DER ETWAS ANDERE BLOG ZUM THEMA ACHTSAMKEIT
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Maximiere deine Alltagsmomente

4/8/2023

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 55. Blogbeitrag

Es sind auch alltägliche Dinge, die man maximieren kann. Gut, vielleicht habe ich es übertrieben, als ich eine Jahresration schwedischer Gummibärchen aus Deutschland liefern lies. So ein grosses Süssigkeitenpaket habe ich noch nie erhalten. Das untere Bild haltet mein Glücksmoment fest. So haben sich die Versandkosten wahrlich gelohnt - Räusper.

Ich muss schon sagen, es macht einfach Spass, alltägliche Dinge zu intensivieren. Das bewusste Atmen liefert sogar ein versandkostenfreies Beispiel. Es funktioniert folgendermassen: Mach dir bewusst, dass du und deine Lunge eins sind. Spüre sie. Atme bewusst und tief ein. Und atme das erste Mal ganz bewusst stark aus. Wenn du den nächsten Atemzug zusammen mit deiner Lunge achtsam tätigst, intensiviert sich das Atmen - es wird zu einem Erlebnis. Wenn ich so intensiv atme, kommt es mir jedes Mal vor wie wenn ich frische Bergluft einatmen würde. Und dieses Erlebnis kann ich wiederholen, wann immer mir danach ist. Achtung, Suchtgefahr (gilt natürlich auch für die schwedischen Gummibärchen).

Beim verstorbenen  Achtsamkeitsmönch Thich Nhat Hanh (siehe Blog 28) läuft einfach alles über eine bewusste Atmung: Egal, ob du traurig, wütend, frustriert bist, kreisende Gedanken abschalten willst oder einfach den wundervollen Moment des Lebendigseins körperlich spüren möchtest (siehe Blog 48): Das bewusste Ein- und Ausatmen ist der Schlüssel zu dir zurück! Es hilft, dich und deine Gedanken liebevoll zu umarmen oder zu besänftigen (insbesondere, wenn du mit jedem Atemzug mitdenkst "ich atme ein - ich atme aus").

Und das Beste kommt zum Schluss: Es wirkt garantiert immer! Egal ob Stress oder schöne Momente dominieren. Sobald du mit deinem Atemtraining soweit bist, kannst du dich immer deiner bewussten Atemtechnik bedienen: Das bringt dich mit etwas Training garantiert wieder in den Moment und damit zu dir selber zurück. Ich nenne es Training, andere nennen es Meditation. Egal: Probier es ruhig mal aus - idealerweise zuerst in einer ruhigen Minute und geniesse dieses körperliche Glücksgefühl.

Spannend wirds erst, wenn Emotionen und Hormone dazu stossen :-)

Viel Spass dabei!
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Vertrautheit ist ein rares und kostbares Geschenk

23/7/2023

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54. Blogbeitrag

Im Blog 38 berichtete ich vom wunderbaren Kunstwerk "Bord du route" aus dem Jahre 2020 von Emmanuelle Vroelant, welches mir meine besten Freunde zum 50. Geburtstag schenkten. Ich lud sie am Sonntag zu Kaffee, Kuchen und Kunstwerksbetrachtung ein.

So ein wunderbares Werk von meinen vertrauten Weggefährten geschenkt zu bekommen, hat mir viel bedeutet. Was Beziehungen wertvoll macht, ist das gemeinsam Erlebte und miteinander Geteilte. Man kennt, respektiert und spürt einander und dieses Gefühl der Verbundenheit fühlt sich unglaublich gut an.

Vertrautheit ist ein rares und kostbares Geschenk und muss gepflegt werden. Ich bin davon überzeugt, dass nur jene Beziehungen nachhaltig sind, bei welchem sich Geben und Nehmen die Balance halten. Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich solche Freunde um mich habe.

Das wunderbare Bildgeschenk hätte es nicht gebraucht, um deren Zuneigung zu spüren.

Aber es wird mich auf diese angenehme Art jedes Mal daran erinnern, wenn ich daran vorbeilaufe.
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Willst du einen Schneemann bauen?

12/7/2023

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52. Blogbeitrag

Niederschlag in Form von Eiskugeln wird als Hagel bezeichnet. Hagelkörner entstehen gemäss Meteo Schweiz "in kräftigen, meist hochreichenden Gewitterwolken. Dazu kommt es, wenn die Atmosphäre sehr instabil, viel Feuchte vorhanden ist und zudem starke Aufwinde herrschen". Ich bin froh, dass ich als Laie dieses Phänomen unvoreingenommen bewundern kann.

