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176. Blogbeitrag
Zum Start in ein neues Jahr zeige ich in meinem neuesten Video, wie man sich während Sitzungen unauffällig bewegen kann. Doch das ist keine Aufforderung, sich zu verstecken. Ganz im Gegenteil. Falls du merkst, dass etwas nicht stimmt, du verbal angegriffen wirst oder dich etwas verletzt, dann lass die Schüchternheit beiseite und wehre dich. Oder hol zumindest Hilfe! Ich denke, man sollte immer allen alles sagen können, was einem auf dem Herzen liegt. Aber mal sollte sich gut überlegen, wie man das formuliert. Ich finde, dass Authentizität und Ehrlichkeit die beiden wichtigsten Pfeiler sind. Insofern musst du deine eigenen Worte finden, um etwas Unangenehmes anzusprechen - Hauptsache du tust es, falls es dich belastet! Denn es ist so: Wenn du dich nicht verteidigst, wenn du angegriffen wirst, dann tut es niemand. Insbesondere wenn du bereits schon körperliche Stresssymptome kennst. Dann musst du handeln. Aber tu es auf deine eigene Weise. So etwas kann man auch gut im Voraus üben und wenn du daran denkst, in akuten Situationen ruhig zu bleiben und dich auf deine Atmung zu konzentrieren, dann ist viel gewonnen. Ich wünsche dir und auch mir für alle künftigen Herausforderungen den Mut, zu sich zu stehen, notfalls für sich zu kämpfen und die Besonnenheit, stets die richtigen Worte und passende Tonalität zu finden. Und ja, sonst hol Hilfe - das ist immer noch besser, als still zu Leiden...
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172. Blogbeitrag
Wir alle wissen, wie belastend es sein kann, wenn Führungskräfte versagen. Das ist bei uns und unserem Darm nicht anders und ich möchte dich heute dazu ermutigen, deine Führungsqualitäten bei deinem eigenen Darm unter Beweis zu stellen. Unserem Darm schenken die meisten höchstens bei drei Gegebenheiten etwas mehr Beachtung: Wenn Nahrung aufgenommen und ausgeschieden wird und wenn etwas nicht stimmt. Dabei hätte unser Darm etwas mehr Aufmerksamkeit wahrlich verdient, beziehungsweise die darin lebenden Darmbakterien, auch bekannt als Darm-Mikrobiota oder Darmflora. Das sind die zahlreichen fleissig für dich arbeitenden Mikroorganismen, die im Verdauungstrakt unseres Körpers leben. Sie spielen eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit und das Wohlbefinden. Unsere nimmermüden Darmbakterien helfen dabei, Nahrungsmittel zu zersetzen, die unser eigener Körper nicht vollständig abbauen kann, wie Ballaststoffe. Sie produzieren dabei wichtige Stoffe wie kurzkettige Fettsäuren, die unsere Darmzellen als Energiequelle nutzen. Eine vielfältige Darmflora sorgt dafür, dass schädliche Bakterien und Keime keinen Platz finden, um sich auszubreiten. Zudem unterstützen sie das Immunsystem, indem sie schädliche Keime abwehren und das Gleichgewicht der Mikroorganismen aufrechterhält. Und zu guter Letzt trägt ein gesundes Mikrobiom dazu bei, Entzündungen zu reduzieren und Allergien vorzubeugen. Und einige Darmbakterien produzieren sogar Vitamine. Ein wahrhaft grossartiger Leistungskatalog, nicht wahr? Wenn man bedenkt, dass wir unsere Darmflora nachweislich positiv beeinflussen können, erscheint es mir umso bedenklicher, wie oft wir als Führungskraft für unseren eigenen Darm versagen. Dabei müssten wir mit gutem Beispiel voran gehen, denn es gibt genügend unfähige Führungskräfte da draussen, die uns genau zeigen, wie es nicht funktioniert. Darum möchte ich dich dazu ermutigen, es für dich da drinnen besser zu machen! Das Wichtigste dabei ist die Wertschätzung. Denn das ist das Fundament für eine gesunde Beziehung - Das ist bei dir und bei deinem Darm nicht anders. Wenn du willst, dass deine fleissigen Mitarbeitenden in deinem Darm gut funktionieren, dann musst du dich achtsam darum kümmern. Führe dein Wohlbefinden dadurch in eine gute Richtung und dann kommts gut! Fazit: Je besser und bewusster du deinen Darm behandelst, desto besser für dich! Und wenn du mir nicht glaubst, dann schau dir mein neuestes Spaziersport-Video an. Dort gehts zwar nicht um die Führung per se, aber dafür bekommst du tolle Alltagstipps für deine fleissigen Darmmitarbeitenden. Achte gut auf sie und behandle sie auch mit den nötigen Respekt, denn alles andere ist Schei...... Bildquelle 171. Blogbeitrag
Ich für meinen Teil liebe sie sogar. Und ich bin nicht die Einzige, denn sie machen durchaus Sinn. Und zwar, weil sie uns das Gefühl der Herausforderung und des persönlichen Wachstums vermitteln. Sie aktivieren unser Gehirn auf besondere Weise, da wir durch das Überwinden von Schwierigkeiten ein Gefühl der Erfüllung und Zufriedenheit erleben. Der Begriff „Challenge“ stammt übrigens aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Herausforderung“ oder „Aufgabe, die es zu bewältigen gilt“. Im deutschsprachigen Raum wird der Begriff eher im Zusammenhang mit sportlichen oder geistigen Wettkämpfen verwendet, bei denen es darum geht, persönliche Grenzen zu testen und zu erweitern. Natürlich macht es vor allem auch aus biologischer Sicht Sinn, Herausforderungen zu suchen, weil unser Überleben in der Natur oft davon abhängt, Situationen zu meistern, die ausserhalb unserer Komfortzone liegen. Wenn wir uns Herausforderungen stellen, trainieren wir unsere Fähigkeiten, verbessern unsere Problemlösungskompetenz und steigern unsere Resilienz. All diese Eigenschaften sind evolutionär vorteilhaft, da sie uns helfen, in einer sich ständig verändernden Umwelt anzupassen und Gefahren zu begegnen. Gesellschaftlich betrachtet fördert das "Challengen" sogar den Fortschritt und die Innovation. In Gemeinschaften motiviert es Menschen, ihre Grenzen zu testen, neue Fähigkeiten zu erlernen und sich weiterzuentwickeln. Wettbewerbe, sportliche Events oder auch berufliche Herausforderungen tragen dazu bei, individuelle und kollektive Potenziale zu entfalten. Das Streben nach Herausforderungen schafft zudem soziale Bindungen, da das gemeinsame Bewältigen von Schwierigkeiten oft gemeinsame Anstrengungen erfordert und den Zusammenhalt stärkt. Dabei kommen mir spontan die vielen tollen Escaperooms in den Sinn :-). Das "Challengen" scheint wohl tief in unserem biologischen und gesellschaftlichen Wesen verankert; unabhängig davon, ob man sie mag oder nicht. Bei Letzteren mag es ein tröstlicher Rat sein, einen Feind zum Freund zu machen. Vor allem dann, wenn es unabänderbar ist. Denn Challenges gehören nun mal zu unserem Leben dazu. 169. Blogbeitrag
In meinem neuesten Videovlog lasse ich mich von fernöstlichen Ideen inspirieren: Dem japanischen Gehen und dem japanischen Waldbaden. Und ich bin nicht die Einzige. Viele übernehmen Gebräuche als fernen Ländern, insbesondere aus Japan. Doch weshalb ist das eigentlich so? Japan inspiriert viele Menschen weltweit vermutlich daher, weil das Land eine einzigartige Kombination aus Tradition, Disziplin, Ästhetik und moderner Innovation bietet. Just aus der Perspektive der Gesundheit betrachtet kommen mir einige spannende Facts in den Sinn, weshalb es sich lohnen kann, ab und zu über die (eigenen ) Grenzen zu blinken, in casu nach Japan: Die japanische Küche ist geprägt von Fisch, Reis, Gemüse, fermentierten Lebensmitteln (z. B. Miso, Natto) und grünem Tee – allesamt gesundheitsfördernd und sehr traditionell. Dies führt wohl unter anderem auch dazu, dass Japan eine der höchsten Lebenserwartungen weltweit hat. Natürlich spielen neben der Ernährung auch noch weitere Dinge hierbei eine Rolle wie die medizinische Vorsorge, soziale Strukturen und ein hohes Mass an Alltagsbewegung. Spannende Konzepte wie „Ikigai“ oder „Shinrin Yoku“ erlangen auch hierzulande immer mehr an Bedeutung Diese Begriffe stehen für sinnvolle Lebensgestaltung („Ikigai“ = Lebenssinn) oder Waldbaden („Shinrin Yoku“ = bewusstes Naturerleben). Gesundheitsförderung ist in Japan auffällig oft im Alltag integriert – durch Bewegung (z. B. zu Fuss gehen, Fahrrad fahren), Hygiene (z. B. Masken, Händewaschen), Gruppenaktivitäten oder tägliche Routinen wie das gemeinsame Dehnen („Radio Taisō“). Und das spricht mich als Initiantin von Spaziersport natürlich direkt an. In westlichen Gesellschaften herrscht oft Stress, Reizüberflutung und Konsumdruck. Japan bietet mit seinen achtsamen Traditionen und spirituellen Konzepten ein Gegengewicht. In einer Welt voller Überfluss wirkt japanisches Design – klar, ruhig, reduziert – sehr anziehend. Viele suchen danach, gerade im Kontext von Minimalismus oder Slow Living. Die japanische Kultur legt Wert auf Respekt, Ordnung und soziale Verantwortung – Werte, die in individualistisch geprägten Gesellschaften oft vermisst werden. Japan verbindet jahrhundertealte Traditionen mit modernster Technologie – eine seltene, faszinierende Mischung. Zusammenfassend würde ich sagen, dass Japan uns daher inspiriert, weil es eine tief verwurzelte, reflektierte Lebensweise verkörpert – sowohl kulturell als auch gesundheitlich. Es zeigt, dass Fortschritt und Tradition, Technik und Achtsamkeit kein Widerspruch sein müssen. In einer Welt, die nach Balance sucht, wirkt Japan oft wie eine stille Antwort auf viele unserer Fragen. Bemerkung: Dies ist keine umfassende Zusammenfassung über das Land Japan, sondern es widerspiegelt meine persönliche Meinung, wobei ich bewusst nur positive Aspekte ausgewählt habe. 168. Blogbeitrag
Hast du dir auch schon einmal überlegt, was hinter dieser Aussage steckt? Der Spruch «Wer säht, der erntet» stammt aus dem Prinzip der Saat-Ernte-Metapher, das in vielen Kulturen und Sprachen zu finden ist. In der deutschen Form fasst sich eine lange landwirtschaftliche Beobachtung zusammen: Die Mühe, Geduld und Sorgfalt beim Säen führen letztlich zu einer Ernte. Er ist kein fest verankerter Spruch eines bestimmten Autors, sondern eher eine volkstümliche Weisheit, die in Versionen in Bibeln, Lehrbüchern und Alltagsreden auftaucht. Über lange Zeit haben Menschen diese Beobachtung in Worte gefasst und weitergegeben. Wann genau sie entstanden ist, lässt sich nicht auf einen konkreten Ursprung festmachen. Sie ist Teil einer älteren, mündlich weitergegebenen Volkskultur und taucht in unterschiedlichen Kulturen und Sprachen auf. In der deutschen Form ist sie seit dem Mittelalter verbreitet, oft in religiösen und didaktischen Texten erwähnt, aber vermutlich viel älter in der landwirtschaftlichen Praxis verankert. Mir gefällt, dass sich die Gültigkeit dieser Metapher nicht nur auf die Landwirtschaft reduzieren lässt. Es behält seine Gültigkeit auch in vielen weiteren Bereichen. Folgende Beispiele kommen mir in den Sinn: Wer regelmässig übt und frühzeitig mit dem Lernen beginnt, erzielt bessere Noten und langfristigen Lernerfolg. Auch kontinuierliche Weiterbildung, sorgfältige Projektarbeit und Ausdauer führen zu Beförderungen oder erfolgreich abgeschlossenen Projekten. Gesunde Gewohnheiten zahlen sich langfristig in mehr Energie und Wohlbefinden aus. Es macht sogar auch in finanziellen Belangen Sinn: Regelmässiges Sparen und kluge Investitionen bauen Vermögen auf, während unüberlegte Ausgaben oft später zu Einschränkungen führen. Auch im zwischenmenschlichen Bereich lässt sich das übertragen: Zeit investieren, zuhören, Vertrauen aufbauen – das führt zu stärkeren Freundschaften und besseren Partnerschaften. Oder auch Selbstreflexion, Zielsetzung und konsequente Umsetzung von Plänen führen zu spürbaren Fortschritten. Ich könnte dir noch viele weitere Beispiele nennen, so dass ich in Versuchung gerate, zu fragen, ob es nicht einfacher wäre, darüber nachzudenken, ob der Spruch auch irgendwo nicht zur Anwendung geraten kann. Und tatsächlich kommen mir einige wenige Beispiele in den Sinn, wo die Metapher keine Wirkung erzielt. 1. Zufall und Unglück: Man kann viel tun und trotzdem scheitern, weil äussere Umstände oder Schicksal unvorhersehbar eingreifen können. 2. Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten: Manchmal scheinen Anstrengungen nicht belohnt zu werden, weil Ungerechtigkeit, Diskriminierung oder strukturelle Barrieren wirken. 3. Komplizierte Ursachen: Ergebnisse hängen oft von vielen Faktoren ab; Anstrengung allein reicht nicht, z. B. bei komplexen Krankheiten, Marktverwerfungen oder technologischem Wandel. 4. Misslungene Umsetzung: Gute Ideen können scheitern, wenn Ressourcen fehlen, falsche Prioritäten gesetzt werden oder Planung fehlt. Womöglich gibt es genau so viele bejahende als auch verneinende Beispiele für die Anwendbarkeit dieser Metapher. Drum sollte man sich genau überlegen, wann man welchen Spruch einsetzen sollte. Nicht, dass man irgendwann noch in ein Fettnäpfchen tritt :-) 163. Blogbeitrag
Beim Zitat «There is no free lunch» (frei übersetzt: Kostenloses Essen existiert nicht) handelt es sich um eine alte amerikanische Redewendung. Oft wird Milton Friedman zitiert, weil er 1975 ein Buch mit dem Titel "There’s No Such Thing as a Free Lunch" schrieb, aber der Ausdruck tauchte schon vor ihm in der Umgangssprache auf. Auch ich lernte diesen Begriff während meiner betriebswirtschaftlichen Weiterbildungen kennen. Doch was bedeutet es und kann das stimmen? Auf den ersten Blick kann ich mir gut vorstellen, dass es nichts wirklich Umsonst gibt. Jeder Vorteil hat Kosten – oft versteckt wie Zeit, Aufwand, Risiken, Umweltfolgen oder andere, die von jemand anderem getragen werden. In der Praxis heisst es, dass angebliche „kostenlose“ Dinge dennoch Kosten an anderer Stelle haben. Hier habe ich drei praktische Beispiele für diese Behauptung: = Ein kostenloses Mittagessen in einer Bar: Die Bar muss die Kosten durch andere Preise oder Werbung abdecken, oder der kostenlose Lunch wird durch den Verkauf teurerer Getränke, Werbung oder andere Einnahmequellen kompensiert. = Staatliche Subventionen: Etwas mag „gratis“ erscheinen, wird aber durch Steuern bezahlt oder durch Verzerrungen/Schieflagen in der Wirtschaft erkauft. = Zeit- und Opportunitätskosten: Wenn du etwas umsonst bekommst, investierst du deine Zeit oder gibst du andere Möglichkeiten auf. Hmmm... es scheint, als ob das Zitat stimmte. Oder gibt es doch Ausnahmen? In seltenen Fällen kann etwas vermeintlich kostenlos sein, z. B. werbefinanzierte Angebote oder kostenlose Proben, aber auch dort zahlen die Anbieter oft indirekt. So betrachtet scheint es tatsächlich, dass es im Kern kein echter «free lunch» geben kann. Denn auch wenn etwas kostenlos scheint, zahlen andere oder du indirekt durch «Opfer», Zeit oder Kosten. Der Ausdruck erinnert daran, dass man Kosten oder Trade-offs (d.h. sobald du dich für etwas entschieden hast, «opferst» du weitere Möglichkeiten) berücksichtigen sollte, um eine gute Wahl zu treffen, selbst wenn etwas kostenlos erscheint Oder kennst du etwas, was kostenlos ist? Nur zu, ich bin ganz Ohr! Wenn du nun denkst, dass ein gut gemeinter Tipp oder ein liebevoller Kuss kostenlos sind, dann irrst du dich. Ich würde zwar nicht soweit gehen, dies aus monitärer Sicht zu betrachten, aber aus der Nutzenperspektive, der idealerweise sowohl beim Empfangenden als auch beim Gebenden einsetzt: Ein wunderbares Gefühl. Und da so etwas nie selbstverständlich ist, ist es zugleich auch von unschätzbarem Wert, nicht wahr? Insofern bin ich sogar froh darüber, dass nichts kostenlos ist, denn das bedeutet für mich auch zugleich, dass alles einen Wert haben muss (oder zumindest sollte). Zumindest sehe ich es so. Bildquelle: Das Bild habe ich selbst vor irgendeinem Laden in Lenzburg vor einem Jahr aufgenommen. Und das war offenbar ein ernstgemeinter Versuch, Sandwiches zu verkaufen. Den Laden gibts mittlerweile nicht mehr... 160. Blogartikel
