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Weniger Stress bitte!

19/6/2025

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147. Blogbeitrag

Autofahren ist in der heutigen Zeit zu einem nicht ganz unerheblichen Stressfaktor für viele Menschen geworden. Jede/r hat so seine eigenen Strategien, um dies zu vermeiden. Für mich sind vor allem die Pausen entscheidend, welche man sich in der Hektik des Strassenverkehrs nehmen kann.

Die Bedeutung einer Pause ist vielseitiger als es auf den ersten Blick erscheint. Es ist auch evident für unser Wohlbefinden, sowohl physisch als auch psychisch. Auch generell im Zusammenhang mit der Gesundheit spielt die Pause eine wichtige Rolle, um körperliche Erschöpfung zu vermeiden und Stress abzubauen. Regelmässige Pausen erhöhen die Produktivität, verbessern die Konzentration und reduzieren das Risiko von Burnout und anderen gesundheitlichen Problemen. Ich habe in meinem 110. Blogartikel bereits darüber geschrieben.
 
Im Zusammenhang mit meinem Vlog Spaziersport rund um Tipps für ein stressfreies Autofahren habe ich das Thema neu aufgegriffen und selbstverständlich kam einer meiner ersten Achtsamkeitsmerkpunkte erneut zur Sprache: Rote Ampeln im Strassenverkehr! Ich gebe gerne immer wieder meinen wertvollen Tipp weiter, dass rote Ampeln im Strassenverkehr auch als willkommene Pausen genützt werden könnten, um zu entspannen und durchzuatmen. Zusätzlich habe ich im erwähnten Vlogbeitrag auf die Wichtigkeit der Atmung hingewiesen.
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Wenn man bedenkt, wie stark psychischer und physischer Stress mit der Atmung zusammenhängt, ist es erstaunlich, dass wir nicht schon in den ersten Schulstunden auf diesen wichtigen Umstand hingewiesen werden. Denn einfach alles beginnt mit einer bewussten Atmung.
 
Der wichtigste Punkt für weniger Stress liegt meines Erachtens im Individuellen. Angefangen beim Sichtwohlfühlen im Auto, sich Sorge tragen ist die richtige Einstellung ebenfalls matchentscheidend: Sich nicht hetzen lassen, gelassen bleiben und jeden Moment so geniessen, wie man es für richtig hält sind wichtige Merkpunkte, um stressfreier Auto fahren zu können.

Bei mir greifen all diese Punkte und so cruise ich regelrecht durch die Hektik des Strassenverkehrs. Natürlich kann es vorkommen, dass auch ich mich stressen lasse, aber daran bin alleine ich schuld. Und selbst diese Einstellung wirkt stressabbauend – vor allem für all meine Mitfahrenden und Verkehrsteilnehmenden um mich :-).
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PS. Ich mag es, persönliche Dinge bei mir im Auto zu haben. Das hilft mir ebenfalls, eine entspannte Umgebung zu schaffen. Diese beiden Rückspiegelanhänger aus Weichgummi auf dem Bild sind von mir entwickelt worden. Wenn du diese erwerben willst, dann findest du diese auf der Website von Spazi und Sporti, den beiden süssen Maskottchen von Spaziersport.
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Gehörst du zu den Kopfmenschen? Oder bist du schon ein Kopffüssler?

13/6/2025

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146 Blogbeitrag

Thich Nhat Hạnh hat in verschiedenen Schriften und Vorträgen über das Bewusstsein und die Auswirkungen des modernen Lebens gesprochen. Die Aussage, dass „wenn man nur am PC sitzt, man nur aus Kopf besteht“, ist für mich eine zutreffende Zusammenfassung seiner Gedanken zur Achtsamkeit und zum Gleichgewicht zwischen Geist und Körper, insbesondere in Bezug auf die digitale Welt. Er betonte immer wieder, wie wichtig es ist, präsent im Körper und in der Gegenwart zu sein, um nicht nur den Geist, sondern auch das Körperbewusstsein zu pflegen. Sein Rat, regelmässig Achtsamkeitsübungen zu machen, um wieder mit dem eigenen Körper und der Umwelt verbunden zu sein, habe ich mir ganz speziell zu Herzen genommen.

Seither fällt mir vor allem bei der Arbeit auf, wie viele Stunden pro Tag ich mich in einen Kopfmenschen verwandle und den Rest des Körpers gar nicht wahrnehme.

Ist das nicht verrückt?

Achte dich einmal selbst. Ich versuche immer öfters zum Kopffüssler zu werden, indem ich regelmässig meine Füsse bewege, um den Körper wieder in mein Gedächtnis zu bringen. In diesem Vlog-Beitrag von Spaziersport zeige ich Interessierten, wie das funktioniert. Und doch passiert es mir auch immer wieder, dass ich mich stundenlang zu einem Kopfmenschen verwandle. Übung macht den Meister.

Zur welche Gattung gehörst du während deiner Zeit am PC?

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In Memoriam

30/5/2025

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​143. Blogbeitrag

Ich liebe Hunde. Und mein Hund Pipo war meine erste grosse Liebe. Dies hielt ich auch in diesem Blogbeitrag fest. Ich vermisse diesen wunderbaren Gefährten noch immer :-(.

Als er starb, hinterliess er eine grosse Lücke, welche erst die Hündin meiner Mutter Nala auf ihre eigene Weise füllen konnte. Ich berichtete dir bereits im 29. Blogbeitrag, wie vernarrt ich in die kleine süsse Hündin Nala bin.

Das bewusste Wahrnehmen dieses Wesens und ihre Fähigkeit, stets im Moment zu sein geniesse ich seither in vollen Zügen. Und als ich weitere Projekte kreierte, war mir klar, dass sie ein Teil davon sein würde. Interessanterweise haben sich meine Spaziergänge mit ihr und meinem Projekt Spaziersport  grundlegend verändert, indem ich versuche, mich ab und zu ausschliesslich ihrem Tempo anzupassen. Wenn sie schnüffelt, beweg ich mich extra, wenn sie rennt, schalte ich auf Cardiotraining um. Und dann kommen da immer wieder diese unglaublich innigen Achtsamkeitsmomente mit ihr, welche ich am liebsten nie mehr missen möchte. Das Bewusstsein, dass sich dieser Wunsch leider nicht erfüllen wird, macht jeden einzelnen Moment so extrem wertvoll :-).

Wenn du die Kleine in action erleben willst, dann schau die meine Vlog-Videopremiere mit ihr an.

Viel Spass!
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Rechts ist Pipo, mein erster Hund, der leider bereits 2009 mit fast 17 Jahren verstarb. Er war zugleich meine erste grosse Liebe und ich werde ihn nie vergessen. Links seht ihr die süsse Nala und auch in sie bin ich unsterblich verliebt. Wie gut, dass sie erst vierjährig ist. Was für wunderbare Gefährten :-)
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Keine Ausreden mehr!

30/5/2025

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​141. Blogbeitrag

Weshalb machen wir immer wieder Gebrauch von Ausreden? Die Antwort liegt auf der Hand: Weil wir dazu neigen, uns vor unangenehmen Aufgaben oder Herausforderungen zu drücken, weil sie uns Angst machen, überfordern oder einfach unangenehm sind. 

