<![CDATA[DER ETWAS ANDERE BLOG ZUM THEMA ACHTSAMKEIT - Mein Blog]]>Thu, 22 Jan 2026 13:26:17 +0100Weebly<![CDATA[Fege den alten Schmutz einfach weg]]>Wed, 21 Jan 2026 23:00:00 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/fege-den-alten-schmutz-einfach-weg178. Blogbeitrag

Der Jahresbeginn ist für viele eine bedeutende Chance, alte Geschichten hinter sich zu lassen und mit neuer Energie voranzuschreiten. Das Putzen in diesen Wochen ist dabei mehr als nur eine physische Reinigung. Es symbolisiert für mich das Loslassen von Ballast, schafft Raum für Neues und hilft, emotionalen Druck abzubauen, um mit klarem Kopf die Herausforderungen des bevorstehenden Jahres anzunehmen,

Auch aus psychologischer Sicht macht das Sinn: Beim gründlichen Reinigen spiegelt sich unsere innere Welt wider. Ein unordentlicher Raum kann Stress verstärken, während eine aufgeräumte Umgebung Klarheit und Frieden fördert. Zumindest erfahre ich das so. Das Reinigen ist eine Form der Loslösung: Es symbolisiert das Hinter sich Lassen alter Muster, negativer Gedanken oder unerwünschter Gewohnheiten. Physisches Entrümpeln kann so zu einer inneren Befreiung werden, die den Weg für neue Erfahrungen ebnet.

Viele verbinden das Jahresputzen mit dem Wunsch, sich von Dingen zu trennen, die nicht mehr gebraucht werden – sei es materiell oder emotional. Das bewusste Loslassen zeigt Bereitschaft, weiterzugehen. Das Aufräumen wird so zum Symbol für Veränderung und Mut, Neues auszuprobieren. Feg den alten Schmutz doch einfach weg!

Der Neujahrsputz ist als Initialzündung auch eine ideale Gelegenheit, auch im Inneren aufzuräumen und Neues zu wagen. Das Entrümpeln im Aussen kann als Spiegel für den inneren Wandel dienen. Es zeigt, dass Veränderung möglich ist und im Kopf beginnt. Alte Gewohnheiten loszulassen und neue Wege zu gehen, stärkt das Selbstvertrauen und öffnet Türen zu ungeahnten Möglichkeiten.

Kleine Schritte, wie das Abstauben oder das Ausmisten einer Schublade sind ein erster wichtiger Schritt für die Entrümpelung. Und wenn dir das zu langweilig ist, dann nutze für den Neujahrsputz lustige Gadgets, die gute Laune bringen, wie dasjenige, welches ich für mein Shorts nutzte zum aktuellen Spaziersportvideo und dazugehörigem Youtube-Shorts: Ein Zauberbesen, welche der Hündin Nala die Leckerlis streitig machen will :-)

​Viel Spass dabei.
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<![CDATA[Kunstvolles Schneegestöber]]>Wed, 14 Jan 2026 23:00:00 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/kunstvolles-schneegestoeber 177. Blogbeitrag

​Wenn die ersten Schneeflocken fallen, ist das für mich ein kleiner Jahreshöhepunkt, denn die stimmungsvolle und faszinierende Atmosphären einer Schneelandschaft lassen sich meines Erachtens kaum toppen. Ich liebe dies magischen  Schneelandschaften, die eine Stimmung von Majestät und Ruhe vermitteln.

Aber auch aus der physikalischen Perspektive ist Schnee besonders: Schnee entsteht durch den Wasserkreislauf in der Atmosphäre: Wenn feuchte Luft auf kalte Luftschichten trifft, kühlt sie ab und die Wasserdampfteilchen kondensieren zu Eiskristallen. Diese Eiskristalle sammeln sich zu Schneeflocken, die, wenn sie schwer genug sind, als Schnee auf die Erde fallen. Die Form der Schneeflocken ist dabei einzigartig und folgt den physikalischen Bedingungen in der Atmosphäre, was zu der vielfältigen Schönheit der Schneeflocken führt.

Doch weshalb fasziniert Schnee die Menschen so?
Schnee hat nicht nur eine magische, sondern auch eine transzendente Wirkung: Er verwandelt die Landschaft in eine weisse, ruhige Welt, die Stille und Reinheit ausstrahlt. Die glitzernden Schneekristalle, die im Sonnenlicht schimmern, erzeugen eine faszinierende Szene, die kindliche Freude und Staunen hervorrufen kann. Zudem symbolisiert Schnee in vielen Kulturen Reinheit, Unschuld oder auch Vergänglichkeit. Die Jahreszeitenwechsel durch Schnee regen zum Nachdenken über Veränderung und Zyklus an. Und es gibt bestimmt noch viel mehr Gründe, weshalb man Schneegestöber einfach lieben muss.

Einer davon betrifft die wunderbare Kunst, welche es uns lange vor der Erfindung der Fotografie ermöglichte, Schneelandschaften auch im Sommer zu geniessen - zumindest visuell.
Die Winterlandschaft  kreiert in der Malerei ein Fenster in eine stille, oft nachdenkliche Welt. Im Laufe der Kunstgeschichte hat sie sich zu einem eigenständigen Thema entwickelt, das Künstlerinnen und Künstler immer wieder aufs Neue fasziniert. Mal erscheint der Winter als ruhige Bühne für innere Einkehr, mal als dramatisches Naturschauspiel, das uns mit seiner Kälte und Weite konfrontiert.

Ich habe drei Bilder eines meiner Lieblingsmaler aus der goldenen Zeit der Niederländischen Landschaftsmalerei für dich herausgesucht und hoffe, dass sie auch dich ansprechen. Jacob van Ruisdael malte Winterlandschaften mit schneebedeckten Flächen, um die wechselnden Lichtverhältnisse und die Atmosphäre einzufangen. Schnee in seinen Werken vermittelt Ruhe und Vergänglichkeit, Mystik und auch Melancholie. Einfach grossartige Werke, welche mich an meinen himmlisch schönen Blogbeitrag vom Juli 2021 erinnert.

Schnee spielt für mich noch immer eine grosse Rolle. Sowohl wegen seine physikalische Entstehung, seiner ästhetischen Wirkung auf mich und auch wegen seiner Symbolik in der Kunst.

​Und was bedeutet der Schnee für dich?

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<![CDATA[Wehre dich und steh für dich ein]]>Wed, 07 Jan 2026 23:00:00 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/wehre-dich-und-steh-fuer-dich-ein​176. Blogbeitrag 

Zum Start in ein neues Jahr zeige ich in meinem neuesten Video, wie man sich während Sitzungen unauffällig bewegen kann. Doch das ist keine Aufforderung, sich zu verstecken. Ganz im Gegenteil. Falls du merkst, dass etwas nicht stimmt, du verbal angegriffen wirst oder dich etwas verletzt, dann lass die Schüchternheit beiseite und wehre dich. 

Oder hol zumindest Hilfe!

Ich denke, man sollte immer allen alles sagen können, was einem auf dem Herzen liegt. Aber mal sollte sich gut überlegen, wie man das formuliert. Ich finde, dass Authentizität und Ehrlichkeit die beiden wichtigsten Pfeiler sind. Insofern musst du deine eigenen Worte finden, um etwas Unangenehmes anzusprechen - Hauptsache du tust es, falls es dich belastet! 