Bei meinem Besuch im alten botanischen Garten für einen Videodreh zu Spaziersport stiess ich auf ein Denkmal von Conrad Gessner. Ihm ist der «Gessner-Garten» gewidmet. Das ist ein mittelalterlicher Kräutergarten, der ebenfalls an sein Wirken als Stadtarzt und Naturforscher erinnern soll. Mit über 50 Heilpflanzen, die seit dem 16. Jahrhunderts bekannt sind, zeigt es auf eine witzige Art auf, wie diese wirkten: Jede der rund 50 Pflanzen (Kräuter und Sträucher) wird mit einem zeitgenössischen Zitat eines damaligen Heilkundigen erläutert. Und ich habe einige davon für dich rausgepickt (Quelle Wikipedia): Artischocke, Strobildorn (Cynara cardunculus): «Die Wurtzel des Strobildorns in Wein gesotten und truncken vertreibt den bösen Geschmack des ganzen Leibs.» (Fuchs 1543) Blutwurz, Tormentill (Potentilla erecta, Syn.: Potentilla tormentilla): «Die Wurtzel im Mund behalten und gekawet heylet desselbigen faulen Geschwör.» (Fuchs 1543) Flachs (Linum usitatissimum): «Gemelter Safft vertreibt Flecken, gehört für die hoffertigen Weiber die gern schöne Angesichter hetten.» (Fuchs 1543) Gemeine Pfingstrose (Paeonia officinalis): «Diss Kraut inn die Kinderwiegen gestecket bewaret die Kinder für Schrecken wo den Kindern gewonlich inn der Nacht zufallen – vertreibt auch ander Gespenst.» (Bock 1557) Mariendistel (Silybum marianum): «Die Wurtzel gesotten und getruncken ist gut denen wo einen blöden Magen haben und die Speiss nit wolbehalten mögen.» (Fuchs 1543) Wacholder (Juniperus communis): «Der Rauch davon verjagt die Schlangen und den vergifften Dufft. Derhalben wo die Pestilentz regiert, sol man stätz von Weckholder Holtz Rauch machen in allen Gemachen darinnen man wonet.» (Fuchs 1543) Wald-Erdbeere (Fragaria vesca): «Die Brüe davon im Mund gehalten bekrefftigt und befestigt das Zanfleysch, heylet die Mundfeule und vertreibt den Bösen Geschmack des Mundes.» (Fuchs 1543) Wermutkraut (Artemisia absinthium L.): «Es ist ein Abwehrmittel (Amulett) gegen den fallenden Siechtag (Epilepsie) – fertiger Aberglaube.» (Gessner 1561) Ich finde es clever, die Wirkung der Pflanzen in ein Zitat zu verwandeln, damit man sich das besser merken kann. Du kannst jetzt sagen, dass das in Zeiten von KI nicht mehr nötig ist, aber ich bin davon überzeugt, dass wir erst recht das selbständige Denken und Lernen keinesfalls verlernen sollten. Ich nutze Chat GTP lediglich zur Recherche und sehe viele Chancen darin. Aber gegen die möglichen Risiken der KI ist wohl noch kein Kraut gewachsen. Und dabei spielt die Bequemlichkeit der Menschheit eine entscheidende Rolle :-(. Bildquelle 158. Blogbeitrag: Die Ruine Schenkenberg ist die grösste Schlossruine im Kanton Aargau. Sie thront im Wald hoch über Thalheim und bietet einen wunderbaren Ausblick ins Schenkenbergertal. Beim Spazieren zwischen den alten Mauern lässt sich gut erahnen, dass hier mal Menschen gewohnt und gelebt haben. Diese wunderschöne Schlossruine hat mich zu neun brandneuen und unheimlich schönen Schlossgeschichten mit Spazi und Sporti inspiriert, den beiden süssen Maskottchen von Spaziersport. Ziel ist, Kinder durch die knapp 10-minütigen Kurzgeschichten zu motivieren, nach Draussen zu gehen und die Geschichten in der Dreidimensionalität nachzuahmen. In diesen spannenden Geschichten geht es um die Freundschaft zwischen Spazi, dem süssen roten Vögelchen, welches tagsüber lieber spazieren hüpft als fliegt und um den nachtaktiven Sporti, dem neugierig flatternden Fledermäuschen. Ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Talente machen sie zu einem unschlagbaren Team. Im zweiten Band erleben die beiden viele spannende Abenteuer im nahegelegenen Schloss und begegnen Geistern, Skeletten und weiteren unheimlich sympathischen Schlossbewohnenden. Ausserdem erfahren sie allerlei über den Fluch des Hexenmeisters, entdecken verzauberte Räume und machen sich auf die Suche nach einem Drachen. Wenn man diese neuen Geschichten kennt und dann die mittelalterliche Ruine Schenkenberg besucht, dann kann man sich die Schauplätze der Geschichten gut vorstellen. Und mit etwas Fantasie lässt sich sehr gut erahnen, wie prächtig das Schloss seinerzeit einmal gewesen sein muss. Und plötzlich werden Geschichten durch die eigene Vorstellungskraft lebendig. Hör dir die neuen unheimlich schönen Schlossgeschichten an und überzeuge dich selbst, wie inspirierend es sein kann, den Entstehungsort der Geschichten zu besuchen – selbst wenn nur noch die Ruinen davon übrig sind: Der Rest erledigt deine Fantasie für dich. Und nun wünsche ich dir viel Vergnügen bei den neun unheimlich schönen Schlossgeschichten: 157. Blogbeitrag:
Kürzlich habe ich zum ersten Mal am eigenen Leib erfahren, was ein «Hexenschuss» ist. Durch ein Heben von viel zu schwerer Last hatte sich ein Teil der Rückenmuskulatur dermassen verkrampft, dass ich nur mit Hilfe von einer Physiotherapeutin die Verkrampfung lösen konnte (1). Aber es nahm mich dann wunder, weshalb man diese Rückenschmerzen diverser Arten als «Hexenschuss» bezeichnet. Es stammt vermutlich vom alten Volksglauben ab, wonach Schmerzen im unteren Rückenbereich mit Hexenbesessenheit oder Hexerei in Verbindung gebracht wurden. Die Bezeichnung ist in Europa seit dem 17. oder 18. Jahrhundert bekannt und steht metaphorisch betrachtet für einen plötzlichen «Schuss» der Schmerzen. Was wurde den Hexen sonst noch zugeschrieben? In der Vergangenheit galten Hexen als Personen, die durch Zauberei, Fluch oder Pakt mit dem Teufel Schaden zufügen konnten. Ihnen wurden allerlei dunkle Künste, wie Zaubersprüche, Flüche, Heilkunst (oft auch als Zauberei interpretiert), sowie Verbindungen mit Dämonen zugeschrieben. Hexen galten auch als Vermittlerinnen zwischen Menschen und Dämonen oder Geistern, und ihnen wurden häufig Vergehen gegen die kirchlichen und gesellschaftlichen Normen vorgeworfen. Dabei handelte es sich in der Realität meistens um begabte Frauen, die beispielsweise der Kräuterheilkunde oder aufgrund ihren empathischen Fähigkeiten aus der Masse herausstachen. Viele Frauen wurden auch ohne jeglichen Gründe als Hexen bezeichnet und verbrannt. Eine ganz schlimme Zeit in der Menschheitsgeschichte war das. Doch woher stammt der Begriff «Hexe»: Der Begriff «Hexe» stammt vom althochdeutschen Wort «hēcse» oder «hagese», das mit «Zauberin» oder «Weise Frau» in Verbindung gebracht werden kann. Die Vorstellungen von Hexen entstanden aus einer Mischung von vorchristlichen Naturkulten, mittelalterlichen Ängsten vor dem Unbekannten, sowie religiösen und sozialen Spannungen. Bereits in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Welt wurden daher Frauen, die als anders oder mächtig galten, oftmals der Hexerei bezichtigt. Vor der Christianisierung gab es in prähistorischen und vorchristlichen Kulturen vermutlich ähnliche Figuren, doch die bekannte «Hexe» in ihrer späteren Form entstand im Mittelalter. Die letzte Hexe der Schweiz In der Schweiz endete die letzte bekannte Hexenverbrennung im Jahr 1782. Die Hexe namens Anna Göldi gilt als die letzte in Europa, die offiziell wegen Hexerei verurteilt und verbrannt wurde. Ihre Verfolgung wurde durch die Gerichte der damaligen Zeit motiviert, wobei sie als «Teufelsaustreiberin» und Zauberin beschuldigt wurde. Die Gründe für ihre Verfolgung lagen in Vorurteilen, gesellschaftlichem Druck sowie Missbrauch durch die Obrigkeit. Nach ihrer Hinrichtung 1782 wurden die Hexenprozesse in der Schweiz eingestellt, und die Hexerei wurde zunehmend als Aberglaube abgelehnt. Gut so! Noch heute gibt es dennoch zahlreiche Kults und Anhängerinnen von Hexenkults. Es gibt sogar welche, die behaupten, selbst Hexen zu sein und solche, die magische Kräfte für sich in Anspruch nehmen. Ich bin zwar schon einigen Hexen begegnet, doch keine von ihnen konnte bisher zaubern – Gottlob! (1) Falls dich die Tipps meiner Physiotherapeutin interessieren, findest du hier das passende Video. 154. Blogbeitrag