Meiner Meinung nach liegt der Schlüssel in der Übernahme von Verantwortung für unser Handeln: 
Die Aussage, dass uns nur unser Handeln gehört und wir dadurch Verantwortung übernehmen sollen, lässt sich in verschiedenen philosophischen und ethischen Kontexten wiederfinden. Ein bekannter Gedanke in diesem Zusammenhang stammt von Immanuel Kant, der davon überzeugt war, dass wir nur durch unser Handeln moralisch verantwortlich sind, weil es auf unserem freien Willen basiert. Hier findest du mehr dazu: https://ruthimholz.ch/blog/immanuel-kant-300-jahre-philosophie-der-aufklaerung

Doch wie können wir das in den Alltag übertragen, damit wir weniger Ausreden nutzen und mehr Verantwortung für unser Handeln übernehmen:
1. Bewusstsein schaffen: Erkenne, wann du Ausreden benutzt. Oft sind wir uns gar nicht bewusst, dass wir uns vor etwas drücken. Notiere dir, was dich hindert, und reflektiere, ob diese Gründe wirklich gültig sind.
2. Klare Ziele setzen: Definiere konkrete, realistische und messbare Ziele. Wenn du genau weißt, was du tun willst, fällt es leichter, den ersten Schritt zu machen.
3. Aufgaben in kleine Schritte aufteilen: Große Aufgaben können überwältigend sein. Teile sie in kleinere, überschaubare Schritte auf, sodass sie leichter anzugehen sind.
4. Verantwortung übernehmen: Erinnere dich daran, warum du die Aufgabe erledigen solltest. Denke an die Vorteile, die du dadurch gewinnst, und an deine Verpflichtungen.
5. Selbstmotivation fördern: Belohne dich für Fortschritte und Erfolge, auch für kleine. Das steigert die Motivation, weiterzumachen.
6. Zeitmanagement verbessern: Plane feste Zeiten für wichtige Aufgaben ein. Wenn du sie in deinen Tagesablauf integrierst, sinkt die Wahrscheinlichkeit, Ausreden zu finden.
7. Positive Selbstgespräche führen: Statt dich mit Ausreden zu entlasten, sprich dir Mut zu und erinnere dich an deine Fähigkeit, Herausforderungen zu bewältigen.
8. Verantwortliche Unterstützung suchen: Teile deine Ziele mit Freunden, Familie oder Kollegen. Sie können dich ermutigen und bei der Umsetzung unterstützen.
9. Akzeptiere Unvollkommenheit: Perfektion ist selten notwendig. Mache den Anfang, auch wenn es nicht perfekt ist. Das Überwinden der Angst vor Fehlern ist ein wichtiger Schritt.
10. Reflexion und Lernen: Nach Abschluss einer Aufgabe, reflektiere, was gut lief und was du beim nächsten Mal anders machen könntest. Das stärkt dein Selbstvertrauen.

Indem du dir bewusst machst, warum du aufhörst, Ausreden zu benutzen, und konkrete Maßnahmen ergreifst, kannst du deine Motivation steigern und dich selbst besser motivieren, die Dinge anzugehen, die du eigentlich tun solltest. Wenn dich das im Kontext von Bewegung interessiert, dann schau dir folgenden Vlog-Beitrag an: 1.1 Keine Ausreden mehr! 
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Raum geben für Neues

1/1/2025

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139. Blogbeitrag

Heute liest du vorläufig ein letztes Mal von mir, bevor ich ein kleines Blog-Sabbatical einlege. Ich möchte meinen geliebten Blog für ein halbes Jahr auf Eis legen, um mir Raum für neue Ideen und deren Umsetzung zu geben, welche schon länger in mir schlummern. Ich lass dich dann wissen, was für neue tolle Dinge ich bis dann realisiert habe. Notier dir schon mal den 1. August 2025 hierfür.

Doch zuvor möchte ich dich noch einmal in meine Gedanken entführen, welche sich um Neues im wahrsten Sinne des Wortes dreht. Komm mit und lass dich inspirieren.

Besonders heute.

Besonders im ersten Tag des neuen Jahres.

Neujahr hat natürlich sowohl kulturelle als auch persönliche Bedeutungen, die je nach Tradition und Gesellschaft variieren können. Für mich persönlich symbolisiert jeder neue Tag einen Neuanfang. Besonders an Neujahr: Viele Menschen nutzen diesen Zeitpunkt, um persönliche Ziele zu setzen, Veränderungen im Leben vorzunehmen oder liebgewonnene Gewohnheiten abzulegen.

Ich bin weder religiös noch eine Anhängerin jedwelcher Philosophien und doch habe ich in diesem Blog oft buddhistische Werte zitiert. Kein Wunder, denn mit gefallen viele Ansätze daraus. Ohne dass ich mich verpflichtet fühle. Und so möchte ich auch in diesem Beitrag nicht darauf verzichten. denn ich finde es einfach immer wieder inspirierend, wie stark mich Philosophen wie Immanuel Kant oder eben auch Buddha oder Thich Nhat Hanh inspirieren. Zu neuen Gedanken und auch zu neuen Ideen. Sie haben mich liebevoll zur Vernunft und zur Achtsamkeit geführt und das möchte ich nicht mehr missen:

Im Buddhismus wird der Neuanfang oft im Kontext von Erneuerung, Transformation und dem Konzept des ständigen Wandels betrachtet. Buddhistische Lehren betonen, dass alles vergänglich ist und dass jeder Moment die Möglichkeit für einen Neuanfang bietet. Wenn nichts dauerhaft ist und alles sich ständig verändert, dann macht es durchaus Sinn, den Wandel lieben zu lernen (1).

Buddha selbst hat in seinen Lehren oft betont, dass der Weg zur Befreiung von Leiden auch einen Neuanfang darstellt (2). Die Praxis der Achtsamkeit, der Meditation und der ethischen Lebensführung sind Wege, um sich von alten Mustern und Anhaftungen zu befreien und einen neuen, bewussteren Lebensweg einzuschlagen.

Thich Nhat Hanh, der bekannte vietnamesische Zen-Meister, hat ebenfalls viel über das Konzept des Neuanfangs gesprochen. Er betont die Wichtigkeit der Achtsamkeit und der gegenwärtigen Erfahrung. In seinen Schriften ermutigt er die Menschen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und den gegenwärtigen Moment zu umarmen, um einen Neuanfang zu wagen. Er spricht oft über die Idee, dass jeder Atemzug eine Gelegenheit ist, neu zu beginnen und das Leben in seiner vollen Tiefe zu erfahren.

Immanuel Kant hat sich zwar nicht direkt mit dem Konzept von Neuanfängen in dem Sinne beschäftigt, jedoch sind seine Ideen über Aufklärung und Selbstbestimmung relevant. In seinem berühmten Aufsatz „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“ (1784) betont Kant die Bedeutung von Vernunft und Selbstdenken. Dies kann als eine Form des Neuanfangs verstanden werden, in dem der Einzelne die Fähigkeit hat, seine eigene Lebenssituation zu hinterfragen und aktiv zu gestalten.
Kant fordert die Menschen auf, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen, was bedeutet, dass sie sich von selbstauferlegten Fesseln befreien sollten. Diese Befreiung und der Aufbruch zu einem selbstbestimmten Leben können als philosophische Neuanfänge interpretiert werden (3).

Ich liebe all diese Inspirationen und nehme diese mit auf meine neue Reise.

Ich möchte den Neuanfang als einen zentralen Bestandteil des Lebens betrachten. Es geht darum, die Möglichkeit der Transformation und Erneuerung in jedem Moment zu erkennen und zu nutzen. Das werde ich nun tun, weil ich ganz einfach Lust drauf habe.

Ich hoffe, du bist nicht traurig über diese kleine kreative Pause. Ich schaffe bloss Raum für Neues und möchte es nicht missen, mich bei dir herzlich zu bedanken: Dankeschön, dass du mich die letzten vier Jahre hindurch gedanklich begleitet hast:-).

Ich beantworte auch trotz halbjährigem Sabbatical weiterhin jedes E-Mail, jeden Kommentar und freue mich immer auf jede Diskussion und Gedankenanregung, welche sich daraus ergeben sollte.

Bleib derweilen glücklich, gesund und weiterhin inspiriert!

(1)    Mein Blogbeitrag: Den Wandel lieben lernen
(2)    Quasi das Erreichen von Nirvana. Ich gehe auf diese Art der Leidensverringerung in meinem 63. Blogbeitrag nach.
(3)    Lies in meinem 99. Blogbeitrag, falls du Lust zu mehr Infos hast.
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Samichlaus du guete Ma

6/12/2024

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133. Blogbeitrag

Der Samichlaus ist ein fixer Bestandteil im Dezember. Das wissen alle. Doch die wenigsten wissen, weshalb das so ist und was eigentlich gefeiert wird.

Der Nikolaustag wird am 6. Dezember gefeiert, dem Todestag des heiligen Nikolaus. An diesem Tag gedenken die Menschen seines Lebens und seiner Taten. Der sogenannte Nikolaus von Myra, der als Vorbild für den Nikolaustag dient, lebte im 4. Jahrhundert in der Region, die heute zur Türkei gehört. Er war Bischof von Myra (heute Demre) und ist bekannt für seine Wohltätigkeit und Hilfe für die Armen. Viele Legenden ranken sich um sein Leben, die seine Grosszügigkeit und seine Wunderkraft beschreiben.

