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Geheimnisvolle Träumereien

16/2/2024

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88. Blogbeitrag

Hast du dir auch schon mal gewünscht, dass du dich öfters an deine Träume erinnern kannst?

Nun, man sollte sich vorher gut überlegen, was man sich wünscht. Dazu kann ich dir eine wunderbare Anekdote aus meinem Leben erzählen.

Es wird vermutet, dass Menschen, die einen sehr tiefen und erholsamen Schlaf haben, sich seltener an Träume erinnern. Das könnte daran liegen, dass sie in der REM-Phase nicht wach waren und sich weniger häufig daran erinnern (1).

Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich gehöre ebenfalls zu diesen beneidenswerten Menschen, die tief und fest durchschlafen können und sich fast nie an Träume erinnern.  
Eigentlich schade, denn das Thema ist sowohl faszinierend als auch sehr umstritten in unterschiedlicher Hinsicht:

Über die Notwendigkeit des Schlafens ist man sich insofern einig, als dass wir ihn brauchen, um zu überleben. Wir verschlafen ein Drittel unseres Lebens, in der Nacht bilden wir Antikörper, erneuern sich Zellen und unser Gehirn verarbeitet Informationen. Wir haben den Traum zwar noch nicht verstanden, aber manchmal kann er helfen, uns selbst besser zu verstehen.

Sigmund Freud und Carl Gustav Jung haben Anfang des 20. Jahrhunderts massgeblich zu unserem heutigen Verständnis der modernen Traumdeutung beigetragen. Freud sah Träume als die Befriedigung unerfüllter Triebwünsche, die zur Selbsterkenntnis beitragen. Beide Männer beschrieben Träume als Ausdruck des Unterbewusstseins. Jung glaubte, neben einer objektiven und persönlichen Deutung der eigenen Träume, zudem an ein kollektives Unterbewusstsein der Menschheitsgeschichte, mit dessen Hilfe man den Bildern aus Träumen ebenfalls eine Bedeutung zuschreiben könne (2).

Auch in dem spannenden Artikel des Tagesanzeigers zum Thema Träume wird vermutet, dass Sigmund Freud recht gehabt mit seiner Idee, dass unsere Träume von Tagesresten geprägt seien. "Der Traum bringt alles Notwendige hervor", sagt Jung. (3)

Nun gut, das macht mich erst recht neugierig auf meine Träume...

In Bezug auf das Erinnern an Träume gibt es ebenso unterschiedliche Ansichten. Einige Forscher empfehlen Techniken wie das Führen eines Traumtagebuchs. Andere empfehlen das bewusste Setzen von Absichten vor dem Schlafengehen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, sich an Träume zu erinnern.

Was das aktive Steuern von Träumen betrifft, so ist die sogenannte luzide Traumkontrolle ein interessanter Bereich der Forschung. Luzides Träumen bezeichnet den Zustand, in dem man sich bewusst ist, dass man träumt, und in gewissem Maße Einfluss auf den Traumverlauf nehmen kann.
Nun, ich halte es nicht für sinnvoll, in meinen unbewussten Traumprozess aktiv einzugreifen. Ich denke, dass mein Unterbewusstsein ganz genau weiss, weshalb ich was wie träume.

Aber ich hatte mir vor einiger Zeit vor dem Einschlafen ganz bewusst vorgenommen, mich zumindest an meine Träume zu erinnern.

Mein Fazit nach dieser Nacht ist eindeutig: Ich werde mir das nie wieder wünschen :-).

Denn erstaunlicherweise hat es hervorragend geklappt! Ich habe mich zum ersten Mal in meinem Leben an mehrere Träume erinnern können und konnte es kaum glauben. Ich bin davon überzeugt, dass mein jahrelanges Achtsamkeitstraining diesen Erfolg mitbegünstigt hat.  

Und nun folgt das grosse Aber: Bedauerlicherweise habe ich mich nur deshalb an mehrere Träume erinnern können, weil ich auch mehrmals aufgewacht bin. Ich hatte vergessen, dass man mehrere REM-Phasen pro Nacht durchläuft.
Obschon ich bei jedem Aufwachen sehr rasch wieder eingeschlafen bin, fühlte ich mich um eine wichtige Erfahrung bereichert. Aber zugleich habe ich mich meines erholsamen Dauerschlafes beraubt und fühlte mich wie gerädert.

Meine nächtlichen Traumpfade scheinen wohl bewusst im Verborgenen zu liegen und da ich mich rundum glücklich fühle, habe ich beschlossen, es dabei ruhen zu lassen und darauf zu vertrauen, dass mich mein Unterbewusstsein weckt, falls ich mich an einen Traum erinnern soll.

Nicht alle Geheimnisse scheinen dazu bestimmt, entschlüsselt zu werden. Auch das wird seine guten Gründe haben.

Ich kann gut damit leben :-)

(1) Quelle: Focusbericht
(2) Quelle: Artikel in der Süddeutschen Zeitung
(3) Quelle: Artikel im Tagesanzeiger
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Möge die Macht mit dir sein!

26/1/2024

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84. Blogbeitrag

Ob du es glauben magst oder nicht.

Star Wars nicht nur eine unterhaltsame Science-Fiction-Saga, sondern auch eine Quelle für philosophische Reflexionen über das Gute und das Böse, die Macht der Wahl und die Suche nach Sinn und Identität.

Die Star Wars-Saga besteht aus insgesamt neun Episoden, die eine epische Geschichte über den Kampf zwischen Gut und Böse erzählen. Es beginnt mit der Original-Trilogie (Episode IV-VI), in der der junge Luke Skywalker gegen das tyrannische Galaktische Imperium und dessen Anführer, Darth Vader, kämpft. Die Prequel-Trilogie (Episode I-III) zeigt die Vorgeschichte und wie Anakin Skywalker zu Darth Vader wird. Die Sequel-Trilogie (Episode VII-IX) führt uns in eine neue Generation von Helden und Schurken.

