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131. Blogbeitrag
Das tönt zu schön, um wahr zu sein! Ich möchte auch nicht vor Schwierigkeiten und Bedrohungen fliehen, sondern sie direkt anzunehmen. Genau so wie der Held "Neo" auf dem Beitragsbild dargestellt! Du weisst nicht, wer Neo ist? Dann lass mich kurz erklären: Das Titelzitat „Wenn du soweit bist, wird das Ausweichen nicht mehr nötig sein“ ist ein zentraler Moment in der Entwicklung der Figur Neo aus der Filmreihe „Matrix“. Der Satz wird in einer Szene ausgesprochen, in der der Mentor Morpheus dem verunsicherten Figur Neo auf die bevorstehenden Herausforderungen und die Notwendigkeit hinweist, sich seinen Ängsten und der Realität zu stellen (1). Irgendwann gelangt man in einem Punkt des Lebens, wo man unangenehmen oder herausfordernden Situationen nicht mehr auszuweichen kann oder will. Da möchte man in der Lage sein, diesen Herausforderungen mit Klarheit und Stärke zu begegnen. Dies erfordert nicht nur Mut, sondern auch eine tiefere Selbstkenntnis und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Übertragen auf unsere Verletzlichkeit neigen wir dazu, unseren Schwächen, Ängsten oder schmerzhaften Erfahrungen auszuweichen. Wir möchten uns vor Verletzungen schützen, was uns jedoch auch daran hindern kann, unser volles Potenzial auszuschöpfen oder authentische Beziehungen einzugehen. Indem wir lernen, unsere Verletzlichkeit anzunehmen und uns direkt den Herausforderungen des Lebens zu stellen, können wir wachsen und uns weiterentwickeln. Es bedeutet, dass wir lernen, unsere „Angriffe“ nicht nur zu parieren, sondern sie als Teil unseres Lebens und unserer Entwicklung zu akzeptieren. Letztlich ermutigt mich das Filmzitat, selbstbewusst und mutig die Herausforderungen des Lebens anzugehen, anstatt in einer Abwehrhaltung zu verharren. Ich möchte mehr Widerstandsfähigkeit und somit innere Stärke entwickeln, was mir hilft, in schwierigen Zeiten stabiler und verletzlicher zugleich zu sein. Aber eben, es ist leichter getan, als gemacht :-/. Und jetzt gehe ich mir diesen wunderbar inspirierenden Film "Matrix" gleich nochmals anschauen :-) (1) Hier kannst du eine gute Zusammenfassung des Films nachlesen. Lust auf mehr? Dann sieh dir auch noch den spannenden Trailer an! Bildnachweis
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130. Blogbeitrag In Amsterdam geniesse ich derzeit die herbstliche Stimmung dieser faszinierenden Stadt. In diesem Beitrag möchte ich aber weder über Tulpen, noch über Käse oder Grachtenfahrten sprechen, sondern über den berühmten niederländischen Maler Vincent van Gogh (1853–1890). Denn das Van Gogh Museum befindet sich zufälligerweise in Amsterdam und beherbergt die weltweit grösste Sammlung von diesem faszinierenden Maler. Trotz seines kurzen Lebens und Krisen erlangte er posthum Berühmtheit und beeinflusste viele Kunstschaffende. Ich wollte mir selber ein Bild von seinen Werken machen und genoss es in vollen Zügen! Van Gogh wurde am 30. März 1853 in Groot-Zundert, Niederlande, geboren. Er startete seine Karriere als Kunsthändler, bevor er ab 1880 damit begann, Bilder zu malen. Viele seiner Bilder stellten zu Beginn seiner Laufbahn als Künstler vermehrt Arbeiter und ländliche Umgebungen dar - oft in düsteren Farbtönen. Doch dies änderte sich mit der Zeit: Van Gogh lebte einige Jahre in Paris, wo er Impressionisten begegnete. Diese inspirierte ihn dazu, vermehrt in leuchtenden Farben und mitexperimentellen Techniken zu malen. Er verwendete oft kurze, kräftige Pinselstriche und eine besondere Technik, die als «Impasto» bekannt ist, bei der die Farbe dick aufgetragen wird. Seine Werke sprechen mich emotional an und ich finde, dass er seine inneren Gefühle und Stimmungen unglaublich intensiv darstellen konnte. Zwei seiner berühmtesten Werke «Das Nachtcafé (1)» und «Sonnenblumen» sind geprägt von diesem wunderbar intensiven Malstil. Ist es nicht unglaublich, dass Van Gogh nur sehr begrenzten Erfolg zu seinen Lebzeiten hatte? Seine Werke fanden nur bei wenigen Sammlern Interesse, und sein exzentrisches Verhalten sowie seine psychischen Probleme trugen nicht zu seiner Popularität bei. Zudem waren seine damals innovativen Maltechniken und Themen für die damalige Kunstszene oft zu radikal. Nach einem psychischen Zusammenbruch liess sich Van Gogh sogar selbst in einer Nervenheilanstalt in Saint-Rémy-de-Provence einweisen. Trotz seiner Probleme malte er auch dort einige seiner bekanntesten Werke, wie «Sternennacht». Van Gogh starb am 29. Juli 1890, vermutlich durch eine selbst zugefügte Schussverletzung. Zu diesem Zeitpunkt hatte er nur wenige Werke verkauft. Unfassbar, was dieser Mann trotz persönlicher Krisen hervorbrachte! Und nun stehe ich ungläubig und fassungslos vor seinen wunderschönen Bildern – kaum zu fassen, dass zu seinen Lebzeiten kaum ein Mensch an ihn glaubte. Van Gogh bleibt ein faszinierender Künstler, dessen Arbeiten und Lebensgeschichte nicht nur mich bis heute berühren und inspirieren. Van Gogh inspiriert mich dazu, den Glauben an sich selbst nie zu verlieren und nie aufzugeben, auch in Krisenzeiten (2). (1) Das Beitragsvideo zeigt eine kunstvolle Visualisierung von Van Goghs Werk "Das Nachtcafé". Einfach auch fantastisch! (2) Es gibt auch weitere Kunstschaffende, die in Krisenzeiten zu Grossem fähig sind, wie beispielsweise der Pianist Keith Jarrett, der unter widrigsten Umständen eines der grössten Jazzalben live einspielte. Hier kannst du die Geschichte nachlesen! 129. Blogbeitrag Schweigen kann wichtig und richtig sein (1). Insbesondere in Form eines mitfühlenden Zuhörens (2). Doch in diesem Beitrag möchte ich auf jenes Schweigen eingehen, welches uns selbst (und auch anderen) schaden kann. Schweigen hat viele Ursachen. Es kann ein Resultat von inneren Konflikten und Ängsten sein, die oft durch das Verbergen von Gefühlen entstehen. Schweigen kann auch eine Form des Aufgebens bedeuten, wenn keine Hoffnung mehr auf eine lösungsorientierte Kommunikation besteht. In solchen Momenten wurde mir oft selbst bewusst, dass das Schweigen eine Schutzmassnahme sein kann. Doch sie stellt leider auch eine Barriere für echte Verständigung und Verbindung dar. Schweigen zu überwinden kann enorm befreiend sein! Im Kontext vom Disney-Film "Aladin" regt das Lied "Schweigen" dazu an, zu sich selber zu stehen, indem man seine wahren Gefühle auszudrücken versucht. Hör ihn dir einmal in aller Ruhe diesen wunderbaren Song auf Youtube an. Wir alle wissen, dass Schweigen zu Fehldeutungen führen kann. Anhaltendes Schweigen kann auch emotionale Barrieren schaffen, die dazu führen, dass man sich voneinander entfernt. Und wenn Menschen ihre Gefühle unterdrücken, können diese Emotionen sich aufstauen und irgendwann zu explosiven Konflikten führen. Es gibt genügend psychologische Studien, die den Einfluss von Kommunikation auf Beziehungen untersuchen. Eine Studie von Dr. John Gottman hat gezeigt, dass effektive Kommunikation ein Schlüssel zur Aufrechterhaltung gesunder Beziehungen ist. Menschen, die in der Lage sind, offen über ihre Gefühle zu sprechen, sind oft zufriedener in ihren Beziehungen. Schweigen wird oft mit Konflikten und Misskommunikation in Verbindung gebracht, was zu einem erhöhten Stress- und Konfliktniveau führen kann. Hast du nicht auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich schon. Ein Grund mehr, um schädliches Schweigen zu überwinden. Ich bin davon überzeugt, dass nur durch offene Kommunikation und das Teilen von Gedanken und Gefühlen Beziehungen gestärkt und das negative Potenzial von Schweigen minimiert werden kann. Ich behaupte nicht, dass das einfach ist. Aber es gibt Lösungen und auch immer wieder geeignete Momente, um etwas gegen das schadende Schweigen zu tun! Manchmal ist Schweigen Gold und manchmal eben auch Gift. Ich wünsche mir, dass ich auch in Zukunft weiss, wann was gilt :-) (1) Auszug aus Chat GTP auf die Frage, was das Sprichwort bedeutet - Reden ist Silber - Schweigen ist Gold - "Der Spruch „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ hat seinen Ursprung in der deutschen Sprache und ist eine volkstümliche Redewendung. Der genaue Ursprung ist schwer zu bestimmen, da solche Sprüche oft mündlich überliefert werden. Er wird jedoch häufig in der Formulierung „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ verwendet, um die Bedeutung und den Wert von Kommunikation und Stille zu verdeutlichen. Die Bedeutung des Sprichworts liegt darin, dass Reden zwar wichtig ist – symbolisiert durch das „Silber“ –, aber manchmal das Schweigen noch wertvoller sein kann – dargestellt durch das „Gold“. Es legt nahe, dass in bestimmten Situationen das Zuhören oder das Nichthandeln vorteilhafter sein kann als aktives Reden. Die Redewendung wird häufig verwendet, um darauf hinzuweisen, dass es klug sein kann, sich zurückzuhalten und nicht immer seine Meinung oder Gedanken auszusprechen, insbesondere in sensiblen oder konfliktbeladenen Situationen." (2) Mehr zum Thema "Mitfühlendes Zuhören" kannst du in meinem 71. Blogbeitrag nachlesen. 128. Blogbeitrag