Der heilige Nikolaus hat der Welt vor allem das Erbe der Nächstenliebe und der Grosszügigkeit hinterlassen. Viele seiner Geschichten handeln davon, wie er bedürftigen Menschen half, insbesondere Kindern. Diese Tradition der Grosszügigkeit hat sich im Laufe der Jahrhunderte in verschiedenen Kulturen und Ländern weiterentwickelt und beeinflusste die Figur des Weihnachtsmannes, wie wir ihn heute kennen. Sein Vermächtnis ist auch in vielen Bräuchen und Festlichkeiten verankert, die sich um das Geben und die Gemeinschaft drehen.

Weisst du, was mir an seinem Konzept der Nächstenliebe am meisten gefällt? Es hat seine Wurzeln in allen religiösen und philosophischen Traditionen. Obschon ich mich nicht als religiös bezeichne, ist es erstaunlich, wie oft man diesem Gedankengut begegnet. Allen voran im Buddhismus. Auch in der christlichen Tradition ist Nächstenliebe ein zentrales Element, das auf den Lehren Jesu basiert. Im Neuen Testament wird in Matthäus 22,39 gesagt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Dieses Gebot betont die Wichtigkeit von Mitgefühl, Empathie und altruistischem Handeln gegenüber anderen. Im Judentum wird das Gebot, den Nächsten zu lieben, in der Thora betont, und im Islam spielt die Nächstenliebe ebenfalls eine wichtige Rolle. Man findet in jeder Religion und Philosophie ähnliche Konzepte.

Auch unabhängig von jeglichem religiösem Kontext fördert das Konzept der Nächstenliebe eine positive, unterstützende und respektvolle Interaktion zwischen Menschen, was sowohl Individuelle als auch gesellschaftliche Vorteile mit sich brächte, würden es auch alle beachten.

Und da liegt meines Erachtens das Problem.

Nächstenliebe wird nicht von allen und selten gegenseitig praktiziert oder scheint oftmals zweckgebunden. Und so sollte es nicht sein. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass wir alle miteinander zumindest respektvoll, wohlwollend und unterstützend umgehen.

Einmal mehr kann man nur mit gutem Beispiel vorangehen. Insbesondere die Weihnachtszeit böte viel Potential, um Gutes zu tun.

Ich wünsche dir viele gute Gefühle und Erfahrungen in der Umsetzung dieses wichtigen Konzeptes des Miteinanders.

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Tanzende Bilder

16/11/2024

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130. Blogbeitrag

In Amsterdam geniesse ich derzeit die herbstliche Stimmung dieser faszinierenden Stadt. In diesem Beitrag möchte ich aber weder über Tulpen, noch über Käse oder Grachtenfahrten sprechen, sondern über den berühmten niederländischen Maler Vincent van Gogh (1853–1890). Denn das Van Gogh Museum befindet sich zufälligerweise in Amsterdam und beherbergt die weltweit grösste Sammlung von diesem faszinierenden Maler.  Trotz seines kurzen Lebens und Krisen erlangte er posthum Berühmtheit und beeinflusste viele Kunstschaffende.

Ich wollte mir selber ein Bild von seinen Werken machen und genoss es in vollen Zügen!

Van Gogh wurde am 30. März 1853 in Groot-Zundert, Niederlande, geboren. Er startete seine Karriere als Kunsthändler, bevor er ab 1880 damit begann, Bilder zu malen. Viele seiner Bilder stellten zu Beginn seiner Laufbahn als Künstler vermehrt Arbeiter und ländliche Umgebungen dar - oft in düsteren Farbtönen. Doch dies änderte sich mit der Zeit: Van Gogh lebte einige Jahre in Paris, wo er Impressionisten begegnete. Diese inspirierte ihn dazu, vermehrt in leuchtenden Farben und mitexperimentellen Techniken zu malen. Er verwendete oft kurze, kräftige Pinselstriche und eine besondere Technik, die als «Impasto» bekannt ist, bei der die Farbe dick aufgetragen wird. Seine Werke sprechen mich emotional an und ich finde, dass er seine inneren Gefühle und Stimmungen unglaublich intensiv darstellen konnte. Zwei seiner berühmtesten Werke «Das Nachtcafé (1)» und «Sonnenblumen» sind geprägt von diesem wunderbar intensiven Malstil.

Ist es nicht unglaublich, dass Van Gogh nur sehr begrenzten Erfolg zu seinen Lebzeiten hatte?

Seine Werke fanden nur bei wenigen Sammlern Interesse, und sein exzentrisches Verhalten sowie seine psychischen Probleme trugen nicht zu seiner Popularität bei. Zudem waren seine damals innovativen Maltechniken und Themen für die damalige Kunstszene oft zu radikal. Nach einem psychischen Zusammenbruch liess sich Van Gogh sogar selbst in einer Nervenheilanstalt in Saint-Rémy-de-Provence einweisen. Trotz seiner Probleme malte er auch dort einige seiner bekanntesten Werke, wie «Sternennacht». Van Gogh starb am 29. Juli 1890, vermutlich durch eine selbst zugefügte Schussverletzung. Zu diesem Zeitpunkt hatte er nur wenige Werke verkauft.

Unfassbar, was dieser Mann trotz persönlicher Krisen hervorbrachte!

Und nun stehe ich ungläubig und fassungslos vor seinen wunderschönen Bildern – kaum zu fassen, dass zu seinen Lebzeiten kaum ein Mensch an ihn glaubte. Van Gogh bleibt ein faszinierender Künstler, dessen Arbeiten und Lebensgeschichte nicht nur mich bis heute berühren und inspirieren.

Van Gogh inspiriert mich dazu, den Glauben an sich selbst nie zu verlieren und nie aufzugeben, auch in Krisenzeiten (2).


(1) Das Beitragsvideo zeigt eine kunstvolle Visualisierung von Van Goghs Werk "Das Nachtcafé". Einfach auch fantastisch!

(2)    Es gibt auch weitere Kunstschaffende, die in Krisenzeiten zu Grossem fähig sind, wie beispielsweise der Pianist Keith Jarrett, der unter widrigsten Umständen eines der grössten Jazzalben live einspielte. Hier kannst du die Geschichte nachlesen!
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Geheimnisvoller Nebel

25/10/2024

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127. Blogartikel

Ich liebe die geheimnisvolle Natürlichkeit des herbstlichen Nebels – und zwar besonders in dieser Jahreszeit, wo sich alles zu transformieren scheint. Diese Symphonie von herbstlichen Farben, stürmischen Winden, den immer stärker lichtdurchfluteten Wäldern und wunderbaren Nebellandschaften, welche den nahenden Winter ankündigen, ist einfach magisch. Auch wenn das mit Magie nicht viel zu tun hat.

Nebel bildet sich, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist und die Temperatur sinkt, sodass der Wasserdampf in der Luft kondensiert und kleine Wassertröpfchen bildet. Dies geschieht häufig in den frühen Morgenstunden oder in der Nacht, wenn die Temperaturen abkühlen. Im Herbst ist die Luft oft kühler, und die Nächte werden länger, was die Bedingungen für die Nebelbildung begünstigt.

Die Faszination für Nebel liegt in seiner mystischen und oft geheimnisvollen Ausstrahlung. Nebel kann Landschaften in eine traumhafte Kulisse verwandeln und eine Atmosphäre der Stille und des Rückzugs schaffen. Das Phänomen Nebel inspiriert auch viele Künstler.

Und das nicht nur heute.

In der Geschichte und Mythologie hat Nebel auch schon eine symbolische Bedeutung. Er wurde häufig mit Geheimnissen, Ungewissheit und dem Übernatürlichen assoziiert. In vielen Kulturen wird Nebel noch heute als ein Ort des Übergangs oder der Transformation betrachtet, wo das Sichtbare und das Unsichtbare aufeinandertreffen.

Wusstest du übrigens, dass «Nebel» rückwärts gelesen «Leben» heisst? Das scheint beinahe tröstlich, wenn man ab und dann den Überblick oder sogar sich selbst verliert. Oder wenn man sich in einer Lebenssituation befindet, in der man "im Nebel" steht und so gar nicht mehr weiss, wohin man gehen soll.

In solchen Situationen lasse ich mich gerne auch von der Kunst inspirieren. Dieses Blogbild stellt ein berühmtes Gemälde dar namens "Der Wanderer über dem Nebelmeer" vom bekannten deutschen Impressionisten Caspar David Friedrich, welches zugleich die Erhabenheit und das Gefühl der Einsamkeit im Nebel eindrucksvoll vermittelt.