Ich lasse die schadensverursachende Komponente aus und berichte von einem wahren Wintermärchen im Sommer. Es hagelte heute dermassen intensiv, dass die baumnussgrossen Stücke auf meiner Terasse auf und ab tanzten. Heftiger als Schneeflocken doch nicht minder faszinierend. Innert Minuten verwandelten sie den Boden meiner Terasse in ein weisses Glitzermeer und zogen mich mit ihrem wilden Tanz in ihren Bann. In den Ecken staute sich derweilen eine beträchtliche Anzahl Eiskugeln auf. Für einen kleinen zweidimensionalen Schneemann hätte es wohl allemal gereicht. Doch die Sonne war schneller.

Ich liebe die heissen Sommermonate, aber ich muss gestehen, dass mir dieses kurze Eisintermezzo Lust aufs Schneemannbauen beschert hat. Es ist eine beschlossene Sache: Diesen Winter baue ich mir einen Schneemann!

Derweilen vergnüge ich mich mit leckeren Eiskugeln anderer Art.
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Fragile Seifenblasen

6/7/2023

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53. Blogbeitrag

Es lohnt sich, eine bunt schimmernde Seifenblase genauer zu betrachten. Licht wird einerseits direkt an der Oberfläche reflektiert, andererseits an der Unterseite (Innenseite) der Seifenhaut reflektiert. Beide Lichtanteile überlagern sich (interferieren) mit Abschwächung oder Verstärkung bestimmter Spektralanteile wobei der unterschiedliche Blickwinkel zu unterschiedlichem Farbeindruck führt. Typischerweise verlaufen die Interferenzmuster geradlinig, insbesondere wenn die Seifenhaut in Ruhe ist.  Bläst man gegen die Seifenhaut und sorgt für Verwirbelungen in der Dicke der Seifenhaut, so zeigen sich auch im Interferenzmuster Turbulenzen.

Ich erkenne im letzten Satz Parallelen zu meinem Leben.

Wie sieht das bei dir aus?

Was wirbelt deine Gedanken stärker durcheinander?

Eigene oder fremde Einflüsse?

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Wohltuende Grenzüberschreitung

3/7/2023

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51. Blogbeitrag

Joy Denalane ist eine deutsche Soul- und R&B-Sängerin, die angloamerikanische und afrikanische Musik kombiniert. Ich stiess auf sie wegen ihres wunderbaren Motown Albums "Let yourself be loved" (1).

Mit viel Freude erfuhr ich von ihrem Konzert im Kaufleuten. Ihre Songs aus ihrem aktuellen Motown Album "Let yourself be loved" (das untere Bild zeigt das tolle Plattencover) standen auf dem Programm. Allerdings in einem anderen Setting: Wo Schlagzeug, Bass und Keys den Ton angeben, übernahmen Geige, Kontrabass, Piano, Violoncello und Klarinette. So wurde ich Zeugin eines emotional-groovigen Erlebnisses, welches die Grenzen zwischen Soul und Klassik in grösster Harmonie sprengte.

Dass ich das Konzert bewusst alleine besuchte, schien ebenso grenzüberschreitend zu sein:  Da treffe ich auf erstaunte Blicke, wenn ich davon berichte.

Schade. Gelegentlich alleine die Welt zu erkunden, macht Spass! Absolut nachahmenswert - egal, was andere davon halten mögen.

(1) Wenn du mehr von dieser tollen Künstlerin lesen und hören magst, dann besuche meinen 92. Blogbeitrag. Dort stelle ich dir ein weiteres Album von ihr vor :-).
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Halbzeit? Schön wärs

22/6/2023

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50. Blogbeitrag

1’577’880’000 Sekunden habe ich bis jetzt erleben dürfen. So betrachtet scheint es nicht viel zu sein. Und doch habe ich in meinen bisherigen 50 Jahren unzählig schöne Momente erleben dürfen. Dafür bin ich sehr dankbar. Und an meinem Geburtstag sind weitere schöne Momente dazugekommen.
Ich durfte meine liebsten Menschen an meinen Lieblingsort im Engadin entführen und verzauberte sie mit vielen wunderbaren gemeinsamen Momenten. Es war mir ein Bedürfnis, allen Dankeschön zu sagen und das hat sich wunderbar angefühlt.

Schon Seneca wusste: „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ Ich möchte mir das noch stärker zu Herzen nehmen und möglichst viele meiner noch bevorstehenden Sekunden bewusst erleben. Rein statistisch betrachtet bleiben mir noch weitere 110’4516'000 Sekunden. Da wäre es doch jammerschade um jede verschwendete, d.h. unachtsam verstrichene Sekunde nicht wahr? Umso mehr setze ich lieber auch hier auf Qualität als Quantität.