Denn es ist so: Wenn du dich nicht verteidigst, wenn du angegriffen wirst, dann tut es niemand. Insbesondere wenn du bereits schon körperliche Stresssymptome kennst. Dann musst du handeln. Aber tu es auf deine eigene Weise. So etwas kann man auch gut im Voraus üben und wenn du daran denkst, in akuten Situationen ruhig zu bleiben und dich auf deine Atmung zu konzentrieren, dann ist viel gewonnen.

Ich wünsche dir und auch mir für alle künftigen Herausforderungen den Mut, zu sich zu stehen, notfalls für sich zu kämpfen und die Besonnenheit, stets die richtigen Worte und passende Tonalität zu finden.

Und ja, sonst hol Hilfe - das ist immer noch besser, als still zu Leiden...
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<![CDATA[Ein erfülltes und harmonisches neues Jahr!]]>Tue, 30 Dec 2025 23:00:00 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/ein-erfuelltes-und-harmonisches-neues-jahr​175. Blogbeitrag

Ein neues Jahr beginnt, und es ist die perfekte Zeit, um innezuhalten, nachzudenken und Neues zu wagen. Das vergangene Jahr hat uns gelehrt, wie wichtig es ist, auf uns selbst zu hören, unseren Körper und Geist in Einklang zu bringen. Denn nur wenn wir in Harmonie mit unserem Körper und Geist sind, können wir bewusst leben – voller Freude, Kraft und innerem Frieden.

Stell dir einmal vor, dein Körper ist wie ein wunderschöner Garten, und dein Geist ist die Sonne, die diesen Garten zum Blühen bringt. Wenn wir uns um beide kümmern, wächst dort das schönste Blumenmeer. Doch manchmal vergessen wir, den Garten regelmässig zu pflegen, und die Pflanzen verwelken oder kämpfen gegen Unkraut an. Doch mit Aufmerksamkeit, Geduld und Liebe können wir beides wieder in Einklang bringen.

Wenn wir auf das leise Flüstern unseres Körpers und Geistes hören und ihnen die Aufmerksamkeit schenken, können wir in Harmonie mit uns, mit unserem Umfeld und mit unserer Umwelt leben. Das neue Jahr ist die perfekte Gelegenheit, diese innere Verbindung wieder zu stärken. Bewegung, Achtsamkeit, Selbstliebe – all das sind die Schlüssel zu einem erfüllten, harmonischen Leben.

Lasst uns gemeinsam in dieses Jahr starten, mit dem Mut, auf unser Inneres zu hören, und mit dem Wunsch, Körper und Geist in liebevollen Einklang zu bringen.

Denn nur so können wir die wahre Magie des Lebens entfalten.

In diesem Sinne: Ein erfülltes und harmonisches neues Jahr!
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<![CDATA[Endlich mal wieder kindlich sein dürfen]]>Tue, 23 Dec 2025 23:00:00 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/endlich-mal-wieder-kindlich-sein-duerfen174. Blogbeitrag:

Nach einem sehr anspruchsvollen und auch mental anstrengenden Jahr habe ich jetzt erst einmal die Nase voll von der Businesswelt da draussen. Ich habe echt das Bedürfnis nach etwas weniger leistungsgetriebener Ernsthaftigkeit und mehr aufrichtiger Kindlichkeit für die kommenden Festtage.

So ist es zum unteren Shorts gekommen im Zusammenhang mit meinem Spaziersport. Ich hoffe, es gefällt dir :-). Und gerne darfst du die Antwort des Rätsels hier in den Kommentaren einbringen.

Heute halte ich es kurz, denn heute starten die Festtage und ich habe noch eine Menge zu tun, bevor ich dem kindlichen Nichtstun verfallen kann :-).

Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass du diese wunderschöne Zeit mit deinen Liebsten verbringen kannst voller Liebe, Respekt und mit ganz viel feinen selbstgebackenen Guetzli.

Wunderschöne Feiertage und geniesse es in vollen Zügen!



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<![CDATA[Geheimnisvoller Nebel du]]>Wed, 17 Dec 2025 23:00:00 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/geheimnisvoller-nebel-du173. Blogbeitrag

Bei einem wunderbar nebligem Winterspaziergang rund um den Katzensee hatte ich genügend Zeit, um mich mit dem mystischen Thema Nebel zu beschäftigen.

Doch wie entsteht Nebel eigentlich?

​Nebel entsteht, wenn Wasserdampf in der Luft auf Kondensationstemperaturen abkühlt und sich in winzige Wassertröpfchen oder Eiskristalle verwandelt. Dieser Prozess tritt häufig in feuchten, kühleren Bedingungen auf, beispielsweise in der Morgendämmerung, in Tälern oder in der Nähe von Gewässern. Genauer gesagt, bildet sich Nebel, wenn die Luftfeuchtigkeit 100 % erreicht und die Lufttemperatur unter den Taupunkt sinkt, sodass der Wasserdampf zu kleinen Tröpfchen kondensiert, die in der Luft schwebend sichtbar werden. 

Doch warum sind wir von Nebel fasziniert? 

Ich kann nur von mir aus sprechen. Für mich verleiht Nebel Landschaften eine geheimnisvolle, magische Atmosphäre. Er verschleiert Details und schafft eine träumerische, oft romantische Stimmung, die mich emotional anspricht. Es regt die Fantasie an und inspiriert. Es erinnert mich daran, mich auch liebevoll und achtsam um mein verborgenes Inneres zu kümmern.

Nebel kann aber auch unsere Sicht und Wahrnehmung der Umgebung verhüllen, was ein Gefühl von Mystik und Unbekanntem erzeugt. Es regt die Fantasie an und lässt bekannte Orte neu erscheinen. Die filigranen Wassertröpfchen im Nebel, die oft wie ein weicher Schleier wirken, sind optisch beeindruckend und faszinieren durch ihre zarte Erscheinung.

In Kultur und Literatur steht Nebel häufig für Geheimnisse, Unsicherheiten oder Übergänge, was ihn bestimmt nicht nur für mich, sondern generell für Menschen emotional bedeutungsvoll macht. 

„Der Nebel“ von Friedrich von Schiller ist ein kurzes, atmosphärisches Gedicht, das die geheimnisvolle und mystische Stimmung des Nebels einfängt. Obwohl das Gedicht auf den ersten Blick eher einfach erscheint, trägt es tiefere Bedeutungen und interpretative Ebenen:

Nebel
Der Nebel hängt am Himmelsrand,
Und schleiert leis den Himmelrand,
Und woget schwer und trübe,
Und schleicht sich leis durch Wald und Flur,
Und deckt die Welt in grau und grau,
Und ruht in stiller Ruhe.


Schiller beschreibt den Nebel meines Erachtens als ein mystisches Element, das die Welt verhüllt und das Verstehen erschwert. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dies auf menschliche Unsicherheiten, Zweifel oder das Geheimnisvolle des Lebens hinweisen könnte. Das Gedicht schafft eine geheimnisvolle, fast gespenstische Stimmung, die den Leser in eine andere Welt eintauchen lässt. Es regt die Fantasie an und lädt zu Reflexionen über das Unbekannte ein. Der Nebel kann in Schillers Worten auch als Symbol für emotionale Zustände wie Verwirrung, Trauer oder Sehnsucht gesehen werden. Oder Schiller nutzt die Natur als Symbol, um innere Empfindungen auszudrücken. Der Nebel könnte auch für das stehen, was uns verborgen bleibt, was wir nicht erfassen können. Oder es beschreibt die Begrenztheit menschlichen Wissens und die Grenzen unserer Erkenntnis. 