Halloween hat sich als Feiertag am Ende des Monats Oktober mittlerweile etabliert und ich muss zugeben, dass auch ich es liebe, diesen Tag entsprechend zu würdigen. Einmal von der Kommerzialisierung abgesehen steckt viel mehr hinter diesem Festtag, als es auf den ersten Blick erscheint. Halloween hat seine Wurzeln in alten keltischen Festen, insbesondere dem Fest Samhain, das am 31. Oktober gefeiert wurde. Die Kelten glaubten, dass an diesem Tag die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten verschwamm, und sie zündeten Feuer an und trugen Kostüme, um Geister abzuwehren. Mit der Christianisierung wurde das Fest mit dem Allerheiligentag am 1. November verbunden, und im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Halloween zu dem Fest, das wir heute kennen, mit Bräuchen wie dem „Süsses oder Saures“ (1) und dem Schnitzen von Kürbissen. Es hat sich vor allem in den USA zu einem grossen kulturellen Ereignis entwickelt. Die Faszination für die Welt der Toten ist aber auch unabhängig von Halloween omnipräsent. Dies widerspiegelt sich besonders stark in der Kunst. Sei es in Bildern, in Texten, in der Musik oder auch in den gängigen TV-Serien, wobei man sich besonders schön gruseln kann. Darüber hinaus gibt es kulturelle, historische und spirituelle Aspekte, die das Interesse an der Welt der Toten wecken. In vielen Kulturen gibt es Rituale und Traditionen, die den Umgang mit dem Tod und dem Gedenken an Verstorbene betreffen. Auch die Auseinandersetzung mit Gräbern, alten Zivilisationen und deren Geschichten kann faszinierend sein, da sie uns Einblicke in das Leben und die Überzeugungen vergangener Generationen geben. Der Tod bleibt auch eines der grössten Rätsel unseres Dasein. Was passiert, wenn jemand oder etwas stirbt? Viele Menschen sind von der Ungewissheit und dem Geheimnis des Todes angezogen. Es lässt viel Interpretationsspielraum und so kann sich jeder Mensch denken, was er will. Es ist und bleibt ein universelles Thema, welches uns alle betrifft - was zu einer tiefen Reflexion über das Leben und die eigene Sterblichkeit führt. Thich Nhat Hanh, der bekannte vietnamesische Zen-Meister, hat den Tod oft als einen natürlichen Teil des Lebens betrachtet. Und wenn man uns als biologischer Teil dieser Welt betrachtet, dann scheint dieser Gedanke naheliegend: In seinem Buch "Der Weg des Buddha" beschreibt er den Tod als eine Transformation und nicht als ein Ende. Eine passende Stelle, die seine Sichtweise verdeutlicht, könnte folgendermassen lauten: «Der Tod ist nicht das Ende. Er ist eine Transformation. Wenn wir sterben, verschwinden wir nicht einfach. Wir werden Teil des Universums, Teil der Erde, Teil der Luft, die wir atmen» (2). Ich glaube fest an diese Wahrheit und dies dürfte auch der Grund sein, weshalb ich die Herbsttage so liebe, wie ich es im 127. Blogbeitrag beschrieb. Jedes Blatt, welches anmutend zu Boden tänzelt, scheint sich zu freuen, wieder zum Ursprung zurückzukehren zu dürfen, ein Teil von Mutter Erde zu werden um damit als neuer Nährboden für weitere Pflanzen und Bäume zu dienen bis sich der ewige Kreislauf wiederholt und der Tanz von Neuem beginnt! Und für den Fall der Fälle geniesse ich trotzdem jeden einzelnen Tag bestmöglich - man weiss ja trotzdem nie :-). (1) Süsses oder Saures geben die verkleideten Kinder zum Besten. Es ist die Aufforderung, ihnen Süssigkeiten auszuhändigen. Anderenfalls würden sie jede Person mit einem Streich «bestrafen». (2) Die genaue Quelle für diese Aussage ist das Buch „Der Weg des Buddha: Ein praktischer Leitfaden für das Leben“ von Thich Nhat Hanh, veröffentlicht im Jahr 1997. Mehr zu diesem Thema findest du beispielsweise in meinem Blogbeitrag «Der tröstliche Kreislauf». 127. Blogartikel
Ich liebe die geheimnisvolle Natürlichkeit des herbstlichen Nebels – und zwar besonders in dieser Jahreszeit, wo sich alles zu transformieren scheint. Diese Symphonie von herbstlichen Farben, stürmischen Winden, den immer stärker lichtdurchfluteten Wäldern und wunderbaren Nebellandschaften, welche den nahenden Winter ankündigen, ist einfach magisch. Auch wenn das mit Magie nicht viel zu tun hat. Nebel bildet sich, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist und die Temperatur sinkt, sodass der Wasserdampf in der Luft kondensiert und kleine Wassertröpfchen bildet. Dies geschieht häufig in den frühen Morgenstunden oder in der Nacht, wenn die Temperaturen abkühlen. Im Herbst ist die Luft oft kühler, und die Nächte werden länger, was die Bedingungen für die Nebelbildung begünstigt. Die Faszination für Nebel liegt in seiner mystischen und oft geheimnisvollen Ausstrahlung. Nebel kann Landschaften in eine traumhafte Kulisse verwandeln und eine Atmosphäre der Stille und des Rückzugs schaffen. Das Phänomen Nebel inspiriert auch viele Künstler. Und das nicht nur heute. In der Geschichte und Mythologie hat Nebel auch schon eine symbolische Bedeutung. Er wurde häufig mit Geheimnissen, Ungewissheit und dem Übernatürlichen assoziiert. In vielen Kulturen wird Nebel noch heute als ein Ort des Übergangs oder der Transformation betrachtet, wo das Sichtbare und das Unsichtbare aufeinandertreffen. Wusstest du übrigens, dass «Nebel» rückwärts gelesen «Leben» heisst? Das scheint beinahe tröstlich, wenn man ab und dann den Überblick oder sogar sich selbst verliert. Oder wenn man sich in einer Lebenssituation befindet, in der man "im Nebel" steht und so gar nicht mehr weiss, wohin man gehen soll. In solchen Situationen lasse ich mich gerne auch von der Kunst inspirieren. Dieses Blogbild stellt ein berühmtes Gemälde dar namens "Der Wanderer über dem Nebelmeer" vom bekannten deutschen Impressionisten Caspar David Friedrich, welches zugleich die Erhabenheit und das Gefühl der Einsamkeit im Nebel eindrucksvoll vermittelt. Ich sehe darin der lohnende steinige Weg zu sich selbst und bin davon überzeugt, dass sich jeder Nebel lichtet, wenn man tatsächlich immer wieder zu sich selbst zurückfindet und ab und dann über sein eigenes Ego hinweg zu blicken vermag. Bildnachweis 126. Blogbeitrag