Das Fazit der Star Wars-Episoden ist, dass der Kampf gegen das Böse niemals endet und dass jeder die Macht hat, seine eigene Bestimmung zu wählen. Es geht auf den ersten Blick um den Glauben an das Gute, den Mut, sich gegen Unterdrückung und Tyrannei zu erheben, und die Bedeutung von Freundschaft und Zusammenhalt.

Blickst du etwas tiefer, dann findest du auch philosophische Parallelen in Star Wars. Zum Beispiel spiegelt die Macht, die von den Jedi und Sith genutzt wird, philosophische Konzepte wie Dualismus, Ethik und das Streben nach Harmonie wider. Die Jedi verkörpern Tugenden wie Weisheit, Bescheidenheit und Selbstlosigkeit, während die Sith für Machtstreben, Egoismus und Verführung stehen. Die Geschichte von Anakin Skywalker zeigt auch die Gefahr des Verlusts der eigenen Identität und den Einfluss von Versuchung und Leidenschaft.

Die ZEN-Philosophie und die Moral aus den Star Wars Filmen weisen ebenfalls einige Parallelen auf. Beide betonen die Bedeutung von Achtsamkeit, innerem Frieden und dem Streben nach Harmonie. In den Star Wars Filmen wird oft die Macht der Gedanken und die Kontrolle über die eigenen Emotionen betont, ähnlich wie es auch in der ZEN-Philosophie der Fall ist (1).

Darüber hinaus gibt es in den Star Wars Filmen auch eine klare Unterscheidung zwischen Gut und Böse, ähnlich wie es in vielen moralischen Lehren der Fall ist. Die Charaktere in den Filmen werden oft vor moralische Entscheidungen gestellt und müssen sich zwischen dem Guten und dem Bösen entscheiden, was auch ein zentrales Thema in der ZEN-Philosophie ist.

Mir gefällt an der Moral der Star Wars Filme speziell die Bedeutung von innerer Stärke, moralischer Integrität und dem Streben nach Frieden und Harmonie.

Aber man kann die tollen Filme natürlich auch einfach so vollends geniessen. Es lohnt sich!

So oder So: Möge die Macht mit uns allen sein! Und was du dir darunter vorstellen magst oder was das für dich bedeutet, das liegt alleine in deiner Macht :-)

(1) im Kontext zur dunklen Seite der Macht (Hass) habe ich im 100. Blogbeitrag ebenfalls nützliche Star Wars Gedanken verwenden können. Absolut lesenswert!
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Im Zweifel für die Angeklagten

5/1/2024

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80. Blogbeitrag.

Gehörst du auch zu jenen Menschen, die über die Festtage ihr Sättigungsgefühl gekonnt ignorierten oder ab und dann über ihren Durst tranken?

Hoffentlich hast du es wenigstens ohne Reue genossen.

Denn die Reue kannst du dir aufsparen für den Fall, dass du bereits ein Jahresabo im Fitnesscenter gelöst hast, obschon du ganz genau weisst, dass du nach dem ersten beherzten Monat dein sportliches Pflichtgefühl ebenso gekonnt ignorieren wirst wie das Sättigungsgefühl der vergangenen Dezembertage :-).

Selbst wenn du eventualvorsätzlich den Tatbestand der Völlerei mehrfach erfülltest, würde ich von einer selbstverurteilenden Haltung abraten. Denn rein statistisch gesehen besteht kein signifikanter Zusammenhang zwischen deinem durchschnittlichen Jahresgewicht und deinen Festtagssünden. Natürlich vorausgesetzt, dass man die restlichen 50 Wochen die bekannten Regeln einer korrekten Nahrungsaufnahme mehr oder weniger einhaltet.

Es geht mir allerdings weniger darum, was man wann geniesst, sondern wie man geniesst.

Mir fällt auf, dass ich das Essen ohne Ablenkung viel bewusster wahrnehme und mehr schätze. Das ist an den Festtagen per se schon ein Ding der Unmöglichkeit. Aber auch bei Essenseinladungen ist es schwieriger, bewusst und massvoll zu essen. Da können zusätzlich gesellschaftliche Gepflogenheiten dazu führen, dass man mehr zu sich nimmt als man eigentlich möchte.

Und da ist noch etwas. Leider etwas Alltägliches und Störendes, was uns daran hindern kann, bewusst und dadurch auch massvoll zu essen:
Als ich vor einer gefühlten Ewigkeit extern eine Jamie Oliver Kochsendung gebannt verfolgte und ich mich am nächsten Tag nicht mehr daran erinnerte, was ich dabei ass, war mir das peinlich. Wie schade um das mit Liebe zubereitete Gericht, welches ich konsumierte, ohne es zu geniessen.

Ich weiss, dass die meisten Menschen während dem Essen vor dem Fernseher sitzen. Und eigentlich ist das ja auch keine grosse Sache. Doch Achtsamkeit erfordert eine gewisse Aufmerksamkeit. Man kann nicht mehrere Dinge auf einmal gleich intensiv erfahren. Geschweige denn ausführen (siehe Blog 43 mit meinem Waldtelefonat).

Ich möchte dich daher gerne dazu anregen, zumindest den Fokus vor dem TV öfters bewusst auf das Essen zu richten oder ab und dann frei von jeglichen technischen Ablenkungsversuchen das gekochte Gute vollends und bewusst zu geniessen. Oder du isst vorher und geniesst erst danach das Unterhaltungsprogramm in der Flimmerkiste ganz ohne Schuldgefühle.

Übrigens zählen auch analoge Ablenkungsversuchungen wie Printmedien dazu. Man sollte das Essen öfters ganz bewusst einfach geniessen.

Ich muss allerdings gestehen, dass auch ich meine Regel ab und dann in den Standby-Modus versetze: Wenn ich mühsame Arbeiten am PC zu erledigen habe, dann gönne ich mir bewusst einige bunte Gummibärchen, die mir die Arbeit versüssen. Und das funktioniert ganz wunderbar.