Niemand weiss genau, was Schiller selbst damit ausdrücken wollte. 

Und eigentlich ist das auch nicht so wichtig, sofern du dich wirklich für Schillers Innenleben interessierst. 

Denn man liest und interpretiert sowieso das hinein, was man will. Und das mache ich auch. Wichtig ist, dass man diesen Künstler für seine unglaublich poetischen Fähigkeiten respektiert - oder sogar bewundert, so wie ich das tu.

Und müsste ich das Gedicht interpretieren, lautete mein Wortlaut wie folgt:


Das wunderbare und stimmige Gedicht betont meines Erachtens vor allem die Schönheit und das Geheimnisvolle des Nebels, gleichzeitig auch das Ungewisse, das ihn umgibt. Auch in uns liegt viel im Ungewissen und das kann uns verunsichern. Vielleicht sollten wir uns achtsamer um unser Inneres kümmern - und das könnte zu mehr Klarheit oder zumindest Vertrauen zu sich selbst führen.

Ein schöner Gedanke!

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<![CDATA[Nutze deine Führungsqualitäten für deine fleissigen Darmbakterien]]>Wed, 10 Dec 2025 16:11:32 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/nutze-deine-fuehrungsqualitaeten-fuer-deine-fleissigen-darmbakterien172. Blogbeitrag

Wir alle wissen, wie belastend es sein kann, wenn Führungskräfte versagen. Das ist bei uns und unserem Darm nicht anders und ich möchte dich heute dazu ermutigen, deine Führungsqualitäten bei deinem eigenen Darm unter Beweis zu stellen.

Unserem Darm schenken die meisten höchstens bei drei Gegebenheiten etwas mehr Beachtung: Wenn Nahrung aufgenommen und ausgeschieden wird und wenn etwas nicht stimmt. Dabei hätte unser Darm etwas mehr Aufmerksamkeit wahrlich verdient, beziehungsweise die darin lebenden Darmbakterien, auch bekannt als Darm-Mikrobiota oder Darmflora. Das sind die zahlreichen fleissig für dich arbeitenden Mikroorganismen, die im Verdauungstrakt unseres Körpers leben. Sie spielen eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit und das Wohlbefinden.

Unsere nimmermüden Darmbakterien helfen dabei, Nahrungsmittel zu zersetzen, die unser eigener Körper nicht vollständig abbauen kann, wie Ballaststoffe. Sie produzieren dabei wichtige Stoffe wie kurzkettige Fettsäuren, die unsere Darmzellen als Energiequelle nutzen. Eine vielfältige Darmflora sorgt dafür, dass schädliche Bakterien und Keime keinen Platz finden, um sich auszubreiten. Zudem unterstützen sie das Immunsystem, indem sie schädliche Keime abwehren und das Gleichgewicht der Mikroorganismen aufrechterhält. Und zu guter Letzt trägt ein gesundes Mikrobiom dazu bei, Entzündungen zu reduzieren und Allergien vorzubeugen. Und einige Darmbakterien produzieren sogar Vitamine. 

Ein wahrhaft grossartiger Leistungskatalog, nicht wahr?

Wenn man bedenkt, dass wir unsere Darmflora nachweislich positiv beeinflussen können, erscheint es mir umso bedenklicher, wie oft wir als Führungskraft für unseren eigenen Darm versagen. Dabei müssten wir mit gutem Beispiel voran gehen, denn es gibt genügend unfähige Führungskräfte da draussen, die uns genau zeigen, wie es nicht funktioniert. Darum möchte ich dich dazu ermutigen, es für dich da drinnen besser zu machen!

Das Wichtigste dabei ist die Wertschätzung. Denn das ist das Fundament für eine gesunde Beziehung -  Das ist bei dir und bei deinem Darm nicht anders. Wenn du willst, dass deine fleissigen Mitarbeitenden in deinem Darm gut funktionieren, dann musst du dich achtsam darum kümmern. Führe dein Wohlbefinden dadurch in eine gute Richtung und dann kommts gut!

Fazit: Je besser und bewusster du deinen Darm behandelst, desto besser für dich! Und wenn du mir nicht glaubst, dann schau dir mein neuestes Spaziersport-Video an. Dort gehts zwar nicht um die Führung per se, aber dafür bekommst du tolle Alltagstipps für deine fleissigen Darmmitarbeitenden. Achte gut auf sie und behandle sie auch mit den nötigen Respekt, denn alles andere ist Schei......

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<![CDATA[Magst du Challenges?]]>Wed, 03 Dec 2025 23:05:26 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/magst-du-challenges171. Blogbeitrag

Ich für meinen Teil liebe sie sogar. Und ich bin nicht die Einzige, denn sie machen durchaus Sinn. Und zwar, weil sie uns das Gefühl der Herausforderung und des persönlichen Wachstums vermitteln. Sie aktivieren unser Gehirn auf besondere Weise, da wir durch das Überwinden von Schwierigkeiten ein Gefühl der Erfüllung und Zufriedenheit erleben.

Der Begriff „Challenge“ stammt übrigens aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Herausforderung“ oder „Aufgabe, die es zu bewältigen gilt“. Im deutschsprachigen Raum wird der Begriff eher im Zusammenhang mit sportlichen oder geistigen Wettkämpfen verwendet, bei denen es darum geht, persönliche Grenzen zu testen und zu erweitern.

Natürlich macht es vor allem auch aus biologischer Sicht Sinn, Herausforderungen zu suchen, weil unser Überleben in der Natur oft davon abhängt, Situationen zu meistern, die ausserhalb unserer Komfortzone liegen. Wenn wir uns Herausforderungen stellen, trainieren wir unsere Fähigkeiten, verbessern unsere Problemlösungskompetenz und steigern unsere Resilienz. All diese Eigenschaften sind evolutionär vorteilhaft, da sie uns helfen, in einer sich ständig verändernden Umwelt anzupassen und Gefahren zu begegnen.

Gesellschaftlich betrachtet fördert das "Challengen" sogar den Fortschritt und die Innovation. In Gemeinschaften motiviert es Menschen, ihre Grenzen zu testen, neue Fähigkeiten zu erlernen und sich weiterzuentwickeln. Wettbewerbe, sportliche Events oder auch berufliche Herausforderungen tragen dazu bei, individuelle und kollektive Potenziale zu entfalten. Das Streben nach Herausforderungen schafft zudem soziale Bindungen, da das gemeinsame Bewältigen von Schwierigkeiten oft gemeinsame Anstrengungen erfordert und den Zusammenhalt stärkt. Dabei kommen mir spontan die vielen tollen Escaperooms in den Sinn :-).

Das "Challengen" scheint wohl tief in unserem biologischen und gesellschaftlichen Wesen verankert; unabhängig davon, ob man sie mag oder nicht. Bei Letzteren mag es ein tröstlicher Rat sein, einen Feind zum Freund zu machen. Vor allem dann, wenn es unabänderbar ist. Denn Challenges gehören nun mal zu unserem Leben dazu.
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<![CDATA[Der Ballypark macht Kinder froh und Erwachsene ebenso]]>Thu, 27 Nov 2025 18:48:00 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/der-ballypark-macht-kinder-froh-und-erwachsene-ebenso170. Blogbeitrag

Der Ballypark in Schönenwerd ist einer der wenigen Parks, die sich sowohl für Gross als auch für Klein eignen. Und das kommt leider nicht allzu häufig vor.

Schade eigentlich!

Lass dich darum zu einem schönen Rundgang durch den Park entführen und ich zeige dir meine Highlights daraus!