Der heutige Tag möchte ich voll und ganz der Musik widmen und zwar im wortwörtlichem Sinne. Magst du klassische Musik? Wenn nein, dann ist dieser Blog wie geschaffen für dich. Denn Claude Debussy klingt ganz anders als andere grossartige und bekannte Komponisten der klassischen Musik wie beispielsweise Ludwig van Beethoven, Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart. Claude Debussy war ein französischer Komponist, der im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert lebte. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Impressionistischen Musik. Seine Werke sind insbesondere durch die Einflüsse fernöstlicher und russischer Musik geprägt. In Anlehnung an diese Vorbilder löste er sich immer mehr von der Tonalität. Und so entstanden ganz eigene Kompositionen, welche zum Träumen einladen. Auch wenn du nix mit Klassik oder Musiktheorie am Hut hast möchte ich dich dazu ermutigen, weiterzulesen… Denn Debussys Stil zeichnet sich durch eine ganz wunderbare Verwendung von impressionistischen Harmonien, fliessenden Melodielinien, subtilen Klangfarben und virtuoser Klavier- und Orchestertechnik aus. Er revolutionierte nebenbei die Musik des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts und wird oft als einer der bedeutendsten Komponisten dieser Zeit angesehen. Seine Werke sind geprägt von einer Sinnlichkeit und Poesie, die den Hörer in eine Welt der Träume und Schönheit entführen. Habe ich dich neugierig gemacht? Gut so! Seine drei Hauptwerke sind absolut hörenswert: Spieldauer 10,5 Minuten: "Prélude à l'après-midi d'un faune" Es ist ein orchestraler Prélude, der von einem Gedicht von Stéphane Mallarmé inspiriert wurde und die Träume eines Fauns am Nachmittag darstellt. Debussy wollte mit diesem Stück die Sinnlichkeit und das Verlangen des Fauns einfangen und schuf damit ein Werk voller impressionistischer Nuancen und Fliessendheit. Spieldauer 6 Minuten: "Clair de Lune" Das ist ein Klavierstück aus Debussys Suite "Suite bergamasque", das von einem Gedicht von Paul Verlaine inspiriert wurde und eine nächtliche Atmosphäre einfängt. Debussy wollte mit diesem Stück die romantische und poetische Stimmung des Mondes in Musik umsetzen und schuf damit ein Werk, das von zarten Harmonien und einem fließenden, impressionistischen Stil geprägt ist. Spieldauer 26 Minuten: "La Mer" ist eine dreiteilige sinfonische Suite, die die verschiedenen Stimmungen und Erscheinungsformen des Meeres einfängt. Debussy wollte mit diesem Werk die Dynamik, die Weite und die Komplexität des Meeres musikalisch darstellen und schuf damit ein Stück, das von subtilen Impressionen und farbenreichen Klangmalereien geprägt ist. La Mer" Mir gefallen auch seine frühen Werke wie beispielsweise das Stück "Rêverie" (Träumerei) mit einer Spieldauer von knapp 7 Minuten, welches zum Träumen einlädt. Mit diesem Stück wollte er die Gefühle und Gedanken der Zuhörer in einen Zustand des Träumens und der Melancholie versetzen. Er verwendete sanfte und fliessende Harmonien, um eine ruhige und friedliche Atmosphäre zu schaffen. Lass dich verzaubern von diesem genialen Komponisten. Er hat auch das Zitat im Titel dieses Blogs kreiert “Music is the silence between the notes” (Musik ist die Stille zwischen den Noten). Damit meinte er, dass die Stille zwischen den Noten genauso wichtig für die Musik ist wie die Noten selbst. Denn auch die Pausen und die Art und Weise, wie sie gesetzt werden, tragen zur Struktur und zum Ausdruck eines Musikstücks bei. Einfach wunderbar! Ich wünsche dir viel Spass beim Eintauchen in Claude Debussys Welt. Bildnachweis und Buch zu Debussys Zitat und Musik: 125. Blogbeitrag
Heute möchte ich dich dazu einladen, 5 Minuten lang einfach mal nix zu tun und möglichst nix zu denken. Versuche indessen, dich einfach in diesem einzigartigen im Moment zu spüren. Nix Denken? Undenkbar! Mitnichten und ich verrate dir, wie es dir sofort gelingt, die Gedanken auszuschalten: Entspanne dich und konzentriere dich auf deinen wunderbaren Atem. Jeder Atemzug ist ein Geschenk und wenn du atmend mitdenkst, schaffst du es auch, nix anderes zu denken: Beim Einatmen denkst du zugleich «Ein» und beim Ausatmen denkst du zugleich an «Aus». Diese gute Idee erwähnt der Achtsamkeitsmönch Thich Nhat Hanh immer wieder gerne in seinen Büchern (1). Thats it! Viel Spass und geniesse es in vollen (Atem)zügen! (1) Thich Nhat Hanh empfiehlt explizit in seinem Buch „Das Herz der Meditation“ (im Original: „The Heart of the Buddha's Teaching“), dass man beim Ein- und Ausatmen die Silben „ein“ und „aus“ mitdenken kann, um sich besser auf die Atmung zu konzentrieren und den Geist zu beruhigen. Diese Technik hilft dabei, die Achtsamkeit zu fördern und die Gedanken zu beruhigen. Es ist eine einfache, aber effektive Methode, um im gegenwärtigen Moment zu bleiben. Bildnachweis 124. Blogbeitrag
Achtsames Shoppen gibt’s nicht? Glaub ich nicht. Und meine über 100 Paar Schuhe sind der Beweis dafür. Ohne Achtsamkeit besässe ich wohl die doppelte Anzahl :-). Ich liebe es, zu shoppen, aber man kann sich auch dagegen wehren, falls nötig. Bitte lies diesen Text auch mal mit einer gehörigen Portion Humor durch, denn ich möchte dich nebenbei dazu inspirieren, die Achtsamkeit auch auf amüsante Art und Weise zu spüren. Wenn man bewusst im Moment ruhend die Angebote on- oder offline prüft, ist das eine achtsamere Art des Shoppens als wenn man durch die Angebote rauscht. Bewusstes Shoppen hat neben befriedigenden Momenten durchaus auch seine monetären Vorteile durch das Entdecken von Preisvorteilen. Ausserdem spricht das bewusste Shoppen auch noch unser angeborenes Jäger- und Sammlerinstinkt an, der tief in unserer Evolution verwurzelt ist (1). Dieser Instinkt spielt nota bene auch heute noch eine wichtige Rolle: Belohnungssystem Der Kauf von Schnäppchen oder das Finden von besonderen Angeboten aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn, was zu einem Gefühl der Zufriedenheit und Freude führt. Dies kann mit der Freisetzung von Dopamin in Verbindung gebracht werden. Natürlich schafften das achtsame Erlebnisse auch kostenlos. Soziale Bestätigung Das Teilen von Schnäppchen oder das Erzählen von erfolgreichen Einkaufserlebnissen kann soziale Bindungen stärken und das Gefühl der Zugehörigkeit fördern. Ich finde es immer wieder spannend, wie rasch sich positive Shoppingerlebnisse oder Erfahrungen in persönlichen Gesprächen oder viral im Netz verbreiten. Wettbewerbsgeist Das Jagen nach den besten Angeboten kann auch einen Wettbewerbsgedanken hervorrufen, der uns motiviert, besser abzuschneiden als andere. Ich verspüre zwar keinerlei Bedürfnis, besser zu sein als andere Menschen, aber auch ich bin ein Opfer dieser Wohlstandsgesellschaft. Ressourcensicherung In der Vergangenheit war das Jagen und Sammeln entscheidend für das Überleben. Auch heute noch haben viele Menschen das Bedürfnis, Ressourcen zu sichern, was sich im Kaufverhalten widerspiegelt. Spätestens seit dem Horten von Toilettenpapier während der Corona-Pandemie ist das nachvollziehbar. Es gibt auch unangenehme Seiten des Schnäppchenjagens – es kann süchtig machen. Doch auch da bietet die Achtsamkeit einen Ausweg. Meine Lösung ist spätestens seit der Star Wars Filmtrilogie unlängst bekannt und lautet: «Erforsche deine Gefühle!» (2). Aus eigener Erfahrung kann ich in diesem Zusammenhang drei wirksame Tipps weitergeben: 1. Erforsche einmal, weshalb du kaufst. Geht es hier wirklich um Kompensation, bist du in der "Das könnte ich irgendwann einmal gebrauchen"-Endlos-Spirale oder bist du einem verführerischen Jagdtrieb verfallen? Bei Letzteren kann es nützlich sein, die Sachen in den Warenkorb zu legen, aber dann mit dem Kaufabschluss zu zögern und nicht zu kaufen. Denn oftmals ist es so, dass nach dem effektiven Kauf das berauschende Gefühl verschwindet, weil man es dann besitzt und es so jeglichen Reiz verliert. Dann bräuchte man es nicht zu kaufen und käme trotzdem auf seine Kosten... 2. Falls du mit dem Kauf irgendetwas kompensierst, dann stell dir vor dem Kaufabschluss immer in aller Ruhe die Frage, ob du diesen Gegenstand wirklich brauchst, um dich besser zu fühlen? Manchmal kann ein berauschend schöner Spaziergang, ein spontanes Telefongespräch mit lieben Menschen oder im Sommer ein verführerisches Gelato mehr Wohlbefinden bringen als das Kaufen jenes Gegenstandes. 3. Ausserdem hast du auch immer noch die Wahl. Falls du es geschafft hast, dich dem Kaufabschluss zu entziehen, könntest du dir den Gegenstand auch noch am nächsten Tag beschaffen, sofern du deswegen eine schlaflose Nacht verbrachtest. Aber falls du deine Nachtruhe vollends geniessen konntest ohne gekauft zu haben dann kannst du es auch am nächsten Tag gelassen bleiben lassen. Falls nicht, dann geh und schnapps dir! So oder so - Möge der Erfolg mit dir sein! (1) Es gibt zahlreiche psychologische und wirtschaftliche Studien, die sich mit dem Kaufverhalten und den damit verbundenen Emotionen beschäftigen. Eine Quelle könnte die Forschung von Daniel Kahneman und Amos Tversky sein, die sich mit Entscheidungsfindung und der Psychologie des Kaufens beschäftigt. Auch Studien zur Verhaltensökonomie, wie die von Richard Thaler, könnten hier relevant sein. (2) Das Zitat stammt aus der Star Wars-Filmreihe: „Erforsche deine Gefühle, Vater! Das kannst du nicht tun! Ich fühle deinen Konflikt; befreie dich vom Hass!“— Luke Skywalker zu Darth Vader Bildnachweis 123. Blogbeitrag