Bewegte Zeiten, in denen es um vermeintlich negative Emotionen geht, kennen wir alle. Doch die wenigsten wissen, dass auch diese Emotionen wichtige Botschaften sind, die uns zu uns selbst führen können; ganz besonders in Zeiten von Sturm und Drang. Meistens sind negative Emotionen direkt mit positiven Emotionen verbunden. Wenn du beispielsweise ein sehr empathischer Mensch bist, dann spürst du andere Menschen immer intensiver wie andere – sowohl im Positiven als auch im Negativen. Daher sollte man keine Furcht vor den eigenen negativen Emotionen haben, sondern man sollte sich deren liebevoll annehmen, so wie ich es auch schon in diesem Blogbeitrag erwähnte. Wenn du das allerdings nicht möchtest oder nicht kannst, dann könntest du dir Hilfe holen – auch das wäre ein gutes und wichtiges Statement deiner Gefühle gegenüber. Es gibt kein Patentrezept, wie man mit negativen Gefühlen umgehen soll, aber eines hilft immer: Bewegung. Wenn du dich nicht gut fühlst, dann geh raus spazieren. In meinem neuesten Vlogbeitrag gebe ich zehn Tipps, wie man während eines Spaziergangs besser damit umgehen kann. Und wenn du dich für die wissenschaftliche Korrelation von Bewegung und negativen Emotionen interessierst, dann habe ich für dich einige Studien, die belegen, dass Bewegung bei negativen Gefühlen besonders hilfreich sein kann. Denn so lassen sich negative Emotionen sinnvoll nutzen: Study von Reed et al. (2011): Diese Studie zeigt, dass körperliche Aktivität die Stimmung verbessert und Stress reduziert, insbesondere bei Menschen, die sich traurig oder ängstlich fühlen. Sie fanden heraus, dass Bewegung die Freisetzung von Endorphinen fördert, die natürliche Schmerz- und Stimmungsaufheller sind. Miller et al. (2014): In ihrer Forschung wurde festgestellt, dass moderate Bewegung bei Menschen, die negative Emotionen erleben, die Produktion von Neurotransmittern wie Serotonin und Noradrenalin erhöht. Diese Neurotransmitter sind entscheidend für die Regulierung der Stimmung. Study von Peluso und Andrade (2005): Diese Meta-Analyse zeigt, dass körperliche Aktivität signifikant Stress und depressive Symptome verringert. Bewegung wirkt dabei sowohl auf physischer als auch auf neurochemischer Ebene positiv. Ich wünsche dir von Herzen viel Erfolg auf deinem Weg zu dir – ganz besonders in bewegten Zeiten! 140. Blogbeitrag Mit meinem Achtsamkeitsblog habe ich es geschafft, zu mir zu finden und ein neues Körperbewusstsein zu entwickeln. Nach einem halbjährigen Sabbatical freue ich mich, dir heute zwei weitere Lieblingsprojekte vorzustellen: Endlich ist es soweit und meine Website (https://www.spaziersport.ch) und mein neuer Vlog zum Thema "Spaziersport" sind online :-)! Als Ergänzung zu meiner geliebten Achtsamkeit möchte ich gerne weitere persönliche Erfahrungen weitergeben, welche mich in den letzten Jahren ebenso inspirierten wie die Achtsamkeit selbst! 1. Spaziersport Dank meinem neuentwickelten Konzept Spaziersport habe ich trotz Stress und Unsportlichkeit einen weiteren Weg gefunden, mich in meinem Körper wohler zu fühlen! Lass dich von Spaziersport zu mehr Bewegung und Wohlbefinden im Alltag inspirieren, ohne Extrazeit zu investieren. Hier gibt es nur eine Regel: Tu nur das, was dir gut tut! Zusätzlich kann man von vielen Bewegungstipps für jedes Alter profitieren. Und ich zeige auf, wie man spielerisch Hunde und Kinder (mit https://spaziundsporti.ch) mit einbeziehen kann. Ich trage in den Videos rote Sneakers wie Dorothy aus „Der Zauberer von Oz“. Auch sie wusste, dass es nirgends besser als Daheim ist: Denn nur wenn dein Körper und Geist im Einklang sind, fühlst du dich in deinem Körper auch daheim. Ich zeige mit Spaziersport, wie einfach es sein kann, dieses Ziel zu erreichen. Parallel dazu werde ich in diesem Blog auf die achtsamen Aspekte meiner Vlogbeiträge hinweisen: 2. Spannende Kurzgeschichten mit Spazi und Sporti Für Kinder habe ich im Rahmen von «Spaziersport» eigens die beiden süssen Maskottchen Spazi und Sporti kreiert, dessen spannenden und sinnvollen Kurzgeschichten draussen in der Natur gut nachgespielt werden können. Auf deren Webseite können Interessierte die beiden praktischen Schlüsselanhänger erwerben und damit spielerisch deine Spaziergänge mit deinen Kindern bereichern. Einige Kurzgeschichten sind in Anregung an diesen Blog entstanden. Wie cool ist das denn? Ich werde künftig diese drei Projekte miteinander verknüpfen und ich freue mich sehr darauf, dass ich die mentalen Tipps in diesem Blog durch alltägliche Beweglichkeitstipps meines Spaziersport-Vlogs auf Youtube oder spannenden Kurzgeschichten für Kinder bereichern kann. Ich freue mich darauf! 136. Blogbeitrag Bald ist ein weiteres Jahr zu Ende. Höchste Zeit, um die eines meiner Lieblingsstücke vorzustellen, welches zum scheidenden Jahr gut passt: Das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart :-). Ich erzähl dir gerne mehr von dieser aussergewöhnlichen Persönlichkeit. Er gilt nach wie vor als einer der grössten Komponisten der Musikgeschichte, weil er ein aussergewöhnliches Talent und eine bemerkenswerte Produktivität besass. Er komponierte in seinen 35 kurzen Lebensjahren über 600 Werke in verschiedenen Musikgattungen, darunter Symphonien, Opern, Kammermusik und Kirchenmusik. Seine Fähigkeit, Emotionen und komplexe musikalische Strukturen zu verbinden, hat seine Musik zeitlos gemacht und beeinflusst bis heute Komponisten und Musiker weltweit. Mozarts Leben war geprägt von Reisen, Auftritten und dem Streben nach Anerkennung. Er wurde 1756 in Salzburg geboren und zeigte schon früh grosses musikalisches Talent. Trotz seines Erfolges hatte er oft mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Mozart starb am 5. Dezember 1791 im Alter von nur 35 Jahren. Die genauen Umstände seines Todes sind bis heute nicht vollständig geklärt und es gibt viele Theorien darüber, was ihn letztendlich das Leben kostete. Nach seinem Tod wurde Mozart in einem einfachen Grab auf dem St. Marxer Friedhof in Wien beigesetzt. Es gibt jedoch keine genauen Aufzeichnungen über den genauen Standort seines Grabes. Es wird angenommen, dass seine Gebeine im Laufe der Jahre verloren gingen oder umgebettet wurden. Sein Requiem, das er bis zu seinem Tod komponierte, ist speziell, da es unvollendet blieb. Es gehört zu meinen absoluten Lieblingsstücken mit Ausnahme vom letzten Drittel, welches nicht von Mozart selber stammte: Es wurde von seinem Schüler Franz Xaver Süssmayr nach dem Tod Mozarts vollendet. Die Entstehung des Requiems ist von mysteriösen Legenden umgeben. Darunter die Vorstellung, dass Mozart glaubte, das Requiem sei für ihn selbst bestimmt (1). Das Werk ist tief emotional und spiegelt die Themen von Leben, Tod und Vergänglichkeit wieder, die in Mozarts späteren Jahren eine grosse Rolle spielten. Hör dir das Stück einmal in aller Ruhe an und geniesse dieses Meisterwerk jede einzelne Minute. Nutze mein Beitragslink zu Youtube dazu. (1) Im sehenswerten Film «Amadeus» geht man sogar einen Schritt weiter und mutmasst, dass sein Erzfeind und Hofkomponist Salieri der Auftraggeber des Requiems war – dies im Bewusstsein, dass es Mozart umbringen könnte. Sieh dir mal den Trailer dieses tollen Films an. 129. Blogbeitrag Schweigen kann wichtig und richtig sein (1). Insbesondere in Form eines mitfühlenden Zuhörens (2). Doch in diesem Beitrag möchte ich auf jenes Schweigen eingehen, welches uns selbst (und auch anderen) schaden kann. Schweigen hat viele Ursachen. Es