Natürlich bin ich mir dessen bewusst, dass ich die chemischen Zuckerbomben ohne den PC viel intensiver geniessen könnte. Aber womöglich würde mir dann bewusst, was ich mir da Seltsames einverleibe. Womöglich würde in mir ein Schuldbewusstsein aufkeimen, was dazu führen könnte, dass ich der süssen Versuchung abschwöre. Das wäre doch schade um die Arbeit, die es zu erledigen gölte (Räusper).

Wie löse ich dieses Dilemma?

Liebend gerne würde ich auch jegliche mühsamen Arbeiten am PC aus meinem Arbeitspensum eliminieren, allein um der verführerischen Naschversuchung zu widerstehen. Doch mir bleibt wohl nur die Möglichkeit, mich bewusst zu diesem merkwürdigen Essverhalten zu bekennen und es ganz einfach ohne Reue zu geniessen.

Wo kein Kläger, da auch kein Richter.

Und zufälligerweise bin ich beides in persona :-)
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Nicht denken, wissen!

2/12/2023

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75. Blogbeitrag

Ich liebte es als Kind, Schneemänner zu bauen.

Und ich liebe es noch heute.

Aber wahrscheinlich bleibe ich auch dieses Jahr die Einzige in meinem Umfeld, die das tut. Weshalb hören viele Erwachsene auf, Schneemänner zu bauen?

Natürlich unterscheiden wir uns von Kindern durch unsere Lebenserfahrung, unserem Entwicklungsstand und den vielen Verantwortlichkeiten in unserem Leben. Aber weshalb hindert uns das daran, etwas spielerischer durch den Alltag zu tänzeln?

Vermutlich liegt es auch daran, dass wir uns als Erwachsene an die Anforderungen des Erwachsenenlebens anpassen müssen. Wir fokussieren uns auf Karriere, finanzielle Stabilität und die Erfüllung unserer Verpflichtungen. Als Erwachsene muss man immer mehr Verantwortung und Pflichten übernehmen und man passt sich automatisch an soziale Normen und Erwartungen an. Dies birgt das Risiko mit sich, dass wir unsere kindliche Neugierde, Kreativität und Spontanität vernachlässigen.

Darüber hinaus spielen womöglich auch gesellschaftliche Einflüsse eine Rolle. Die Gesellschaft erwartet von uns Erwachsenen oft, dass wir uns ernsthaft und verantwortungsbewusst verhalten. Auch das kann auch leider dazu führen, dass wir unsere kindliche Seite unterdrücken oder als unwichtig betrachten.

Vielleicht aber werden wir auch einfach zu bequem mit fortschreitendem Alter. Vielleicht sparen wir bewusst unsere Ressourcen. Vielleicht. Vielleicht. Es gibt tausend Gründe, keinen Schneemann zu bauen. Man sollte sich das auch nicht erst überlegen oder gar analysieren, sondern es einfach tun! Nicht denken, wissen! (1)

Was wissen, fragst du?

Nun: Ich weiss einfach, dass das Bewahren einiger kindlicher Attribute uns hilft, ein erfüllteres und glücklicheres Leben zu führen. Indem wir unsere kindliche Neugierde, Kreativität und Spielfreude bewahren, können wir ganz wunderbar Stress abbauen, unsere Beziehungen stärken und unsere Lebensfreude steigern. Es geht natürlich auch darum, eine Balance zu finden und die positiven Aspekte der Kindheit in unser Erwachsenenleben zu integrieren. Und noch etwas weiss ich schon seit jeher: Schneemänner zu kreieren macht einfach Spass. Versprochen!

Darum lautet meine Empfehlung heute: Geht raus und baut euch einen Schneemann. Selbst wenn es nur auf dem heimischen Balkon ist. Ich arbeite heute, darum steht meine Kreation auf meinem Balkon und beobachtet mich seither beim Arbeiten. Ist er nicht süss geworden? Wer mag mir eine weitere Schnee-Eigenkreation zu senden? Nicht zögern, machs einfach!

(1) Dieses Zitat stammt von Morpheus aus dem tollen Film « Matrix». Es geht um die Suche nach der Wahrheit und dem Streben nach Erkenntnis. Manchmal weiss man etwas, ohne es erklären zu können.
Besonders Immanuel Kant beschäftigte sich mit den vier Fragen: „Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch? Dazu schreibe ich ein anderes Mal einen spannenden Beitrag.
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Ich bin für dich da!

18/11/2023

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73. Blogbeitrag

«Liebe ist die Fähigkeit, den anderen so zu sehen, wie er wirklich ist, ohne ihn verändern zu wollen.».

Mir gefällt es, wie der Achtsamkeitsmönch Thich Nhat Hanh (Thay) die Liebe in Worte fasst. Er betont die Bedeutung bedingungsloser Liebe und Akzeptanz für andere Menschen, ohne den Wunsch, sie zu verändern oder anzupassen. Es ermutigt uns, Mitgefühl und Verständnis zu kultivieren und die Einzigartigkeit jedes Individuums anzuerkennen.

Ist es nicht wunderbar, dass wir Liebe als Gefühl der Zuneigung, Hingabe und Verbundenheit teilen können. Verbunden mit Respekt, Ehrlichkeit und blindem Vertrauen. Geprägt von gegenseitigem Wachstum und Wertschätzung.

Liebe ist aber auch emotional herausfordernd, anfällig für Missverständnisse und wird nicht selten Opfer vom Alltag und Bequemlichkeiten.

Was kann man tun, um seinem geliebten Menschen gegenüber mehr Liebe zeigen zu können?
Thay nennt bei seinem Interview (1) bei Opra Winfrey vier praktikable Liebesbezeugungen, die ich gerne mit dir teilen möchte:

1. "Schatz, ich bin für dich da"
Präsenz und volle Aufmerksamkeit dem geliebten Menschen gegenüber ist (nicht nur sich selber gegenüber) eines der wertvollsten Geschenke. Thay stellt die provokative These in den Raum, dass Liebe ohne Präsenz nicht möglich ist. Das macht Sinn. Auch ohne entsprechendes Gegenüber. Aufrichtig zu sagen, dass man für den geliebten Menschen (oder für sich alleine) ganz bewusst da ist, ist ein wunderbarer Liebesbeweis. Weder störende Geister der Vergangenheit noch Ängste der Zukunft im Kopf: Das Hier und Jetzt jemandem zu schenken bedarf einer gewissen Übung, aber es lohnt sich!

