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179. Blogtext
Immer wieder werden wir in unserem Leben geprüft. Höchste Zeit, das Phänomen «Prüfungen» einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Weshalb kann es Sinn machen, geprüft zu werden im weitesten Sinne? Nun ja: Lebensprüfungen gehören zu unserem Leben; selbst wenn sie dadurch Veränderung erzwingen. Ohne Herausforderungen blieben Gewohnheiten unangefochten, Fähigkeiten unentwickelt und Werte theoretisch. Erst wenn etwas auf dem Spiel steht, zeigt sich, wie belastbar Überzeugungen sind und wie verantwortungsvoll man handelt. Aus solchen Prüfungen lernt man, mit Unsicherheit umzugehen, Rückschläge einzuordnen und Vertrauen in die eigene Entwicklung zu gewinnen. Sie lehren Geduld, Selbstreflexion und die Einsicht, dass Wachstum oft aus dem Unbequemen entsteht. Angesichts dessen sollte man Prüfungen eigentlich mögen. Aber wie so oft machen unangenehme Erfahrungen aus der Schulzeit solche Erkenntnisse zunichte. Die Bildung sollte auch darum bemüht sein, die Chancen für positivere Prüfungserlebnisse zu fördern! Für effektive Prüfungen würde ich daher vorschlagen, dass sie mehr sein sollten als Momentaufnahmen von auswendig gelerntem Wissen. Sinnvolle Prüfungen konfrontieren mit realistischen Anforderungen, lassen Denkprozesse sichtbar werden und geben Raum für Fehler als Lernchance. Sie prüfen nicht nur Resultate, sondern auch Verständnis, Transferfähigkeit und den Umgang mit Druck. Wie im Leben sollten sie fordern, ohne zu entmutigen, und Orientierung geben, statt nur zu urteilen. Das macht alles wirklich Sinn. Dennoch gebe ich zu, dass mir - angesichts von gewissen Lebensprüfungen - manchmal eine klassische Prüfung in einem Klassenzimmer lieber wäre *grins*. In solch eine Richtung zielt auch das aktuellste Spaziersport-Video mit wichtigen Prüfungstipps für Prüfungsneulinge. Bildquelle: Auszug aus dem Calvin und Hobbes-Comics: "Was sabbert da unterm Bett"
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