kann ein Resultat von inneren Konflikten und Ängsten sein, die oft durch das Verbergen von Gefühlen entstehen. Schweigen kann auch eine Form des Aufgebens bedeuten, wenn keine Hoffnung mehr auf eine lösungsorientierte Kommunikation besteht. In solchen Momenten wurde mir oft selbst bewusst, dass das Schweigen eine Schutzmassnahme sein kann. Doch sie stellt leider auch eine Barriere für echte Verständigung und Verbindung dar. Schweigen zu überwinden kann enorm befreiend sein! Im Kontext vom Disney-Film "Aladin" regt das Lied "Schweigen" dazu an, zu sich selber zu stehen, indem man seine wahren Gefühle auszudrücken versucht. Hör ihn dir einmal in aller Ruhe diesen wunderbaren Song auf Youtube an. Wir alle wissen, dass Schweigen zu Fehldeutungen führen kann. Anhaltendes Schweigen kann auch emotionale Barrieren schaffen, die dazu führen, dass man sich voneinander entfernt. Und wenn Menschen ihre Gefühle unterdrücken, können diese Emotionen sich aufstauen und irgendwann zu explosiven Konflikten führen. Es gibt genügend psychologische Studien, die den Einfluss von Kommunikation auf Beziehungen untersuchen. Eine Studie von Dr. John Gottman hat gezeigt, dass effektive Kommunikation ein Schlüssel zur Aufrechterhaltung gesunder Beziehungen ist. Menschen, die in der Lage sind, offen über ihre Gefühle zu sprechen, sind oft zufriedener in ihren Beziehungen. Schweigen wird oft mit Konflikten und Misskommunikation in Verbindung gebracht, was zu einem erhöhten Stress- und Konfliktniveau führen kann. Hast du nicht auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich schon. Ein Grund mehr, um schädliches Schweigen zu überwinden. Ich bin davon überzeugt, dass nur durch offene Kommunikation und das Teilen von Gedanken und Gefühlen Beziehungen gestärkt und das negative Potenzial von Schweigen minimiert werden kann. Ich behaupte nicht, dass das einfach ist. Aber es gibt Lösungen und auch immer wieder geeignete Momente, um etwas gegen das schadende Schweigen zu tun! Manchmal ist Schweigen Gold und manchmal eben auch Gift. Ich wünsche mir, dass ich auch in Zukunft weiss, wann was gilt :-) (1) Auszug aus Chat GTP auf die Frage, was das Sprichwort bedeutet - Reden ist Silber - Schweigen ist Gold - "Der Spruch „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ hat seinen Ursprung in der deutschen Sprache und ist eine volkstümliche Redewendung. Der genaue Ursprung ist schwer zu bestimmen, da solche Sprüche oft mündlich überliefert werden. Er wird jedoch häufig in der Formulierung „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ verwendet, um die Bedeutung und den Wert von Kommunikation und Stille zu verdeutlichen. Die Bedeutung des Sprichworts liegt darin, dass Reden zwar wichtig ist – symbolisiert durch das „Silber“ –, aber manchmal das Schweigen noch wertvoller sein kann – dargestellt durch das „Gold“. Es legt nahe, dass in bestimmten Situationen das Zuhören oder das Nichthandeln vorteilhafter sein kann als aktives Reden. Die Redewendung wird häufig verwendet, um darauf hinzuweisen, dass es klug sein kann, sich zurückzuhalten und nicht immer seine Meinung oder Gedanken auszusprechen, insbesondere in sensiblen oder konfliktbeladenen Situationen." (2) Mehr zum Thema "Mitfühlendes Zuhören" kannst du in meinem 71. Blogbeitrag nachlesen. 124. Blogbeitrag
Achtsames Shoppen gibt’s nicht? Glaub ich nicht. Und meine über 100 Paar Schuhe sind der Beweis dafür. Ohne Achtsamkeit besässe ich wohl die doppelte Anzahl :-). Ich liebe es, zu shoppen, aber man kann sich auch dagegen wehren, falls nötig. Bitte lies diesen Text auch mal mit einer gehörigen Portion Humor durch, denn ich möchte dich nebenbei dazu inspirieren, die Achtsamkeit auch auf amüsante Art und Weise zu spüren. Wenn man bewusst im Moment ruhend die Angebote on- oder offline prüft, ist das eine achtsamere Art des Shoppens als wenn man durch die Angebote rauscht. Bewusstes Shoppen hat neben befriedigenden Momenten durchaus auch seine monetären Vorteile durch das Entdecken von Preisvorteilen. Ausserdem spricht das bewusste Shoppen auch noch unser angeborenes Jäger- und Sammlerinstinkt an, der tief in unserer Evolution verwurzelt ist (1). Dieser Instinkt spielt nota bene auch heute noch eine wichtige Rolle: Belohnungssystem Der Kauf von Schnäppchen oder das Finden von besonderen Angeboten aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn, was zu einem Gefühl der Zufriedenheit und Freude führt. Dies kann mit der Freisetzung von Dopamin in Verbindung gebracht werden. Natürlich schafften das achtsame Erlebnisse auch kostenlos. Soziale Bestätigung Das Teilen von Schnäppchen oder das Erzählen von erfolgreichen Einkaufserlebnissen kann soziale Bindungen stärken und das Gefühl der Zugehörigkeit fördern. Ich finde es immer wieder spannend, wie rasch sich positive Shoppingerlebnisse oder Erfahrungen in persönlichen Gesprächen oder viral im Netz verbreiten. Wettbewerbsgeist Das Jagen nach den besten Angeboten kann auch einen Wettbewerbsgedanken hervorrufen, der uns motiviert, besser abzuschneiden als andere. Ich verspüre zwar keinerlei Bedürfnis, besser zu sein als andere Menschen, aber auch ich bin ein Opfer dieser Wohlstandsgesellschaft. Ressourcensicherung In der Vergangenheit war das Jagen und Sammeln entscheidend für das Überleben. Auch heute noch haben viele Menschen das Bedürfnis, Ressourcen zu sichern, was sich im Kaufverhalten widerspiegelt. Spätestens seit dem Horten von Toilettenpapier während der Corona-Pandemie ist das nachvollziehbar. Es gibt auch unangenehme Seiten des Schnäppchenjagens – es kann süchtig machen. Doch auch da bietet die Achtsamkeit einen Ausweg. Meine Lösung ist spätestens seit der Star Wars Filmtrilogie unlängst bekannt und lautet: «Erforsche deine Gefühle!» (2). Aus eigener Erfahrung kann ich in diesem Zusammenhang drei wirksame Tipps weitergeben: 1. Erforsche einmal, weshalb du kaufst. Geht es hier wirklich um Kompensation, bist du in der "Das könnte ich irgendwann einmal gebrauchen"-Endlos-Spirale oder bist du einem verführerischen Jagdtrieb verfallen? Bei Letzteren kann es nützlich sein, die Sachen in den Warenkorb zu legen, aber dann mit dem Kaufabschluss zu zögern und nicht zu kaufen. Denn oftmals ist es so, dass nach dem effektiven Kauf das berauschende Gefühl verschwindet, weil man es dann besitzt und es so jeglichen Reiz verliert. Dann bräuchte man es nicht zu kaufen und käme trotzdem auf seine Kosten... 2. Falls du mit dem Kauf irgendetwas kompensierst, dann stell dir vor dem Kaufabschluss immer in aller Ruhe die Frage, ob du diesen Gegenstand wirklich brauchst, um dich besser zu fühlen? Manchmal kann ein berauschend schöner Spaziergang, ein spontanes Telefongespräch mit lieben Menschen oder im Sommer ein verführerisches Gelato mehr Wohlbefinden bringen als das Kaufen jenes Gegenstandes. 3. Ausserdem hast du auch immer noch die Wahl. Falls du es geschafft hast, dich dem Kaufabschluss zu entziehen, könntest du dir den Gegenstand auch noch am nächsten Tag beschaffen, sofern du deswegen eine schlaflose Nacht verbrachtest. Aber falls du deine Nachtruhe vollends geniessen konntest ohne gekauft zu haben dann kannst du es auch am nächsten Tag gelassen bleiben lassen. Falls nicht, dann geh und schnapps dir! So oder so - Möge der Erfolg mit dir sein! (1) Es gibt zahlreiche psychologische und wirtschaftliche Studien, die sich mit dem Kaufverhalten und den damit verbundenen Emotionen beschäftigen. Eine Quelle könnte die Forschung von Daniel Kahneman und Amos Tversky sein, die sich mit Entscheidungsfindung und der Psychologie des Kaufens beschäftigt. Auch Studien zur Verhaltensökonomie, wie die von Richard Thaler, könnten hier relevant sein. (2) Das Zitat stammt aus der Star Wars-Filmreihe: „Erforsche deine Gefühle, Vater! Das kannst du nicht tun! Ich fühle deinen Konflikt; befreie dich vom Hass!“— Luke Skywalker zu Darth Vader Bildnachweis 120. Blogbeitrag