Ich sehe darin der lohnende steinige Weg zu sich selbst und bin davon überzeugt, dass sich jeder Nebel lichtet, wenn man tatsächlich immer wieder zu sich selbst zurückfindet und ab und dann über sein eigenes Ego hinweg zu blicken vermag.

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Hello again!

27/9/2024

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123. Blogbeitrag

Ich habe letzthin eine weitere intuitive Erfahrung gemacht, die ich mit euch teilen möchte.
Im Blog 93 schrieb ich über die Intuition; ein Gefühl oder eine innere Stimme, die uns bei Entscheidungen oder Einschätzungen leitet, ohne dass wir genau erklären können, warum wir so fühlen oder denken.

Damals lief ich durch den Wald und mir fiel in der Mitte des steinigen Weges eine kleine Rasenstelle auf, die voller Kleeblätter war. Ich lief daran vorbei wie schon vor vielen anderen Rasenstellen zuvor.  Doch dann musste ich einfach anhalten und lief zurück. Und da fand ich ein vierblättriges Kleeblatt.

Damals stellte ich mir die Frage, ob ich auch angehalten hätte, wenn sich kein vierblättriges Kleeblatt hätte finden lassen.

Ich habe noch keine Antwort darauf gefunden.

Interessanterweise lief ich letzthin denselben Weg, welcher auch ein halbes Jahr später mit scheinbar unendlich vielen Kleeblättern auf dem Weg geschmückt zu sein scheint. Wie aus dem Nichts heraus wollte ich wissen, ob es das seltene vierblättrige Kleeblatt Exemplar noch gibt. Ich hielt intuition an der nächsten Rasenstelle und – tatsächlich – ich fand dieses wertvolle Kleinod erneut!

Wie ist das zu erklären?

Eventuell habe ich mir intuitiv die Stelle mit allen Details merken können? Obschon alle Waldwege dort gleich auszusehen scheinen.
Oder eben ich habe das Kleeblatt gefühlt. Das passt mir besser und ich bin davon überzeugt, dass wir alle mit allem Natürlichen in Verbindung stehen.

Das ist eine faszinierende Idee, welches sowohl wissenschaftliche als auch philosophische Überlegungen anregt!

In der Physik gibt es sogar Konzepte, die die Verbindung zwischen allem Natürlichen unterstützen. Zum Beispiel beschreibt die Quantenphysik, dass alle Materie auf subatomarer Ebene aus Energie besteht und dass Teilchen miteinander interagieren können, selbst über grosse Entfernungen hinweg. Obwohl die Physik nicht direkt beweist, dass wir alle miteinander verbunden sind, unterstützen viele ihrer Konzepte die Idee, dass alles im Universum auf fundamentale Weise miteinander verknüpft ist (1).
Darüber hinaus betonen viele philosophische Ansätze die Idee, dass wir Teil eines grösseren Ganzen sind.
Diese Sichtweise wird sogar in der Ökologie reflektiert, wo das Gleichgewicht in natürlichen Systemen zeigt, wie alles miteinander interagiert.

Ist es nicht ein unglaublich schöner Gedanke, dass dieses eine Kleeblatt und ich miteinander verbunden zu sein scheinen?

Ich liebe es, ein Teil dieser Welt zu sein und dieses Wunder tagtäglich auf die unterschiedlichste Art erleben zu dürfen. Hab ich ein Glück!

(1)    Ein weiteres bekanntes Konzept ist die Quantenverschränkung, bei der zwei Teilchen miteinander verbunden sind, unabhängig von der Distanz zwischen ihnen. Dies könnte als Hinweis darauf gesehen werden, dass alles im Universum auf eine tiefere Weise miteinander verbunden ist. Ich kannte das noch nicht, aber ich werde das einmal vertiefter anschauen.
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Aus den Augen aus dem Sinn?

20/9/2024

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122. Blogbeitrag

Ich liebe weise Sprüche - vorallem  wenn sie auch umsetzbar sind!

Einer davon stammt vom berühmten Philosophen Seneca aus der Antike und lautet: «Es ist nicht zuviel Zeit, die wir haben - sondern zu wenig Zeit, die wie nutzen».
Seneca wollte mit diesem Zitat ausdrücken, dass es nicht an der Menge der Zeit mangelt, die uns zur Verfügung steht, sondern vielmehr an der Art und Weise, wie wir diese Zeit nutzen. Oft sind wir so beschäftigt mit unseren täglichen Verpflichtungen und Ablenkungen, dass wir die Zeit, die wir haben, nicht sinnvoll oder bewusst nutzen. Ich möchte diese Weisheit nie mehr vergessen.

Doch allzu oft vergessen wir, was wichtig ist. Es geht im Alltag unter. Was kann man dagegen tun? Ich habe beispielsweise Senecas Spruch gut sichtbar in meiner Wohnung platziert, so dass ich ihn jeden Tag sehe!

Um im Alltag das generell Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren, gibt es weitere hilfreiche Strategien:
1. Prioritäten setzen: Überlege dir, was dir wirklich wichtig ist, und setze klare Prioritäten. Eine To-Do-Liste kann dabei helfen, die wichtigsten Aufgaben im Blick zu behalten.

2. Regelmässige Reflexion: Nimm dir regelmässig Zeit, um über deine Ziele und Werte nachzudenken. Das kann helfen, den Fokus auf das Wesentliche zu lenken.

3. Zeit für dich selbst: Plane bewusst Zeit für Aktivitäten ein, die dir Freude bereiten und dich erfüllen. Das kann helfen, den Alltag aufzulockern und die wichtigen Dinge nicht zu vergessen.

4. Achtsamkeit üben: Praktiken wie Meditation oder Achtsamkeitsübungen können dir helfen, im Moment zu leben und das Wesentliche besser wahrzunehmen.

5. Digitale Entgiftung: Reduziere die Zeit, die du mit digitalen Geräten verbringst. So kannst du dich besser auf die Dinge konzentrieren, die dir wirklich wichtig sind. Aber beginne erst nach dem Lesen dieses Blogartikels damit…räusper.

Jeder hat seine eigenen Strategien, welche man in seinen Alltag integrieren kann, um sicherstellen, dass die wichtigen Dinge nicht untergehen und man sie nicht aus den Augen verliert!

Es ist ein Prozess, aber kleine Schritte können einen grossen Unterschied machen!

Probiers ruhig aus. Es funktioniert!

Bildnachweis, welches zum wunderbaren Werk von Peter Paul Rubens gehört und Seneca darstellt!
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Leonardo da Vinci - das Universalgenie!

31/8/2024

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119. Blogbeitrag

Gestern besuchte ich eine Ausstellung zu Leonardo da Vincis Schaffenswerk in der Maag-Halle in Form einer immersiven Inszenierung (1). Diese vermochte von der ersten Sekunde an zu beeindrucken. Aber auch ohne dieses digitales Feuerwerk ist das Lebenswerk dieses Genies weit mehr als bloss beeindruckend. Er war ein echtes Universalgenie!

Leonardo da Vinci (1452 – 1519) war ein italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph. Er gilt als einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten. Leonardo da Vinci lebte in einer Zeit des Umbruchs, in der Renaissance. Vielleicht genau deswegen entwarf er zahlreiche Maschinen und Geräte, darunter Flugmaschinen, Kriegsmaschinen, und hydraulische Systeme. Zudem entwickelte er innovative Konzepte für Brücken und fortschrittliche Antriebssysteme. Neben seinen technischen Erfindungen war er auch ein herausragender Maler, dessen Werke wie "Das letzte Abendmahl" und "Mona Lisa" bis heute berühmt sind. Ein weiteres berühmtes Werk ist seine Zeichnung der menschlichen Proportionen (siehe u.a. im Beitragsbild die Abbildung des menschlichen Körpers im Kreis). Da Vinci war auch in den Bereichen Anatomie, Botanik und Ingenieurwesen aktiv und hinterliess eine Vielzahl von Skizzen und Notizen, die seine kreativen Ideen und wissenschaftlichen Beobachtungen dokumentieren.

Was macht die Faszination Leonardos eigentlich aus?

Naja, wenn man alles in Spiegelschrift niederschreibt, dann finde ich das alleine schon sehr beeindruckend. Ich kannte das bisher nur von Wolfgang Amadeus Mozart (und diesem kreativen Musikgenie widme ich demnächst auch mal einen Blogbeitrag).