2. "Schatz, ich weiss dass du da bist und das macht mich glücklich"
Die Präsenz des Gegenübers zu erkennen ist etwas Kostbares. Man umarmt den geliebten Menschen liebevoll mit Achtsamkeit. Geliebt zu werden kann auch einfach bedeuten, in der Existenz erkannt zu werden. Man muss sich nicht einmal gegenüberstehen: Ein Telefonanruf genügt, um Liebe zu verbreiten! Jederzeit und überall!

Die dritte Liebesbezeugung kommt zur Anwendung, wenn der geliebte Mensch leidet:
3. "Schatz, ich weiss dass du leidest. Deswegen bin ich für dich da"
Bevor man zu helfen beginnt, kann die volle Aufmerksamkeit bereits Linderung bringen. Danach kann mitfühlendes Zuhören wahre Wunder bewirken. Wie das funktioniert, habe ich im Blogbeitrag 68 beschrieben. Es kann das Leiden deines Gegenübers sofort mildern.
Die vierte Liebesbezeugung kann eingesetzt werden, wenn du selber leidest und vermutest, dass dein Gegenüber involviert ist. Viele ziehen sich dann zurück voller Schmerz. Viele wollen das Gegenüber bestrafen für das Leiden. Die vierte Liebesbezeugung handelt davon, diesem Rachegedanken zu widerstehen! Ja, das ist wirklich nicht einfach!

4. "Schatz, ich leide. Ich gebe mein Bestes und arbeite daran. Hilf mir dabei!"
Natürlich ist das nur möglich, wenn das Gegenüber auch bereit ist, dir zuzuhören. Ich kann mir gut vorstellen, dass man nach einer Verletzung zuerst zu sich zurückkommen muss. Bei erhitzten Gemütern wird dieser Satz nicht seine volle Wirkung entfalten. Man muss ihn ernst meinen. Und das kann auch bedeuten, eine Nacht darüber zu schlafen.

Mir kommt noch spontan in den Sinn, dass eine ernstgemeinte Entschuldigung auch vieles entschärfen kann. Auch die Magie einer einfachen Umarmung kann wahre Wunder bewirken :-).

Kennst du weitere liebevolle Liebesbezeugungen aus deiner Erfahrung?


(1)    Im englischsprachigem Videoausschnitt bezeichnet Thay diese vier Beweise als Mantras. Das ist mir zu esoterisch angehaftet. Darum habe ich sie so bezeichnet, als was ich sie wahrnehme: Die vier wunderbaren praktikablen Ratschläge von Thay haben meines Erachtens auch nichts mit Religionen oder Spiritualität zu tun, sondern wirken ganz gewiss bei Jedem jederzeit unabhängig vom Glauben. Aber das ist meine Meinung.
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Maximiere deine Alltagsmomente

4/8/2023

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 55. Blogbeitrag

Es sind auch alltägliche Dinge, die man maximieren kann. Gut, vielleicht habe ich es übertrieben, als ich eine Jahresration schwedischer Gummibärchen aus Deutschland liefern lies. So ein grosses Süssigkeitenpaket habe ich noch nie erhalten. Das untere Bild haltet mein Glücksmoment fest. So haben sich die Versandkosten wahrlich gelohnt - Räusper.

Ich muss schon sagen, es macht einfach Spass, alltägliche Dinge zu intensivieren. Das bewusste Atmen liefert sogar ein versandkostenfreies Beispiel. Es funktioniert folgendermassen: Mach dir bewusst, dass du und deine Lunge eins sind. Spüre sie. Atme bewusst und tief ein. Und atme das erste Mal ganz bewusst stark aus. Wenn du den nächsten Atemzug zusammen mit deiner Lunge achtsam tätigst, intensiviert sich das Atmen - es wird zu einem Erlebnis. Wenn ich so intensiv atme, kommt es mir jedes Mal vor wie wenn ich frische Bergluft einatmen würde. Und dieses Erlebnis kann ich wiederholen, wann immer mir danach ist. Achtung, Suchtgefahr (gilt natürlich auch für die schwedischen Gummibärchen).

Beim verstorbenen  Achtsamkeitsmönch Thich Nhat Hanh (siehe Blog 28) läuft einfach alles über eine bewusste Atmung: Egal, ob du traurig, wütend, frustriert bist, kreisende Gedanken abschalten willst oder einfach den wundervollen Moment des Lebendigseins körperlich spüren möchtest (siehe Blog 48): Das bewusste Ein- und Ausatmen ist der Schlüssel zu dir zurück! Es hilft, dich und deine Gedanken liebevoll zu umarmen oder zu besänftigen (insbesondere, wenn du mit jedem Atemzug mitdenkst "ich atme ein - ich atme aus").

Und das Beste kommt zum Schluss: Es wirkt garantiert immer! Egal ob Stress oder schöne Momente dominieren. Sobald du mit deinem Atemtraining soweit bist, kannst du dich immer deiner bewussten Atemtechnik bedienen: Das bringt dich mit etwas Training garantiert wieder in den Moment und damit zu dir selber zurück. Ich nenne es Training, andere nennen es Meditation. Egal: Probier es ruhig mal aus - idealerweise zuerst in einer ruhigen Minute und geniesse dieses körperliche Glücksgefühl.

Spannend wirds erst, wenn Emotionen und Hormone dazu stossen :-)

Viel Spass dabei!
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Vertrautheit ist ein rares und kostbares Geschenk

23/7/2023

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54. Blogbeitrag

Im Blog 38 berichtete ich vom wunderbaren Kunstwerk "Bord du route" aus dem Jahre 2020 von Emmanuelle Vroelant, welches mir meine besten Freunde zum 50. Geburtstag schenkten. Ich lud sie am Sonntag zu Kaffee, Kuchen und Kunstwerksbetrachtung ein.