Das Zitat «Ich sehe dich» stammt aus der Fantasiewelt «Pandora» aus dem Filmreihe Avatar. Dies ist ein epischer Science-Fiction-Film von James Cameron, der in der fiktiven Welt von Pandora spielt. Die Geschichte zeigt Jake Sully, einen querschnittsgelähmten Marine, der in einen Avatar, einen biologisch konstruierten Körper der einheimischen Na'vi, transferiert wird. Während er sich in die wunderbare Kultur der Na'vi einlebt (die in Einklang mit der Natur und wertschätzenden Traditionen leben), entwickelt er eine tiefe Verbindung zu Neytiri, einer Na'vi-Prinzessin, und wird in den Konflikt zwischen den Na'vi und den Menschen verwickelt, die Pandora ausbeuten wollen. Die Moral der Geschichte dreht sich um den Respekt vor der Natur, die Bedeutung von Gemeinschaft und die Notwendigkeit, kulturelle Unterschiede zu verstehen und zu schätzen. Der Film thematisiert auch den Kampf gegen imperialistische Ausbeutung und die Wichtigkeit von Empathie und Verständnis. Das Zitat «Ich sehe dich» hat eine tiefere Bedeutung. Es ist nicht nur eine einfache Begrüssung, sondern drückt eine tiefere Verbindung und das Verständnis zwischen den Charakteren aus. Es bedeutet, dass man den anderen in seiner Ganzheit sieht – seine Gefühle, seine Erfahrungen und seine Identität. Es ist ein Ausdruck von Respekt und Wertschätzung. Was wir daraus lernen können, ist die Bedeutung von Empathie und das Streben, andere wirklich zu verstehen. In einer Welt, die oft von Missverständnissen und Konflikten geprägt ist, erinnert uns dieses Zitat daran, dass wir uns bemühen sollten, die Perspektiven und Erfahrungen anderer zu erkennen und zu respektieren. Indem wir uns auf diese Weise miteinander verbinden, können wir eine harmonischere und respektvollere Gesellschaft schaffen. Danke, lieber Stefan, für diese inspirierende Alltagserfahrung! 118. Blogbeitrag
Der herrliche Sommer liess lange auf sich warten. Endlich ist er da und ladet zum mannigfaltigen Geniessen ein. Wir werden uns wohl künftig auf längere und heissere Sommerzeiten einstellen müssen, da die Erde insgesamt wärmer wird und dass diese Erwärmung auch in Form von höheren Temperaturen und extremen Wetterereignissen spürbar ist (1). Höchste Zeit für meine heissgeliebten Tipps zur Selbstabkühlung bei sommerlicher Hitze: Sinnvolles Lüften und Verdunkeln Ich nutze jede kühle Brise durch das Öffnen meiner Fenster nachts oder während den frühen Morgenstunden. Ventilatoren erfüllen auch ihren erfrischenden Zweck, falls es draussen bereits zu heiss ist. Hast du es auch schon einmal in der Kombination versucht? Stelle deine Ventilator vor die Balkontüre und ziehe die kalte Luft rascher in die Wohnung rein. Ausserdem musst du verhindern, dass die pralle Sonne deine Fenster erhitzen können durch Fensterstoren oder Sonnenstoren; denn die Temperatur einer Fensterscheibe kann unter direkter Sonneneinstrahlung erheblich höher sein als die Umgebungstemperatur (2). Erfrischendes Abkühlen - nicht nur für Vierbeiner Ich schwöre auf kalte Fussbäder oder - und jetzt folgt der absoluten Bonusextratipp: Kühlende Matten. Letzteres war ursprünglich für die Hündin meiner Mutter gedacht und als solches werden sie auch verkauft. Aber die kühlenden Matten funktionieren auch ganz wunderbar für erhitzte Körperteile wie Füsse oder Rücken von Zweibeinern. Viele kühlende Matten enthalten spezielle Materialien, die Wärme absorbieren können. Diese Materialien nutzen den sogenannten Phasenwechsel, bei dem sie von fest zu flüssig oder umgekehrt wechseln. Während dieses Prozesses nehmen sie Wärme auf und sorgen dafür, dass die Oberfläche der Matte kühl bleibt. Probiers mal im Büro unter deinem Tisch aus und stell deine Füsse drauf! Funktioniert garantiert. Und man bleibt immer etwas in Bewegung auf der Suche nach neuen kühlenden Stellen :-). Clevere Ernährung Vermeide schwere, fettige Speisen, da diese den Körper zusätzlich belasten und die Körpertemperatur erhöhen (3). Wähle lieber Lebensmittel mit hohem Wassergehalt, wie Gurken, Melonen und Zucchini. Oder entscheide dich für leichte Speisen wie Birchermüesli oder sowohl heisse wie auch kalte Suppen (z. B. Gazpacho). Auch frische Frucht- oder Gemüseplättli mit feiner Dipsauce sind einfach herrlich! Und auch Salate sind fein und vielfältig, auch wenn sie etwas schwerer zu verdauen sind. Hast du schon einmal eigenes Eis oder ein eigenem Eistee ausprobiert? Damit lassen sich Fruchtreste sinnvoll verwerten und es sieht wunderbar aus! Generell sollte man viel Wasser trinken, um die Hitze besser zu bewältigen. Ich wähle auch gerne mal ein alkoholfreies Bier zur Erfrischung. Extratipp: Auch warme Getränke können dazu beitragen, die Körpertemperatur zu regulieren. Wenn man etwas Warmes trinkt, kann der Körper schwitzen, was die Kühlung durch Verdunstung fördert. Bestell doch im Restaurant auch mal im Sommer einen feinen warmen Tee und finde selber heraus, was dir besser schmeckt bei Hitze. Ab in den Wald Es gibt neben einem kühlenden Bad in schattiger Lage auch noch eine weitere wunderbare Art des Badens: Das Waldbaden. Ich habe es eingängig in meinem 69. Blogbeitrag erwähnt. Aber es reicht natürlich auch ein ausgiebiger Spaziergang im Wald. Es bietet die Möglichkeit, die Natur trotz Hitze zu geniessen, die Geräusche von Vögeln, das Rascheln der Blätter und den Duft der Erde ganz bewusst wahrzunehmen. Der Schatten der Bäume bietet zudem einen besseren Schutz vor schädlicher UV-Strahlung, was das Risiko von Sonnenbränden und langfristigen Hautschäden verringert. Im Wald wird zusätzlich die Luft durch die Pflanzen gereinigt und gekühlt, was Hitzestress verringert und ein angenehmeres Gehen in den heissen Sommermonaten ermöglicht. Und welche heissen Tipps hast du auf Lager? (1) Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien und Berichten belegt dies wie beispielsweise folgende: 1. Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC): Der IPCC veröffentlicht regelmäßig umfassende Berichte über den Stand des Klimawandels. Der aktuelle Bericht, der Sechste Sachstandsbericht, stellt fest, dass die globale Temperatur seit der vorindustriellen Zeit um etwa 1,1 °C gestiegen ist. Quelle: IPCC, 2021: „Climate Change 2021: The Physical Science Basis“. Weltorganisation für Meteorologie (WMO): 2. Die WMO dokumentiert die Veränderungen im Klima und den Anstieg von Extremwetterereignissen. Berichte der WMO zeigen einen Anstieg der globalen Temperaturen und der Häufigkeit von Hitzewellen sowie den Einfluss von klimatischen Veränderungen auf das Wetter. Quelle: WMO, „State of the Global Climate“ Berichte. 3. NASA Global Climate Change:NASA bietet zahlreiche Daten über die Erderwärmung, einschließlich Temperaturveränderungen, Gletscherschmelze und den Anstieg des Meeresspiegels. Quelle: NASA, „Global Climate Change: Vital Signs of the Planet“. (2) Wenn die Sonne den ganzen Tag lang auf die Scheibe scheint, kann die Temperatur der Fensterscheibe, abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Art des Glases, der Neigung der Sonnenstrahle, der Umgebungstemperatur, der Luftfeuchtigkeit und der Reflexion, deutlich steigen. Typischerweise kann die Oberfläche einer Fensterscheibe bei starker Sonneneinstrahlung Temperaturen von 50 bis 70 Grad Celsius erreichen, in einigen Fällen sogar mehr. Es hängt auch davon ab, ob die Fensterscheibe spezielle Beschichtungen hat (wie z.B. Wärmedämmung oder UV-Schutz), die die Wärmeaufnahme beeinflussen können. (3) Quellen für Ernährung und Abkühlung USDA (United States Department of Agriculture): Bietet Informationen über gesunde Ernährung und Rezepte. Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Gibt Hinweise zur Hitzesicherheit und Ernährung während heißer Wetterbedingungen. Bildnachweis 116. Blogbeitrag