Ich habe letzthin eine weitere intuitive Erfahrung gemacht, die ich mit euch teilen möchte. Im Blog 93 schrieb ich über die Intuition; ein Gefühl oder eine innere Stimme, die uns bei Entscheidungen oder Einschätzungen leitet, ohne dass wir genau erklären können, warum wir so fühlen oder denken. Damals lief ich durch den Wald und mir fiel in der Mitte des steinigen Weges eine kleine Rasenstelle auf, die voller Kleeblätter war. Ich lief daran vorbei wie schon vor vielen anderen Rasenstellen zuvor. Doch dann musste ich einfach anhalten und lief zurück. Und da fand ich ein vierblättriges Kleeblatt. Damals stellte ich mir die Frage, ob ich auch angehalten hätte, wenn sich kein vierblättriges Kleeblatt hätte finden lassen. Ich habe noch keine Antwort darauf gefunden. Interessanterweise lief ich letzthin denselben Weg, welcher auch ein halbes Jahr später mit scheinbar unendlich vielen Kleeblättern auf dem Weg geschmückt zu sein scheint. Wie aus dem Nichts heraus wollte ich wissen, ob es das seltene vierblättrige Kleeblatt Exemplar noch gibt. Ich hielt intuition an der nächsten Rasenstelle und – tatsächlich – ich fand dieses wertvolle Kleinod erneut! Wie ist das zu erklären? Eventuell habe ich mir intuitiv die Stelle mit allen Details merken können? Obschon alle Waldwege dort gleich auszusehen scheinen. Oder eben ich habe das Kleeblatt gefühlt. Das passt mir besser und ich bin davon überzeugt, dass wir alle mit allem Natürlichen in Verbindung stehen. Das ist eine faszinierende Idee, welches sowohl wissenschaftliche als auch philosophische Überlegungen anregt! In der Physik gibt es sogar Konzepte, die die Verbindung zwischen allem Natürlichen unterstützen. Zum Beispiel beschreibt die Quantenphysik, dass alle Materie auf subatomarer Ebene aus Energie besteht und dass Teilchen miteinander interagieren können, selbst über grosse Entfernungen hinweg. Obwohl die Physik nicht direkt beweist, dass wir alle miteinander verbunden sind, unterstützen viele ihrer Konzepte die Idee, dass alles im Universum auf fundamentale Weise miteinander verknüpft ist (1). Darüber hinaus betonen viele philosophische Ansätze die Idee, dass wir Teil eines grösseren Ganzen sind. Diese Sichtweise wird sogar in der Ökologie reflektiert, wo das Gleichgewicht in natürlichen Systemen zeigt, wie alles miteinander interagiert. Ist es nicht ein unglaublich schöner Gedanke, dass dieses eine Kleeblatt und ich miteinander verbunden zu sein scheinen? Ich liebe es, ein Teil dieser Welt zu sein und dieses Wunder tagtäglich auf die unterschiedlichste Art erleben zu dürfen. Hab ich ein Glück! (1) Ein weiteres bekanntes Konzept ist die Quantenverschränkung, bei der zwei Teilchen miteinander verbunden sind, unabhängig von der Distanz zwischen ihnen. Dies könnte als Hinweis darauf gesehen werden, dass alles im Universum auf eine tiefere Weise miteinander verbunden ist. Ich kannte das noch nicht, aber ich werde das einmal vertiefter anschauen. 122. Blogbeitrag
Ich liebe weise Sprüche - vorallem wenn sie auch umsetzbar sind! Einer davon stammt vom berühmten Philosophen Seneca aus der Antike und lautet: «Es ist nicht zuviel Zeit, die wir haben - sondern zu wenig Zeit, die wie nutzen». Seneca wollte mit diesem Zitat ausdrücken, dass es nicht an der Menge der Zeit mangelt, die uns zur Verfügung steht, sondern vielmehr an der Art und Weise, wie wir diese Zeit nutzen. Oft sind wir so beschäftigt mit unseren täglichen Verpflichtungen und Ablenkungen, dass wir die Zeit, die wir haben, nicht sinnvoll oder bewusst nutzen. Ich möchte diese Weisheit nie mehr vergessen. Doch allzu oft vergessen wir, was wichtig ist. Es geht im Alltag unter. Was kann man dagegen tun? Ich habe beispielsweise Senecas Spruch gut sichtbar in meiner Wohnung platziert, so dass ich ihn jeden Tag sehe! Um im Alltag das generell Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren, gibt es weitere hilfreiche Strategien: 1. Prioritäten setzen: Überlege dir, was dir wirklich wichtig ist, und setze klare Prioritäten. Eine To-Do-Liste kann dabei helfen, die wichtigsten Aufgaben im Blick zu behalten. 2. Regelmässige Reflexion: Nimm dir regelmässig Zeit, um über deine Ziele und Werte nachzudenken. Das kann helfen, den Fokus auf das Wesentliche zu lenken. 3. Zeit für dich selbst: Plane bewusst Zeit für Aktivitäten ein, die dir Freude bereiten und dich erfüllen. Das kann helfen, den Alltag aufzulockern und die wichtigen Dinge nicht zu vergessen. 4. Achtsamkeit üben: Praktiken wie Meditation oder Achtsamkeitsübungen können dir helfen, im Moment zu leben und das Wesentliche besser wahrzunehmen. 5. Digitale Entgiftung: Reduziere die Zeit, die du mit digitalen Geräten verbringst. So kannst du dich besser auf die Dinge konzentrieren, die dir wirklich wichtig sind. Aber beginne erst nach dem Lesen dieses Blogartikels damit…räusper. Jeder hat seine eigenen Strategien, welche man in seinen Alltag integrieren kann, um sicherstellen, dass die wichtigen Dinge nicht untergehen und man sie nicht aus den Augen verliert! Es ist ein Prozess, aber kleine Schritte können einen grossen Unterschied machen! Probiers ruhig aus. Es funktioniert! Bildnachweis, welches zum wunderbaren Werk von Peter Paul Rubens gehört und Seneca darstellt! 121. Blogbeitrag
Spielerische Elemente im Alltag einzubauen ist so einfach. Ich habe dir ein gutes Beispiel bereits im 31. Blogbeitrag erörtert, welches du während dem Einkaufen spielen kannst :-) Gerade jetzt ist die Zeit ideal, um ein weiteres Spiel namens "Ausweichen" zu spielen. Es geht darum, nicht auf die herabfallenden Blätter zu stehen. Noch ist das keine echte Herausforderung. Doch der nahende Herbst wird irgendwann die Überhand gewinnen. Probiers mal aus! Die Aufforderung zu "Komm, spiel mit mir" scheint für viele Erwachsene bedeutungslos geworden zu sein! Schade eigentlich! Kinder und Hunde besitzen einen natürlichen Spieltrieb und wer sich darauf einlässt, wird meistens auch mit Spass und Inspiration belohnt. Das spielerische Element kann meines Erachtens dabei helfen, die Lebensfreude zu steigern und eine positive Perspektive zu bewahren. Ich bin davon überzeugt, dass wir neben dem Vergnüglichen vom Spieltrieb der Kinder noch mehr lernen könnten - neben dem angenehmen Nebeneffekt, dass ein spielerischer Alltag jung halten kann. Wir Erwachsene könnten davon lernen, unsere kreative Seite zu entfalten und offener für neue Ideen und Konzepte zu sein. Spielen fördert die sozialen Fähigkeiten, wie Teamarbeit, Empathie und Kommunikation. Wir Erwachsene könnten uns daran erinnern, wie wichtig es ist, Beziehungen aufzubauen und gemeinsam mit anderen Zeit zu verbringen. Spielen ist eine natürliche Möglichkeit für Kinder, Stress abzubauen. Wir Erwachsene sollten davon profitieren, in unserem Alltag ebenfalls spielerische Elemente einzuführen, um Entspannung zu finden und den Druck des Alltags zu mindern. Vielleicht könnten wir sogar die ganze verrückte Welt ab und dann etwas spielerischer betrachten (1). Eine spielerische Perspektive kann helfen, Herausforderungen weniger ernst zu nehmen und sie als Gelegenheit zum Lernen und Wachsen zu sehen. Spielerisches Denken fördert innovative Lösungen und neue Ansätze bei der Problemlösung. In einem spielerischen Umfeld arbeiten Menschen oft besser zusammen, da sie offener für die Ideen anderer sind und bereitwilliger kommunizieren. Ich probiere das heute Abend gleich mal aus und lade mein Umfeld zu einem spontanen «Ich sehe was, was du nicht siehts» ein. Das Kind in mir ist geweckt :-). (1) Ich möchte die Ernsthaftigkeit der globalen Probleme keineswegs verharmlosen - und gerade darum macht es meiner Meinung nach Sinn, ab und dann eine "Pause" hiervon einzulegen und mal etwas anderes zu denken, was auch einfach Spass machen könnte. 120. Blogbeitrag