Da Vinci war meines Erachtens ein wahres Universalgenie, weil er in den unterschiedlichen Bereichen wie Malerei, Wissenschaft, Ingenieurwesen und Anatomie zugleich herausragende Leistungen erbrachte. Seine Fähigkeit, Kunst und Wissenschaft zu verbinden, inspiriert viele Menschen bis heute.

Zudem sind da Vincis Neugier und sein unermüdlicher Drang, die Welt um ihn herum zu verstehen, bewundernswert. Er stellte Fragen, die über die Grenzen seiner Zeit hinausgingen, und entdeckte Konzepte, die für die Entwicklung der Menschheit von grosser Bedeutung waren.

Er war auch ein wunderbarer "Ideenveredler" (2), indem er angedachte Ideen Anderer konsequent zu Ende dachte.

Darüber hinaus sind seine malerischen Werke nicht nur künstlerisch beeindruckend, sondern auch voller Geheimnisse und Interpretationsmöglichkeiten, die die Menschen immer wieder anziehen.

Schliesslich spielt auch der historische Kontext eine Rolle: Da Vincis Leben fiel in die Zeit der Renaissance, einer Epoche des Wandels und der Wiederbelebung von Kunst und Wissenschaft, was seine Errungenschaften noch bemerkenswerter erscheinen lässt.

All diese Aspekte zusammen machen Leonardo da Vinci für mich persönlich zu einer der beeindruckendsten Persönlichkeiten der Geschichte, zu einem unvergleichlichen Universalgenie!

Ich kann dir die immersive Ausstellung zu seinem Lebenswerk in der Maag-Halle nur wärmstens empfehlen. Aber beeile dich, denn sie läuft nur noch bis zum 20.10.24.

(1) Die Ausstellung «LEONARDO DA VINCI – UOMO UNIVERSALE» widmet sich seinem Schaffenswerk und zeigt unter anderem Nachbildungen seiner zahlreichen Erfindungen und alle Bilder, die ihm zugeschrieben werden können. Das Herzstück der Ausstellung ist die immersive Inszenierung. Mehr als 30 Projektoren erwecken Werk und Welt des Universalgenies zu neuem Leben. Das Beitragsbild dieses Blogbeitrages stellt zugleich das Werbeplakat dieser Ausstellung dar.

(2) "Ideenveredler" als Wortkreation ist mir soeben spontan in den Sinn gekommen - eine wunderbare Wortinspiration finde ich - da Vinci sei Dank :-).
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Der tröstliche Kreislauf

26/7/2024

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114. Blogbeitrag

Bestimmt kennst du auch den wunderbaren Song "Circle of Life" aus dem Disney-Film "Der König der Löwen". Hast du dir einmal den Text genauer angehört? Er zelebriert den immerwährenden Kreislauf des Lebens und drückt auf wunderschöne Weise aus, wie alles miteinander verbunden ist und sich im Kreislauf des Lebens wiederholt. Die Melodie und die Texte vermitteln eine starke Botschaft über die Schönheit und das Geheimnis des Lebens und wie wir uns alle in diesem ewigen Kreislauf befinden.

Hör dir den Soundtrack hier mal an und lass ihn auf dich wirken.

Skeptische Zeitgenossen dürften nach einem Beweis für dieses Wunder verlangen. Doch meines Erachtens gibt es auch keinen Gegenbeweis für den immerwährenden Kreislauf des Lebens, da alles in der Natur miteinander verbunden zu sein scheint und eine ständige Veränderung und Transformation stattfindet (1).

Thich Nhat Hanh, ein vietnamesischer buddhistischer Mönch und Friedensaktivist, verwendet Metaphern wie den Lotusblumensee, um den Lebenskreislauf zu beschreiben. Er vergleicht das Leben mit einer Lotusblume, die aus dem schlammigen Wasser auftaucht und sich zur Sonne hin öffnet, bevor sie wieder im Wasser versinkt und erneut auftaucht. Mit dieser Metapher verdeutlicht er die ständige Veränderung und Transformation, die im Lebenskreislauf stattfindet auf eine wunderbare Art und Weise (2).

Auch die Wissenschaft bestätigt dieses Wunder bis zu einem gewissen Punkt durch den Energieerhaltungssatz. Er besagt, dass Energie weder erzeugt noch vernichtet werden kann, sondern nur in andere Formen umgewandelt wird. Dieser Grundsatz kann auch auf den Lebenskreislauf angewendet werden, da Energie in Form von Lebenskraft und Bewusstsein nicht verloren geht, sondern sich transformiert und wieder in den Kreislauf des Lebens eingefügt wird.

Es ist ein tröstliches Wunder, dass der Lebenskreislauf ein natürlicher und unaufhaltsamer Prozess  darstellt, in dem Geburt und Tod untrennbar miteinander verbunden sind. Der Buddhismus und die Metaphern von Thich Nhat Hanh verdeutlichen diese ständige Veränderung und Transformation im Lebenskreislauf; der Energieerhaltungssatz trägt dazu bei, dieses Phänomen zu verstehen (mehr dazu findest du in meinem 44. und 83. Blogbeitrag).

Würden wir uns bewusster als Teil der Natur und damit auch als ein Teil des wunderbaren Lebenskreislaufes betrachten, könnte ich mir gut vorstellen, dass wir viel weniger Angst vor der natürlichen Transformation des Lebens haben dürften.

Das wünschte ich mir sehr - und zwar nicht nur für mich alleine!

(1)    Im Buddhismus wird dieser Kreislauf als Samsara bezeichnet, eine endlose Wiederkehr von Geburt, Tod und Wiedergeburt, die nur durch Erleuchtung und Befreiung aus diesem Kreislauf überwunden werden kann.

(2)    Thich Nhat Hanh erwähnt den Lotusblumensee in seinem Buch "Das Wunder der Achtsamkeit: Wie wir durch Gelassenheit und Achtsamkeit unser Begehren verwandeln können".

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Zeit ist relativ – Zumindest in unseren Köpfen!

20/7/2024

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113. Blogbeitrag

Geht es dir auch so, dass es dir vorkommt, als täte die Zeit je nach Wahrnehmung langsamer oder schneller vorbeigehen? Dabei geht oft vergessen, wie komplex das Phänomen «Zeit» per se zu sein scheint.

Ich durfte soeben zwei wunderbar aktive Ferienwochen verbringen, die mir viel länger erschienen.  Wer möchte das nicht auch?  Höchste Zeit, um sich nochmals mit Albert Einsteins berühmtem Zitat im Titel dieses Blogbeitrages zu befassen (1).

Nimm dir doch einmal selbst die Zeit, um über deine persönliche Wahrnehmung von Zeit nachzudenken.
Mir hilft es jeweils, mit Definitionen zu starten und mir dann über Beispiele und Erfahrungen das Ganze zu verbildlichen:

Ich gehe davon aus, dass die Zeit ein physikalisches Konzept ist, das die Abfolge von Ereignissen «misst». In der Physik wird Zeit oft als die vierte Dimension betrachtet, die zusammen mit den drei Raumdimensionen den Raum-Zeit-Kontinuum bildet. Ein bekanntes Konzept, das die Natur der Zeit erklärt, ist die Relativitätstheorie von Albert Einstein. Diese besagt, dass Zeit relativ ist und sich je nach Geschwindigkeit und Gravitationsfeldern unterschiedlich verhält. Ein Beispiel dafür ist die Zeitdilatation, bei der Zeit langsamer vergehen soll, wenn sich ein Objekt mit hoher Geschwindigkeit bewegt. Ein weiteres Konzept ist die Gravitationszeitdilatation, bei der Zeit langsamer vergehen soll, wenn sich ein Objekt in einem starken Gravitationsfeld befindet.

In meinem 37. Blogbeitrag habe ich bereits versucht, die Zeit näher zu ergründen und zu hinterfragen. Ich zitiere folgendes aus meinem Beitrag: «Die Zeit scheint immer vorwärts zu fliessen, von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Aber Wissenschaftler sagen, dass die Zeit nicht wirklich fliesst, sie ist einfach da. Wir denken nur, dass die Zeit fliesst, weil sich die Welt um uns herum verändert und wir uns an diese Veränderungen erinnern. Uhren messen nur den Abstand zwischen Ereignissen, nicht wie schnell die Zeit vergeht. Also scheint es, dass das Gefühl, dass die Zeit fliesst, nur in unserem Kopf existiert».

Existiert Zeit wahrhaftig nur in unserem Kopf?