Achtsam leben macht sich bezahlt. Ich brauche keine Zeit, um mein Glück zu finden. Ich brauche auch kein Geld, um etwas besitzen zu müssen, was mich glücklicher machen könnte. Ich bins einfach jeden Tag, sofern ich mich daran erinnere, mein Glück anzuzapfen. Auch das Wunder des Moments, am Leben zu sein beflügelt mich jeden Tag, sofern ich innehalte und mich achte.

Natürlich gibt es Tage, da gelangen Achtsamkeit und Ausgewogenheit in den Hintergrund, aber diese Tage werden immer weniger.

Und auch hierfür bin ich unendlich dankbar!
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Intersein - Together we are one

5/6/2023

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49. Blogbeitrag

InterSein ist eine Wortschöpfung des Zen Meisters Thich Nhat Hanh (Thay). Sie bringt zum Ausdruck, dass alles mit allem verbunden ist - ein spannender Gedanke.

Die buddhistische Praxis sagt: Wenn wir die Idee des Getrenntseins auflösen können, überwinden wir eine Menge Leid. Auch jenes über die Angst vor dem Tod "Intersein beschreibt die Lehre des Buddhismus, dass nichts über ein eigenständiges Selbst verfügt, sondern alles mit allem verbunden ist. Wir können nicht aus uns selbst heraus existieren, weil wir mit allem, das existiert verbunden sind. Betrachten wir beispielsweise eine Sonnenblume, dann können wir sehen, dass sie aus Nicht-Blume-Elementen zusammengesetzt ist. So lässt sich der Sonnenschein in ihr finden. Wir können ihn nicht aus der Blume entfernen, denn ohne die Sonne könnte die Blume nicht existieren. Wenn wir weiter in die Blume hineinschauen, dann können wir die Wolken sehen. Ohne Wolken gibt es keinen Regen und ohne Regen könnte nichts auf diesem Planeten wachsen. Also ist es für uns unmöglich, die Wolke aus der Blume zu entfernen." 1

Dem einher geht die Einsicht:  Was wir der Erde und anderen Lebewesen zufügen, fügen wir uns selbst zu. Unsere Gesundheit, unser Glück ist somit abhängig von dem Wohlergehen der Erde und aller Wesen. Das Bewusstsein unseres wechselseitigen Durchdrungenseins nährt mitfühlendes, umsichtiges und gewaltfreies Handeln. Dies wiederum fördert in uns Menschen Glück, Zufriedenheit und das Gefühl ein sinnvolles Sein zu leben.  «Nur durch innere Wandlung wandelt sich das Aussen, auch wenn es noch so langsam nachfolgt.» Interessanter Gedanke.

Vielen traditionell buddhistischen Meistern geht Thays Offenheit zu weit, doch Thich Nhat Hanh betont stets, dass selbst Siddhartha Gautama, der historische Buddha, seinen Schülern riet, Lehrer und Konzepte infrage zu stellen, um somit immer offen für Wandel, Fortschritt und Neues zu sein. Mit seiner InterSein-Interpretation geht der Zenmeister noch einen Schritt weiter, als mit Karma oder der Theorie des bedingten Entstehens, wie sie offenbar schon lange im Buddhismus bekannt sind. So sind auch die „14 Regeln des Intersein Ordens“ zu sehen, die Thich Nhat Hanh 1966 veröffentlichte. In dieser Schrift geht er auf die eigenen Glaubensgrundsätze ein, die jederzeit kritisch hinterfragt werden müssen, um zu erkennen, dass auch die buddhistischen Lehrmeinungen keine absoluten Wahrheiten darstellen. Vor allem mit diesem Werk erhält er eine kritische Distanz zu seinen eigenen Überzeugungen aufrecht und zeigt damit, welche tiefgründige Weisheit und reflektorisches Niveau in der buddhistischen Lehre liegt.

Mir gefällt die Aufforderung zum Hinterfragen seiner Interpretationen Es macht Lust, sich unverbindlich darauf einzulassen und so kann, soll und darf Jede/r selber entscheiden, was davon für ihn selber stimmig ist und was nicht.

Passt! Auch wenns einem mal nicht passt!

1 aus Thich Nhat Hanh: Jeden Augenblick geniessen.

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Achtsamkeit zum Verschenken

30/5/2023

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48. Blogbeitrag

Am Leben zu sein ist ein Wunder, und wenn man achtsam einatmet, spürt man das Wunder des Lebens jederzeit. Ich bin sehr dankbar für diese tiefgreifende Erkenntnis.

Im Blogbeitrag 28 kannst du nachlesen, wie ich auf das Thema Achtsamkeit und auf Thich Nhat Hanh (Thay) stiess. Er begann 1994 mit dem Schreiben von Kalligraphien für die Titel gedruckter Bücher, Lieder und Artikel. Mit traditioneller chinesischer Tinte auf Reispapier entwickelte er einen neuen Stil der Zen-Kalligraphie in der weströmischen Schrift.