So ein wunderbares Werk von meinen vertrauten Weggefährten geschenkt zu bekommen, hat mir viel bedeutet. Was Beziehungen wertvoll macht, ist das gemeinsam Erlebte und miteinander Geteilte. Man kennt, respektiert und spürt einander und dieses Gefühl der Verbundenheit fühlt sich unglaublich gut an.

Vertrautheit ist ein rares und kostbares Geschenk und muss gepflegt werden. Ich bin davon überzeugt, dass nur jene Beziehungen nachhaltig sind, bei welchem sich Geben und Nehmen die Balance halten. Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich solche Freunde um mich habe.

Das wunderbare Bildgeschenk hätte es nicht gebraucht, um deren Zuneigung zu spüren.

Aber es wird mich auf diese angenehme Art jedes Mal daran erinnern, wenn ich daran vorbeilaufe.
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Willst du einen Schneemann bauen?

12/7/2023

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52. Blogbeitrag

Niederschlag in Form von Eiskugeln wird als Hagel bezeichnet. Hagelkörner entstehen gemäss Meteo Schweiz "in kräftigen, meist hochreichenden Gewitterwolken. Dazu kommt es, wenn die Atmosphäre sehr instabil, viel Feuchte vorhanden ist und zudem starke Aufwinde herrschen". Ich bin froh, dass ich als Laie dieses Phänomen unvoreingenommen bewundern kann.

Ich lasse die schadensverursachende Komponente aus und berichte von einem wahren Wintermärchen im Sommer. Es hagelte heute dermassen intensiv, dass die baumnussgrossen Stücke auf meiner Terasse auf und ab tanzten. Heftiger als Schneeflocken doch nicht minder faszinierend. Innert Minuten verwandelten sie den Boden meiner Terasse in ein weisses Glitzermeer und zogen mich mit ihrem wilden Tanz in ihren Bann. In den Ecken staute sich derweilen eine beträchtliche Anzahl Eiskugeln auf. Für einen kleinen zweidimensionalen Schneemann hätte es wohl allemal gereicht. Doch die Sonne war schneller.

Ich liebe die heissen Sommermonate, aber ich muss gestehen, dass mir dieses kurze Eisintermezzo Lust aufs Schneemannbauen beschert hat. Es ist eine beschlossene Sache: Diesen Winter baue ich mir einen Schneemann!

Derweilen vergnüge ich mich mit leckeren Eiskugeln anderer Art.
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Achtsamkeit zum Verschenken

30/5/2023

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48. Blogbeitrag

Am Leben zu sein ist ein Wunder, und wenn man achtsam einatmet, spürt man das Wunder des Lebens jederzeit. Ich bin sehr dankbar für diese tiefgreifende Erkenntnis.

Im Blogbeitrag 28 kannst du nachlesen, wie ich auf das Thema Achtsamkeit und auf Thich Nhat Hanh (Thay) stiess. Er begann 1994 mit dem Schreiben von Kalligraphien für die Titel gedruckter Bücher, Lieder und Artikel. Mit traditioneller chinesischer Tinte auf Reispapier entwickelte er einen neuen Stil der Zen-Kalligraphie in der weströmischen Schrift.

Eine seiner Kalligraphien ist mir aufgefallen mit dem tiefsinnigen Satz «This moment is full of wonders». Mich macht es einfach glücklich, wenn ich ab und dann vor dem Bild stehen bleibe (sofern ich mich achte) und einen Atemzug innehalte: Ich lebe und darf viel Schönes erleben und das ist einfach wundervoll.

Mein Bruder hat mir das Bild zu meinem 50. Geburtstag geschenkt und ich hätte mir keinen besseren Schenker wünschen können für dieses Kleinod.

Dankeschön für dieses wertvolle Geschenk!
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Eine Kerze lernt erst dann fliegen, wenn man sie auslöscht.

30/4/2023

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44. Blogbeitrag

Ich erinnere mich noch genau daran, als ich zum ersten Mal einer erloschenen Kerze mehr Beachtung schenkte als dem vorangegangenen Lichttanz. Das unvorhersehbar schönen Muster, welches der tänzelnde Rauch produziert, hat mich fasziniert! Ich stellte mir vor, wie das Licht durch den Docht gefangen ist und erst dann befreit wird, wenn man ihre Flamme auslöscht.

Ich habe mit diesem Gedanken physikalisch betrachtet sogar nicht mal unrecht. Die Energie geht durchs Kerzenlöschen niemals verloren, sie wandelt sich in eine andere Form um. Das besagt  der Energieerhaltungssatz (nota bene als Laie betrachtet) und das hat etwas Tröstendes im Falle der auslöschenden Kerze (1).

Als ich eine spezielle Kerze anzündete, um meiner guten Freundin Trost zu spenden für die bevorstehende OP traute ich meinen Augen kaum. Der erloschene Docht produzierte 20 Minuten lang ein rauchiges Tanzspektakel. Ich begann nach 5 Minuten, es aufzunehmen. Es beflügelte mich und ich bin glücklich, dass ich dieses Schauspiel ganz bewusst geniessen konnte. Neben vielen guten Gedanken für meine Freundin durchströmte mich wohlige Wärme um mein Herz. Ich hatte das Gefühl, als wüsste ich in diesem Moment einfach alles und es nahm mir in jenem Moment sogar die Furcht vor dem Tod.

Niemals hätte ich es vorher für möglich gehalten, dass eine ausgelöschte Kerze dieselbe magische Kraft ausstrahlen kann wie ein Kerzenlicht. Und wie wir ja eben gelesen haben, ist es weder Zauberei noch Einbildung. Man nehme ein einfaches physikalisches Ereignis, beobachte es und geniesst jede Minute davon ganz bewusst. Achtsamkeit schenkt uns jeden Tag zahlreiche Wunder. Man muss wirklich nicht lange danach suchen. Man muss es lediglich erleben wollen.

Öffne deine Augen und dein Herz und geniesse.

