicht unbedingt die ganze Welt, aber deine eigene mit Gewissheit! (1) Wenn dich der berühmte kategorische Imperativ von Immanuel Kant interessiert, hab ich im Blog 11 etwas dazu geschrieben. Hier erwähne ich auch kurz seine Transzendentalphilosophie, welche der Frage nachgeht, ob und wie neue Erkenntnisse a priori (d.h. schon vorher, unabhängig von der empirischen Erfahrung) möglich sind. Die Frage ist damit auch, wo die Grenzen unseres Wissens und der menschlichen Vernunft sind. Hochspannend und inspirierend zugleich! 94. Blogbeitrag
Hast du auch schon einmal das Gefühl gehabt, dass deine Qualitäten, Leistungen oder Eigenschaften nicht anerkennt werden? Man fühlt sich nicht wertgeschätzt und wertschätzt ebenso wenig zurück. Wertschätzung spielt auch eine wichtige Rolle für das Selbstwertgefühl. Es kann positive Emotionen wie Dankbarkeit, Respekt und Zufriedenheit fördern oder bei mangelnder Wertschätzung das Gegenteil bewirken. Wertschätzung und Selbstwertgefühl hängen eng miteinander zusammen, da die Anerkennung und Wertschätzung von anderen Menschen positive Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl hat. Wenn man das Gefühl hat, von anderen geschätzt und respektiert zu werden, fühlt man sich automatisch wertvoller und selbstbewusster. Sogar ein so grosser Denker wie Immanuel Kant beschäftigte sich damit, indem er die Würde und den moralischen Wert jedes einzelnen Menschen betonte, was auch ein wichtiger Aspekt der Wertschätzung ist. Ich finde es wichtig, nicht nur sich selbst und anderen, sondern auch der Natur gegenüber Wertschätzung entgegenzubringen, um ein harmonisches Miteinander zu fördern und das Bewusstsein für die Schönheit und Bedeutung des Lebens zu stärken. Um wertschätzend zu leben, ist es meines Erachtens wichtig, aufmerksam zuzuhören, Empathie zu zeigen und die Perspektive des Gegenübers zu verstehen. Respektvoller Umgang mit allem, was uns betrifft als auch Ehrlichkeit und Wertschätzung für die Individualität jedes Menschen sind ebenfalls entscheidend. Das Zauberwort lautet einmal mehr Achtsamkeit! Vielleicht sollten wir bei der Wertschätzung mit uns selbst beginnen. Beispielsweise indem man den eigenen Körper mehr wertschätzt und ihm die Beachtung schenkt, die er jede einzelne Sekunden verdiente. Vielleicht fiele es uns dann leichter, alles andere um uns stärker wertzuschätzen? Echte Wertschätzung zu erfahren ist ein wunderbares Geschenk! In diesem Zusammenhang kommt mir eine Bemerkung in den Sinn, an dessen Urheberschaft ich mich leider nicht mehr erinnern kann. Es sagt sinngemäss aus, dass ein echtes Geschenk, welches von Herzen käme auch etwas Überwindung koste. Nicht im negativen Sinne, sondern in dem Sinne, dass man nur dann von Herzen etwas schenken kann, wenn es dich selbst auch etwas kostet im übertragenen Sinne. Ich kann dem aus eigener Erfahrung zustimmen. Ich habe schon manches verschenkt, was ich auch selbst gerne hätte behalten wollen. Natürlich war ich jedes Mal froh, wenn ich mich davon trennen konnte, denn etwas von ganzem Herzen zu verschenken ist unbezahlbar schön! Wenn solch eine Geste wertgeschätzt wird, ist es umso schöner. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man auch in Sachen Wertschätzung den Aufwand bei Bedarf oder bei entsprechender Notwendigkeit erhöhen kann. Ich bin sogar davon überzeugt, dass wir alle viel mehr tun könnten, um unsere Wertschätzung auch gegenüber der Natur zu intensivieren. Ich flöge um die halbe Welt, um einen lieben Menschen kurz zu treffen. Wenn ich könnte, würde ich sogar die ganze Welt umarmen vor lauter Dankberkeit für mein wunderbares Leben. Wie weit du selbst gingest, um dir selbst, einem lieben Menschen oder der Natur gegenüber diese höchste Form der Anerkennung aus tiefstem Herzen zu schenken ist allein deine Sache. Aber wie beim Geschenk bin ich davon überzeugt, dass es sich lohnt, ab und dann auch etwas mehr als das Minimum in die Wertschätzung zu investieren – selbst wenn es dich auch etwas mehr Überwindung kostete. Es lohnt sich, versprochen! Blogbeitrag Zayn