Eine seiner Kalligraphien ist mir aufgefallen mit dem tiefsinnigen Satz «This moment is full of wonders». Mich macht es einfach glücklich, wenn ich ab und dann vor dem Bild stehen bleibe (sofern ich mich achte) und einen Atemzug innehalte: Ich lebe und darf viel Schönes erleben und das ist einfach wundervoll.

Mein Bruder hat mir das Bild zu meinem 50. Geburtstag geschenkt und ich hätte mir keinen besseren Schenker wünschen können für dieses Kleinod.

Dankeschön für dieses wertvolle Geschenk!
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Kunstvolle Glücksmomente

27/5/2023

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47. Blogbeitrag

Joseph Mallord William Turner RA (1775 - 1851) war ein Londoner Maler, Aquarellist und Zeichner. Wikipedia fasst wunderbar zusammen, was ihn auszeichnet: «Er gilt als der bedeutendste bildende Künstler Englands in der Epoche der Romantik. Landschaften und Seestücke waren seine bevorzugten Themen, dem Licht und der Atmosphäre galt dabei sein besonderes Interesse. Weil seine Darstellungsweise bis zur Entmaterialisierung des Gegenständlichen ging und er das Licht und die Farbe von Sonnenlicht, Feuer und Wasser in ganz neuartiger Weise zum eigentlichen Thema seiner Bilder machte, beeinflusste er stark die Impressionisten…». Der grösste Teil seiner ausgestellten Gemälde ist in den Londoner Museen zu sehen.

Ich durfte während einer privaten Tour durchs Tate Museum in London viele seiner Werke mit blossem Auge erblicken! Trunken vor Glück versuchte ich die grossartigen Werke zu fassen, aber das ist gar nicht so einfach. Die Schönheit seiner Landschaftsbilder rauben mir fast den Versand. Sie erfüllen mich mit Ehrfurcht vor der unfassbaren Vollkommenheit der Natur. Ausserdem hat er die Industrialisierung malerisch festgehalten und das macht seine Werke auch vom historische Kontext aus wertvoll.

Turners Bilder haben mich sogar dem Himmel nähergebracht. Dahinter verbirgt sich eine witzige Anekdote, die du in meinem 19. Blogbeitrag nachlesen kannst. Eine himmlisch gute Geschichte – versprochen!

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Gut geplant ist noch besser unterwegs

25/5/2023

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46. Blogbeitrag

London bei strahlendem Sonnenschein ist ein selten schönes Erlebnis. Nur mit Handgepäck für fünf Tage zu packen und zugleich für alle Wetterkapriolen gerüstet zu sein, ist für mich eine grosse Herausforderung. Das ist es immer – unabhängig von der Koffergrösse und Reisedauer. Ich nutze jeden Winkel des Gepächstücks.

Ich packe einfach gerne vorausschauend und gewinne dadurch Flexibilität vor Ort. Ich hätte London auch bei strömendem Regen genossen. Ich hätte dann wohl mehr Pubs kennengelernt und wär mehr shoppen gegangen. Doch Vorsicht vor Fehlkäufen. Mein Tipp:  Wenn man bereits mit vollem Gepäck anreist, widersteht man eher der Versuchung, etwas zu kaufen, was man nicht braucht. Klar hätte ich meinen Regenschirm zuhause lassen können und bei Regen einen mit dem Bild der Queen aus dem Souveniershop kaufen können. Aber ich mag lieber meine gewohnten Sachen dabeihaben und lasse mir nicht gerne vorschreiben, was ich wann kaufen muss im Falle eines Platzregens. Wenn ich mich dann für einen tatsächlich schöneren Regenschirm in London verliebe, kann ich meinen alten zurücklassen.

Meine eigenen Sachen mitzunehmen erspart mir viele unliebsame Shoppingerfahrungen und schafft Raum für die wirklich wichtigen Dinge, wie jeden Moment in der seltenen Sonne Londons mit meinen Mitreisenden zu geniessen. Und es kann ja kommen was mag, ich bin dann optimal darauf vorbereitet.

Und sonst reagiere ich halt auch mal spontan.
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Wien ist mehrere Reisen wert

19/5/2023

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45. Blogbeitrag

Ich war schon einige Male in Wien und bin immer wieder von Neuem begeistert von dieser vielseitigen Stadt. Mir gefällt es, mit unterschiedlichen Personen dieselben Ort zu besuchen. Dadurch entdeckt man Neues und man lernt sein Gegenüber noch besser kennen.