Fakt ist, dass die relative Empfindung von Zeit damit zusammen hängt, wie unser Gehirn und unsere Sinne Zeit wahrnehmen. Zeit scheint auch in dieser Perspektive ein abstraktes Konzept, um die Abfolge von Ereignissen und Veränderungen wahrzunehmen. Wenn wir nichts tun oder uns langweilen, kann es uns vorkommen, als ob die Zeit langsamer vergeht, weil unser Gehirn weniger neue Informationen verarbeitet und somit weniger Erinnerungen an diese Zeit entstehen. Auf der anderen Seite kann die Zeit schneller vergehen, wenn wir beschäftigt sind. Oder wir intensivieren das Zeiterlebnis (wie bei meinen eingangs erwähnten Ferien), wenn wir uns in einem Zustand der Achtsamkeit befinden, da unser Gehirn mehr Informationen verarbeitet und wir uns stärker auf den Moment konzentrieren. Durch bewusstes Wahrnehmen und Achtsamkeit können wir die Zeit intensiver erleben und dadurch mehr "Zeit" für uns gewinnen.

Was spielt es für eine Rolle für unsere eigene Realität, ob die Zeit existiert oder ob wir sie konstruieren? Was denkst du darüber?

Ich habe mir  in meinen Ferien zumindest die wertvolle Erkenntnis der Relativität der Zeit zu Nutze gemacht - Mit Hilfe der Achtsamkeit des Moments kamen mir meine zweiwöchigen Ferien tatsächlich viel länger vor. Der bewusste Moment hat meine Wahrnehmung von Zeit positiv beeinflusst und mich um eine faszinierende Erfahrung reicher gemacht: Schöne Erlebnisse lassen sich allein durch die eigene Wahrnehmung markant intensivieren und vermeintlich verlängern.

Ist das nicht faszinierend?

Ich wünsche dir in deinen Ferien ähnlich inspirierende Gedanken und Erfarhrungen und hoffe, dass du erholt, gesund und inspirierst zurückkehrst und weiterhin Lust darauf hast, mich auf meiner Reise in diesem Blog zu begleiten.

(1) Albert Einstein, "Die Grundlage der allgemeinen Relativitätstheorie" (1916)

Auf worldday findest du einen weiteren spannenden Artikel, der sich mit der Thematik befasst.

Bildnachweis zum abgebildeten Salvador Dalis Werk "Die Beständigkeit der Erinnerung"
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Ich mach mal ne Pause!

29/6/2024

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110. Blogartikel

Die Bedeutung einer Pause ist vielseitiger als es auf den ersten Blick erscheint. Es ist auch evident für unser Wohlbefinden, sowohl physisch als auch psychisch.

Im Zusammenhang mit der Gesundheit spielt die Pause eine wichtige Rolle, um körperliche Erschöpfung zu vermeiden und Stress abzubauen. Regelmässige Pausen erhöhen die Produktivität, verbessern die Konzentration und reduzieren das Risiko von Burnout und anderen gesundheitlichen Problemen.

Auch in meinem Alltag möchte ich meine liebgewonnenen Pausen nicht mehr missen. Rote Ampeln im Strassenverkehr sind zum Beispiel immer willkommene Pausen, um zu entspannen und durchzuatmen. Aber auch die Pausen während meiner Spaziergänge sind mir sehr wichtig. Natürlich ist es auch immer wieder schön, einfach mal wieder ab und dann den malerischen Himmel zu betrachten, tief ein- und auszuatmen und einfach den Moment zu geniessen.

Auch in der Kultur hat die Pause eine bedeutende Rolle, insbesondere in der Musik. Sie gibt den Tönen Raum zum Atmen, schafft Spannung und stellt eine entscheidende rhythmische Struktur dar. Das berühmte Zitat des Musikers Miles Davis "It's not the notes you play, it's the notes you don’t play" verdeutlicht die Wichtigkeit von Pausen in der Musik (1)

In den Wissenschaften, wie der Physik oder Philosophie, kann eine Pause dazu dienen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen oder um komplexe Zusammenhänge zu reflektieren. Einstein sagte einmal: "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." Denn Pausen ermöglichen es, aus festgefahrenen Denkmustern auszubrechen und neue Perspektiven einzunehmen (2).

Urlaube sind ebenfalls eine wunderbare Art der Pause vom Alltag und von der Arbeit.

Und so halte ich diesen Blogtext kurz und grüsse herzlichst aus meiner wohlverdienten Auszeit in der malerischen Berglandschaft unserer wunderbaren Schweiz.

(1)    Weitere tolle Beispielzitate aus der klassischen Musik:
    "Die Pausen sind es, die den Rhythmus machen." - Fritz Kreisler
    "In der Pause liegen die Kunst und der Wert des Tons." - Gustav Mahler

(2)    Weitere spannende Beispielzitate aus der Physik:
    "In der Leere steckt die Fülle des Universums." - Albert Einstein
    "Nichts kann existieren ohne das Nichts." - Werner Heisenberg

Das wunderbare Bild stammt von Fabian Hurschler https://www.fotocommunity.de/photo/zeit-fuer-eine-pause-fhotography/33580459
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Panta rhei - alles fliesst!

21/6/2024

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109. Blogartikel

In meinem 105. Blogbeitrag, wo ich von der unabdingbaren Notwendigkeit des Wandel(n)s sprach erwähnte ich Heraklit nur kurz im Zitat «Alles ist im Flusse». Gerne möchte ich euch diesen wunderbaren Denker näherbringen.

Der Spruch stammt von Heraklit, einem griechischen Philosophen, der im 6. Jahrhundert v. Chr. lebte. Jene Zeit war geprägt von sozialen Hierarchien, politischer Macht und religiösen Vorstellungen, die das Leben und die Beziehungen der Menschen untereinander bestimmten. Er hat der Welt trotz herausfordernden Zeiten das Konzept der Harmonie und des Ausgleichs vermacht, indem er betonte, dass das Gleichgewicht zwischen Gegensätzen essentiell ist, um ein erfülltes und harmonisches Leben zu führen.

Mit seinem Spruch «Alles ist im Flusse» meinte er, dass alles ständig im Wandel ist und sich verändert. Nichts bleibt für immer gleich, sondern alles fliesst und entwickelt sich weiter. Der vollständige Textauszug lautet: «Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen, denn andere Wasser strömen nach.»

Die Kernbotschaft sagt aus, dass wir uns dem Wandel und der Veränderung hingeben sollten, anstatt uns dagegen zu stemmen. Indem wir akzeptieren, dass Veränderung ein natürlicher Teil des Lebens ist, können wir offener und flexibler werden und besser mit den Herausforderungen des Lebens umgehen.

Indem wir diese Botschaft von Heraklit verinnerlichen, können wir lernen, uns den Veränderungen anzupassen, loszulassen und im Moment zu leben. Wir können lernen, die Vergänglichkeit anzunehmen und uns auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist, anstatt uns an Vergangenem festzuhalten. Dadurch können wir mehr Gelassenheit, Zufriedenheit und Dankbarkeit in unserem Leben kultivieren. Einmal mehr sind es achtsame Gedanken, die ich auch hier wiedererkenne.

Ist es nicht immer wieder erstaunlich, zu was für starke Gedanken grosse Denkende wie Heraklit schon vor 2500 Jahren fähig waren?

Und er war nicht der Einzige.

Sokrates lebte zur selben Zeit und auch er hat die Welt schon zu seinen Lebzeiten mit seinen wertvollen Erkenntnissen bereichert.

Aber davon berichte ich euch gerne in einem anderen Blogartikel.

Bildnachweis und toller weiterführender Text zu panta rhei auf Worldday.de
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Das Zürcher Filmfestival ehrt zu Recht einen der grössten Filmkomponisten unserer Zeit

14/6/2024

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 108. Blogbeitrag

Man muss kein Liebhabender von klassischen Klängen sein, um zu verstehen, weshalb das Zürcher Filmfestival diese Woche einen der grössten Filmkomponisten für sein Lebenswerk ehrte. Am Schluss dieses Blogs gebe ich dir die Gelegenheit dazu, selbst zu urteilen.

Selbst wenn du keine klassische Musik magst, sollest du weiterlesen.

Denn wenn du dir gerne Filme anschaust, hast du unbemerkt schon zahlreiche klassische Meisterwerke gehört - womöglich ohne zu realisieren, was du dir da anhörst.

Ich spreche von der Filmmusik. Es ist unbestritten, dass neben der visuellen Umsetzung die Vertonung eine ebenso wichtige Rolle spielt für das Filmerlebnis.