Kurz zur Entstehung: Der Park wurde im 20. Jahrhundert eingerichtet, um den Mitarbeitern der Bally-Fabriken und deren Familien eine angenehme Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Nach der Schliessung des Werkes wurde das Gelände auch der Öffentlichkeit Erholungsfläche zugänglich gemacht.

Es ist auch heute noch ein wunderschöner Ort der Begegnung und Erholung und zwar komplett unabhängig davon, ob du allein, mit Freunden und Familie oder mit Kindern unterwegs bist. Selten hab ich einen Park erlebt, der derart viele unterschiedliche Bedürfnisse auf einmal befriedigen kann. Denn einerseits bietet der Park bietet gepflegte Grünflächen, Spazierwege und Wasserelemente, die zur Entspannung einladen.

Für Romantiker hat es zahlreiche Nischen, Bänke, ein romantischer Pavillon und unzählige Gelegenheiten für liebevolle und achtsame Momente. Aber auch für Kinder ist der Park unglaublich inspirierend: Es gibt durch die vielen kleinen Bauten unzählige Möglichkeiten für Kids, sich und die Umgebung zu erfahren. Neben einem Pavillon hat es Nachbildungen von Pfahlbauten. Die sind zwar nicht begehbar, aber inspirierend. Dann hat es kleine burgenähnliche Grotten, die verzaubern. Oder auch der nahe Fluss und die Weiher laden zu kleinen Wasserspielchen ein.

Ich habe mich selten derart vielseitig angeregt gefühlt als von jenem Park, so dass mir sofort klar war, wie der Titel des dazugehörigen Videoblogs lauten muss: Der Ballypark macht Kinder froh und Erwachsene ebenso.

Schau dir das Video an, dann verstehst du, was ich damit meine.

Viel Spass damit!
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<![CDATA[Fernöstliche Inspirationen]]>Wed, 19 Nov 2025 16:33:29 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/fernoestliche-inspirationen169. Blogbeitrag

In meinem neuesten Videovlog lasse ich mich von fernöstlichen Ideen inspirieren: Dem japanischen Gehen und dem japanischen Waldbaden. Und ich bin nicht die Einzige. Viele übernehmen Gebräuche als fernen Ländern, insbesondere aus Japan. Doch weshalb ist das eigentlich so?

Japan inspiriert viele Menschen weltweit vermutlich daher, weil das Land eine einzigartige Kombination aus Tradition, Disziplin, Ästhetik und moderner Innovation bietet.
Just aus der Perspektive der Gesundheit betrachtet kommen mir einige spannende Facts in den Sinn, weshalb es sich lohnen kann, ab und zu über die (eigenen ) Grenzen zu blinken, in casu nach Japan:
Die japanische Küche ist geprägt von Fisch, Reis, Gemüse, fermentierten Lebensmitteln (z. B. Miso, Natto) und grünem Tee – allesamt gesundheitsfördernd und sehr traditionell. Dies führt wohl unter anderem auch dazu, dass Japan eine der höchsten Lebenserwartungen weltweit hat.
Natürlich spielen neben der Ernährung auch noch weitere Dinge hierbei eine Rolle wie die medizinische Vorsorge, soziale Strukturen und ein hohes Mass an Alltagsbewegung. Spannende Konzepte wie „Ikigai“ oder „Shinrin Yoku“ erlangen auch hierzulande immer mehr an Bedeutung Diese Begriffe stehen für sinnvolle Lebensgestaltung („Ikigai“ = Lebenssinn) oder Waldbaden („Shinrin Yoku“ = bewusstes Naturerleben). Gesundheitsförderung ist in Japan auffällig oft im Alltag integriert – durch Bewegung (z. B. zu Fuss gehen, Fahrrad fahren), Hygiene (z. B. Masken, Händewaschen), Gruppenaktivitäten oder tägliche Routinen wie das gemeinsame Dehnen („Radio Taisō“). Und das spricht mich als Initiantin von Spaziersport natürlich direkt an.
In westlichen Gesellschaften herrscht oft Stress, Reizüberflutung und Konsumdruck. Japan bietet mit seinen achtsamen Traditionen und spirituellen Konzepten ein Gegengewicht. In einer Welt voller Überfluss wirkt japanisches Design – klar, ruhig, reduziert – sehr anziehend.
​Viele suchen danach, gerade im Kontext von Minimalismus oder Slow Living. Die japanische Kultur legt Wert auf Respekt, Ordnung und soziale Verantwortung – Werte, die in individualistisch geprägten Gesellschaften oft vermisst werden. Japan verbindet jahrhundertealte Traditionen mit modernster Technologie – eine seltene, faszinierende Mischung.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass Japan uns daher inspiriert, weil es eine tief verwurzelte, reflektierte Lebensweise verkörpert – sowohl kulturell als auch gesundheitlich. Es zeigt, dass Fortschritt und Tradition, Technik und Achtsamkeit kein Widerspruch sein müssen. In einer Welt, die nach Balance sucht, wirkt Japan oft wie eine stille Antwort auf viele unserer Fragen.

Bemerkung: Dies ist keine umfassende Zusammenfassung über das Land Japan, sondern es widerspiegelt meine persönliche Meinung, wobei ich bewusst nur positive Aspekte ausgewählt habe.
Bild
Dieses Bild habe ich während einer meiner zahlreichen Spaziergänge geschossen. Ein toller Moment, den ich einfangen durfte :-).
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<![CDATA[Wer säht, der erntet - oder?]]>Thu, 13 Nov 2025 12:21:26 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/wer-saeht-der-erntet-oder168. Blogbeitrag

Hast du dir auch schon einmal überlegt, was hinter dieser Aussage steckt?

Der Spruch «Wer säht, der erntet» stammt aus dem Prinzip der Saat-Ernte-Metapher, das in vielen Kulturen und Sprachen zu finden ist. In der deutschen Form fasst sich eine lange landwirtschaftliche Beobachtung zusammen: Die Mühe, Geduld und Sorgfalt beim Säen führen letztlich zu einer Ernte.
Er ist kein fest verankerter Spruch eines bestimmten Autors, sondern eher eine volkstümliche Weisheit, die in Versionen in Bibeln, Lehrbüchern und Alltagsreden auftaucht. Über lange Zeit haben Menschen diese Beobachtung in Worte gefasst und weitergegeben. Wann genau sie entstanden ist, lässt sich nicht auf einen konkreten Ursprung festmachen. Sie ist Teil einer älteren, mündlich weitergegebenen Volkskultur und taucht in unterschiedlichen Kulturen und Sprachen auf. In der deutschen Form ist sie seit dem Mittelalter verbreitet, oft in religiösen und didaktischen Texten erwähnt, aber vermutlich viel älter in der landwirtschaftlichen Praxis verankert.

Mir gefällt, dass sich die Gültigkeit dieser Metapher nicht nur auf die Landwirtschaft reduzieren lässt. Es behält seine Gültigkeit auch in vielen weiteren Bereichen. Folgende Beispiele kommen mir in den Sinn: Wer regelmässig übt und frühzeitig mit dem Lernen beginnt, erzielt bessere Noten und langfristigen Lernerfolg. Auch kontinuierliche Weiterbildung, sorgfältige Projektarbeit und Ausdauer führen zu Beförderungen oder erfolgreich abgeschlossenen Projekten. Gesunde Gewohnheiten zahlen sich langfristig in mehr Energie und Wohlbefinden aus. Es macht sogar auch in finanziellen Belangen Sinn: Regelmässiges Sparen und kluge Investitionen bauen Vermögen auf, während unüberlegte Ausgaben oft später zu Einschränkungen führen. Auch im zwischenmenschlichen Bereich lässt sich das übertragen: Zeit investieren, zuhören, Vertrauen aufbauen – das führt zu stärkeren Freundschaften und besseren Partnerschaften. Oder auch Selbstreflexion, Zielsetzung und konsequente Umsetzung von Plänen führen zu spürbaren Fortschritten.