Dieses Mal war ich mit meiner besten Freundin dort. Wir erlebten magische Pferdeshows, Mozarts atemberaubendes Requiem, das prunkvolle Schönbrunn und all die weiteren bekannten architektonischen und kulinarischen "Pflicht"-Meilensteine. Doch wir liessen wir uns auch spontan in einem Feinkostgeschäft von süsslichem Essiggeschmack verführen oder himmelten wie zwei Teenager die maskulinen Stars im Madame Tussauds Museum an, um danach Skechers shoppen zu gehen. Einmal kauften wir im Lebensmittelladen neben an worauf wir grad Lust hatten und das führte dann zu einen spontanen Dinner in unserem Hotelzimmer mit Chips/Schokolade/diverse Senfs/Wurst- und Käse mit Brot. Wir fühlen uns wie im siebten Himmel.

Und das Schöne daran ist, dass es das nächste Mal wieder ganz anders schön sein wird.
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Eine Kerze lernt erst dann fliegen, wenn man sie auslöscht.

30/4/2023

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44. Blogbeitrag

Ich erinnere mich noch genau daran, als ich zum ersten Mal einer erloschenen Kerze mehr Beachtung schenkte als dem vorangegangenen Lichttanz. Das unvorhersehbar schönen Muster, welches der tänzelnde Rauch produziert, hat mich fasziniert! Ich stellte mir vor, wie das Licht durch den Docht gefangen ist und erst dann befreit wird, wenn man ihre Flamme auslöscht.

Ich habe mit diesem Gedanken physikalisch betrachtet sogar nicht mal unrecht. Die Energie geht durchs Kerzenlöschen niemals verloren, sie wandelt sich in eine andere Form um. Das besagt  der Energieerhaltungssatz (nota bene als Laie betrachtet) und das hat etwas Tröstendes im Falle der auslöschenden Kerze (1).

Als ich eine spezielle Kerze anzündete, um meiner guten Freundin Trost zu spenden für die bevorstehende OP traute ich meinen Augen kaum. Der erloschene Docht produzierte 20 Minuten lang ein rauchiges Tanzspektakel. Ich begann nach 5 Minuten, es aufzunehmen. Es beflügelte mich und ich bin glücklich, dass ich dieses Schauspiel ganz bewusst geniessen konnte. Neben vielen guten Gedanken für meine Freundin durchströmte mich wohlige Wärme um mein Herz. Ich hatte das Gefühl, als wüsste ich in diesem Moment einfach alles und es nahm mir in jenem Moment sogar die Furcht vor dem Tod.

Niemals hätte ich es vorher für möglich gehalten, dass eine ausgelöschte Kerze dieselbe magische Kraft ausstrahlen kann wie ein Kerzenlicht. Und wie wir ja eben gelesen haben, ist es weder Zauberei noch Einbildung. Man nehme ein einfaches physikalisches Ereignis, beobachte es und geniesst jede Minute davon ganz bewusst. Achtsamkeit schenkt uns jeden Tag zahlreiche Wunder. Man muss wirklich nicht lange danach suchen. Man muss es lediglich erleben wollen.

Öffne deine Augen und dein Herz und geniesse.

(1) Mehr zum Energieerhaltungssatz kannst du in den Blogbeiträgen 83 und 114 lesen
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Nützliche Unachtsamkeit

29/4/2023

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43. Blogbeitrag

Gehörst du auch zu Jenen, die mehrere Dinge auf einmal erledigen wollen? Es funktioniert bei mir nicht. Es gibt auch genügend Studien, die belegen können, dass die Wirksamkeit jeder Tätigkeit für sich gesehen abnimmt, wenn man sie kombiniert ausübt.

Ich hatte letzthin das Bedürfnis nach einer meinen geliebten achtsamen Waldspaziergängen als mein Handy klingelte. Neugierig nahm ich das Gespräch entgegen und prompt wurde ich gedanklich aus dem Wald geschleudert - inmitten des Waldes. Lustigerweise fiel mir das erst auf, als ich wieder vor meiner Haustüre stand und das Gespräch beendet hatte. Ich hatte den Wald kaum wahrgenommen.

Ich finde das ein wunderbares Beispiel für nichtgelebte Achtsamkeit. Denn ich war auch nicht mit vollster Aufmerksamkeit beim Gespräch, da ich mich nicht im Wald verlaufen wollte. Im Bewusstsein, dass Leben nur im gegenwärtigen EINEN Augenblick stattfindet ist es für mich wichtig geworden, zu entscheiden, wem oder was ich mich in jener Sekunde widmen will. Ich falle zwar immer wieder in mein multitaskisches Muster zurück, aber mich erinnert auch meine Nichtachtsamkeit fast genau so stark daran, achtsamer zu leben.