Das Zitat «Ich sehe dich» stammt aus der Fantasiewelt «Pandora» aus dem Filmreihe Avatar. Dies ist ein epischer Science-Fiction-Film von James Cameron, der in der fiktiven Welt von Pandora spielt. Die Geschichte zeigt Jake Sully, einen querschnittsgelähmten Marine, der in einen Avatar, einen biologisch konstruierten Körper der einheimischen Na'vi, transferiert wird. Während er sich in die wunderbare Kultur der Na'vi einlebt (die in Einklang mit der Natur und wertschätzenden Traditionen leben), entwickelt er eine tiefe Verbindung zu Neytiri, einer Na'vi-Prinzessin, und wird in den Konflikt zwischen den Na'vi und den Menschen verwickelt, die Pandora ausbeuten wollen. Die Moral der Geschichte dreht sich um den Respekt vor der Natur, die Bedeutung von Gemeinschaft und die Notwendigkeit, kulturelle Unterschiede zu verstehen und zu schätzen. Der Film thematisiert auch den Kampf gegen imperialistische Ausbeutung und die Wichtigkeit von Empathie und Verständnis. Das Zitat «Ich sehe dich» hat eine tiefere Bedeutung. Es ist nicht nur eine einfache Begrüssung, sondern drückt eine tiefere Verbindung und das Verständnis zwischen den Charakteren aus. Es bedeutet, dass man den anderen in seiner Ganzheit sieht – seine Gefühle, seine Erfahrungen und seine Identität. Es ist ein Ausdruck von Respekt und Wertschätzung. Was wir daraus lernen können, ist die Bedeutung von Empathie und das Streben, andere wirklich zu verstehen. In einer Welt, die oft von Missverständnissen und Konflikten geprägt ist, erinnert uns dieses Zitat daran, dass wir uns bemühen sollten, die Perspektiven und Erfahrungen anderer zu erkennen und zu respektieren. Indem wir uns auf diese Weise miteinander verbinden, können wir eine harmonischere und respektvollere Gesellschaft schaffen. Danke, lieber Stefan, für diese inspirierende Alltagserfahrung! 119. Blogbeitrag
Gestern besuchte ich eine Ausstellung zu Leonardo da Vincis Schaffenswerk in der Maag-Halle in Form einer immersiven Inszenierung (1). Diese vermochte von der ersten Sekunde an zu beeindrucken. Aber auch ohne dieses digitales Feuerwerk ist das Lebenswerk dieses Genies weit mehr als bloss beeindruckend. Er war ein echtes Universalgenie! Leonardo da Vinci (1452 – 1519) war ein italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph. Er gilt als einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten. Leonardo da Vinci lebte in einer Zeit des Umbruchs, in der Renaissance. Vielleicht genau deswegen entwarf er zahlreiche Maschinen und Geräte, darunter Flugmaschinen, Kriegsmaschinen, und hydraulische Systeme. Zudem entwickelte er innovative Konzepte für Brücken und fortschrittliche Antriebssysteme. Neben seinen technischen Erfindungen war er auch ein herausragender Maler, dessen Werke wie "Das letzte Abendmahl" und "Mona Lisa" bis heute berühmt sind. Ein weiteres berühmtes Werk ist seine Zeichnung der menschlichen Proportionen (siehe u.a. im Beitragsbild die Abbildung des menschlichen Körpers im Kreis). Da Vinci war auch in den Bereichen Anatomie, Botanik und Ingenieurwesen aktiv und hinterliess eine Vielzahl von Skizzen und Notizen, die seine kreativen Ideen und wissenschaftlichen Beobachtungen dokumentieren. Was macht die Faszination Leonardos eigentlich aus? Naja, wenn man alles in Spiegelschrift niederschreibt, dann finde ich das alleine schon sehr beeindruckend. Ich kannte das bisher nur von Wolfgang Amadeus Mozart (und diesem kreativen Musikgenie widme ich demnächst auch mal einen Blogbeitrag). Da Vinci war meines Erachtens ein wahres Universalgenie, weil er in den unterschiedlichen Bereichen wie Malerei, Wissenschaft, Ingenieurwesen und Anatomie zugleich herausragende Leistungen erbrachte. Seine Fähigkeit, Kunst und Wissenschaft zu verbinden, inspiriert viele Menschen bis heute. Zudem sind da Vincis Neugier und sein unermüdlicher Drang, die Welt um ihn herum zu verstehen, bewundernswert. Er stellte Fragen, die über die Grenzen seiner Zeit hinausgingen, und entdeckte Konzepte, die für die Entwicklung der Menschheit von grosser Bedeutung waren. Er war auch ein wunderbarer "Ideenveredler" (2), indem er angedachte Ideen Anderer konsequent zu Ende dachte. Darüber hinaus sind seine malerischen Werke nicht nur künstlerisch beeindruckend, sondern auch voller Geheimnisse und Interpretationsmöglichkeiten, die die Menschen immer wieder anziehen. Schliesslich spielt auch der historische Kontext eine Rolle: Da Vincis Leben fiel in die Zeit der Renaissance, einer Epoche des Wandels und der Wiederbelebung von Kunst und Wissenschaft, was seine Errungenschaften noch bemerkenswerter erscheinen lässt. All diese Aspekte zusammen machen Leonardo da Vinci für mich persönlich zu einer der beeindruckendsten Persönlichkeiten der Geschichte, zu einem unvergleichlichen Universalgenie! Ich kann dir die immersive Ausstellung zu seinem Lebenswerk in der Maag-Halle nur wärmstens empfehlen. Aber beeile dich, denn sie läuft nur noch bis zum 20.10.24. (1) Die Ausstellung «LEONARDO DA VINCI – UOMO UNIVERSALE» widmet sich seinem Schaffenswerk und zeigt unter anderem Nachbildungen seiner zahlreichen Erfindungen und alle Bilder, die ihm zugeschrieben werden können. Das Herzstück der Ausstellung ist die immersive Inszenierung. Mehr als 30 Projektoren erwecken Werk und Welt des Universalgenies zu neuem Leben. Das Beitragsbild dieses Blogbeitrages stellt zugleich das Werbeplakat dieser Ausstellung dar. (2) "Ideenveredler" als Wortkreation ist mir soeben spontan in den Sinn gekommen - eine wunderbare Wortinspiration finde ich - da Vinci sei Dank :-). 118. Blogbeitrag
Der herrliche Sommer liess lange auf sich warten. Endlich ist er da und ladet zum mannigfaltigen Geniessen ein. Wir werden uns wohl künftig auf längere und heissere Sommerzeiten einstellen müssen, da die Erde insgesamt wärmer wird und dass diese Erwärmung auch in Form von höheren Temperaturen und extremen Wetterereignissen spürbar ist (1). Höchste Zeit für meine heissgeliebten Tipps zur Selbstabkühlung bei sommerlicher Hitze: Sinnvolles Lüften und Verdunkeln Ich nutze jede kühle Brise durch das Öffnen meiner Fenster nachts oder während den frühen Morgenstunden. Ventilatoren erfüllen auch ihren erfrischenden Zweck, falls es draussen bereits zu heiss ist. Hast du es auch schon einmal in der Kombination versucht? Stelle deine Ventilator vor die Balkontüre und ziehe die kalte Luft rascher in die Wohnung rein. Ausserdem musst du verhindern, dass die pralle Sonne deine Fenster erhitzen können durch Fensterstoren oder Sonnenstoren; denn die Temperatur einer Fensterscheibe kann unter direkter Sonneneinstrahlung erheblich höher sein als die Umgebungstemperatur (2). Erfrischendes Abkühlen - nicht nur für Vierbeiner Ich schwöre auf kalte Fussbäder oder - und jetzt folgt der absoluten Bonusextratipp: Kühlende Matten. Letzteres war ursprünglich für die Hündin meiner Mutter gedacht und als solches werden sie auch verkauft. Aber die kühlenden Matten funktionieren auch ganz wunderbar für erhitzte Körperteile wie Füsse oder Rücken von Zweibeinern. Viele kühlende Matten enthalten spezielle Materialien, die Wärme absorbieren können. Diese Materialien nutzen den sogenannten Phasenwechsel, bei dem sie von fest zu flüssig oder umgekehrt wechseln. Während dieses Prozesses nehmen sie Wärme auf und sorgen dafür, dass die Oberfläche der Matte kühl bleibt. Probiers mal im Büro unter deinem Tisch aus und stell deine Füsse drauf! Funktioniert garantiert. Und man bleibt immer etwas in Bewegung auf der Suche nach neuen kühlenden