Ich könnte dir noch viele weitere Beispiele nennen, so dass ich in Versuchung gerate, zu fragen, ob es nicht einfacher wäre, darüber nachzudenken, ob der Spruch auch irgendwo nicht zur Anwendung geraten kann.
   
Und tatsächlich kommen mir einige wenige Beispiele in den Sinn, wo die Metapher keine Wirkung erzielt.
1. Zufall und Unglück: Man kann viel tun und trotzdem scheitern, weil äussere Umstände oder Schicksal unvorhersehbar eingreifen können.
2. Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten: Manchmal scheinen Anstrengungen nicht belohnt zu werden, weil Ungerechtigkeit, Diskriminierung oder strukturelle Barrieren wirken.
3. Komplizierte Ursachen: Ergebnisse hängen oft von vielen Faktoren ab; Anstrengung allein reicht nicht, z. B. bei komplexen Krankheiten, Marktverwerfungen oder technologischem Wandel.
4. Misslungene Umsetzung: Gute Ideen können scheitern, wenn Ressourcen fehlen, falsche Prioritäten gesetzt werden oder Planung fehlt.

Womöglich gibt es genau so viele bejahende als auch verneinende Beispiele für die Anwendbarkeit dieser Metapher.

Drum sollte man sich genau überlegen, wann man welchen Spruch einsetzen sollte. Nicht, dass man irgendwann noch in ein Fettnäpfchen tritt :-)
Bild
Das Bild habe ich anlässlich meiner zahlreichen Spaziergänge im Auftrag von Spaziersport erstellt. Wenn dich das neugierig macht, dann besuche meine Website: https://www.spaziersport.ch
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<![CDATA[Über den ganzheitlichen Umgang mit kreisenden Gedanken]]>Wed, 05 Nov 2025 17:01:36 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/ueber-den-ganzheitlichen-umgang-mit-kreisenden-gedanken167. Blogbeitrag

​Mein aktuellster Vlog handelt von kreisenden Gedanken und wie man mit ihnen umgeht. Ich habe mich quasi selbst zu diesem Video inspiriert; Die Idee stammt von einem meiner Blogartikel dieses Achtsamkeitsblogs. In Kombination mit meinen persönlichen Erfahrungen hat es mich zu zehn praxisbezogenen Tipps geführt, welche mir helfen bei kreisenden Gedanken.

Und vielleicht hilft der eine oder andere Tipp auch dir?

Einmal mehr spielen die standhaften Bäume eine wichtige Rolle im Umgang mit endlos kreisenden  Gedanken. Es ist einfach eine wunderbare Metapher und zeigt, wie einfach es mit diesem Bild im Kopf sein kann, die kreisenden Gedanken zu beruhigen.

Gerne zitiere ich aus meinem verlinkten Blogartikel «Standhaftigkeit in stürmischen Zeiten» diese wunderbare für mich stimmige Wahrheit in Anlehnung an Thich Nath Hanh: «Bäume sind seit Jahrhunderten Symbole der Stärke, Beständigkeit und Erneuerung. Ihre tiefen Wurzeln, die sich fest in die Erde klammern, und ihre weit ausladenden Äste, die zum Himmel streben, bieten ein eindrückliches Bild von Verbindung, Wachstum und Beständigkeit. Sie können in Zeiten von Sturm und Drang eine gute Metapher bieten, wie man selbst in stürmischen Zeiten festen Halt und Ruhe bewahren kann».

Wie wahr....!  Wenn dich der Lösungsansatz mit dem Baum als Metapher konkret interessiert, dann schau dir doch das Video am besten gleich an:
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<![CDATA[Kindlichkeit hat Vorrang]]>Thu, 30 Oct 2025 20:33:32 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/kindlichkeit-hat-vorrang166. Blogbeitrag

Gehörst du auch zu jenen Personen, die einen Teil ihrer Kindlichkeit ins Erwachsenenalter retten konnte? Ich liebe diese spielerische und kreative Seite in mir und ich bin sogar davon überzeugt, dass es Vorteile hat, als Erwachsener spielerischer durch den Alltag zu gehen. In diesem Blog habe ich bereits schon einmal darüber berichtet und wenn dich das interessiert, dann finde im Suchfeld unter dem Stichwort «Kindlichkeit» weitere spannende Artikel und Facts dazu.

Meine Kindlichkeit hab mich beim letzten Videodreh von letzter Woche ganz unverhofft und liebevoll überwältigt, als ich die beiden Zürcher Parks Bellvoir- und Rieterpark miteinander verglich. Unverhoffterweise traf ich auf einen derart coolen Spielplatz im Rieterpark ohne spielende Kinder, so dass ich die Gelegenheit beim Schopf packte und meine Spieltauglichkeit mit über 50 testen konnte und videotechnisch auf meinem YouTube-Spaziersportkanal festhielt. Es war eine derart tolle Erfahrung, so dass ich dir hoffentlich eine ähnliche Flause in den Kopf setzen kann. Natürlich gehört ein Spielplatz in erster Linie den Kids. Und als diese dann auch auftauchten, beendete ich mein Spielplatzintermezzo auf dem Spielplatz umgehend. Doch es ist genügend Raum für Beide. Und so genoss ich den Kurzausflug.

Und weisst du, was das Beste daran ist, der Muskelkater danach. Denn wie du dir sicher gut vorstellen kannst, ist ein aktiver Ausflug auf einem Spielplatz auch für mich eher eine Seltenheit und so scheint es, als dass ich Muskeln nutze und Bewegungen ausübte habe, welche ich sonst wohl eher vernachlässige

Gut zu wissen.

Du fragst dich, ob ich das wieder tu würde.

Aber klar doch, denn irgendwann werde ich das körperlich nicht mehr schaffen und es vielleicht bereuen, dass ich solche willkommene Bewegungsabwechslungen nicht mehr genutzt habe. Aber ich gebe zu, dass solche Trainingseinheiten auf dem Spielplatz wohl eher eine Seltenheit sind, denn die Spielplätze sind ja vor allem für die Kinder da. Und das ist auch etwas, was ich respektiere. Kinder- oder besser gesagt: Kindlichkeit hat einfach Vorrang und das ist auch gut so.
Bild
Das bin ich in action :-). Das Bild weckt derart viele gute Erinnerungen in mir, so dass ich es in diesem Blog ein zweites Mal nutzen wollte. Wenn dich die kindliche Seite dieses Blogs interessiert, dann gebe im Suchfeld dieses Wort ein und inspiriere dein inneres Kind :-)
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<![CDATA[Nobodys Perfekt]]>Thu, 23 Oct 2025 09:15:55 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/nobodys-perfekt165. Blogbeitrag: 

In meinen aktuellsten Videodrehs begegnest du einigen Statuen. Alle sehen diese, doch kaum jemand kennt sie: Egal ob Plastik, Monumente, Büsten oder ähnliches. Zürich ist voller eindrücklicher Skulpturen mit spannenden Geschichten. Im Rieterpark stehen einige davon, aber die interessanteste Plastik steht meines Erachtens vor der Saffa-Insel ganz in der Nähe des Rieterparks: Splitternackt und mutig steht die Bronzefigur vor der Saffa-Insel in Zürich auf einem hohen Podest und streckt die Arme in die Höhe. Gemacht wurde das Mädchen von Hermann Haller.