(1) Mehr zum Energieerhaltungssatz kannst du in den Blogbeiträgen 83 und 114 lesen
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Nie zu alt für Comics

2/4/2023

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41. Blogbeitrag

Meine Begeisterung für Marvel ist ein angenehmes Überbleibsel aus meiner Ehe. Ich selber las vorher ausschliesslich Walt Disney Comics. Doch als mein Exmann mir zu erklären begann, welche spannenden Welten hinter dem Marveluniversum stecken und ich die ersten Filme sah, war es um mich geschehen.

Selten vermag ein Thema jede Generation derart gut vereinen wie Marvel. Ich war einst in Orlando an einer Comic-Con und sah kostümierte Familien, die eine wunderbare Zeit miteinander verbrachten. In den Marvelfiguren und deren Geschichten stecken spannende Erlebnisse aber auch eine gehörige Portion Realismus und moralische Appelle. Wenn du mehr zum Ursprung von Marvel lesen willst, dann nimm dir 2 Minuten Zeit, um meinen Blog Nr. 17 «Stan Lee» Forever zu lesen.

Walt Disney schaffte es ebenfalls, ganze Generationen miteinander zu vereinen und so überraschte es mich kaum, dass ich mich auch für Marvelthemen begeistern kann. Es gibt bessere und schlechtere Filme. Doch fast alle schaffen es, in mir eine Seite anzusprechen, die ich wie der heilige Gral hüte: Meine Kindlichkeit. Es ist schade, dass viele wunderbare Attribute der Kindlichkeit wie Neugierde, Mitgefühl, Unvoreingenommenheit, Naivität und Hilfsbereitschaft mit dem Erwachsenwerden verloren gehen.

Ich verstecke die Leidenschaft für Disney oder Marvel nicht. Ich besitze sogar in prächtiges Nachschlagewerk, welches mir hilft, mich in dieser Welt voller Metaphern nicht zu verlieren. Ist es wichtig, zu wissen, dass es nicht nur einen Captain America gab oder weshalb Venom eigentlich gar nicht böse ist? Darüber lässt sich streiten, aber wenn ich mich mit einem Kind oder Junggebliebenen ernsthaft darüber austauschen kann und dieselbe Leidenschaft spüre, dann bringt mich das jenem Menschen rasch näher. Kinder freuen sich, ernst genommen zu werden und wir Junggebliebene geniessen es, über unsere Präferenzen zu einzelnen Geschichten und Metaphern herauszufinden, wer wirklich gegenüber sitzt. Unabhängig vom gesellschaftlichen Status oder Bildung bekommt man einen direkten Zugang zum Menschen.

Das ist absolut faszinierend und zum Nachahmen empfehlenswert.

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Surprise - surpise!

6/1/2023

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38. Blogbeitrag

Wer hätte gedacht, dass man selber überrascht werden kann während man jemanden anderes überraschen möchte.

Wir wollten für unsere Freundin in ihrem Zuhause einige bunte Luftballone platzieren als es passierte: Ich entdeckte das neue Bild der mir unbekannten Malerin Emmanuelle Vroelant mit dem betörendem Titel Ephémère II und verliebte mich in das Werk (es ist als erstes Bild unten links zu bewundern).

Zu Hause angekommen wollte ich mehr über die Malerin erfahren. Rasch wurde mir klar, welche leidenschaftliche Kraft die Malerin aufgrund von ihrer Biografie auf die Leinwände zu transportieren vermag. Mir stach ein weiteres Bild ins Auge mit dem Titel "Bord du route" aus dem Jahre 2020. Es erinnerte mich sofort an den zeitgleichen Aufbruch und Beginn meines neuen Lebens. 

Ich konnte es kaum fassen, dass meine besten Freunde und Weggefährten mir dieses Bild zu meinem 50. Geburtstag schenkten; darunter auch die Eigentümerin des Ephémère II Bildes.

Mein Bild siehst du unten rechts in den Herbsttönen. Ich fühle mich einfach glücklich und stolz beim Betrachten dieses Bildes. Stolz, weil ich den Mut hatte, aufzubrechen und meinen eigenen Weg zu gehen. Glücklich, weil ich mich selber auf dieser Reise fand.

Als ich das Bild aufhängte, schien es, als ob es schon immer dort hing.

Eine wahrlich gelungene Überraschung! Und natürlich wahrlich gelungene Bilder, nicht wahr?
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Same procedure as every year!

31/12/2021

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27. Blogbeitrag

Ich bin schon seit Kindesbeinen an ein organisierter und ordentlicher Mensch.

Speziell vor den Ferien oder zu Silvester gehöre ich auch zu jenen Bemitleidenswürdigen, die alles noch im alten Jahr erledigt haben wollen.

Bisweilen habe ich Silvester immer mit meinen besten Freunden verbracht. Es sind wunderbare Abende. Und doch war dieses Silvester anders. Zum ersten Mal realisierte ich, dass ich wahrscheinlich mit meinem Exmann das letzte Mal feiern werde und versuchte, diesen Moment entsprechend achtsam zu würdigen. Aber das gerät leicht in den Hintergrund, wenn die Stimmung kippt und Zwei sich derart zanken, dass sogar der Countdown vergessen geht. Dass sogar eine Intervention stattfinden muss, um die erhitzen Gemüter zu beruhigen.
Nun, wie eingangs erwähnt war es ein Silvester bei den besten Freunden. Und so stand eigentlich von Anfang an fest, dass es trotzdem ein guter Abend werden wird. Dass wir die Situation in den Griff bekommen. Dass alle trotzdem gemeinsam versöhnlich miteinander anstossen werden mit einer stündigen Verspätung.

Ich sank nach diesem ereignisreichen Abend in mein frisch bezogenes Bett und war froh, dass bei mir selber alles in Ordnung war - im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich freue mich schon jetzt aufs nächste Silvester mit meinen Freunden. Komme was wolle, es wartet bestimmt wieder ein wunderbarer Abend auf mich. Meinen lieben Freunden und eventuell auch meinen liebgewonnenen Traditionen sei Dank!
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Ein Ding Dong von meinem Dong Ding entfernt

15/11/2021

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24. Blogbeitrag

Ding Dong. Meine Gastgeberin öffnete mir herzlich die Türe und ich freute mich auf einen wunderbaren Frauenbrunch. Wir kennen uns beruflich schon seit einigen Jahren und endlich schafften wir es, uns privat zu treffen.