Die Entstehung eines Menschen durch die Magie zweier sich Liebenden ist ein wahrhaft wundersamer Prozess. Ich betrachte ihn in den kommenden Zeilen als bewusster, gewollter und liebevoller Entscheid zweier Individuen. Der Beginn eines Lebens ist ein wahres Wunder, welches wir alle erfahren durften. Ein Hoch auf die Liebe, welche sich in Körperlichkeit manifestieren kann. Es beginnt mit einem Funken der Zuneigung, der sich zu einem Feuer der Leidenschaft entfacht. In diesem magischen Moment verschmelzen zwei Seelen zu einer und erschaffen neues Leben. Jeder Schritt auf diesem Weg ist von Liebe und Hingabe geprägt, während der Körper der Mutter ein schützendes Zuhause für das heranwachsende Wunder wird. Die Familie erweitert sich und ist dafür besorgt, dass sich das kleine Wunder selbständig und glücklich entwickeln kann. Die Welt hält den Atem an, wenn ein neuer Mensch geboren wird, denn er bringt Licht und Hoffnung in die Dunkelheit. Die Liebe, die ihn umgibt, strahlt heller als tausend Sonnen und berührt die Herzen aller, die ihm begegnen. Ein neues Leben bedeutet eine neue Chance, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, und die Liebe, die es umgibt, kann Berge versetzen. Wir sollten eigentlich jede einzelne Geburt auf dieser Erde miteinander liebevoll feiern. Und ich möchte alle kritischen Stimmen, die bei Geburten just an Überbevölkerung denken versöhnlichst dazu einladen, die Kritik für einmal ruhen zu lassen. Oft vergessen wir, dass auch wir einen Teil dieses Wunders sind. Denn schlussendlich ist die Geburt auch das höchstpersönliche Wunder, für welches wir selbst jeden Tag dankbar sein sollten und uns auch gegenüber unseren geschätzten Erzeugern und insbesondere unseren tapferen Müttern einmal mehr bedanken sollten. Leben ist und sollte immer etwas Positives bleiben und vielleicht sollten wir weniger darüber richten als es vielmehr derart richten, dass jedes Leben jene Achtung und Chancen bekommt, welches es verdient. Ich wünsche unserem neuesten Familienzuwachs Zayn alles Liebe, Glück und Zufriedenheit auf dieser Welt und freue mich darauf, diese Persönlichkeit in den kommenden Jahren näher kennenlernen und erfahren zu dürfen. 93. Blogbeitrag Intuition ist ein Gefühl oder eine innere Stimme, die uns bei Entscheidungen oder Einschätzungen leitet, ohne dass wir genau erklären können, warum wir so fühlen oder denken. Es kann laut aktuellen Studien auf Erfahrungen, Wissen oder unbewussten Prozessen basieren und wird oft als eine Art "Bauchgefühl" beschrieben. Klar, Intuition ist nicht immer zuverlässig. Es bleibt jedoch eine komplexe und erstaunliche Fähigkeit. Vorallem, wenn man intuitiv richtig gelegen hat. Ich habe letzthin eine intuitive Erfahrung gemacht, die ich mit euch teilen möchte. Im Blog 34 berichtete ich von meiner verzweifelten Suche nach einem vierblättrigen Kleeblatt. Damals suchte ich gut eine Stunde den ganzen Waldweg ab ohne Erfolg! Letzthin lief ich durch den Wald und mir fiel in der Mitte des steinigen Weges eine kleine Rasenstelle auf, die voller Kleeblätter war. Ich lief daran vorbei wie schon vor vielen anderen Rasenstellen zuvor. Doch dann mussste ich einfach anhalten und lief zurück. Ich dachte mir, vielleicht finde ich ausgerechnet hier eines dieser seltenen Exemplare. Wie häufig vierblättrige Kleeblätter auftreten, ist nicht endgültig wissenschaftlich geklärt. Im Internet wird eine Wahrscheinlichkeit von 1 : 10`000 angegeben. Nun gut, ich nahm mir einige Sekunden Zeit und tatsächlich fand ich ein Exemplar ganz am Rande dieser kleinen Rasenstelle. Ich betrachtete das Kleeblatt liebevoll und fühlte mich überglücklich. Dem unbescholten gebliebenen Pflänzchen ging es wohl ebenso. Ohne meine Erfahrung im Blog 34 hätte ich es ausgerissen und mitgenommen. Heute freute ich mich über dieses unverhoffte Glück, ich liess es unberührt und lief glücklich weiter. Wie ist das zu erklären? Ich konnte das kleine zierliche Pflänzchen nicht im Vorbeigehen entdeckt haben (siehe der etwa tellergrosse Rasenflecken in der Bildergalerie). Etliche kleinere Rasenflächen kreuzten ebenfalls meinen Weg ohne dass ich das Bedürfnis hatte, stehen zu bleiben. Und dann halte ich genau an dieser Stelle an. Hätte ich auch angehalten, wenn sich kein vierblättriges Kleeblatt hätte finden lassen? Was denkst du? |
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