Doch weshalb steht sie dort?
1958 findet die Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA) statt. Austragungsort war die Landiwiese beim Zürcherischen Mythenquai. Die Ausstellung stand unter dem Motto: «Lebenskreis der Frau in Familie, Beruf und Staat» und zeigte Frauenarbeit, die nach Ansicht der Organisatorinnen zu wenig geschätzt wurde (das ist bedauerlicherweise auch heute vereinzelt noch der Fall). Für diese Ausstellung wird eigens eine künstliche Insel angelegt, die wegen der Ausstellung heute noch «Saffa-Insel» genannt wird. Schon fast ikonographisch hiess das Mädchen mit erhobenen Händen die Frauenausstellung willkommen, denn sie wurde ursprünglich für die frühere Landi-Ausstellung hergestellt. Aber das Bild passt so gut, dass man die Bronzestatue heute mit der Saffa-Ausstellung verbindet.

Die Frauen zeigten damals schon, was sie alles draufhatten – und doch waren sie nicht nur politisch nach wie vor benachteiligt!

Ein wahrlich trauriges Kapitel der schweizerischen Geschichte ist die viel zu späte Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Frauen in der Schweiz. Dies geschah erst 13 Jahre nach der Saffa-Ausstellung. Eigentlich waren die Schweizer Frauen bereits nach dem Krieg ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass die Frauen nun auch ihre politischen Rechte bekommen. Und an der Saffa-Ausstellung fünfzehn Jahre später haben wieder so viele Frauen gezeigt, was sie alles können. Und dennoch dauerte es noch gut ein weiteres Jahrzehnt, bis die Frauen hierzulande auch politisch ernst genommen und damit auch gesellschaftlich stärker wahrgenommen wurden. 

Da passt die anmutige Plastik von Hermann Haller perfekt. Das stolze Mädchen mit den erhobenen Händen wacht noch heute über die Saffa-Insel und repräsentiert meines Erachtens die natürliche Stärke der Frauen derart wunderbar, so dass man nicht nur stolz sondern auch glücklich sein kann, hier als Frau geboren worden zu sein – auch wenn das Stimm- und Wahlrecht lange auf sich warten liess.

Nobodys perfect!

PS. Falls dich die Geschichte hinter der Saffa-Insel noch mehr interessiert, dann lese diesen spannenden Artikel der NZZ. Das untere Bild stammt übrigens auch von da her.
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<![CDATA[Herbstzeit]]>Thu, 16 Oct 2025 11:30:28 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/herbstzeit 164. Blogbeitrag:

Die tänzelnden Blätter, welche sich stolz im goldenen Licht der Herbstsonne präsentieren ziehen mich jedes Jahr magisch an. Es hat mich zu einem Videobeitrag inspiriert, welche zeigt, wie wunderbar vielfältig einsetzbar und kreativ Blätter verwendet werden können. Der Jahreswechsel lässt sich kaum schöner zelebrieren!

Welkende Blätter stehen für die prachtvolle Herbstzeit. Und beides wird gleichermassen gerne als Metapher für einen bevorstehenden Wandel herangezogen. Vor allem in der Lyrik lassen sich solche Gedanken wunderbar zum Ausdruck bringen und ich möchte dir heute eines meiner Lieblingsgedichte vorstellen von Rainer Maria Rilke (1875–1926). Er war ein bedeutender deutschsprachiger Dichter und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der modernistischen Lyrik. Das untere Gedicht «Herbstzeit» zeichnet sich durch eine intensive Bildsprache, Existenz- und Sinnfragen sowie eine tiefe Spiritualität aus. Darin richtet er sich an Gott, doch das soll im folgenden Blogbeitrag keine Relevanz haben. Mir gefällt das Gedicht auch vollends losgelöst von jeglichem religiösen Kontext.

Herbstzeit
Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr gross.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben
.

Es kündigt einerseits den Wechsel der Jahreszeiten an. Der Herbsttag thematisiert das Ende, das Loslassen, und die Notwendigkeit, sich auszuruhen. Andererseits geht es zugleich um die Erkenntnis von Vergänglichkeit und den Wunsch nach Ruhe und innerem Ausgleich angesichts des nahenden Winters.

Das Gedicht spiegelt meiner Ansicht nach die typische Herbststimmung auf eine wunderbar melancholische Weise weiter mit einer Mischung aus Fülle und Vergänglichkeit, Abschied und Vorbereitung auf die kommende kältere Jahreszeit. Es zeigt auch, wie kunstvoll der prachtvolle Herbst oft als Metapher für Lebensphasen und menschliche Erfahrungen genutzt werden kann. 

Herbstzeit - einfach etwas Wunderbares zum Geniessen. Das sollten wir sowieso täglich tun. Und zwar unabhängig von der Jahreszeit!
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<![CDATA[There is no free lunch]]>Thu, 09 Oct 2025 10:25:49 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/there-is-no-free-lunch163. Blogbeitrag

Beim Zitat «There is no free lunch» (frei übersetzt: Kostenloses Essen existiert nicht)  handelt es sich um eine alte amerikanische Redewendung. Oft wird Milton Friedman zitiert, weil er 1975 ein Buch mit dem Titel "There’s No Such Thing as a Free Lunch" schrieb, aber der Ausdruck tauchte schon vor ihm in der Umgangssprache auf. Auch ich lernte diesen Begriff während meiner betriebswirtschaftlichen Weiterbildungen kennen. 

Doch was bedeutet es und kann das stimmen?
Auf den ersten Blick kann ich mir gut vorstellen, dass es nichts wirklich Umsonst gibt. Jeder Vorteil hat Kosten – oft versteckt wie Zeit, Aufwand, Risiken, Umweltfolgen oder andere, die von jemand anderem getragen werden. In der Praxis heisst es, dass angebliche „kostenlose“ Dinge dennoch Kosten an anderer Stelle haben. Hier habe ich drei praktische Beispiele für diese Behauptung:
= Ein kostenloses Mittagessen in einer Bar: Die Bar muss die Kosten durch andere Preise oder Werbung abdecken, oder der kostenlose Lunch wird durch den Verkauf teurerer Getränke, Werbung oder andere Einnahmequellen kompensiert.
= Staatliche Subventionen: Etwas mag „gratis“ erscheinen, wird aber durch Steuern bezahlt oder durch Verzerrungen/Schieflagen in der Wirtschaft erkauft.
= Zeit- und Opportunitätskosten: Wenn du etwas umsonst bekommst, investierst du deine Zeit oder gibst du andere Möglichkeiten auf.

Hmmm... es scheint, als ob das Zitat stimmte.

Oder gibt es doch Ausnahmen? 
In seltenen Fällen kann etwas vermeintlich kostenlos sein, z. B. werbefinanzierte Angebote oder kostenlose Proben, aber auch dort zahlen die Anbieter oft indirekt. So betrachtet scheint es tatsächlich, dass es im Kern kein echter «free lunch»  geben kann. Denn auch wenn etwas kostenlos scheint, zahlen andere oder du indirekt durch «Opfer», Zeit oder Kosten. Der Ausdruck erinnert daran, dass man Kosten oder Trade-offs (d.h. sobald du dich für etwas entschieden hast, «opferst» du weitere Möglichkeiten) berücksichtigen sollte, um eine gute Wahl zu treffen, selbst wenn etwas kostenlos erscheint 

Oder kennst du etwas, was kostenlos ist? Nur zu, ich bin ganz Ohr!