Ist das nicht wunderbar, wenn Unachtsamkeit an die Achtsamkeit erinnert?


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Alltägliche Kunstbegegnungen

19/4/2023

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42. Blogbeitrag

Letzthin besuchte ich mit einer Freundin die Sonderausstellung «Giacometti-Dali Traumgärten» im Zürcher Kunstmuseum. Im Mittelpunkt steht die Konstruktion eines grossen, nie realisierten Projekts für einen Garten. Eine spannende Kooperation zweier Ausnahmekünstler.

Ich mag Giacomettis stehenden Frauen, schreitenden Männer und düstern Portraits, die wohl den zerrütteten Zustand der modernen Menschheit darstellen könnten.

Salvador Dali gilt als der bedeutendste Künstler des Surrealismus. Seine surrealistischen Bilder beinhalten als Themen das Unterbewusstsein und die Träume. Doch sein exzentrisches Verhalten sowie sein Spätwerk führten vielfach zu Kontroversen bei der Bewertung seiner Person und seiner Werke bis in die Gegenwart hinein. Dalí`s Hang zu dem überweichen, des zerfliessenden Materiums zeigt sich in vielen Bildern. Viele Gegenstände in seinen Bildern brauchen Stützen, um in Position gehalten zu werden. Die Krücken könnten auch die Gebrechlichkeit symbolisieren, die Dalí den Menschen zuschreibt.

Kunst liegt im Auge des Betrachters und mich fasziniert es, wenn ich Kunst im Alltag erlebe oder während Ausflügen entdecke. Wie meine beiden unteren Aufnahmen von stützenden Bäumen.

Egal ob in der Schweiz oder in London (wo ich die beiden Bäume entdeckte), ich begegne so immer wieder Dalí.

Und wenn man in den Städten die gehetzten Menschen vorbeirauschen sieht, erkennt man auch Giacomettis Vermächtnis.

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Nie zu alt für Comics

2/4/2023

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41. Blogbeitrag

Meine Begeisterung für Marvel ist ein angenehmes Überbleibsel aus meiner Ehe. Ich selber las vorher ausschliesslich Walt Disney Comics. Doch als mein Exmann mir zu erklären begann, welche spannenden Welten hinter dem Marveluniversum stecken und ich die ersten Filme sah, war es um mich geschehen.

Selten vermag ein Thema jede Generation derart gut vereinen wie Marvel. Ich war einst in Orlando an einer Comic-Con und sah kostümierte Familien, die eine wunderbare Zeit miteinander verbrachten. In den Marvelfiguren und deren Geschichten stecken spannende Erlebnisse aber auch eine gehörige Portion Realismus und moralische Appelle. Wenn du mehr zum Ursprung von Marvel lesen willst, dann nimm dir 2 Minuten Zeit, um meinen Blog Nr. 17 «Stan Lee» Forever zu lesen.

Walt Disney schaffte es ebenfalls, ganze Generationen miteinander zu vereinen und so überraschte es mich kaum, dass ich mich auch für Marvelthemen begeistern kann. Es gibt bessere und schlechtere Filme. Doch fast alle schaffen es, in mir eine Seite anzusprechen, die ich wie der heilige Gral hüte: Meine Kindlichkeit. Es ist schade, dass viele wunderbare Attribute der Kindlichkeit wie Neugierde, Mitgefühl, Unvoreingenommenheit, Naivität und Hilfsbereitschaft mit dem Erwachsenwerden verloren gehen.

Ich verstecke die Leidenschaft für Disney oder Marvel nicht. Ich besitze sogar in prächtiges Nachschlagewerk, welches mir hilft, mich in dieser Welt voller Metaphern nicht zu verlieren. Ist es wichtig, zu wissen, dass es nicht nur einen Captain America gab oder weshalb Venom eigentlich gar nicht böse ist? Darüber lässt sich streiten, aber wenn ich mich mit einem Kind oder Junggebliebenen ernsthaft darüber austauschen kann und dieselbe Leidenschaft spüre, dann bringt mich das jenem Menschen rasch näher. Kinder freuen sich, ernst genommen zu werden und wir Junggebliebene geniessen es, über unsere Präferenzen zu einzelnen Geschichten und Metaphern herauszufinden, wer wirklich gegenüber sitzt. Unabhängig vom gesellschaftlichen Status oder Bildung bekommt man einen direkten Zugang zum Menschen.

Das ist absolut faszinierend und zum Nachahmen empfehlenswert.