Ich war sehr überrascht, als ich bei ihr neben der spartanisch-durchgestylten Wohnung zentral erhebend eine tibetische Klangschale sah. Die selbstbewusste Dame ist selbständige Treuhänderin und hat mit Esoterik absolut nichts am Hut.

Aha, sowas geht auch? Dies war meine erste Begegnung mit Klangschalen und ich lerne die Vorzüge ohne jeglichen Klimbim kennen. Einfach anreiben oder anschlagen, um zur Ruhe zu kommen und die eigenen Gedanken zu beruhigen - simple as that!

Tönt gut - will ich auch.

So machte ich mich als Laie auf die Suche nach (m)einer Klangschale und da ich für mich eine neue und neutrale Schale wollte, stiess ich rasch auf Peter Hess-Qualitätsklangschalen. In einem anderen Ratgeber hiess es, man solle neben der Qualität unbedingt nach dem Klang auswählen. Gesagt getan. Ich hab mich ohne Wimperzucken durch ungefähr 30 Schalen durchgehört, bis ich auf die Eine stiess. Unglaublich aber wahr: Mich durchströmte bei jener einen Schale eine körperliche Wärme, die mich erstaunte. Mit so einem wohligen Dong hatte ich nie gerechnet.

Ich hätte nie gedacht, dass mich ein einfaches Ding Dong zu meinem eigenen Dong Ding führen würde.
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Back to the Ruth

10/10/2021

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22. Blogbeitrag

Wenn man über 30 Jahre lang mit dunkelgefärbten Haaren unterwegs war, benötigt es doch etwas Mut, sich die Haare bleichen zu lassen. Zwei Dinge liessen mich diesen haarsträubenden Entscheid fällen. Das Bedürfnis nach meiner natürlichen hellbraunen Haarfarbe (siehe erstes Bild unten links)  und die Vermehrung meiner grauen Haare.

Es ist spannend, wie sich das Äussere angleicht, wenn sich das Innere zu verändern beginnt. Auch wenn ich so ein klassisches Klischee bediene, nach welchem entscheidende weibliche Verän-derungen mit der wechselnden Haarpracht einhergehen.

Naja, bei mir traf das zu. Ich wollte schlichtweg auch äusserlich wieder «back to (the) Ruth».

Heute bin ich sehr dankbar für diesen Schritt, denn mir gefällt, was ich sehe. Ich erkenne eine sowohl reife als auch verspielte Persönlichkeit, die mit sich innerlich und äusserlich im Reinen ist. Das bedeutet nicht, dass immer alles im Lot ist, aber durch meine gelebte Achtsamkeit kann ich es viel leichter ausbalancieren.

Und hier liegt auch der Erfolg des Achtsamkeitstrainings verborgen. Zu Beginn konnte ich die Achtsamkeit nur leben, wenn alles im Lot war. Heute hilft sie mir mit, zu meinem Gleichgewicht zu gelangen.

Meistens gelingts mir auch!

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Meine erste grosse Liebe

14/4/2021

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15. Blogbeitrag

Zu meinem ersten Hund gelangte ich wie die Jungfrau zum Kinde.

1993 nahmen mein damaliger Freund und ich den kleinen Welpen von einem italienischen Bergdörflein nach Hause. Eine Schulfreundin von mir suchte nach einem Welpen. Ich überreichte ihr das süsse Geschöpf mit dem guten Gefühl, ein schönes Zuhause für den knuddeligen Vierbeiner gefunden zu haben.

Am nächsten Tag brachte sie mir den Welpen zurück, weil ihr Vater dagegen war. Und mein damaliger Freund wollte auch keinen haben. Ich hätte mich damals nicht gegen seinen Willen auflehnen können und so nahm meine barmherzige Mutter sich seiner an. Pipo hiess er kleine Schatz und er wuchs uns allen so schnell ans Herz, dass ich ihn nach drei Monaten doch zu uns nach Hause holen konnte. Er wurde die Liebe meines Lebens. Ich habe noch nie so eine reine Form der Liebe kennengelernt und bin jeden Tag dankbar für die wunderbaren Erinnerungen in meinem Herzen.

Als mich Pipo 2010 nach 17 gemeinsamen Jahren verlassen musste, war ich am Boden zerstört. Ich weiss noch, dass meine Mutter beim Todeszeitpunkt für ihn eine Kerze anzündete. Sie brannte unentwegt - die ganze Reise zum Krematorium, das zärtliche Platzieren im furchbar kalten Ofen zu den Klängen des Songs "Ewigi Liebi", dem Warten bis ich ihn zurückholen konnte und der Rückreise. Als ich heimkam, war schon ein kleines Loch im Garten parat für die Asche und darüber hätten wir einen Baum gesetzt. Doch ich versagte. Ich konnte diese kleine Urne einfach nicht in dieses dunkle Loch legen. Mit zitternden Händen stellte ich sie zur brennenden Kerze an die Vitrine und just genau in diese Momente löschte die Kerze. Da war mir klar, dass dort sein Platz war. Noch heute steht die Urne bei mir. Und noch heute gedeiht ein prächtiger Baum bei der angedachten Stelle.

Nun bin ich weggezogen und sehr dankbar, dass ich ihn nicht begrub, so dass ich ihn mitnehmen konnte: Ich hatte schon einige Male das Bedürfnis, diese kleine Urne zu umarmen in der Hoffnung, dass meine Liebe ihn in irgendeiner Form noch erreichen mag. Einbildung? Wahrscheinlich ja, aber es hilft mir. Und vielleicht auch meinem geliebten Pipo in irgendeiner Form.
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Haribo macht nicht nur Kinder froh

5/3/2021

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14. Blogbeitrag

Gummibären sind vor allem Zuckerlieferanten und enthalten viele unnötige Zusatzstoffe.

