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184. Blogbeitrag
Prokrastination bezeichnet das Verhalten, Aufgaben oder Verpflichtungen auf später zu verschieben, obwohl man weiss, dass dies negative Konsequenzen haben kann. Es ist eine Form der Aufschieberitis, die oft aus Angst vor Versagen, Überforderung oder mangelnder Motivation entsteht. Obwohl sie häufig als hinderlich und unproduktiv angesehen wird, gibt es meiner Meinung nach durchaus auch positive Aspekte, die manchmal übersehen werden. In manchen Fällen kann das bewusste Aufschieben aber auch dazu führen, dass man in der Zwischenzeit neue Perspektiven gewinnt, kreative Ideen entwickelt oder sich ausreichend Zeit für eine gründliche Planung nimmt. Ausserdem kann die Prokrastination kurzfristig Stress abbauen und dazu beitragen, die eigene Energie wieder aufzuladen, bevor man eine Aufgabe angeht. Sie bietet somit Raum für Reflexion und kann – wenn im Rahmen gehalten – auch als eine Art Pausenfunktion fungieren, die letztlich die eigene Produktivität und Kreativität fördern kann. Gut, vielleicht ist dies auch eine Art der Schönrederei – und dennoch bin ich davon überzeugt, dass (fast) alles positive und negative Seiten haben kann. Manchmal auch nur anhand eines Perspektivenwechsels. Und so kann es durchaus passieren, dass man eine Schwäche zu einer Stärke verwandeln kann. Ich meine damit in casu nicht, dass man alles aufschieben soll. Aber ab und dann kann auch die Prokrastination eine sinnvolle Taktik sein. Ebenso wie das Soforterledigen. Das kann sich ebenso positiv wie auch negativ äussern. Denn auch das «immerallessoforterledigenwollen» ist nicht immer zielführend. Idealerweise bedient man sich mehreren Taktiken und setzt sie dann ein, wenn sie am sinnvollsten sind. Bildquelle
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