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Perfekte Balance will geübt sein

1/3/2023

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 40. Blogbeitrag

Als ich durch den Wald schlenderte, entdeckte ich mit Freuden auf verschiedenen Baumstümpfen Steinhäufchen. In der Annahme, dass diese weder der Orientierung dienen noch einen religiösen Zweck verfolgen baute ich auch ein ästhetisches Steinhäufchen. Solche Steinhäufchen werden als Steinbalance bezeichnet, bei der Steine so auf- oder gegeneinander platziert werden, dass sie sich ausbalancieren.

Monate später wiederholte ich das Spiel an einem Flussufer, begleitet von einer Mongolin. Als wir uns später über unsere Werke austauschten, schwärmte sie davon, wie sehr sie mit jedem Stein wertvolle Gedanken verband, welche sie Stein um Stein tiefer in ihre glückliche Kindheit zurückversetzte. Inspiriert von ihr warte ich nun auf eine weitere Gelegenheit, meinen ersten Steinhaufen zu bauen, der nicht nur schön anzuschauen ist, sondern auch zugleich mich perfekt ausbalanciert.

Das hiesse dann mit just einem "t" weniger Seinbalance anstelle von Steinbalance - hihi!

Nachtrag: Magst du eine schöne Geschichte über das Thema hören? Dann klicke hier und hör die 4. Geschichte "Das Geheimnis der Steinhaufen" aus Band 1 an :-)
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Happily divorced

1/2/2023

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39. Blogbeitrag

Das malerische St. Moritz ist ein traumhaft schöner Ort, um mit den besten Freunden den runden Geburtstag eines lieben Menschen zu feiern. Mein neuer Exmann und ich sind seit 20 Jahren Teil dieses wunderbaren Freundeskreises. Nach 20 gemeinsamen Jahren ist man auch in geschiedenem Zustand noch ein eingespieltes Team: Da wir uns noch immer gut verstehen und uns gar als «happily divorced» bezeichnen, war für uns klar, dass wir uns problemlos ein Hotelzimmer mit getrennten Betten teilen können. Zumal wir beide nicht liiert sind, hätte es auch noch niemanden stören können
.
Ich bin sehr stolz darauf, dass wir es trotz Scheidung geschafft haben, eine ideale Kombination von notwendiger Distanz und Vertrautheit zu leben. Letztendlich hat man sich einmal geliebt. Gefühle verschwinden nicht einfach, sie verändern sich.

Es macht mich traurig, wenn ich beobachte, wie heftig sich die meisten Geschiedenen vehement bekämpfen und sich dadurch mit Hass mental unnötig länger aneinander fesseln. Ich weiss, dass viele Umstände eine harmonische oder zumindest faire Trennung/Scheidung erschweren oder gar verunmöglichen können. Und trotzdem bin ich davon überzeugt, dass es besser ist, einen vernünftigen Weg zu definieren, um sich respektvoll voneinander trennen zu können, wenn die Zeit reif ist. Wie das geht, muss jede/r für sich selber entscheiden.

Ich habe mich für eine «step-by-step»-Variante entschieden, da ich die Trennung initiierte und dadurch mental einen Vorsprung hatte, welchen ich mit Zeit, Verständnis und Geduld für meinem Exmann auszugleichen versuchte. Aber auch ich selber brauchte diese Zeit.

Was spricht dagegen, einander in emotional herausfordernden Situationen in einem vertretbaren Mass zu unterstützen? Denn eine Trennung tangiert und verletzt beide. Eigentlich wäre es so einfach: Man sollte das Gegenüber so behandeln, wie man es selber gerne hätte. Bei uns hat das wunderbar funktioniert. Ich hätte mich aber auch auf keinen Kampf eingelassen, der eh schon verloren ist. Natürlich sind meine Harmoniebedürftigkeit und das mitfühlende Gedankengut von Thich Nhat Hanh sehr hilfreich gewesen. Aber ein gesunder Menschenverstand wäre auch ausreichend, um vernünftig und moralisch korrekt zu handeln. Selbst wenn es sich um so etwas Emotionales wie eine Scheidung handelt.

Es kann funktionieren, wenn man(n und frau) will! Ja, ich will!

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Surprise - surpise!

6/1/2023

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38. Blogbeitrag

Wer hätte gedacht, dass man selber überrascht werden kann während man jemanden anderes überraschen möchte.

Wir wollten für unsere Freundin in ihrem Zuhause einige bunte Luftballone platzieren als es passierte: Ich entdeckte das neue Bild der mir unbekannten Malerin Emmanuelle Vroelant mit dem betörendem Titel Ephémère II und verliebte mich in das Werk (es ist als erstes Bild unten links zu bewundern).