Wenn du nun denkst, dass ein gut gemeinter Tipp oder ein liebevoller Kuss kostenlos sind, dann irrst du dich. Ich würde zwar nicht soweit gehen, dies aus monitärer Sicht zu betrachten, aber aus der Nutzenperspektive, der idealerweise sowohl beim Empfangenden als auch beim Gebenden einsetzt: Ein wunderbares Gefühl. Und da so etwas nie selbstverständlich ist, ist es zugleich auch von unschätzbarem Wert, nicht wahr? Insofern bin ich sogar froh darüber, dass nichts kostenlos ist, denn das bedeutet für mich auch zugleich, dass alles einen Wert haben muss (oder zumindest sollte).

​Zumindest sehe ich es so.

Bildquelle: Das Bild habe ich selbst vor irgendeinem Laden in Lenzburg vor einem Jahr aufgenommen. Und das war offenbar ein ernstgemeinter Versuch, Sandwiches zu verkaufen. Den Laden gibts mittlerweile nicht mehr...
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<![CDATA[Evolution ist beinharte Knochenarbeit!]]>Thu, 02 Oct 2025 22:00:00 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/evolution-ist-beinharte-knochenarbeit162. Blogbeitrag 

Als ich erfuhr, dass unsere Familie durch Osteoporose genetisch vorbelastet ist, liess auch ich meine Knochendichte messen und prompt wurde auch bei mir leicht unter dem Durchschnitt eine verminderte Knochendichte festgestellt. Grund genug, um mich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen, um mehr Fleisch am Knochen zu bekommen. Während ich in meinem neusten Videoblog auf Spaziersport konkrete Tipps und Massnahmen zur Diagnose Osteopenie als Vorstufe von Osteoporose zusammengefasst habe, möchte ich mich in diesem Blogbeitrag etwas anders mit dem Thema auseinandersetzen.

Bei meiner Recherche stiess ich auf folgende spannende Zitate und deren Hintergründe, welche ich dir natürlich nicht vorenthalten möchte: 

1. „Knochen sind das Gerüst des Lebens.“
– Unbekannt
Bedeutung: Dieses Zitat unterstreicht, dass Knochen das fundamentale Gerüst unseres Körpers sind, das Stabilität und Struktur verleiht.

2. „Die Knochen sind das Fundament unseres Körpers, stark und unvergänglich.“
– Unbekannt
Bedeutung: Betont die Robustheit und Dauerhaftigkeit der Knochen, die unser Körper auch bei Verletzungen stützen.

3. „Knochen sind die Überreste unseres Körpers, doch sie tragen unser Leben.“
– Unbekannt
Bedeutung: Verdeutlicht, dass Knochen zwar die Überreste sind, aber essenziell für unsere Existenz und Beweglichkeit.

4. „Der menschliche Knochen ist das beste Beispiel für Stabilität und Flexibilität.“
– Unbekannt
Bedeutung: Zeigt, wie Knochen sowohl stark als auch anpassungsfähig sind, was für das Überleben entscheidend ist.

5. „Knochen sind die Archive unserer Geschichte.“
– Unbekannt
Bedeutung: In der Anthropologie und Archäologie werden Knochen genutzt, um die Geschichte vergangener Menschen und Populationen zu erforschen.

6. „Ohne Knochen würde der Mensch wie ein weicher Klumpen sein.“ (Original: „Without bones, man would be just a blob.“)
– Unbekannt
Bedeutung: Verdeutlicht die fundamentale Rolle der Knochen für die Form und Stabilität des Körpers.

7. „Knochen sind die stillen Zeugen unseres Lebens.“
– Unbekannt
Bedeutung: Betont, dass Knochen viel über unsere Vergangenheit verraten können, z.B. Alter, Gesundheit und Herkunft.

8. „Knochen sind das Fundament unserer Stärke.“ (Englisch: „Bones are the foundation of our strength.“)
– Unbekannt
Bedeutung: Ein metaphorischer Ausdruck für die essenzielle Rolle der Knochen in der physischen Stabilität.

9. „Der menschliche Körper ist ein Puzzle, bei dem die Knochen die wichtigsten Teile sind.“
– Unbekannt
Bedeutung: Verdeutlicht, dass Knochen die Grundbausteine des Körpers sind, vergleichbar mit den wichtigsten Puzzlestücken.

Man spürt sofort, wie wichtig unsere Knochen für den Menschen und deren Entwicklung sind. Höchste Zeit, um der Evolution einmal ein dickes Lob auszusprechen: Die menschliche Entwicklung hat mit unseren Knochen einen hervorragenden Job gemacht hat. Denn unsere Knochen sind nicht nur das Gerüst, das unseren Körper stabilisiert, sondern auch ein komplexes System, das Schutz, Bewegung, Mineralstoffspeicherung und sogar Bildung unseres Blutes ermöglicht. Ihre Anpassungsfähigkeit und Robustheit haben uns im Laufe der Evolution geholfen, auf unterschiedliche Umweltbedingungen zu reagieren und uns an vielfältige Herausforderungen anzupassen.

​Insofern sind unsere Knochen ein beeindruckendes Beispiel für die Effizienz und Innovation der menschlichen Evolution, was man wohl getrost als knochenharte Knochenarbeit bezeichnen könnte.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass wir es mit dem Rest der Evolution nicht vermasseln....

Bildquelle: Das untere Cartoon stammt von George Riemann
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<![CDATA[Erdende Schwerstarbeiterinnen]]>Wed, 24 Sep 2025 22:00:00 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/erdende-schwerstarbeiterinnen161. Blogbeitrag: Erdende Schwerstarbeiterinnen

Andauernd trampeln wir auf ihnen herum und sie tragen unsere ganze körperliche Last: Unsere Füsse. Hast du dir schon einmal überlegt, welche wichtigen Aufgaben sie für uns so ganz nebenbei erledigen, die für das tägliche Leben und die Mobilität unerlässlich sind:

- Tragen des Körpergewichts: Die Füsse sind das Fundament unseres Körpers und tragen das gesamte Gewicht beim Stehen, Gehen und Laufen.
- Fortbewegung: Sie ermöglichen uns, uns vorwärts, rückwärts und seitlich zu bewegen. Durch das Abrollen beim Gehen und Laufen werden Bewegungen effizient ausgeführt.
- Balance und Stabilität: Die Füsse helfen, das Gleichgewicht zu halten, insbesondere auf unebenem Untergrund oder bei plötzlichen Bewegungen.
- Stossdämpfung: Beim Aufsetzen des Fusses beim Gehen oder Laufen absorbieren die Fusssohlen die Aufprallkräfte, was die Gelenke und den Rücken schont.
- Sensorische Funktionen: Die zahlreichen Nerven in den Füssen liefern wichtige Informationen über den Untergrund, was die Koordination und das Gleichgewicht unterstützt.
- Temperaturregulation: Durch Schwitzen und die Durchblutung helfen die Füsse, die Temperatur der unteren Extremitäten zu regulieren.

Unsere Füsse sind erwiesenermassen essenziell für unsere Beweglichkeit, Stabilität und das allgemeine Wohlbefinden. Da sollte man meinen, dass man sich mehr auf unsere schwerstarbeitenden Füsse achtet, doch nichts dergleichen geschieht. Meistens spürt man sie erst, wenn sie schmerzen. Und ein Besuch bei der Podologin wäre auch eine Wohltat; und zwar nicht erst, wenn sich Halux & Co. entwickeln. 