Du glaubst mir nicht?

Dann hör oder schau dir mal die Titelliste dieses Youtube Video kurz an mit den bekanntesten klassischen Filmmusiken und kehre dann bitte zu mir zurück.

Filmschaffende bedienen sich aber nicht nur in der Welt der Klassik: Es werden für moderne Filme eigens ganze Symphonien komponiert. Eine davon bereichert eine der weltweit bekanntesten Trilogien:

«Der Herr der Ringe» ist eine Romantrilogie von J. R. R. Tolkien von 1954/55 (1). Die Trilogie basiert auf einer von Tolkien sein Leben lang entwickelten Fantasiewelt (Tolkiens Welt) und erzählt die Geschichte eines Rings, mit dessen Vernichtung die böse Macht in Gestalt des dunklen Herrschers Sauron untergeht. Er gehört zu den kommerziell erfolgreichsten Romanwerken des 20. Jahrhunderts und wurde von Peter Jackson verfilmt (2). Die Trilogie wurde mit satten 17 Oscars ausgezeichnet - unter anderen auch für die Filmmusik von Howard Shore.

Nun wurde Howard Shore vor einer Woche im Rahmen vom Zürcher Filmfestival für sein Lebenswerk ausgezeichnet (3).

Zu Recht!

Er hat vor allem mit seinen drei Symphonien zur Filmtrilogie «Herr der Ringe» ein Meisterwerk kreiert. Shore nutzte eine Vielzahl von Instrumenten und Stilen, um die unterschiedlichen Charaktere und Szenen im Film zu untermalen. Die Komposition des Herr der Ringe ist meines Erachtens daher ein Meisterwerk der modernen klassischen Musik, da sie Emotionen, Spannung und Atmosphäre erzeugen, die perfekt zu den epischen Abenteuern und fantastischen Schauplätzen des Films passen.

Dem Komponisten gelingt es, durch die Verwendung von Orchestrierungstechniken und musikalischen Motiven, eine durchgängige klangliche Welt zu schaffen, die den Zuschauer direkt in eine fantastische Welt transportiert.
Darüber hinaus ist die Musik des Herr der Ringe auch in sich selbst ein komplexes und faszinierendes Werk, das auch ohne visuelle Bilder einen tiefen emotionalen und künstlerischen Wert hat - eine berauschende Kombination von traditionellen symphonischen Elementen mit ethnischen Instrumenten, Chören und elektronischen Klängen, um eine einzigartige und vielschichtige Klanglandschaft zu schaffen.

Dieses Werk gilt als seine bisher meistgefeierte Komposition und brachte ihm drei Academy Awards, vier Grammy Awards, zwei Golden Globes sowie zahlreiche Kritiker- und Festivalpreise ein.

Lass dich doch unabhängig vom Film in diese wunderbare und faszinierend schöne Klangwelt verführen und urteile selbst, indem du auf diese Konzertaufnahme von Arte klickst und geniesst!

Herzliche Gratulation für Ihre wunderbare Musik, werter Herr Shore!

Bildnachweis von der Website des 21st Centruy Orchesters, welche dieses Werk live spielt
(1) Wikipediaeinträge zum Autor und zum Film
(2) Wikipediaeintrag zum Regisseur
(3) Wikipediaeintrag zum Komponisten und Pressemitteilung vom Zürcher Filmfestival
(4) Bonusfussnote für Nichtklassikliebhabende: Das Werk Herr der Ringe hat übrigens auch die Rockmusik inspiriert. Lies hier!
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Den Wandel lieben lernen

25/5/2024

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105. Blogartikel

Weshalb tun sich einige Menschen so schwer, Neues zu wagen, während andere Personen den Wandel gar lieben?

Wir haben psychologisch betrachtet Angst vor Neuem, da Neues oft mit Ungewissheit, Unsicherheit und potenziellen Risiken verbunden ist. Diese Angst dürfte aus einem evolutionären Überlebensmechanismus resultieren, da wir uns in bekannten, vertrauten Situationen sicherer fühlt. Ich denke, dass wir alle genügend eigene Beispiele dazu erfahren haben, welche diese These bestätigen.

Aber ohne Neues keine Veränderung.

Diese Aussage wird übrigens oft dem Philosophen Heraklit zugeschrieben. Er hat die Idee von einem ewigen Wandel und dem Fluss der Dinge geprägt, indem er betonte, dass "alles fliesst" und dass Veränderung ein grundlegender Aspekt der Realität ist (mehr zu diesen wunderbaren Aphorismus findest du im 109. Blogbeitrag).

Die Neugierde ist ein natürlicher Trieb des Menschen, der dazu führt, dass wir uns weiterentwickeln, Neues entdecken und unsere Fähigkeiten erweitern. Neugierde ist also unverzichtbar für unsere persönliche und gesellschaftliche Entwicklung. Wir sollten vielleicht öfters einfach den Wandel lieben oder zumindest akzeptieren lernen?

Denn ohne Neues auch keine persönliche Veränderung.

Der dazu passende Satz "Wenn man immer nur das tut, was man kann, bleibt man derjenige, der man ist" könnte von Henry Ford stammen. Er drückt aus, dass man sich nur weiterentwickeln kann, wenn man neue Wege geht, sich neuen Herausforderungen stellt und aus seiner Komfortzone heraustritt (1).

Um seine Angst vor Neuem zu überwinden, macht ich mir gerne bewusst, dass Veränderungen und Neues auch Chancen und Wachstumsmöglichkeiten bedeuten. Man sollte öfters mutig sein, Risiken eingehen und sich neuen Erfahrungen zu öffnen. Es kann auch hilfreich sein, sich mit anderen auszutauschen, die ähnliche Ängste überwunden haben, und sich von deren positiven Erfahrungen inspirieren zu lassen. Letztendlich ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass Veränderung ein natürlicher Teil des Lebens ist und dass man durch das Entdecken von Neuem seine eigenen Grenzen erweitern und wachsen kann.

Die schönste Art, um Neues zu entdecken steckt meines Erachtens im sich verlieben.

Nun verstehst du bestimmt auch die Bedeutung meines stimmigen Blogbildes. Wenn es dich wunder nimmst, wie sich unser Grosseltern in einem Fliessbandprodukt von Henry Ford verliebt haben, dann hör dir einmal diesen Song aus dem Jahre 1916 an (2).

Wie gut, dass man es online hören kann, denn wer besitzt heutzutage noch ein Grammophon? Wenn ich mir überlege, wie einfach es ist, heutzutage überall und jederzeit Musik  bei Bedarf zu konsumieren, bin ich sehr froh, dass auch in dieser Hinsicht immer wieder innovative Menschen den Mut hatten, Neues zu wagen :-).

 
(1)  Henry Ford war ein berühmter amerikanischer Erfinder und Pionier der Automobilindustrie. Man mag von Henry Ford halten, was man will, aber der Mann konnte Facts rund um Neues wagen in wunderbaren Zitaten auf den Punkt bringen: Henry Ford Zitate.

(2) Hier findest du die Leadsheets mit Text des abgebildeten Songcovers.

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Friede sei mit dir

19/5/2024

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104. Blogartikel für unseren Kari den Grossen

Und das wünsche ich von ganzem Herzen allen, die das gerade jetzt benötigen  - frei von jeglichen religiösen oder philosophischen Deutungen.

Wusstest du, dass das Wort "Frieden" vom althochdeutschen Wort "fridu" abstammt, was so viel wie Ruhe, Sicherheit oder Freiheit von Krieg bedeutet? Mir gefällt, dass der Begriff auch ursprünglich nicht nur dem Krieg gegenübergestellt wird. Zu offensichtlich scheint die Wichtigkeit der Friedensempfindung in uns – auch unabhängig von möglichen kriegerischen Kontexten.

In psychologischer Hinsicht bedeutet Frieden ein Zustand innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und Harmonie. Das gefällt mir auch sehr gut. Denn es beinhaltet so auch das Fehlen von inneren Konflikten, Ängsten und stressbedingten Emotionen. Frieden kann nach meiner Erfahrung gut erreicht werden, indem man seine eigenen Emotionen und Gedanken bewusst wahrnimmt, akzeptiert und verarbeitet. Die Achtsamkeit bietet auch hier gute Ansätze, um dies zu erreichen.