Zu Hause angekommen wollte ich mehr über die Malerin erfahren. Rasch wurde mir klar, welche leidenschaftliche Kraft die Malerin aufgrund von ihrer Biografie auf die Leinwände zu transportieren vermag. Mir stach ein weiteres Bild ins Auge mit dem Titel "Bord du route" aus dem Jahre 2020. Es erinnerte mich sofort an den zeitgleichen Aufbruch und Beginn meines neuen Lebens. 

Ich konnte es kaum fassen, dass meine besten Freunde und Weggefährten mir dieses Bild zu meinem 50. Geburtstag schenkten; darunter auch die Eigentümerin des Ephémère II Bildes.

Mein Bild siehst du unten rechts in den Herbsttönen. Ich fühle mich einfach glücklich und stolz beim Betrachten dieses Bildes. Stolz, weil ich den Mut hatte, aufzubrechen und meinen eigenen Weg zu gehen. Glücklich, weil ich mich selber auf dieser Reise fand.

Als ich das Bild aufhängte, schien es, als ob es schon immer dort hing.

Eine wahrlich gelungene Überraschung! Und natürlich wahrlich gelungene Bilder, nicht wahr?
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Der rätselhafte Fluss der Zeit

31/12/2022

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37. Blogbeitrag

Zeit ist das, was Uhren messen, laut der Physik. Einstein sagte einmal, dass Zeit abhängig von der Geschwindigkeit ist: Uhren, die sich schnell bewegen, zeigen Zeit langsamer an als Uhren, die sich langsam oder gar nicht bewegen. Obwohl Einsteins Theorie seit fast 100 Jahren geprüft wird, hat niemand bisher Fehler darin gefunden. Aber es gibt möglicherweise einige Probleme mit unserer Art, Zeit wahrzunehmen.

Ich stiess bei meinen Recherchen auf einen interessanten Artikel auf Spektrum.de mit dem Titel «Der rätselhafte Fluss der Zeit». Er besagt vereinfacht folgendes:
Die Zeit scheint immer vorwärts zu fliessen, von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Aber Wissenschaftler sagen, dass die Zeit nicht wirklich fliesst, sie ist einfach da. Wir denken nur, dass die Zeit fliesst, weil sich die Welt um uns herum verändert und wir uns an diese Veränderungen erinnern. Uhren messen nur den Abstand zwischen Ereignissen, nicht wie schnell die Zeit vergeht. Also scheint es, dass das Gefühl, dass die Zeit fliesst, nur in unserem Kopf existiert. Der Autor fragt, was passieren würde, wenn die Wissenschaft beweisen könnte, dass unser Gefühl für den Zeitfluss nur Einbildung ist. Er glaubt, dass wir dann nicht mehr so in Eile wären, Dinge sofort zu erledigen, weil Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dann gleich wären.

Ich glaube, dass wie ich meine Zeit wahrnehme, grossen Einfluss auf meine Ansichten hat. Ich fühle oft, dass ich zu viel Zeit verschwende, zu wenig schöne Momente bewusst erlebe und viele Dinge unachtsam mache. Vielleicht liegt das nur an meinem Gehirn und ist nicht real. Aber das ist nicht so wichtig, weil jeder seine eigene Sicht auf die Dinge hat (1).

Ich mag meine Wahrnehmung von Zeit. Ob Einstein Recht hat oder nicht, ich werde versuchen, achtsamer zu sein und schöne Momente zu schaffen, weil sie mich glücklich machen.

Inspiriert aus der Textquelle von Spectrum.de: Der rätselhafte Fluss der Zeit

(1) In meinem 113. Blogbeitrag findest du weitere Anregungen zum Phänomen der individuellen Zeitwahrnehmung.

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Time to say goodbye

30/12/2022

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36. Blogbeitrag

Nach zehn einzigartigen Jahren verabschiedete ich mich Ende 2022 von meinem geliebten Amt als Gemeindepräsidentin Brunegg. Ich durfte diesen würdevollen Augenblick mit einer 750 Jahre Feier koppeln und organisierte eine synthetische Eisbahn mit Hüttenzauber in unser fast 1000 Seelendorf. Ich wurde mit einer tollen Feststimmung und mit lachenden Gesichtern der eislaufenden Familien belohnt und genoss jede einzelne Minute dieses unvergesslich schönen Abends.

Ich bin sehr dankbar für die wunderbaren Momente, für die interessanten Begegnungen und Gespräche, für die lehrreichen Herausforderungen und für die Gewissheit, dass die gelebte direkte Demokratie ein unverzichtbares Hilfsmittel fürs nachhaltige Miteinander ist. Der Abschiedsartikel der AZ hat es auf den Punkt gebracht.

Vorallem wünsche ich uns allen mehr Verständnis und mehr Mitgefühl für einander.

Ich weiss auch schon, wie das funktionieren könnte. Mittels Achtsamkeit.

Simple as that!

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