Ist es nicht wunderschön, etwas Liebes zu seinen Liebsten zu sagen und sogar von seinen Liebsten zu hören? Als ich auf den Titel des Onlineartikels «11 Ideen für süsse Botschaften: "Ich hab dich so sehr lieb" mal anders!» stiess, liess ich mich gerne davon inspirieren. Der Artikel nennt folgende liebevolle Satzalternativen: 1. "Danke, dass du immer für mich da bist." 2. "Ich fühle mich sehr wohl bei dir." 3. "Du machst die Welt zu einem besseren Ort." 4. "Du bist mein Sonnenschein an grauen Tagen." 5. "Du bist mein Lieblingsmensch." 6. "Du lässt mein Herz höher schlagen." 7. "Du inspirierst mich jeden Tag dazu, ein besserer Mensch zu sein." 8. "Mit dir fühle ich mich zuhause." 9. "Ich mag die Person, die ich bin, wenn ich bei dir bin." 10. "Du hast eine so positive Ausstrahlung." 11. "Du bringst mich immer zum Lächeln." Liebevolle Worte und positive Kommunikation spielen erwiesenermassen eine entscheidende Rolle in Beziehungen, da sie das emotionale Wohlbefinden fördern und das Vertrauen stärken. Diese Erfahrung machen auch die meisten Verliebten, weil man sich in dieser Anfangsphase besonders Mühe gibt, liebevolle Botschaften und Zeichen zu teilen. Oftmals gehen solche liebgewonnenen Praktiken im Beziehungsalltag verloren. Schade eigentlich. Wann hast du deinem Partner oder auch dir selbst gegenüber das letzte Mal etwas Liebevolles gesagt? Eine bekannte Studie von John Gottman, einem Psychologen, der sich auf Beziehungen spezialisiert hat, zeigt, dass Paare, die mehr positive als negative Interaktionen haben, eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, langfristig zusammen zu bleiben. In seiner Forschung hat Gottman das Verhältnis von positiven zu negativen Interaktionen in Beziehungen untersucht und festgestellt, dass ein Verhältnis von etwa 5:1 (fünf positive Interaktionen für jede negative) ideal ist. (1) Aber auch gegenüber unserer Familie und Freunden ist es wichtig, immer wieder einmal liebevolle Botschaften zu formulieren. Nur zu gerne geht auch das in der Selbstverständlichkeit des Alltags verloren und das ist sehr schade. Wann habe ich meiner Familie und Freunden das letzte Mal etwas Liebevolles gesagt? Wie wichtig das ist, zeigt die Forschung von Barbara Fredrickson zur "Broaden-and-Build"-Theorie, die besagt, dass positive Emotionen, wie die, die durch liebevolle Worte hervorgerufen werden, dazu beitragen, unsere Ressourcen zu erweitern und unsere Beziehungen zu stärken. (2) Auch die buddhistischen Philosophie lehrt, dass liebevolle Worte und Handlungen nicht nur das eigene Wohlbefinden fördern, sondern auch das der anderen. Die Praxis der Metta (liebende Güte) ist ein zentraler Bestandteil, der darauf abzielt, positive Gefühle und Gedanken gegenüber sich selbst und anderen zu kultivieren (3). Du siehst, es gibt erwiesenermassen zahlreiche Beweise dafür, wie wichtig liebevolle Botschaften sein können. Ich bin davon überzeugt, dass du das auch ohne die Hinweise in diesem Blogartikel weisst. Aber vielleicht kann ich dich auch dazu inspirieren, häufiger etwas Liebevolles gegenüber deinem Umfeld zu äussern... Das wäre so sehr lieb von dir! (1) "The Seven Principles for Making Marriage Work" (Gottman, J. M., & Silver, N. (1999). New York: Crown Publishers) (2) "Positivity" (Fredrickson, B. L. (2009). New York: Crown Publishing Group) (3) Die Praxis der Metta, auch bekannt als liebende Güte oder freundliche Zuneigung, hat ihre Wurzeln im Buddhismus. Die grundlegenden Lehren über Metta sind in den Pali-Kanon-Texten zu finden, insbesondere im "Sutta Nipata" und im "Metta Sutta" (auch bekannt als "Karaniya Metta Sutta"). In diesen Texten wird beschrieben, wie man Metta praktizieren kann, um positive Gefühle für sich selbst und andere zu entwickeln, und es wird betont, dass diese Praxis zu Frieden und Harmonie sowohl im eigenen Geist als auch in der Gemeinschaft führt. Bildnachweis 111. Blogbeitrag
Zum heutigen offiziellen Tag des Küssens möchte ich mit dir einige Fakten über diese wunderbare intime Art der körperlichen Zuneigung teilen. Denn Küssen ist nicht nur Leidenschaft und Liebe, Küssen macht auch glücklich und ist gesund. Und letztes weiss ich selbst seit meinem 89. Blogbeitrag. «Küsse sind die Poesie der Liebe.» (1) Küssen ist meines Erachtens die intensivste Form der körperlichen Begegnung. Beim Küssen nehmen wir alle Sinne in Anspruch: Wir fühlen, schmecken, sehen, hören und riechen den anderen. Diese einzigartige Explosion der Sinne ist einzigartig schön und lässt sich kaum mit etwas anderem vergleichen. Wenn zwei Lippenpaare liebevoll aufeinandertreffen, löst das wunderschöne Gefühle aus: Unser Körper wird von einer Welle von Hormonen durchflutet, Milliarden von Nervenzellen werden angeregt, der Puls beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, die Hände werden feucht – innerhalb von Sekunden spüren wir diese Magie, welche nur Küsse herbei zaubern können. Wann hast du das zum letzten Mal so intensiv erlebt? Küsse zu geben oder zu erhalten kann das Selbstwertgefühl einer Person um bis zu 100 Prozent erhöhen. Die Person fühlt sich geliebt und begehrt. Dies ist unheimlich wichtig für uns Menschen, egal welchen Alters und welchen Geschlechts. Und es ist eine Art Jungbrunnen. Denn beim Küssen werden 60 Muskeln in Gesicht und Hals angespannt, wodurch die Haut gut durchblutet wird. «Der Kuss ist der Vulkan des Herzens.» (2) Beim Lippenkontakt werden verstärkt Glücksgefühle auslösende Hormone und das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet – und gleichzeitig wird das Stresshormon Cortisol ausgeschaltet. Deshalb fühlen wir uns beim und nach dem Küssen so entspannt. Sogar Verspannungen können sich auf diese Weise lösen. Beim Küssen wird zudem unsere Speichelproduktion angeregt – und die im Speichel enthaltenen Mineralstoffe Calcium und Phosphor härten den Zahnschmelz. Das schützt vor Karies. Mein Zahnarzt wird’s freuen! Bei einem normalen Kuss verbrennen wir etwa 12 Kalorien pro Minute, bei einem leidenschaftlichen Zungenkuss bis zu 20. Das mag nach wenig klingen, doch mit ein paar innigen Küssen verbrennst du mal eben einen Schokoriegel – auf die denkbar süsseste Art. Wenn wir küssen, steigern wir unsere Atemzügen in der Minute von 20 auf rund 60. Dadurch wird die Sauerstoffzufuhr gesteigert und die Lunge gestärkt. Ein Zungenkuss, der zehn Sekunden dauert, überträgt 0,74 Milliliter Speichel mit 80 Millionen Bakterien. Das wirkt wie eine Impfung! Beim Eindringen der Fremdkörper wird das Immunsystem aktiviert, es bilden sich Abwehrzellen. Es gibt Menschen, die diese Form des körperlichen Austausches nicht wollen und sich davor fürchten. Die Angst vor dem Küssen nennt sich übrigens Philemaphobie. Naja, wenn man bedenkt, dass sich übers Küssen auch einige Krankheiten übertragen lassen, dann sollte man sich genau überlegen, wen man küssen mag (3). Aber auch ohne gesundheitliche Aspekte sollte man sich genau überlegen, wen man küsst. Nicht, dass es dir so ergeht wie der Prinzessin des Disneyfilms «Der Froschkönig» (4), wo sie sich nach dem Kuss eines Frosches selber in einen Frosch verwandelt. Ich wünsche dir am Tag des Kusses das bewusste Erleben eines magisch schönen Kusses oder zumindest eine schöne Erinnerung eines vergangenen magischen Kusses! (1) Honoré de Balzac (1799 – 1850), französischer Schriftsteller (2) Friedrich Hebbel (1813 - 1863), deutscher Dramatiker und Lyriker (3) Spektrum.de Beitrag zu Krankheiten, die durchs Küssen übertragen werden könnten (4) Disneytrailer zum Film «Küss den Frosch» Bildnachweis 107. Blogbeitrag