Die Selbstakzeptanz ist evident, um mit sich selbst im Reinen zu sein. Natürlich spielen verschiedene Faktoren wie persönliche Erfahrungen, Erziehung, Kultur und gesellschaftliche Normen ebenfalls eine grosse Rolle, wie wir Frieden mit uns selbst und anderen finden. Umso mehr bin ich davon überzeugt, dass man auch Konflikte mit anderen friedlich lösen sollte, um inneren Frieden zu finden.

Auch bei Dingen, die man nicht ändern kann, finde ich es hilfreich, ein Zustand des inneren Friedens anzustreben. Indem man akzeptiert, was nicht veränderbar ist, kann man sich auf die Dinge konzentrieren, die man beeinflussen kann, und so seine Energie positiv lenken. Bei sehr herausfordernden und unveränderbaren Situationen wie Krankheit und Tod kann ich mir sogar sehr gut vorstellen, dass man dies ohne inneren Frieden gar nicht bewältigen könnte.

Der Frieden ist natürlich auch in vielen philosophischen Lehren von zentraler Bedeutung, insbesondere im Buddhismus, wo er als ein Zustand innerer Ruhe, Harmonie und Ausgeglichenheit angestrebt wird. Auch in unserer westlichen Philosophie wird der Frieden als ein erstrebenswerter Zustand betrachtet, der zur persönlichen Erfüllung beiträgt. Das spüren und wissen wir alle auch. Vorallem in jene Zeiten, wo Unruhe und Unsicherheit dominieren.

Der Begriff "Friede sei mit dir" kennst du bestimmt auch. Er hat seinen Ursprung in verschiedenen religiösen Traditionen, wie zum Beispiel im Christentum, wo es als Segensgruss verwendet wird. Auch das gefällt mir unabhängig vom religiösen Kontext sehr gut!

Oftmals ist es auch der letzte Gruss, der Verstorbenen mit auf ihren Weg gegeben wird. In jenem Fall symbolisiert es den wunderbaren Wunsch nach Frieden und Ruhe für die Seele des Verstorbenen. Es ist auch eine Möglichkeit für die Hinterbliebenen, Abschied zu nehmen und ihre Liebe und Verbundenheit auszudrücken. Auf dass auch sie irgendwann wieder zu einem Zustand des inneren Friedens zurückfinden mögen.

Friede sei mit dir, lieber Kari.

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Standhaftigkeit in stürmischen Zeiten

11/5/2024

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102. Blogartikel

Bäume sind seit Jahrhunderten Symbole der Stärke, Beständigkeit und Erneuerung. Ihre tiefen Wurzeln, die sich fest in die Erde klammern, und ihre weit ausladenden Äste, die zum Himmel streben, bieten ein eindrückliches Bild von Verbindung, Wachstum und Beständigkeit.

Sie können in Zeiten von Sturm und Drang eine gute Metapher bieten, wie man selber in stürmischen Zeiten festen Halt und Ruhe bewahren kann.

Der Achtsamkeitsmönch Thich Nhat Hanh erklärt in diesem Zusammenhang, dass Achtsamkeit wie die Wurzeln eines Baumes ist. Wenn ein Sturm kommt und der Baum von starken Winden durchgerüttelt wird, bleiben die Wurzeln fest im Boden verankert und geben dem Baum Stabilität. Auf ähnliche Weise hilft uns Achtsamkeit, auch in schwierigen und stürmischen Zeiten fest verwurzelt zu bleiben und inneren Frieden und Ruhe zu bewahren (1).

Die Idee, dass ein Baum – trotz der Widrigkeiten der Jahreszeiten, Stürme und Dürren – immer noch steht, wächst und gedeiht, kann uns daran erinnern, dass auch wir solche Widerstandsfähigkeit in uns tragen. Ein Baum steht nicht nur fest in der Erde, sondern interagiert auch mit seiner Umgebung. Er bietet Schutz und Nahrung für Tiere, spendet Schatten und produziert Sauerstoff – ein ständiger Kreislauf des Gebens und Nehmens.

Indem wir uns auf den gegenwärtigen Moment konzentrieren und unsere Gedanken und Emotionen beobachten, können wir lernen, nicht von äusseren Einflüssen mitgerissen zu werden, sondern einen inneren Rückhalt zu finden. Auf diese Weise können wir auch in schwierigen Situationen Ruhe bewahren und gelassener reagieren.

Die Metapher des Baumes im Sturm gefällt mir äusserst gut und sie erinnert mich in Zeiten von Sturm und Drang daran, dass wir durch Achtsamkeit die Fähigkeit entwickeln können, auch in turbulenten Zeiten ruhig und unerschütterlich zu bleiben.

Es funktioniert!

(1)    Die Metapher mit dem Baum im Sturm stammt aus dem Buch "Achtsamkeit im täglichen Leben" von Thich Nhat Hanh.

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Verständnis und Liebe sind Werte, die alle Dogmen transzendieren

18/4/2024

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98. Blogbeitrag

Der Achtsamkeitsmönch Thich Nhat Hanh meint mit seinem Zitat, dass Verständnis und Liebe über starre Glaubenssätze und Regeln hinausgehen und die Fähigkeit haben, Menschen zu verbinden und Konflikte zu lösen.

Er glaubte fest daran, dass dies auch auf politischer Ebene möglich sein sollte.

Kann das sein?

Die weltpolitische Lage stellt sich derzeit äusserst komplex und unsicher dar. Es gibt eine Vielzahl von globalen Herausforderungen, darunter geopolitische Spannungen, Handelskonflikte, Klimawandel, Flüchtlingskrise, Terrorismus und Pandemien. Darüber hinaus gibt es eine Zunahme autoritärer Regierungen und demokratischer Rückschläge auf der ganzen Welt. Diese Entwicklungen haben zu einer zunehmenden Polarisierung und Unsicherheit in der internationalen Politik geführt.
Es gibt natürlich zahlreiche Gründe, warum Verständnis und Liebe in der Praxis oft nicht ausreichen, um Kriege zu verhindern. Einige der Hauptursachen für bewaffnete Konflikte sind gewiss historische Feindschaften, territoriale Streitigkeiten, wirtschaftliche Interessen, Machtansprüche und ideologische Differenzen. Oftmals stehen politische Faktoren im Vordergrund, die es schwierig machen, auf Verständnis und Liebe als Lösung zu setzen. Zudem spielen auch individuelle Egos, Angst vor Verlust und mangelnde Kommunikation eine Rolle. In vielen Fällen überwiegen die negativen Emotionen und Interessen, die zu Konflikten führen, anstatt die positiven Werte von Verständnis und Liebe. Es ist eine komplexe Herausforderung, diese Dynamiken zu überwinden und eine friedlichere Welt zu schaffen.

Als unverbesserliche Optimistin wünschte ich mir, dass durch Verständnis und Liebe zwischen verschiedenen Nationen oder politischen Gruppierungen Konflikte auf friedliche Weise gelöst werden könnten. Zum Beispiel könnte eine Regierung, die Verständnis und Liebe als Leitprinzipien hat, eher bereit sein, auf die Bedürfnisse und Anliegen anderer Länder einzugehen und gemeinsame Lösungen zu finden, anstatt sich stur an Dogmen festzuhalten und Konfrontationen zu schüren. Letztendlich könnte dies zu harmonischeren und kooperativeren internationalen Beziehungen führen.

Weshalb scheitern wir?

Was können wir dazu beitragen, dass die Welt eine bessere wird?

Nun, ich bin davon überzeugt, dass man nur durch seine eigenen Taten etwas bewirken kann. Man könnte sich politisch engagieren  sich für sinnvolle soziale Initiativen einsetzen oder einfach etwas toleranter durchs Leben gehen.

Man könne auch einfach im eigenen Alltag mehr Verständnis und Liebe entwickeln und vorleben, wie es sein könnte, wenn man ausnahmlos alle zumindest respektvoll behandelte.

Und jetzt schau mal in den Spiegel, schau dich in deinem Umfeld um und dann kennst du die Antwort, weshalb wir oftmals in, um uns und weltweit scheitern :-/.

Wir sollten alle schlichtweg mehr lifere und weniger lafere! Wir sollten endlich etwas in Bewegung setzen, indem wir uns selber in Bewegung setzen.

PS. Hier gibts übrigens ein guter Nachruf über das Wirken vom verstorbenen Thich Nhat Hanh, der wahrlich viel bewegte in seinem Leben.

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Recursive Self 01 ist ein digitales Werk von Matthias Hauser vom 18. Mai 2023.
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