Ja, ich weiss!!

In einer 300 Gramm Packung stecken umgerechnet fast 80 Stück Würfelzucker.

Unerhört!!

Man könnte genauso gut reine Zuckerwürfel konsumieren. Macht aber genau so wenig Spass wie es sich anhört.

Schon meine Grossmutter naschte die gummige Leckerei während ihrer täglichen Handarbeitsroutine. Ich bin da etwas konservativer und gönne mir die Leckerei einmal pro Woche. Dabei esse ich die konsumierte Wochenmenge meiner Grossmutter an einem Abend. Danach ist mein Heisshunger auf die bunten Dinger tagelang gestillt.

Egal.

Mir bringen sie viel Freude an so manchen Sonntagabenden. Vielleicht mag ich die so sehr, weil sie mich an meine kostbare kindliche Seite erinnern? Oder weil sie halt einfach lecker schmecken? Oder aber, weil sie meine Kreativität nähren: Ich pflege derweilen immer mehrere Sorten auf einmal zu konsumieren und kreiere so ganz nebenbei neue Geschmackserlebnisse.

Hauptsache es macht mein inneres Kind froh und mich als Erwachsene ebenso.
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Schaurig schön....

31/10/2020

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13. Blogbeitrag

Das gemeinsame Feiern und Verkleiden an Halloween haben mir schon immer grossen Spass gemacht.

Schon drei wunderbare Feste durften meine beste Freundin und ich organisieren. Bedingung: Halloween muss auf ein Wochenende fallen. Du kannst dir sicher vorstellen, wie sehr wir uns auf die nächsten Feste 2020/21 gefreut haben. Aus bekannten Gründen fielen diese dann ins Wasser. Aber: Wenn etwas schiefgeht, muss das nicht bedeuten, dass man nicht trotzdem etwas Schönes darauf machen kann. Ich und meine Family beschlossen, trotzdem ein schaurig schönes Dinner zu geniessen mit Verkleidung.

Ich geniesse Dinge heute viel intensiver. 2025 ist es dann wieder soweit. Wenigstens muss ich mir dieses Mal keine wochenlangen Gedanken machen, was ich anziehen soll. Ich hatte mir das Kostüm bereits im 2020 vor dem 1. Lockdown besorgt.

Wenn du neugierig darauf bist, mach dir eine Notiz für Freitag, 31. Oktober 2025 und dann liefere ich das erwartete Bild – Hand drauf!
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Destinys road

5/9/2020

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meiner  9. Blogbeitrag

Ich verarbeitete meine Trennung in meinem eigenen Song «Destinys road», den ich zuhause komponiert habe. Das hat mir sehr gutgetan. Es ging darum, einen neuen Weg zu beschreiten. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass der Song fünf Jahre später 2025 die Titelmelodie zweier meiner Projekte werden würde (1).

Wenn man nicht weiss, wie man etwas sagen soll, dann kann man es auch mal auf künstlerische Art versuchen. Das kann ein Gedicht sein, ein Bild, ein Brief, ein Tanz oder eben ein Song. Dieser Song bedeutet mir sehr viel und vielleicht hilft er auch anderen unsicheren Trennenden da draussen.

Mit Hilfe meiner aktuellen Band ist eine wundervolle Aufnahme in der Power Play Studios im Juli 21 entstanden (siehe Blog 20). Hör es dir an:
____________________________________________
Destinys road Lyrics

1. Look at me here  I‘m on my way
To heaven or hell – no one can say
Anybody out there  helping me out ?
Cause nothing is gonna slowing me down

Ref. No one can hide from destiny’s road
No matter of fate or fortunes code
I give it all – thats for sure
Not to get lost anymore

2. Standing on a crossroad – which way to take?
Looking back might be a mistake
Trying to avoid the trap of regret
Whatever may be there‘s no turning back

3. Still keep on running – the years passing by
The hardest part is saying goodby
What will remain – what will I gain?
I’ll find it out the hardest way
_____________________________________________

Wie gefällts dir?

(1) Die Melodie findest du auch in folgenden meiner beiden Projekten wieder:
Spaziersport für mehr Bewegung im Alltag und spannende Kurzgeschichten der beiden Maskottchen Spazi und Sporti.

destinys_road_copyright_by_ruth_imholz.mp3
File Size: 10945 kb
File Type: mp3
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Die hohe Kunst der Reduktion

5/5/2020

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6. Blogbeitrag

Kubismus ist eine Stilrichtung in der Kunstgeschichte ab 1906. Dabei wird künstlerisch die Reduzierung eines Objekts auf geometrische Figuren wie beispielsweise einen Würfel, eine Kugel oder Pyramiden vollzogen. Seit der Renaissance lag der Sinn und die Aufgabe der Malerei darin, etwas bildhaft mitzuteilen.

Doch in der Mitte des 18. Jahrhunderts begann man, die Aufgaben der Malerei neu zu überdenken. Spätestens seit der Erfindung der Fotografie 1826 wurde das reine Nachahmen der Natur oder das Illustrieren ihrer Erscheinungen obsolet. Mussten zuvor Inhalt und Form, Botschaft und Aussehen übereinstimmen, so wurde die Form wichtig. Form wurde Inhalt und all dies führte zu einer immer grösseren Selbstständigkeit des Bildes.

Die massgebenden Gründer des Kubismus sind Pablo Picasso und Georges Braque, welche einen regen Dialog pflegten. Besonders von Braques früheren Werke bin ich sehr angetan. Eines meiner Lieblingsbilder «Das Portrait einer Frau» liess ich mir nachmalen. Was mir an kubistischen Werken speziell gefällt, ist die vielschichtige Auseinandersetzung.

Man muss schon zweimal hinsehen, um das Bild erst zu erkennen und dann zu verstehen. Das erfordert mehr Aufmerksamkeit, aber intensiviert die Auseinandersetzung mit den Werken und das mag ich. Was erkennst du in diesem Bild? Du kennst die Antwort, wenn du meinen 2. Blogbeitrag gelesen hast.
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