Stellen :-). Clevere Ernährung Vermeide schwere, fettige Speisen, da diese den Körper zusätzlich belasten und die Körpertemperatur erhöhen (3). Wähle lieber Lebensmittel mit hohem Wassergehalt, wie Gurken, Melonen und Zucchini. Oder entscheide dich für leichte Speisen wie Birchermüesli oder sowohl heisse wie auch kalte Suppen (z. B. Gazpacho). Auch frische Frucht- oder Gemüseplättli mit feiner Dipsauce sind einfach herrlich! Und auch Salate sind fein und vielfältig, auch wenn sie etwas schwerer zu verdauen sind. Hast du schon einmal eigenes Eis oder ein eigenem Eistee ausprobiert? Damit lassen sich Fruchtreste sinnvoll verwerten und es sieht wunderbar aus! Generell sollte man viel Wasser trinken, um die Hitze besser zu bewältigen. Ich wähle auch gerne mal ein alkoholfreies Bier zur Erfrischung. Extratipp: Auch warme Getränke können dazu beitragen, die Körpertemperatur zu regulieren. Wenn man etwas Warmes trinkt, kann der Körper schwitzen, was die Kühlung durch Verdunstung fördert. Bestell doch im Restaurant auch mal im Sommer einen feinen warmen Tee und finde selber heraus, was dir besser schmeckt bei Hitze. Ab in den Wald Es gibt neben einem kühlenden Bad in schattiger Lage auch noch eine weitere wunderbare Art des Badens: Das Waldbaden. Ich habe es eingängig in meinem 69. Blogbeitrag erwähnt. Aber es reicht natürlich auch ein ausgiebiger Spaziergang im Wald. Es bietet die Möglichkeit, die Natur trotz Hitze zu geniessen, die Geräusche von Vögeln, das Rascheln der Blätter und den Duft der Erde ganz bewusst wahrzunehmen. Der Schatten der Bäume bietet zudem einen besseren Schutz vor schädlicher UV-Strahlung, was das Risiko von Sonnenbränden und langfristigen Hautschäden verringert. Im Wald wird zusätzlich die Luft durch die Pflanzen gereinigt und gekühlt, was Hitzestress verringert und ein angenehmeres Gehen in den heissen Sommermonaten ermöglicht. Und welche heissen Tipps hast du auf Lager? (1) Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien und Berichten belegt dies wie beispielsweise folgende: 1. Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC): Der IPCC veröffentlicht regelmäßig umfassende Berichte über den Stand des Klimawandels. Der aktuelle Bericht, der Sechste Sachstandsbericht, stellt fest, dass die globale Temperatur seit der vorindustriellen Zeit um etwa 1,1 °C gestiegen ist. Quelle: IPCC, 2021: „Climate Change 2021: The Physical Science Basis“. Weltorganisation für Meteorologie (WMO): 2. Die WMO dokumentiert die Veränderungen im Klima und den Anstieg von Extremwetterereignissen. Berichte der WMO zeigen einen Anstieg der globalen Temperaturen und der Häufigkeit von Hitzewellen sowie den Einfluss von klimatischen Veränderungen auf das Wetter. Quelle: WMO, „State of the Global Climate“ Berichte. 3. NASA Global Climate Change:NASA bietet zahlreiche Daten über die Erderwärmung, einschließlich Temperaturveränderungen, Gletscherschmelze und den Anstieg des Meeresspiegels. Quelle: NASA, „Global Climate Change: Vital Signs of the Planet“. (2) Wenn die Sonne den ganzen Tag lang auf die Scheibe scheint, kann die Temperatur der Fensterscheibe, abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Art des Glases, der Neigung der Sonnenstrahle, der Umgebungstemperatur, der Luftfeuchtigkeit und der Reflexion, deutlich steigen. Typischerweise kann die Oberfläche einer Fensterscheibe bei starker Sonneneinstrahlung Temperaturen von 50 bis 70 Grad Celsius erreichen, in einigen Fällen sogar mehr. Es hängt auch davon ab, ob die Fensterscheibe spezielle Beschichtungen hat (wie z.B. Wärmedämmung oder UV-Schutz), die die Wärmeaufnahme beeinflussen können. (3) Quellen für Ernährung und Abkühlung USDA (United States Department of Agriculture): Bietet Informationen über gesunde Ernährung und Rezepte. Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Gibt Hinweise zur Hitzesicherheit und Ernährung während heißer Wetterbedingungen. Bildnachweis 117. Blogartikel
In meinem 109. Blogartikel erwähnte ich Sokrates nur kurz. Viel zu schade für solch einen prägenden Philosophen, der um 470–399 v. Chr. lebte. Er gilt als einer der Begründer der westlichen Philosophie und hatte einen grossen Einfluss auf die Entwicklung der Ethik und der Erkenntnistheorie (1). Sokrates hinterliess keine schriftlichen Werke; seine Erkenntnisse sind durch die Schriften seiner Schüler, insbesondere von Platon, überliefert. Ich möchte mit dir meine drei Lieblingszitate von Sokrates teilen: "Ich weiss, dass ich nichts weiss." Dieses Zitat drückt Sokrates Überzeugung aus, dass echtes Wissen mit Demut und der Erkenntnis einhergeht, dass man nicht alles wissen kann. Es fordert uns alle auf, kritisch über ihre eigenen Überzeugungen nachzudenken und offen für neue Ideen zu sein. Diese Erkenntis dünkt mich noch heute brandaktuell. "Das ungeprüfte Leben ist nicht lebenswert." Sokrates betonte die Wichtigkeit der Selbstreflexion und der kritischen Auseinandersetzung mit den eigenen Lebensumständen. Er glaubte, dass ein Leben ohne Selbstprüfung und ethische Überlegungen nicht voll und ganz lebenswert ist. Mir gefällt das sehr gut! "Erkenne dich selbst." Dieses Zitat fordert zur inneren Selbstreflexion auf. Sokrates war der Meinung, dass Selbstkenntnis der Schlüssel zu einem guten Leben ist. Durch die Ergründung seiner eigenen Gedanken und Motive kann man zu einem tieferen Verständnis der Wahrheit und moralischen Werte gelangen. Sogar in modernen Filmen wie "Matrix" bedient man sich gerne solchen Zitaten. Sokrates Vermächtnis liegt in der Entwicklung der dialektischen Methode, die durch Fragen und Antworten zur Wahrheit führt und somit tiefes Denken und Selbstreflexion anregt. Viele seiner Ideen über Ethik, Moral und das Streben nach Wissen sind bis heute relevant - sei es im Coachingbereich, in der Ethikdiskussion oder im Bereich des kritischen Denkens. Sokrates starb um 399 v. Chr. durch das Trinken eines mit Gift versetzten Schierlings (2). Er wurde wegen "Verführung der Jugend" und "Götterlästerung" verurteilt. Schade, denn er hätte der Nachwelt bestimmt noch viele weitere inspirierende Erkenntnisse hinterlassen können. (1) Sokrates ist bekannt für seine sokratische Methode, die auf Dialog und kritisches Fragen abzielt, um zu Erkenntnissen zu gelangen. Seine Philosophie betont das Streben nach Weisheit und das Bewusstsein der eigenen Unwissenheit. Sokrates vertritt die Auffassung, dass wahres Wissen zu moralischem Handeln führt und dass Erkenntnis ein Prozess des inneren Dialogs ist. (2) Der Gefleckte Schierling ist gemäss Wikipedia eine Pflanzenart aus der Gattung Schierlinge innerhalb der Familie der Doldenblütler. Der Schierling gehört zu den giftigsten „einheimischen“ Pflanzenarten. Sein in allen Teilen vorhandener Wirkstoff ist das Pseudoalkaloid Coniin, das für den Erwachsenen in einer Dosis von 0,5 bis 1 g tödlich ist. Der Gefleckte Schierling enthält zwischen 1,5 und 2,0 % des Alkaloids. Mit einem sogenannten Schierlingsbecher (Trank aus seinen Früchten oder Wurzeln) wurden im Altertum üblicherweise Verurteilte hingerichtet. Bildnachweis 116. Blogbeitrag