Stell dir einmal vor, wie du ganz gelassen durch einen Park spazieren gehst. Plötzlich wirst du von einer Person mit einem spitzen Gegenstand angegriffen. Was tust du in dieser Situation? Wenn eine Person einer stressigen oder gefährlichen Situation ausgesetzt ist, setzt der Körper Hormone wie Adrenalin und Noradrenalin frei und erhöht dadurch die Aufmerksamkeit. Die Herzfrequenz steigt, der Blutdruck schnellt in die Höhe und steigern die Muskelkraft. Diese natürliche körperliche Reaktion bereiten den Körper darauf vor, entweder zu kämpfen oder zu fliehen, um mit der Bedrohung umzugehen. Es ist ein Überbleibsel aus der evolutionären Entwicklung und half unseren Vorfahren, in gefährlichen Situationen zu überleben. Heutzutage tritt diese Reaktion immer noch auf, wenn wir mit Stress oder Bedrohungen konfrontiert sind, auch wenn sie nicht unbedingt physischer Natur sind. Stell dir nun einmal vor, wie du ganz gelassen in deiner Wohnung auf deinem Sofa entspannst. Plötzlich wirst du von einer dir nahestehenden anwesenden Person verbal angegriffen. Was tust du in dieser Situation? Die körperlichen Reaktionen können je nach individuellem Stresspegel in eine ähnliche Richtung gehen wie bei einem körperlichen Angriff. Auch hier kannst du verbal angreifen oder dich zurückziehen. Es gibt aber noch weitere Strategien, um sich vor potenziellen geistigen Verletzungen zu schützen wie beispielsweise die Schlagfertigkeit zu trainieren, sich geeignete Gesprächstechniken aneignen, sich mit Konfliktmanagementwissen befassen oder auch nur gezielte Rückfragen stellen, um herauszufinden, wo genau der Schuh drückt. Oder man kann auch einfach mal nur Zuhören und einen Tag später darauf reagieren (siehe Blog 71). Ich bin davon überzeugt, dass wir selbst für unsere eigene Sicherheit verantwortlich sind. Du kannst nicht von einer angreifenden Person erwarten, dass sie dich doch bitte nicht verletzten soll. Womöglich ist genau das deren Ziel. Womöglich steckt gar keine Absicht dahinter. Und wo gutes Zureden nicht ausreicht, um einen Angreifenden abzuhalten, ist es ratsam, sich selbst zu schützen durch angemessene Massnahmen der Selbstverteidigung. Du bist selbst dafür verantwortlich, dein «Schutzschild» aufrecht zu halten, um verletzende Pfeile abzuwenden. Natürlich benötigt jede Persönlichkeit unterschiedliche Strategien, um sich vor emotionalen Verletzungen zu schützen. Es kann hilfreich sein, sich mit professionellen Beratern oder Therapeuten auszutauschen, um individuelle Wege zu finden. Ich gehe nota bene in diesem Blogbeitrag von normalen gesellschaftlichen Konflikten aus und lehne Gewalt in jeglicher Form ab. Buddha nutzte ebenfalls das Bild eines physischen Angreifers als Beispiel für den Schutz vor emotionalen Verletzungen. Er verglich diejenigen, die ihre Gedanken und Emotionen nicht kontrollieren können, mit einem ungeschützten Mann, der direkt und gezielt von Pfeilen getroffen wird. Buddha meint, dass die Kontrolle über die eigenen Gedanken und Emotionen es ermöglicht, sich vor den "Pfeilen" des Lebens zu schützen, die in Form von negativen Erfahrungen und Handlungen anderer Menschen auftreten können. Dieses Bild soll Buddhas Lehre verdeutlichen, dass die wahre Stärke im Inneren liegt und dass man durch Selbstreflexion und Achtsamkeit in der Lage ist, sich vor emotionalen Verletzungen zu schützen. Auch Konfuzius erwähnt die Bedeutung des Loslassens von Groll und der Pflege von positiven Beziehungen, um emotionale Verletzungen zu vermeiden. Letztendlich lehren beide Gelehrten, dass die wahre Stärke darin liegt, in sich selbst ruhend und ausgeglichen zu sein, unabhängig von den Handlungen anderer Menschen. Und wenn ich solch einen Status erreichen kann - unabhängig von den Handlungen anderer Menschen - dann bestimme tatsächlich nur ich selber, wer mich verletzen darf. Und so lasse ich den einen oder anderen Pfeil halt einfach an mir vorbeischiessen. Viel interessanter als Gegenangriffe dürfte auch je nach Angreifenden die Frage sein, weshalb der Pfeil abgeschossen wurde und ob er auch wirklich mich treffen sollte. 103. Blogbeitrag Selbstakzeptanz und Wertschätzung sind unabdingbar für unser Selbstwertgefühl. Nun könnte ich etliche Studien und Bücher auflisten, die sich mit dem Thema befassen. Aber es gibt auch schlaue Filme, die zugleich unglaublich viel Spass machen und aufzeigen, wie vielschichtig die Thematik ist und was wir daraus lernen können. Der Disneyfilm «Encanto» tut genau das (1)! Der Blogtitel stammt aus einem Song aus dem Film, wo ein Filmcharakter Schwächen zu zeigen beginnt und sich zu fragen beginnt, was sie ist, wenn sie nicht mehr für die Familie und für die Gesellschaft «funktioniert». Wunderbar visuell umgesetzt im Youtube-Film dieses Blogbeitrages. Lust auf mehr Infos zum Film? Es lohnt sich... 2021 ist dieses Meisterwerk aus dem Hause Disney entstanden und es geht um ein Familienmusical, das vor dem Hintergrund der Kultur in Kolumbien aufzeigt, wie vielschichtig das Modell Familie ist. Das gilt insbesondere dann, wenn Familie mehr umfasst als nur Eltern und deren Kinder. Der Film mag märchenhaft sein, die Charakterisierung der einzelnen Familienmitglieder sind jedoch sehr real dargestellt und absolut liebenswert mit all ihren Stärken und Schwächen. In jeder Familie gibt es Zuwachs nicht allein durch Geburten, sondern durch Freunde und Partner aus anderen Familien. Jeder von ihnen hat unterschiedliche Fähigkeiten, aber alle zusammen bilden sie das, was den Wert von Familie ausmacht. Und der ist heute mehr denn je gefragt. Auf meiner Hawaiireise ist mir das Phänomen unter dem Begriff «Ohana» begegnet. Was ist die Moral aus dem Film? Es betont die Bedeutung von Selbstakzeptanz und der Wertschätzung individueller Stärken, unabhängig von äusseren Erwartungen oder Leistungen. Wir Menschen können rasch Probleme damit bekommen, wenn wir das Gefühl haben, keinen Beitrag zur Gesellschaft leisten zu können. Die Gefahr, dass man sich möglicherweise nutzlos oder unbedeutend fühlt, ist gross. In solchen Momenten ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass jeder Mensch wertvoll ist und auf seine eigene Weise einen Beitrag leisten kann. Um das Selbstbewusstsein in dieser Hinsicht zu stärken, ist es hilfreich, sich auf die eigenen Stärken und positiven Eigenschaften zu konzentrieren, sich selbst zu akzeptieren und sich bewusst zu machen, dass jeder Mensch einzigartig ist und einen Wert hat. Es kann auch hilfreich sein, sich mit anderen zu umgeben, die einen unterstützen und ermutigen. Und wir sollten auch mehr zu unseren Schwächen stehen (siehe 56. Blogbeitrag). Denn Schwächen sind oftmals einfach nur die andere Seite der Stärke oder sie wollen uns vor Schaden wie Überforderung schützen. Einmal mehr möchte ich mich für mehr Mitgefühl und Verständnis uns selbst und unserem Gegenüber einsetzen. Es ist nicht die Leistung, die uns definiert, sondern unsere Handlungen. Und auch etwas Nicht zu tun kann eine wichtige und notwendige Handlungsunterlassung sein. Sollte sich das Gefühl der Nutzlosigkeit etablieren, so dass es zu ernsthaften psychischen Problemen führt, dann kann man auch mal professionelle Gesprächspartner konsultieren, sofern man selber, die Familie oder Freunde keine Hilfe leisten sollten. Hauptsache, man entkommt der Versuchung, sich nur über die gesellschaftlichen Leistungsparameter definieren zu wollen. Denn gottlob sind wir sind weitaus mehr als die Leistung, die wir erbringen (sollen). Würde diese Tatsache erkannt und akzeptiert, wäre es nicht mehr so belastend, wenn man mal nicht mehr so funktionierte, wie das von anderen (oder von einem selber!) erwartet würde. (1) Trailer zum Film |
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