Und last but definitely not least: Die Füsse sind auch aus mentaler Perspektive unabdingbare Supporterinnen, denn sie ermöglichen es uns, sich innert Sekunden wieder zu erden. In meinen beiden folgenden Blogartikel habe ich bereits auf diese wichtige und nützliche Funktion hingewiesen:
https://ruthimholz.ch/blog/ein-hoch-auf-unsere-coolen-alleskoenner
https://ruthimholz.ch/blog/gehoerst-du-zu-den-kopfmenschen-oder-bist-du-schon-ein-kopffuessler

Da ist es wohl mehr als purer Zufall, dass ich erst kürzlich auf eine wunderbare Statue der Möriker Künstlerin Kathrin Küng stiess, welche meine Liebe und Wertschätzung zu meinen Füssen ganz wunderbar darstellt. Ich musste sie sogleich erwerben :-). Wenn dir die Statue gefällt, dann gelangst du hier zur Website der Künstlerin.
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<![CDATA[Dagegen ist kein Kraut gewachsen]]>Wed, 17 Sep 2025 22:00:00 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/dagegen-ist-kein-kraut-gewachsen160. Blogartikel

Bei meinem Besuch im alten botanischen Garten für einen Videodreh zu Spaziersport stiess ich auf ein Denkmal von Conrad Gessner. Ihm ist der «Gessner-Garten» gewidmet. Das ist ein mittelalterlicher Kräutergarten, der ebenfalls an  sein Wirken als Stadtarzt und Naturforscher erinnern soll.

Mit über 50 Heilpflanzen, die seit dem 16. Jahrhunderts bekannt sind, zeigt es auf eine witzige Art auf, wie diese wirkten: Jede der rund 50 Pflanzen (Kräuter und Sträucher) wird mit einem zeitgenössischen Zitat eines damaligen Heilkundigen erläutert. Und ich habe einige davon für dich rausgepickt (Quelle Wikipedia):
 
Artischocke, Strobildorn (Cynara cardunculus): «Die Wurtzel des Strobildorns in Wein gesotten und truncken vertreibt den bösen Geschmack des ganzen Leibs.» (Fuchs 1543)

Blutwurz, Tormentill (Potentilla erecta, Syn.: Potentilla tormentilla): «Die Wurtzel im Mund behalten und gekawet heylet desselbigen faulen Geschwör.» (Fuchs 1543)

Flachs (Linum usitatissimum): «Gemelter Safft vertreibt Flecken, gehört für die hoffertigen Weiber die gern schöne Angesichter hetten.» (Fuchs 1543)

Gemeine Pfingstrose (Paeonia officinalis): «Diss Kraut inn die Kinderwiegen gestecket bewaret die Kinder für Schrecken wo den Kindern gewonlich inn der Nacht zufallen – vertreibt auch ander Gespenst.» (Bock 1557)

Mariendistel (Silybum marianum): «Die Wurtzel gesotten und getruncken ist gut denen wo einen blöden Magen haben und die Speiss nit wolbehalten mögen.» (Fuchs 1543)

Wacholder (Juniperus communis): «Der Rauch davon verjagt die Schlangen und den vergifften Dufft. Derhalben wo die Pestilentz regiert, sol man stätz von Weckholder Holtz Rauch machen in allen Gemachen darinnen man wonet.» (Fuchs 1543)

Wald-Erdbeere (Fragaria vesca): «Die Brüe davon im Mund gehalten bekrefftigt und befestigt das Zanfleysch, heylet die Mundfeule und vertreibt den Bösen Geschmack des Mundes.» (Fuchs 1543)
Wermutkraut (Artemisia absinthium L.): «Es ist ein Abwehrmittel (Amulett) gegen den fallenden Siechtag (Epilepsie) – fertiger Aberglaube.» (Gessner 1561)
 
Ich finde es clever, die Wirkung der Pflanzen in ein Zitat zu verwandeln, damit man sich das besser merken kann.

Du kannst jetzt sagen, dass das in Zeiten von KI nicht mehr nötig ist, aber ich bin davon überzeugt, dass wir erst recht das selbständige Denken und Lernen keinesfalls verlernen sollten.  Ich nutze Chat GTP lediglich zur Recherche und sehe viele Chancen darin.

Aber gegen die möglichen Risiken der KI ist wohl noch kein Kraut gewachsen. Und dabei spielt die Bequemlichkeit der Menschheit eine entscheidende Rolle :-(.

Bildquelle
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<![CDATA[Forever young? Lieber nicht!]]>Wed, 10 Sep 2025 22:00:00 GMThttps://ruthimholz.ch/blog/forever-young-lieber-nicht159. Blogbeitrag

Coole Freizeitanlagen gibt es viele. Einige davon fokussieren auf sportliche Jugendliche, die es lieben, sich auf zwei Rädern über Halfpipes, Skaterbahnen, Pumptracks & Co fortzubewegen. Solche Parks inspirieren auch Nichtsportliche wie mich zu mehr Bewegung. Natürlich könnte ich rein körperlich keine der dafür gedachten Sportarten ausüben. Aber das hindert mich nicht daran, an solch wunderbaren Anlagen unbenutzt vorbeizugehen.

Ich nutze diese Anlagen meistens, um meiner Hündin Nala und mir eine Extrabewegung zu verschaffen. Zusammen mit ihr über die Halfpipes zu flitzen macht eine Menge Spass! Für Vorbeigehende muss das lustig aussehen, wenn man uns beide sieht – Ist es auch. Ich fühle mich dann jeweils Junggeblieben und das erinnert mich an jene Zeiten, wo ich mit weniger Scham unterwegs war. Zugegebenermassen braucht es neben einem Hauch von jugendlichem Leichtsinn auch noch etwas Mut, um in dieser Anlage zu Fuss rumzurennen, aber es lohnt sich alleweil – besonders für deinen Vierbeiner, der normalerweise an der Leine kaum auspowern kann. 

Wollte ich denn wieder so jung sein, so dass ich mit Vollgas und ohne Angst durch diese Halfpipes, Pumptracks und Skaterbahnen flitzte?

Definitiv nein.

Beim Betrachten der waghalsigen Stunts der Jugendlichen merke ich, dass ich viel zu sehr an mögliche Konsequenzen etwaiger Stürze denke und das ist definitiv ein klares Zeichen, dass das eher für sportlich aktive oder junggebliebene Menschen ist. Zudem verfüge ich nur noch über einen Bruchteil meiner Reaktionsfähigkeit und würde mögliche Stürze womöglich erst am Boden liegend realisieren *lach*. Ich bin schon auch junggeblieben, aber ich mag meinen alternden Körper viel zu sehr und ich stehe auch sehr gerne dazu, dass ich nicht mehr die Jüngste bin. Ich habe auch überhaupt kein Bedürfnis, den Jungen nachzueifern, sondern geniesse die Freiheit, niemandem mehr etwas beweisen zu wollen.

Ich wünsche mir auch von Herzen, dass man den Jungen ebenfalls die Freiheit lässt, sich zu erfahren, ohne dass man sie in Watte packt.

Ich gönne den coolen Youngsters von ganzem Herzen das halsbrecherische Vergnügen und erfreue mich derweilen auf die kleinen Ausflüge im Park mit der süssen Hündin Nala.

Bildquelle
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