Ist es nicht wunderschön, etwas Liebes zu seinen Liebsten zu sagen und sogar von seinen Liebsten zu hören? Als ich auf den Titel des Onlineartikels «11 Ideen für süsse Botschaften: "Ich hab dich so sehr lieb" mal anders!» stiess, liess ich mich gerne davon inspirieren. Der Artikel nennt folgende liebevolle Satzalternativen: 1. "Danke, dass du immer für mich da bist." 2. "Ich fühle mich sehr wohl bei dir." 3. "Du machst die Welt zu einem besseren Ort." 4. "Du bist mein Sonnenschein an grauen Tagen." 5. "Du bist mein Lieblingsmensch." 6. "Du lässt mein Herz höher schlagen." 7. "Du inspirierst mich jeden Tag dazu, ein besserer Mensch zu sein." 8. "Mit dir fühle ich mich zuhause." 9. "Ich mag die Person, die ich bin, wenn ich bei dir bin." 10. "Du hast eine so positive Ausstrahlung." 11. "Du bringst mich immer zum Lächeln." Liebevolle Worte und positive Kommunikation spielen erwiesenermassen eine entscheidende Rolle in Beziehungen, da sie das emotionale Wohlbefinden fördern und das Vertrauen stärken. Diese Erfahrung machen auch die meisten Verliebten, weil man sich in dieser Anfangsphase besonders Mühe gibt, liebevolle Botschaften und Zeichen zu teilen. Oftmals gehen solche liebgewonnenen Praktiken im Beziehungsalltag verloren. Schade eigentlich. Wann hast du deinem Partner oder auch dir selbst gegenüber das letzte Mal etwas Liebevolles gesagt? Eine bekannte Studie von John Gottman, einem Psychologen, der sich auf Beziehungen spezialisiert hat, zeigt, dass Paare, die mehr positive als negative Interaktionen haben, eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, langfristig zusammen zu bleiben. In seiner Forschung hat Gottman das Verhältnis von positiven zu negativen Interaktionen in Beziehungen untersucht und festgestellt, dass ein Verhältnis von etwa 5:1 (fünf positive Interaktionen für jede negative) ideal ist. (1) Aber auch gegenüber unserer Familie und Freunden ist es wichtig, immer wieder einmal liebevolle Botschaften zu formulieren. Nur zu gerne geht auch das in der Selbstverständlichkeit des Alltags verloren und das ist sehr schade. Wann habe ich meiner Familie und Freunden das letzte Mal etwas Liebevolles gesagt? Wie wichtig das ist, zeigt die Forschung von Barbara Fredrickson zur "Broaden-and-Build"-Theorie, die besagt, dass positive Emotionen, wie die, die durch liebevolle Worte hervorgerufen werden, dazu beitragen, unsere Ressourcen zu erweitern und unsere Beziehungen zu stärken. (2) Auch die buddhistischen Philosophie lehrt, dass liebevolle Worte und Handlungen nicht nur das eigene Wohlbefinden fördern, sondern auch das der anderen. Die Praxis der Metta (liebende Güte) ist ein zentraler Bestandteil, der darauf abzielt, positive Gefühle und Gedanken gegenüber sich selbst und anderen zu kultivieren (3). Du siehst, es gibt erwiesenermassen zahlreiche Beweise dafür, wie wichtig liebevolle Botschaften sein können. Ich bin davon überzeugt, dass du das auch ohne die Hinweise in diesem Blogartikel weisst. Aber vielleicht kann ich dich auch dazu inspirieren, häufiger etwas Liebevolles gegenüber deinem Umfeld zu äussern... Das wäre so sehr lieb von dir! (1) "The Seven Principles for Making Marriage Work" (Gottman, J. M., & Silver, N. (1999). New York: Crown Publishers) (2) "Positivity" (Fredrickson, B. L. (2009). New York: Crown Publishing Group) (3) Die Praxis der Metta, auch bekannt als liebende Güte oder freundliche Zuneigung, hat ihre Wurzeln im Buddhismus. Die grundlegenden Lehren über Metta sind in den Pali-Kanon-Texten zu finden, insbesondere im "Sutta Nipata" und im "Metta Sutta" (auch bekannt als "Karaniya Metta Sutta"). In diesen Texten wird beschrieben, wie man Metta praktizieren kann, um positive Gefühle für sich selbst und andere zu entwickeln, und es wird betont, dass diese Praxis zu Frieden und Harmonie sowohl im eigenen Geist als auch in der Gemeinschaft führt. Bildnachweis 115. Blogbeitrag
Das Träumen ist ein faszinierendes Phänomen, das Wissenschaftler seit Jahrhunderten beschäftigt. In meinem 88. Blogbeitrag habe ich vom Phänomen berichtet, sich an Träume zu erinnern oder sie gar steuern zu können. Kürzlich kam bei einem spannenden Gespräch die Grundsatzfrage auf, weshalb wir träumen. Wie ist der Stand der Forschung dazu? Es wird dich kaum überraschen, dass es auch hierzu mehrere Theorien darüber gibt, warum wir träumen. Sigmund Freud sah Träume als einen Weg, unbewusste Wünsche und Konflikte auszudrücken. Obwohl diese Theorie in der modernen Psychologie nicht mehr so stark vertreten wird, hat sie dennoch einen grossen Einfluss auf das Verständnis von Träumen gehabt. Mittlerweile ist man einen Schritt weiter. In den letzten Jahren brachte die Traumforschung einige interessante Erkenntnisse hervor, welche ich gerne mit dir teilen möchte: Träume könnten helfen, emotionale Erlebnisse zu verarbeiten. Psychologen wie Siegel (2010) argumentieren, dass Träume eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von Stress und traumatischen Erlebnissen spielen (1). Eine weitere Theorie besagt, dass Träume dazu beitragen könnten, Erinnerungen zu konsolidieren und zu festigen. Forschungen von Walker und Stickgold (2006) unterstützen die Idee, dass der REM-Schlaf, in dem die meisten Träume auftreten, entscheidend für die Gedächtnisbildung ist (2). Träume dürften auch kreative Problemlösungen fördern. Der Psychologe Deirdre Barrett (1993) hat gezeigt, dass viele Künstler und Wissenschaftler von ihren Träumen inspiriert wurden (3). Träume böten einen idealen Raum für Selbstreflexion, in dem wir über unsere Wünsche und Ängste nachdenken. Diese Idee wird von Freud (1900) in seiner Traumtheorie unterstützt, die Träume als Ausdruck unbewusster Wünsche betrachtet. Auch Carl Gustav Jung beschrieb Träume als Spiegel des Unterbewusstseins (4). Träume könnten es uns auch ermöglichen, soziale Interaktionen und Problemlösungen zu simulieren, was als eine Art "mentales Training" angesehen werden könnte (5). Diese Auswahl an Resultaten ist nicht abschliessend und die Forschung zu Träumen ist weiterhin ein aktives und faszinierendes Feld. Die drei ersten Forschungsergebnisse gefallen mir sehr gut: Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich in meinem Träumen emotionale Erlebnisse verarbeite, diese konsolidiere und unbewusst Selbstreflexion betreibe. Vielleicht wird man es einmal ganz genau wissen. Für mich steht auch so zweifelsohne fest, dass Träumen als natürlicher Teil unseres nächtlichen Seins genau so sinnvoll sein dürfte wie unsere bewussten Gedanken. Würde es keinen Sinn ergeben oder keinem unabdingbarem Zweck dienen, dann träumten wir wohl kaum. Und das wäre doch jammerschade, findest du nicht auch? Dann wäre es vorbei mit der nächtlichen Verbrecherjagd nach Vampiren, dem Fliegen können, Einhörner reiten, haushohe Torten essen oder von einem Planeten aus in eine neue Welt eintauchen können.... Was denkst du darüber, weshalb du träumst? Du musst mir die Antwort nicht sofort geben – du kannst auch gerne in aller Ruhe erst einmal darüber schlafen :-). (1) Quelle: Siegel, J. (2010). "The Mindful Way Through Depression” (2) Quelle: Walker, M. P., & Stickgold, R. (2006). "Sleep, Memory, and Plasticity". (3) Quelle: Barrett, D. (1993). "The Committee of Sleep". (4) Quelle: Freud, S. (1900). "Die Traumdeutung". (5) Quelle: Revonsuo, A. (2000). "The reinterpretation of dreams: An evolutionary hypothesis of the function of dreaming". Bildnachweis 114. Blogbeitrag
Bestimmt kennst du auch den wunderbaren Song "Circle of Life" aus dem Disney-Film "Der König der Löwen". Hast du dir einmal den Text genauer angehört? Er zelebriert den immerwährenden Kreislauf des Lebens und drückt auf wunderschöne Weise aus, wie alles miteinander verbunden ist und sich im Kreislauf des Lebens wiederholt. Die Melodie und die Texte vermitteln eine starke Botschaft über die Schönheit und das Geheimnis des Lebens und wie wir uns alle in diesem ewigen Kreislauf befinden. Hör dir den Soundtrack hier mal an und lass ihn auf dich wirken. Skeptische Zeitgenossen dürften nach einem Beweis für dieses Wunder verlangen. Doch meines Erachtens gibt es auch keinen Gegenbeweis für den immerwährenden Kreislauf des Lebens, da alles in der Natur miteinander verbunden zu sein scheint und eine ständige Veränderung und Transformation stattfindet (1). Thich Nhat Hanh, ein vietnamesischer buddhistischer Mönch und Friedensaktivist, verwendet Metaphern wie den Lotusblumensee, um den Lebenskreislauf zu beschreiben. Er vergleicht das Leben mit einer Lotusblume, die aus dem schlammigen Wasser auftaucht und sich zur Sonne hin öffnet, bevor sie wieder im Wasser versinkt und erneut auftaucht. Mit dieser Metapher verdeutlicht er die ständige Veränderung und Transformation, die im Lebenskreislauf stattfindet auf eine wunderbare Art und Weise (2). Auch die Wissenschaft bestätigt dieses Wunder bis zu