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187. Blogbeitrag
Singen ist eines meiner Lieblingshobby und ich geniessen die wöchentlichen Übungssessions mit meiner Band Grooveline sehr. Die Frage, wie der Mensch zum Singen gekommen ist, fasziniert mich daher persönlich sehr. Es ist spannend zu überlegen, dass das Singen vermutlich eine uralte Praxis ist, die sich im Laufe der Menschheitsgeschichte aus verschiedenen Gründen entwickelt hat. Evolutionär gesehen könnte es dazu gedient haben, soziale Bindungen zu stärken oder Partner anzuziehen. Vielleicht hat das sogenannte "Vocal Learning" – also die Fähigkeit, Klänge nachzuahmen – eine wichtige Rolle gespielt und sich aus frühen Kommunikationsformen heraus entwickelt. Auch die Idee, dass Singen aus natürlichen Lauten wie Schreien oder Jauchzen entstanden ist, finde ich sehr naheliegend. Archäologische Funde wie prähistorische Flöten zeigen, dass Musik und Gesang schon vor Tausenden von Jahren Teil unserer Kultur waren. Zudem hat Singen in vielen Kulturen eine tiefe Verbindung zu religiösen Ritualen und spirituellen Erfahrungen. Für mich beinhaltet das Singen auch noch eine psychologische Komponente des emotionalen Ventils. Wenn ich innbrünstig singe, dann fühle ich mich danach immer besser. Manchmal ist es sogar die einzige Form, um etwas loszuwerden ohne Konsequenzen. Und manchmal ist es der einzige Seelentröster. Es ist befreiend, reinigend und für mich absolut unverzichtbar geworden. Hoffentlich bleibt mir diese wunderbare Art des Mitteilens möglichst lange erhalten. Und hoffentlich erkenne ich rechtzeitig den Moment, aufzuhören, bevor mein Singen sich in ein Schreien oder Jauchzen verwandeln sollte. Urteile selbst: So klinge ich im Moment am *Waldweidfest live*. Noch gefällts mir gut :-). Danke, lieber Marc Helfert für das tolle Bild.
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