einem gewissen Punkt durch den Energieerhaltungssatz. Er besagt, dass Energie weder erzeugt noch vernichtet werden kann, sondern nur in andere Formen umgewandelt wird. Dieser Grundsatz kann auch auf den Lebenskreislauf angewendet werden, da Energie in Form von Lebenskraft und Bewusstsein nicht verloren geht, sondern sich transformiert und wieder in den Kreislauf des Lebens eingefügt wird. Es ist ein tröstliches Wunder, dass der Lebenskreislauf ein natürlicher und unaufhaltsamer Prozess darstellt, in dem Geburt und Tod untrennbar miteinander verbunden sind. Der Buddhismus und die Metaphern von Thich Nhat Hanh verdeutlichen diese ständige Veränderung und Transformation im Lebenskreislauf; der Energieerhaltungssatz trägt dazu bei, dieses Phänomen zu verstehen (mehr dazu findest du in meinem 44. und 83. Blogbeitrag). Würden wir uns bewusster als Teil der Natur und damit auch als ein Teil des wunderbaren Lebenskreislaufes betrachten, könnte ich mir gut vorstellen, dass wir viel weniger Angst vor der natürlichen Transformation des Lebens haben dürften. Das wünschte ich mir sehr - und zwar nicht nur für mich alleine! (1) Im Buddhismus wird dieser Kreislauf als Samsara bezeichnet, eine endlose Wiederkehr von Geburt, Tod und Wiedergeburt, die nur durch Erleuchtung und Befreiung aus diesem Kreislauf überwunden werden kann. (2) Thich Nhat Hanh erwähnt den Lotusblumensee in seinem Buch "Das Wunder der Achtsamkeit: Wie wir durch Gelassenheit und Achtsamkeit unser Begehren verwandeln können". Bildnachweis 113. Blogbeitrag
Geht es dir auch so, dass es dir vorkommt, als täte die Zeit je nach Wahrnehmung langsamer oder schneller vorbeigehen? Dabei geht oft vergessen, wie komplex das Phänomen «Zeit» per se zu sein scheint. Ich durfte soeben zwei wunderbar aktive Ferienwochen verbringen, die mir viel länger erschienen. Wer möchte das nicht auch? Höchste Zeit, um sich nochmals mit Albert Einsteins berühmtem Zitat im Titel dieses Blogbeitrages zu befassen (1). Nimm dir doch einmal selbst die Zeit, um über deine persönliche Wahrnehmung von Zeit nachzudenken. Mir hilft es jeweils, mit Definitionen zu starten und mir dann über Beispiele und Erfahrungen das Ganze zu verbildlichen: Ich gehe davon aus, dass die Zeit ein physikalisches Konzept ist, das die Abfolge von Ereignissen «misst». In der Physik wird Zeit oft als die vierte Dimension betrachtet, die zusammen mit den drei Raumdimensionen den Raum-Zeit-Kontinuum bildet. Ein bekanntes Konzept, das die Natur der Zeit erklärt, ist die Relativitätstheorie von Albert Einstein. Diese besagt, dass Zeit relativ ist und sich je nach Geschwindigkeit und Gravitationsfeldern unterschiedlich verhält. Ein Beispiel dafür ist die Zeitdilatation, bei der Zeit langsamer vergehen soll, wenn sich ein Objekt mit hoher Geschwindigkeit bewegt. Ein weiteres Konzept ist die Gravitationszeitdilatation, bei der Zeit langsamer vergehen soll, wenn sich ein Objekt in einem starken Gravitationsfeld befindet. In meinem 37. Blogbeitrag habe ich bereits versucht, die Zeit näher zu ergründen und zu hinterfragen. Ich zitiere folgendes aus meinem Beitrag: «Die Zeit scheint immer vorwärts zu fliessen, von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Aber Wissenschaftler sagen, dass die Zeit nicht wirklich fliesst, sie ist einfach da. Wir denken nur, dass die Zeit fliesst, weil sich die Welt um uns herum verändert und wir uns an diese Veränderungen erinnern. Uhren messen nur den Abstand zwischen Ereignissen, nicht wie schnell die Zeit vergeht. Also scheint es, dass das Gefühl, dass die Zeit fliesst, nur in unserem Kopf existiert». Existiert Zeit wahrhaftig nur in unserem Kopf? Fakt ist, dass die relative Empfindung von Zeit damit zusammen hängt, wie unser Gehirn und unsere Sinne Zeit wahrnehmen. Zeit scheint auch in dieser Perspektive ein abstraktes Konzept, um die Abfolge von Ereignissen und Veränderungen wahrzunehmen. Wenn wir nichts tun oder uns langweilen, kann es uns vorkommen, als ob die Zeit langsamer vergeht, weil unser Gehirn weniger neue Informationen verarbeitet und somit weniger Erinnerungen an diese Zeit entstehen. Auf der anderen Seite kann die Zeit schneller vergehen, wenn wir beschäftigt sind. Oder wir intensivieren das Zeiterlebnis (wie bei meinen eingangs erwähnten Ferien), wenn wir uns in einem Zustand der Achtsamkeit befinden, da unser Gehirn mehr Informationen verarbeitet und wir uns stärker auf den Moment konzentrieren. Durch bewusstes Wahrnehmen und Achtsamkeit können wir die Zeit intensiver erleben und dadurch mehr "Zeit" für uns gewinnen. Was spielt es für eine Rolle für unsere eigene Realität, ob die Zeit existiert oder ob wir sie konstruieren? Was denkst du darüber? Ich habe mir in meinen Ferien zumindest die wertvolle Erkenntnis der Relativität der Zeit zu Nutze gemacht - Mit Hilfe der Achtsamkeit des Moments kamen mir meine zweiwöchigen Ferien tatsächlich viel länger vor. Der bewusste Moment hat meine Wahrnehmung von Zeit positiv beeinflusst und mich um eine faszinierende Erfahrung reicher gemacht: Schöne Erlebnisse lassen sich allein durch die eigene Wahrnehmung markant intensivieren und vermeintlich verlängern. Ist das nicht faszinierend? Ich wünsche dir in deinen Ferien ähnlich inspirierende Gedanken und Erfarhrungen und hoffe, dass du erholt, gesund und inspirierst zurückkehrst und weiterhin Lust darauf hast, mich auf meiner Reise in diesem Blog zu begleiten. (1) Albert Einstein, "Die Grundlage der allgemeinen Relativitätstheorie" (1916) Auf worldday findest du einen weiteren spannenden Artikel, der sich mit der Thematik befasst. Bildnachweis zum abgebildeten Salvador Dalis Werk "Die Beständigkeit der Erinnerung" 112. Blogbeitrag
Der Regenbogen gilt als eines der faszinierendsten Naturphänomene, welches uns alle in seinen Bann zieht. Er symbolisiert für mich achtsame Schönheit, Hoffnung und Glück. Seine leuchtenden Farben und die Form verleihen ihm eine magische und fast mystische Ausstrahlung, findest du nicht auch? Der berühmte deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche beschrieb den Regenbogen gar als "den Bogen der Erde zum Himmel". Dies solle verdeutlichen, dass der Regenbogen eine Verbindung zwischen Himmel und Erde darstellt, zwischen dem Göttlichen und dem Irdischen. Äusserst interessant! Physikalisch entsteht ein Regenbogen übrigens durch die Brechung und Reflexion von Sonnenlicht an Regentropfen in der Atmosphäre. Das Sonnenlicht zerlegt sich dann in seine einzelnen Farben, die dann als der bekannte Bogen sichtbar werden. Sehr spannend! In der westlichen Kultur hat der Regenbogen eine symbolische Bedeutung für Vielfalt, Toleranz und Einheit. Er findet sich häufig in Kunst, Literatur und Musik wieder und wird als Zeichen der Hoffnung und Liebe interpretiert. Insbesondere in Form einer Flagge: Damit wird in zahlreichen Kulturen weltweit das Bedürfnis nach Frieden, Aufbruch und Veränderung ausgedrückt. Sie gilt auch als Symbol für Toleranz und Akzeptanz der Vielfalt von Lebensformen, der Hoffnung und der Sehnsucht. (1). In anderen Kulturen hat der Regenbogen ebenfalls eine besondere Bedeutung. Zum Beispiel gilt der Regenbogen in der Mythologie der amerikanischen Ureinwohner als Brücke zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten. In der chinesischen Kultur symbolisiert der Regenbogen Glück und Wohlstand, während er in der nordischen Mythologie als Bifröst bekannt ist: Eine Regenbogenbrücke, die den Himmel mit der Erde verbindet (2). Absolut faszinierend! Ganz egal, welchen Bezug man zum Regenbogen finden mag: Es ist und bleibt ein unbeschreiblich schönes Phänomen. Und trotzdem fehlen mir jedes Mal die Worte, wenn ich diese Schönheit mit meinen eigenen Augen draussen in der Natur sehe und ganz bewusst wahrnehmen kann. Schon fast atemberaubend schön! (1) Aus Wikipedia (2) Das Bild stammt aus dem Marvel Filme Wiki. Der Bifröst kommt in den Marvelfilmen vorallem beim Thor vor |
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